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Posts Tagged ‘Zeit’

Worte,

Tausend Tausende.

Orkan in meinem Kopf.

Der Schrei so laut,

Den niemand hört.

 

Warum?

Nur ein paar Blicke.

Ein paar Worte.

Wahr, erdichtet.

Niemand weiß es.

 

Nicht du.

Nicht ich.

Gefühle sind.

Du gingst vorbei.

Ich sehe dir nach.

 

Muss ich nun schweigen?

Worte setzen nach Verstand?

Sind wir entfernte Freunde?

Ist heute nicht,

Was gestern war?

 

Zwei Seelen im Einklang.

Außerhalb von Zeit und Raum.

Müssen sich finden,

In einem Leben.

Kann Liebe zeitlos sein?

 

Mein Herz ist offen.

Dankbar für dich.

Meine Hände ausgestreckt.

Lass uns wir sein.

Liebe kann alles.

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Wer hat an der Uhr gedreht – wenn ich das wüsste! Irgendwie hängt es immer. Wenn meinen „Alltag“ schmeißen muss, kann ich nicht schreiben, das macht mich unzufrieden und wenn ich schreibe bleibt das Unangenehme liegen und starrt mich unverwandt an. „Du musst mich erledigen“, sagt es hämisch zu mir und bohrt sich in meine Gedanken.

Diese Gehäßigkeit müllt mir den Teil meines Hirns zu, der für Wortschöpfungen und Plots zuständig ist. Verdammt! Da beißt sich die Katze in den Schwanz – weil sie es kann. Hilft alles nichts, es soll weitergehen! Inzwischen habe ich eine List für mich ersonnen, die mir hilft den Sprung zum Schreiben auf einem Umweg zu erreichen. Ich mache Collagen. Es macht mir echt Spaß und inzwischen ist aus dem Umweg ein Nebenweg geworden, der einen weiteren Teil meiner Zeit beansprucht. Das heißt, ich teile meine Zeit zwischen Collagen/Zeichnungen und Schreiben.

Nicht das, was ich geplant hatte, andererseits Kunst ist Kunst und erlaubt ist, was gefällt und Spaß macht. Ich bin nicht bereit, den Sehenden in mir, für den Sprechenden kaltzustellen. Dazu gehe ich zu sehr darin auf. Collagen zusammenzustellen bringt mich runter und entspannt mich, ebenso wie mich das Schreiben anregt und in den Flow wirft. Ich brauche beide Seiten und Zeit!!

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William Henderson hatte die ganze Nacht gesoffen und fürchterliche Dinge getan.

Nun stand er auf der Stadtmauer, sah in die Tiefe und machte sich bereit zu springen. Für einen Moment, fragte er sich, ob es reichen würde, seinen Tod herbeizuführen, aber in seinem benebelten Zustand fiel es ihm schwer, die Entfernungen abzuschätzen. William atmete einmal tief durch und kletterte auf die Ummauerung.

Er hatte alles verloren, Haus und Hof, jedes Pfund, dass seine Familie besaß. Zuerst gewann er, dass fachte seine Gier an und er erhöhte die Einsätze, dass seinen Mitspielern schwindelig wurde. Dann wendete sich das Blatt und Lady Fortuna nahm ihm alle Gewinne und noch mehr. In seiner Wut auf das Schicksal ließ William sich zu schlimmen Dingen hinreißen und ruinierte sich nicht nur finanziell, sondern trat auch seinen guten Ruf in den Schlamm.

Welcher Teufel ihn auch geritten haben mochte, es war unmöglich die Zeit zurückzudrehen und die Katastrophen ungeschehen zu machen. William machte einen Schritt nach vorn, als ihn eine harte Hand zurückzog. Er fiel nach hinten und landete unsanft auf dem Hinterteil. Vor ihm stand ein elegant gekleideter Herr, der ihn mit spöttischen Augen ansah.

„Bevor du deinem armseligen kleinen Leben ein Ende setzt, möchte ich dir einen Handel vorschlagen. So hättest du wenigstens einen kleinen Nutzen für die Menschen, die du heute Nacht so sehr verflucht hast.“

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Dean Callum war kein nervöser Mensch, aber heute abend war er gereizt.

