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Posts Tagged ‘Zeiten’

„Leben Sie so intensiv Sie können. Alles andere ist ein Fehler.

Was Sie im Einzelnen tun ist nicht so wichtig, solange sie nur wirklich leben. (!!!)

Was haben Sie gehabt, wenn Sie vom Leben nichts gehabt haben?

Was man verpasst hat, ist dahin.

Täuschen Sie sich nicht. Jede Zeit, von der man das Glück hat, sie noch zu erleben, ist die richtige Zeit.

Leben Sie. (!!!)“

Henry James 1903

Was für Herny James vor über 110 Jahren galt, gilt heute in diesen unruhigen Zeiten umso mehr. Wenn wir die Möglichkeit des Lebens in diesem Moment nicht nutzen, könnten wir es Morgen schon bereuen.

Es gibt diesen schönen Spruch, der uns so leicht über die Lippen geht: Man bereut am Ende seines Lebens das, was man nicht getan hat und nicht das, was man getan hat.

Der Spruch ist nicht nur schön daher gesagt, er ist wahr. Das Jagen nach Geld und Gut, der Ärger über andere Menschen, unötige Hektik nützen uns nichts. Wenn wir am Ende unseres Lebens angekommen sind, egal wann es sei, ist es sicher nicht, das Büro, an das wir uns gerne erinnern. Sondern es sind die schönen Dinge, die wir erlebt und getan haben.

Erfülle Deine kostbare Lebenszeit mit schönen Dingen. Es gibt nur einen einzigen Moment, in dem Du etwas erleben kannst: Und der ist jetzt!

Lebe, liebe, lache und genieße jede Sekunde!

„Ich will reisen so weit ich kann,

bis zur Freude in meiner Seele,

will meine Grenze weiter ziehen

und fühlen, wie ich wachse;

will leben, dasein, „sein“

und die Wahrheit in mir hören.“

Doris Warshay

 

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Mein Lieblingsplatz liegt ein paar Stunden von hier. An einem nördlichen Meer. Wo der Wind über den Deich weh, sich in den Pappelalleen verfängt und sie zum Flüstern bringt, die saftigen Wiesen durchstreift, die Möwen auf seinen Flügeln trägt und ihre Schreie bis ins unendliche Blau hallen. An einen Ort, an dem das Meer an einem breiten feinen Strand wogt, mal zart mal machtvoll. Wellen, die an den Molen brechen und ihre Gischt verschwenden. Eine Landschaft die von Horizont zu Horizont reicht, den Blick freigibt auf eine endlose Weite. Gesäumt von kleinen Häusern, die sich schützend gegen die Zeiten aneinander drängen und die von Entbehrungen, Hochwasser, Fischfang und verträumten Sommern erzählen. Fleißige, freundliche Menschen leben dort, denen das besondere Licht ihres Landes ein besonderes Auge für die Schönheit gegeben hat. Dort kann ich aufatmen. Nah und doch so fern, dass mich niemand erreichen kann, fern von der Hektik der Tage.

 

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Sicher gibt es das ein oder andere Ziel zu erreichen. Aber in diesen Zeiten bin ich einfach froh, dass ich soweit gesund bin, eine Arbeit habe und ein Dach über dem Kopf. Dass es gute Freunde in meinem Leben gibt. Welche Ziele gilt es da so dringend zu erreichen, im Angesicht der Katastrophe?

Ich bewundere die, die so hart arbeiten, um schneller, höher, weiter zu kommen. Vielleicht ist es für mich gerade an der Zeit einfach nur zu leben und das zu tun, was mir gut tut und Spaß macht!

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von Antonia Kreinz

Weite im Kopf
Im Herzen Welten
Die Füße auf der Erde
Will ich in die Wolken

Mein Unglück
unbeständig wie das Glück

Werfen möchte ich mich in diesen Wandel
Tanzen und reiten im Augenblick

Könnten doch Alle, Alleallealle
Glücklich sein!
In allen Welten, zu allen Zeiten
Jahrtausend Universen lang

Könnten dich Alle
wie Nomaden wandern,
wandernwandern
immer weiterziehen

Vogel werden
Himmel sein
Schwimmend ein Meer
frei und offen für Jeden

Aber immer gehen wir schlafen
mit Gedanken an kommende Jahre
glauben Alles, Allesallesalles sei für immer so!

