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Posts Tagged ‘Warum’

Und die Erde war wüst und leer. Und es war finster.

Fassungslos blickte ich auf das dunkle Grau in Grau, dass endlos vor mir lag. Ab und an erhellte eine Art Wetterleuchten die grausige Szenerie. Ein Knistern wie von einer Überspannung lag in der stickigen stinkenden Luft. Was war geschehen? Warum? Aber am meisten beschäftigte mich die Frage: Warum war ich hier?

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Ich lese Gedichte vor.

Stundenlang.

Vom Lieben und von Küssen.

Seitenlang und länger.

Du sagst kein Wort.

Schaust mich nur an.

Ich verstumme.

Hast du nicht verstanden,

was ich dir sagen will?

 

Dann ein Lächeln.

In deinen Augen,

auf deinen Lippen.

Viele Worte sagen nichts,

sagst du.

Einzig wichtig ist

das Handeln.

Warum nicht

Küssen?

Jetzt!

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Das fremde ICH

Seit langem hatte ich mir eine Reise in das OU 2.0(Other Universe) gewünscht, aber die finanziellen Mittel hatten nie gereicht.

Seit einem Jahr gab es eine Möglichkeit das OU 2.0 durch die Twilight Zone zu betreten. Es war ungefährlicher und billiger. Aufgeregt hatte ich die ganzen Sicherheitshinweise über mich ergehen lassen. Dunkle Sachen tragen, kein Problem war Standard. Keine ruckartigen Bewegungen, am Besten gar nicht bewegen, wenn möglich. Nicht durch kleine Abweichungen im OU 2.0 beirren lassen, das waren nur Belanglosigkeiten. Nicht sprechen. (Und wenn es geht nicht atmen, dachte ich ungeduldig.) Sonst würde man uns sofort aus der Twilight Zone entfernen.

Man führte mich in eine riesige Kuppel, die mit einer weißen Leinwand überzogen war. Unter der Projektionswand konnte man hunderte Kabel pulsieren sehen, die den Strom für die Übertragung lieferten. Außer mir gab es noch andere Reisende. Ich fragte mich, wie es möglich sein sollte uns allen gleichzeitig unser analoges Ich zu zeigen.

Als es dunkel wurde, verdrängte ich diese Gedanken und konzentrierte mich auf einen Punkt der Leinwand, wie es mir gesagt wurde. Wir trugen Kopfhörer mit unserer Lieblingsmusik, um uns besser von der Umgebung lösen zu können. Ich hatte mir Frank Sinatra ausgesucht, was beim Einchecken von der Servicedame milde belächelt wurde. Ich hörte wie der Countdown eingezählt wurde.

„Fünf, vier, drei, zwei, eins, null.“

Und da war sie/ich. Ich sah sie/mich wie durch Glas. Sie hatte meine Augen, meine Figur, mein Haar, sogar meine Frisur. Sie stand mir gegenüber. Sah sie mich? Suchte sie nach Unterschieden? Ich prüfte jeden Zentimeter von ihr.

Es war wie in meiner Kinderzeit, als meine Eltern diese Fehlersuchtests mit mir gemacht hatten. Zwei parallele Bilder und in eins hatte man Fehler eingebaut. Zuerst waren es größere Details, die immer feiner wurden, bis man die Bilder kaum noch auseinander halten konnte.

Mein Blick blieb an ihrem Arm hängen. Sie/ich hatte kein Armband am rechten Handgelenk. Dafür bemerkte ich einen Ring. Schmal, aus Silber, mit einem roten Rubinherz. Ich überlegte ob er mir/ihr gefiel. Warum trug sie diesen Ring? Jemand hatte ihn Ihr geschenkt. Jemand, der etwas bedeutete. Ich hatte niemand, der etwas bedeutete. Was war passiert? War das die Belanglosigkeit von der SIE gesprochen hatten?

Warum trug sie/ich diesen Ring, dröhnte es in meinem Kopf. Warum, warum! Ich hörte meinen Schrei nicht, die Musik war zu laut. Warum, warum! Jemand wollte mach mir greifen, ich wehrte mich, stolperte, fiel, fiel weiter, stürzte in die Twilight Zone, wie ein gefallener Engel, ohne Ziel.

Ich hörte Frank Sinatra, immer tiefer sinkend in der Dunkelheit. Wo war sie/ich? Hatte mein Sturz das fremde Ich im OU 2.0 ins Wanken gebracht und mit in die Twilight Zone gerissen? Warum trug sie/ich diesen Ring? Warum?

 

 

 

 

 

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Tränenfluten

Ich legte den Telefonhörer auf. Die Tränen laufen wie Sturzbäche über mein Gesicht. Ob ich jemals wieder aufhören kann zu weinen? Ich kann kaum Atmen. Der Druck auf meinem Herzen ist so groß, dass es gleich aufhört zu schlagen. Die Qual ist heftiger, als jeder körperliche Schmerz, den ich bis jetzt empfunden habe.

In meinem Kopf formt sich kein klarer Gedanke, einzig das Wort: warum. Es wiedeholt sich in einer Endlosschleife, aus der ich keinen Ausstieg finde.

Niemand kann meinen Schmerz lindern. Nur der Mensch, der ihn verursacht hat. Allerdings ist er der Einzige, der sich in eisiges Schweigen hüllt, nachdem er allerhand nebulöse Phrasen für mich über hatte, um mir sein unerwartetes Verlassen zu erklären. Nur nicht die Wahrheit.

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