Den ganzen Tag versuchte er Mark zu erreichen. Der ging weder ans Handy, noch war er zu Hause zu erreichen und niemand konnte ihm sagen, wo er steckte. Dean machte sich ernsthaft Sorgen. Mark war sein bester Mitarbeiter und absolut zu verlässig. Noch nie hatte er einen Termin verpasst und nun war er zwölf Stunden überfällig.

„Verdammt, da muss was schiefgelaufen sein“, murmelte Dean und öffnete den Waffenschrank, „es wird Zeit ins Geschehen einzugreifen.“

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So kostbar wie die Luft zum Atmen.

Zu oft nutzlos vergeudet.

Erst geschätzt, wenn sie zu Ende geht.

Unendlich und doch nie einzuholen.

Rinnt sie durch die Finger wie Sand?

Ich halte meine Taschen auf.

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Es gab tausend Chancen, die wir nicht ergriffen.

Wir begegneten dem Unbekannten, und vermochten nicht die Hände danach auszustrecken.

Uns fehlte der Mut, wir ließen zu, dass uns die Angst lähmte.

So breitet sich die Zukunft vor uns aus, glatt, langweilig, absehbar.

Eine ungefaltete Karte, frisch aus dem Druck, die keinen Reisenden begleiten wird.

Wir liegen am Wegrand, Steinen gleich, über denen die Zeit ungenutzt verstreicht.

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„Ich lebe, um zu schreiben.“

Katherine Mansfield

Ich kann Katherine zu 100 Prozent zu stimmen. Egal, wie gut oder schlecht meine Texte sein mögen, ob sie „veröffentlicht“ werden oder nicht. Schreiben ist das, was ich tun will. Nicht mehr, nicht weniger. Mich darüber freuen einen geneigten Leser zu finden, der meine Texte liest und für ein paar Minuten die Zeit vergisst.

Seid ich meinen neuen Job habe, rotiere ich an allen Fronten. Ich habe nette Kollegen und die Arbeit macht mir Spaß. Trotzdem schmerzt es mich, dass ich sehr viel weniger Zeit zum Schreiben habe und in der Zeit, die ich habe müde oder geistig erschöpft bin. In mir ist eine innere Unruhe und Nervosität, die sich nur vertreiben lässt, wenn ich schreibe oder in anderer Hinsicht kreativ sein kann.

Im Gespräch mit einer Freundin, sagt sie: „Ich wäre dankbar, wenn ich wieder etwas Routine in meinem Leben hätte.“ Eins der Dinge, die man oft verachtet. Routine – laufen im Hamsterrad des Lebens – nein, das will niemand und doch, auch ich bin dankbar für eine gewisse Arbeitsroutine, die sich langsam einstellt. Sie enthebt mich des ständigen Nachdenkens. Wie war das nochmal? Machst du alles richtig? Hast du nichts vergessen?

Ich lebe nicht, um zu arbeiten. Ich lebe, um zu schreiben! Darum habe ich eine Arbeit gewählt, die mir so viel freie Zeit zum Schreiben wie möglich gibt und trotzdem meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Das Ganze ist ein Teufelskreis. Hab ich Zeit und kann schreiben, muss ich mir Gedanken machen, wie ich den nächsten Monat rumbringe. Hab ich Arbeit, die mir ermöglicht nicht jeden Euro zweimal umzudrehen, habe ich wenig Zeit und mein Kopf ist voll mit „unnützen“ Gedanken.

Doch am Ende des Tages zählt nur eins: Schreiben. Jedes Wort, jeder Satz, vielleicht ein Absatz oder eine Seite lässt mich aufatmen – lässt mich atmen. Luftholen! Aussteigen aus dem Hamsterrad, einsteigen in das Reich meiner Fantasie.

Ich lebe, um zu schreiben! Und schreibe, um zu leben. Das eine bedingt das andere. Ich schreibe, um einem geneigten Leser und mir selbst einen Moment des Luftholens zu verschaffen. Und so wird es bis zum Ende bleiben. Mein Leben ohne Schreiben ist möglich, aber undenkbar.

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