Was würde mir fehlen ohne mein Leben?

Das Leben!
Alles!
Allesallesalles!

Könnten doch Alle,
sich wie Blütensamen
dem Wind anvertrauen
frei von morgen und gestern
wie Blitze in der Dunkelheit

Der Himmel in der Tasche

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Ich bin platt! Echt! Richtig platt! Ich habe einen Band aus erotischen Gedichten und Kurzgeschichten (und schönen Zeichnungen) zusammengestellt – „In den Tiefen meiner Lust“ – und wollte ihn bei einem bekannten Selfpublishing-Verlag veröffentlichen lassen. Gestern kam die E-Mail: Aufgrund des Inhalts werden sie das Buch nicht verlegen. Also habe ich, brav, wie ich bin, angerufen, um zu erfragen, weswegen. Sind es die Bilder oder der Text? Antwort der genervten, unfreundlichen Frau am anderen Ende: alles. Aha!

Wenn es nicht so dämlich wäre, würde ich darüber lachen. Erstens: vermutlich hat niemand überhaupt hinein geschaut (Stichwort: Schlagwortsuche). Zweitens: ich habe einen erotischen Roman geschrieben, der ganz öffentlich über einen „normalen“ Verlag zu haben ist. Drittens: ich habe noch nicht einmal richtig hingelangt *ggg* und das ist jetzt tatsächlich zweideutig zu verstehen! Also nicht, dass die Texte und Gedichte nicht erotisch wären, aber gegen den Roman … ! Ich lass das mal so stehen.

Ich weiß nicht ob ich mich ärgern oder geschmeichtelt fühlen soll?! Schließlich bin ich nicht Henry Miller(ich habe seine Bücher gelesen, da kann „Shades of Grey“ einpacken). Andererseits – und das hat doch was – ich bin ein verbotener Schriftsteller. Und das in Zeiten, in denen dir nackte Brüste, Hintern und Penise, direkt ins Gesicht springen. Eine skurrile Geschichte. Ach, übrigens: ich lache darüber!

Dann muss es eben anders gehen. Ich will die Texte und die Gedichte. Ich will sie in einem Buch! Fallen ja, liegen bleiben nein.

PS.: Ich mag Henry Miller. Soweit dazu!

P.P.S.: Wen die Wörter: Penise, Brüste und Hintern entsetzen, möge sie bitte diskret überlesen. *ggg*

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„Das Ziel eines Schriftstellers ist es, die Zivilisation davon abzuhalten, sich selbst zu zerstören.“
Albert Camus

Eine gute Absicht, allerdings ist die Frage: Wie? Die Leute, die auf den Schriftsteller „hören“ sind meistens seiner Meinung und die anderen? Entweder lesen sie den Schriftsteller nicht oder sind nicht in der Lage ihn zu verstehen – mag es intellektuell oder gegen ihren Willen sein.

Eines der großen Probleme unserer Zeit, eigentlich aller Zeiten ist, dass die Masse denen hinterher läuft, die am Lautesten schreien. Die Medien fördern dieses Phänomen nach Leibeskräften. Eine objektive Aufklärung findet selten statt, kann es vielleicht auch nicht – zeige mir den, der wirklich objektiv ist?! Chaos zieht scheinbar mehr, als Verbundenheit.

Es ist einfach sich keine eigenen Gedanken machen zu müssen oder über die Konsequenzen seiner Handlungen nachzudenken. „Dafür kann ich nichts, der … hat gesagt …“ – „Die anderen haben auch mitgemacht.“ – „Wenn ich es nicht getan hätte, dann …“ – „Ich habe nichts davon gewusst …“

Hübsche Ausreden. Dass die nichts nützen und großes Unheil anrichten, hat die Menschheit im Zweiten Weltkrieg erlebt. Nicht das einzige augenfällige Beispiel, auch heute gibt es genug davon. Der Mensch ist schnell dabei, seine Schuld, seine Nachlässigkeit, seine eigene Grausamkeit auf andere abzuschieben. Und doch trifft der Spruch auf viele Gelegenheiten zu: Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. „Keiner, der hingeht“ fängt bei jedem Einzelnen von uns an.

