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Posts Tagged ‘Wege’

Lassen sie sich nicht mit Wespen ein …

…hatte die alte Vettel gesagt. Simon schüttelte verständnislos den Kopf. Was sollte das bedeuten? Er hatte nichts gegen Wespen, aber er liebte sie auch nicht. Simon ging ihnen aus dem Weg. So vermied er es mit ihnen aneinander zu geraten und sich schmerzhafte Stiche einzufangen.

Simon ging seiner Wege und vergaß die Warnung. So verflossen die Tage. Wochen wurden zu Monaten und als Simon das aufgeregte Summen einer Wespe dicht neben seinem Ohr hörte, schlug er nach ihr, ohne zu ahnen welche schrecklichen Ereignisse, sein Reaktion zur Folge haben würde.

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Mein Herz gleicht einer Karte.

Tausend Falten eingekerbt in Jahren.

Wege oft gegangen, andere nie beschritten.

Manche konnten es lesen, andere nicht.

Es liegt offen da, hat sich nicht versteckt.

Leg deinen Finger auf meinen Sehnsuchtsort.

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In dem Café

„Hoch-über-der-Stadt“,

Nahe dem Turm

Mit dem goldenen Zifferblatt

 

Saß ein Liebespaar,

Hand in Hand,

Und er schwieg und er sah,

Und sie sah und verstand.

 

In dem Café

Hoch über der Stadt,

Wo es Wolken und

Sonne hat,

 

Ziehen die Wege fort

Über Land,

Pappeln stehen

Am Wegesrand,

 

Und die Welt ist

Wehend und weit!

Nahe dem Turm

Mit der goldenen Zeit

 

Saß ein Liebespaar,

Hand in Hand,

Und sie sah und sie schwieg –

Und er schwieg und verstand.

                                       J.R.Becher

 

Heute Morgen habe ich einen kleinen Abstecher zum Bücherflohmarkt gemacht und in einem Gedichtband – „Ich denke dein“ – dieses hübsche Gedicht gefunden.

 

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Nirgendwo, (liegt am) Ende der Wel:

Das fand der Forscher Professor Jang Egal heraus, als er den geheimnisvollsten Punkt des Planeten am 12.12.1212, nach dem großen Umbruch, erreichte. Er war der einzige der 12 Forscher, der die Reise unbeschadet überstand. Dass er von dort zurückkehrte kann nicht ausgeschlossen werden. Die einen sagen: ja, wir haben ihn gesehen. Die anderen: nein, davon haben wir nie gehört.

Da der Kartograph der Gruppe auf mysteriöse Weise ums Leben kam, stehen weiterhin keine genauen Karten zur Verfügung, welchem Zustand Prof. Jang durch die Exkursion abhelfen wollte. So sind wir weiterhin auf wage Informationen von Pilgern und Zugvögeln angewiesen.

Nur eins kann mit Sicherheit gesagt werden: Alle Wege führen nach Nirgendwo.

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„Warum hast du es zerbrochen?“

Marc sah Sara fragend an. Auf dem Boden neben dem Schreibtisch lag das Bild mit seiner Clique von früher, in Scherben. Immer wenn er es ansah, fielen ihm die ganzen Dummheiten wieder ein, die sie damals getrieben hatten. Eine schöne unbeschwerte Zeit.

Sie zuckte nur provokativ mit den Schultern.

„Ich hab`s nicht gesehen, sorry.“

Marc sah Sara skeptisch an. Er wusste, dass sie keinen seiner Freunde mochte.

„Ich glaube dir nicht. Du weißt, was mir das Bild bedeutet“, Marc unterdrückte seinen Ärger.

„Ein altes Foto, mehr nicht. Keiner von denen meldet sich noch bei dir“, es klang schadenfroh.

Seit er mit Sara zusammen war, hatte sie es immer wieder geschafft, ihn von den Jungs fern zu halten und von Jenny. Jenny war das einzige Mädchen in der Gang. Sie hatte etwas Wildes, Ursprüngliches an sich. Sie war mutig und witzig. Jeder der Jungs himmelte sie an und war mehr oder weniger in sie verliebt. Erhört hatte sie keinen.

Und doch fragte sich Marc oft, ob da nicht etwas hätte sein können, zwischen ihm und ihr. Einmal hatte sie ihn geküsst. Es war am Abend des Abschlussballs. Danach war nichts mehr wie vorher und nach dem Sommer, hatten sich ihre Wege getrennt. Jenny war auf eine Uni gegangen, weit weg von zu Hause.

„Ich hätte es dir nicht erzählen sollen“, sagte er.

Sara zog eine Augenbraue hoch, als wollte sie sagen, ach merkst du es auch endlich. Aber sie verkniff es sich, ließ ihn einfach trotzig im Regen stehen – was erwartete sie, dass er sich rechtfertigte für eine Sache, die solange zurücklag?

Viel zu lange dachte Marc und sah Jennys lachendes Gesicht vor sich: „No risk, no fun“ – hörte er sie sagen. Ihr Lieblingsspruch.

„No risk no fun“, sagte Marc nachdenklich, „ich denke, es ist besser wenn ich gehe. Das hätte ich längst tun sollen.“

Er fischte das Foto aus den Scherben, nahm seine Jacke vom Haken und ging.

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Das Jahr

Das Jahr ist vorüber

Die Träume geträumt

Die Tränen geweint

Die Wege gegangen

 

Wir stehen am Ende

Und doch, ein Anfang

 

Schließ die Augen

Sieh die neuen Träume

Sieh die Tränen

Die sich in Lachen wandeln

Sieh die neuen Wege

Die du gehen wirst

 

Öffne die Augen

Schau mich an

Ich reich dir meine Hand

Lass uns ein Stück gemeinsam gehen.

 

Dieses Gedicht ist besonders meiner Familie gewidmet und guten Freunden. Vor einer Woche ist mein Bruder verstorben. Zwischen uns liegt nur ein Altersunterschied von einem Jahr. Wir haben viel miteinander erlebt. In unserem Gedächtnis wird er so bleiben, wie er war: fröhlich, humorvoll, nie nachtragend, fleißig, ehrgeizig, begeisterungsfähig, mit Sinn für die Familie. Das letzte Jahr war sehr schwer für ihn und ein winziger Trost ist, dass er jetzt Ruhe gefunden hat und dass die Schmerzen ein Ende haben. Mein Bruder ging nie den Weg des geringsten Widerstandes. Er trat für das ein, was er als richtig empfand.

In diesem Zusammenhang fällt mir ein Spruch von Christian Morgenstern ein: „Wenn man sich selber treu bleiben will, kann man nicht immer anderen treu bleiben.“ Das entspricht seinem Rat, den er mir einmal gegeben hat: „denk darüber nach, was du willst und dann handle danach“. Ich habe mir vorgenommen viel öfter daran zu denken und zutun, was ich für richtig halte und mich nicht von anderen oder den Konventionen abhalten zu lassen meinen Weg zu gehen.

Im Gedenken an die lieben Menschen, die von uns gegangen sind. Und für alle, die wir in ein neues Jahr gehen: Liebe, Gesundheit und ein friedliches Jahr 2013.

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