Irgendwann kommt die Stunde, da jeder Rechenschaft ablegen muss. Niemand bleibt davon ausgenommen, auch wenn die meisten nicht an eine übergeordnete Instanz glauben, die über uns richtet. Früher gab es dafür den Pfaffen, der zur letzten Ölung kam. Mit etwas Öl glaubte man, die Seele vor der Hölle zu retten. Ein reichlich lächerliches Unterfangen, Gott übers Ohr hauen zu wollen. Heute glauben viele Menschen nicht mehr an Gott, schieben ihn genauso vor, wie Regierungen oder Schreihälse, die sich profilieren wollen. Wir schaffen es heute uns unsere eigene Hölle zu machen und ich frage mich, gefällt uns das?

Warum lässt Gott das zu? Die Frage müsste lauten, warum tut der Mensch einem anderen Menschen solche schrecklichen Dinge an? Gott ist nicht dafür zuständig unseren Job zu machen. Statt Freundlichkeit, Rücksicht und Toleranz, springen uns jeden Tag Mord und Totschlag an.

Hat das Leben, das Recht auf Freiheit und Gleichheit wirklich einen Wert? Wenn ja, warum all das? Es mag sein, dass sich die Menschen Gott gegenüber nicht mehr verpflichtet fühlen. Aber wir sind unseren Mitmenschen (und unserer Erde) gegenüber verpflichtet! Jedem Menschen! Egal welcher Hautfarbe, Rasse, Religion, ob gesund oder krank, Kind oder Erwachsener.

Ich bin eine unbekannte Autorin und weiß nicht, wie viel meine Worte bewirken. Aber ich wünsche uns allen ein bisschen mehr Liebe, Freundlichkeit, Verständnis und Herz. Jeden Tag in diesem Jahr!

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Ich habe gerade ein Buch von Jane Austen gelesen. Im Nachwort steht:

„Die Helden dieses Romans leben parasitär – von einem Vermögen, das sie nicht selbst erarbeitet haben. Ihr sozialer Status als Grund – und Kapitalbesitzer bedingt und verursacht Isolation. Das Leben, das sie führen, zeigt ihre Bedeutungslosigkeit. Ihr gesellschaftlich steriles Dasein mündet folgerichtig in innerer Leere und Verschrobenheit, fragwürdige Ersatzinteressen und starre Förmlichkeit, eitle Selbstbespiegelung und bornierte Standesdünkel. Der heutige Leser mag sie komisch finden und ihre Kuriosität belächeln, weil sie im als seltene Exemplare einer Gattung erscheinen, die unwiderruflich der Vergangenheit angehört.

Ich wünschte, ich könnte dies auch so sehen. Wie man annehmen kann, tu ich es nicht. Wir leben angeblich in einer aufgeklärten, zivilisierten Zeit. Und trotzdem suche ich sie vergebens, diese Zeit.

Vielleicht sollte ich die Medien nicht als Untermauerung meiner Ansicht hinzuziehen, aber ich tue es doch. Ich will nicht so weit gehen zu sagen, wir sind, was wir sehen. Immerhin gibt’s auch das ein oder andere Trashformat, über das ich mich amüsieren kann. Trotzdem wundert es mich immer wieder, wie viele absurde Geschmacklosigkeiten, völlig hirnlose Kommentare/Meinungen/ Ansichten den Weg in unsere Wohnzimmer und möglicherweise in unsere Köpfe finden. Und besonders dann, wenn es um Kommentare Prominenter geht, die als Vorbilder oder Meinungsbilder dienen oder sich dafürhalten. Dazu gehört alles, vom Z-Promi aus dem Dschungel bis zum A-Promi im Bundestag.

Es gibt Leute, die kaufen sich Fürstentitel und glauben, sie wären der Nabel der Welt. Andere denken, weil sie ein dickes Bankkonto haben und Bohlen heißen, dass sie harmlosen Kindern, die durch das Versprechen der nächste Superstar zu werden, jede Gemeinheit an den Kopf werfen dürfen, um Quote zu machen. Sendungen, in denen jeder Dummkopf seine ungefilterte Meinung sagen darf, in der es keine Diskussion zum Austausch gibt, sondern einfach nur ungehemmte Streitszenen, in der die Teilnehmer der Ansicht sind, wer lauter schreit hat Recht. War das nicht eher andersherum: wer schreit hat Unrecht?

Andere Dagobert Duck`s meinen, ihr Geld erhebe sie über den „ordinären“ Bürger, deswegen müssen sie keine Steuern zahlen, können auf der Autobahn rasen wie bekloppt, sich so schlecht benehmen, wie es ihrer Laune gerade entspricht, betrügen (siehe Dotorarbeiten) und noch Schlimmeres, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Arbeitgeber, die ihre Arbeitnehmer immer wieder gekonnt über den Tisch ziehen, obwohl das Gesetz eigentlich auf der Seite der Arbeitnehmer ist. Und Anwälte, die einen Geringfügigbeschäftigten scheinbar ebenso wenig ernst nehmen, wie der Arbeitgeber, der ihn schamlos ausnutzt (da kommt einem das Wort parasitär wieder in den Sinn). Lohnt sich der Kampf, wenn es statt um Millionen nur um Tausend oder Hundert Euro geht? Wie ist es möglich, dass Menschen in Deutschland hart arbeiten und sich ihr bisschen Leben nicht leisten können? Was erhebt das Recht des einen, in so absurdem Maß über das des anderen? Geld?! Geld regiert die Welt, keine neue Weisheit, aber leider regiert es auch das Recht. Hast du Geld, dann hältst du länger durch.

Warum trägt Justitia eine Augenbinde? Angeblich, damit sie unbeeinflusst entscheiden kann. Ich glaube, weil sie keine Lust darauf hat, zu sehen, was in ihrem Namen für Schindluder mit dem Volk getrieben wird. Alles ist nur eine Frage der Auslegung. Ob es das Rechtsempfinden der Allgemeinheit stört, ist nicht das Entscheidende, sondern ob man der rhetorisch Geschicktere ist.

Die Zeiten haben sich geändert. Die Menschen nicht. Im Gegenteil. Konnte man sich früher auf einen Handschlag verlassen, gilt heute kaum ein Vertrag als sicher. Irgendwo gibt es ein Schlupfloch und hast du Geld, kein Problem, wir finden für alles eine Lösung. Hast du keins, mach dir bloß keine Hoffnung. Irgendwann haben sie dich zermürbt. Während du nachts nicht schlafen kannst, weil du dich fragst, woher das Geld für den nächsten Einkauf kommen soll, sitzen sie in ihrer Villa, bestellen Kaviar und warten gelangweilt, bis du aufgibst. Haste was, biste was.

Geld verdirbt den Charakter. So extrem ist es sicher nicht, aber es sieht so aus, als hätte es die unglückliche Neigung dies zu unterstützen oder zu beschleunigen. Menschen die Geld und der damit verbundenen Stellung eine übertriebene Bedeutung beimessen, verlieren die Bodenhaftung. Empathie, Mitleid und Rücksicht büßen ihren Wert als Tugenden ein. Von diesem Standpunkt aus gesehen könnte ich beinahe dankbar dafür sein, nur so über die Runden zu kommen. Immerhin bin ich dadurch dem Leid anderer gegenüber nicht abgestumpft. Andererseits würde es mich ruhiger schlafen lassen, wenn ich mehr von dem „Laissez – fair“ der Reichen hätte, weil ich mich in der Ruhe sonnen könnte, dass meine Interessen mit Feuereifer wahrgenommen und ich nicht als notwendiges Übel angesehen werde.

Obwohl meine Grundeinstellung optimistisch ist, fürchte ich, dass ich nie reich genug, noch jemals so viel „Laissez -fair“ haben werde, damit sich jemand mit Feuereifer für mich in die Bresche stürzt. Gefallen tut mir dies nicht. Im Gegenteil. Es macht mich sehr wütend, dass ich das Risiko trage und nicht ernst genommen werde. Genauso, wie meine Leidensgenossen. Ich weiß, dass mir mein Zorn mehr schadet, als denen, denen er gilt. Doch ich kann es im Moment nicht ändern. Das Einzige, das mich zurzeit aufrecht hält und mir hilft den letzten Rest von Würde zu wahren, sind Freunde, die mir Gutes wünschen und auf meiner Seite stehen.

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