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Posts Tagged ‘Wärme’

Ruhe in zerwühlten Kissen

Spür noch deine Hände

Dich Haut auf Haut

Eingehüllt in deine Wärme

Rieche ich deinen Duft

 

Satt von deinen Küssen

Süchtig nach mehr

Erlegen deiner Lust

Die meine entflammt hat

Bin ich dir verfallen

 

Die Erinnerung an deine Liebesworte

Zaubert ein Lächeln auf meine Lippen

Die Süße einer kostbaren Nacht

Die ich in deinen Armen lag

Und du in meinen

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London, acht Wochen später:

„Sagen sie Misses Morse vielen Dank für den Tee und fantastischen Zitronenkuchen, John.“

„Sehr wohl, Miss.“

John entfernt sich leise aus dem Salon. Rosalie wendet sich wieder ihrem Gesprächspartner zu.

„Und sie sind sicher, dass sie das wollen?“, fragt der ältere Herr, „nachdem sie als Alleinerbin eingesetzt worden sind?“

„Das bin ich, lieber Malcolm. Wer könnte das Anwesen, seine historische Bedeutung und die Schätze, die gefunden wurden, besser verwalten als der National Historic Trust. Im Grunde sind sie doch Eigentum des englischen Volkes.“ – Dad wäre stolz auf mich. –

„Das ist wohl wahr“, Lord Malcolm Rutland nippt an seinem Tee, „wie sind sie eigentlich darauf gekommen, dass der Schlüssel im Herzen der Madonna liegt?“

Rosalie lächelt.

„Es war ein Puzzle. Der Rubin des Anhängers und der des Rings ergaben zusammen die Form des Herzens der Madonna. Als wir es in die Statue einpassten öffnet sich der Mechanismus unter dem Triptychon.“

„Sehr passend gewählt“, gibt der Lord zu, „der Rubin, als Symbol des Herzens.“

Rosalie lächelt wehmütig.

„Anthony hat sich einfach zu sehr auf das Collier versteift. Er wollte den Schatz um jeden Preis und hat dabei das Ganze aus den Augen gelassen.“ – Und das hat sie beide das Leben gekostet. Hätte Gil sich nicht mit letzter Kraft über mich geworfen, wäre ich gestorben.  –

Lord Rutland zieht ein kleines Kästchen aus der Jacketttasche und reicht es Rosalie.

„Das ist für sie, meine Liebe. Im Vergleich zu dem unfassbar hohen Wert ihrer Schenkung nur der winzigste Bruchteil. Ich denke, sie sollten ihn als Erinnerung behalten. Ihr Vater wäre unendlich stolz auf sie.“

Rosalie lächelt wehmütig. Sie öffnet die Schachtel. Aus dunkelblauem Samt leuchtet ihr der Rubinring entgegen.

„Ich danke ihnen, Malcolm.“

Sie entnimmt den Ring und steckt ihn an den Finger.

„Einer unserer Goldschmiede hat ihn wieder perfekt in die Fassung eingepasst. Das Collier werden sie zur Ausstellungseröffnung in seiner ganzen Pracht in Augenschein nehmen können.“

Die Tür zum Salon öffnet sich. John tritt ein.

„Entschuldigen sie, Miss. Mister Nathan Robins möchte sie sprechen“, sein Ton drückt tiefe Missbilligung aus, „er ließ sich nicht auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten.“

Rosalies Herzschlag beschleunigt sich. – Er ist da. – Lord Rutland erhebt sich.

„Das trifft sich gut. Ich werde in einer halben Stunde zu einer Besprechung erwartet“, er haucht Rosalie einen Kuss auf den Handrücken und zwinkert ihr zu, „wir führen unser Gespräch ein anderes Mal fort.“

„Sehr gerne, Malcolm“, sie wendet sich an John, „führen sie Mister Robins bitte in mein Arbeitszimmer.“
Der Butler nickt und geht. Rosalie trinkt noch einen Schluck Tee. – Ganz ruhig bleiben. Vielleicht will er nur einen Anstandsbesuch machen. –  Dann geht sie in ihr Arbeitszimmer hinunter.

***

Nathan steht am Fenster und blickt in den Garten. Als Rosalie eintritt dreht er sich sofort um.

„Guten Tag, Miss Graville“, sagt er förmlich.

Rosalie zieht eine Augenbraue hoch.

„Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, sie haben einen Schlag auf den Kopf bekommen, Nathan. Ich erinnere mich, dass wir diese gezierte Anrede schon hinter uns gelassen hatten.“

„Entschuldigen sie, Rosalie.“ Nathan macht ein paar Schritte auf sie zu, „es ist schön sie zu sehen. Wie geht es ihnen?“

„Dank ihrer schnellen Hilfe, wieder gut“, ihre Blicke begegnen sich, dann sprechen beide gleichzeitig – „Wo“ – „Ich wollte“

„Bitte nach ihnen“, sagt Nathan leicht verlegen.

Rosalie zögert kurz, dann gibt sie sich einen Ruck.

„Wo waren sie? Ich habe Constable Collins eine Nachricht für sie hinterlassen“, sie versucht ihre Aufregung zu unterdrücken, „ich befürchtete schon, sie wollen mich nicht wiedersehen.“

Nathan sieht Rosalie mit einem intensiven Blick an. Dann macht er den letzten Schritt und zieht sie in seine Arme. Seine Wärme hüllt sie ein und sein angenehmer Duft steigt ihr in die Nase.

„Es tut mir leid“, sagt er leise, „ich war ein Dummkopf. Aber du und ich – ich konnte mir nicht vorstellen, dass wir zusammenpassen.“

„Und was hat dich bewogen, deine Meinung zu ändern?“

Rosalie legt die Arme um seinen Hals. Ihre Fingerspitzen gleiten zu seinem Haaransatz hinauf. Nathans Puls schnellt in die Höhe.

„Nichts. Ich glaube immer noch nicht, dass wir wirklich zusammenpassen. Aber ich musste jeden Tag, jede Minuten an dich denken. Daran hat sich in den ganzen Wochen nichts geändert. Ich bin beinahe verrück geworden vor Sehnsucht.“

Rosalie schmiegt sich enger an ihn. Fühlt eine deutliche Reaktion seines Körpers und schmunzelt.

„Also denkst du, wir sollten es versuchen und sehen, wohin es uns führt?“

Er schaut ihr tief in die Augen.

„Genau das denke ich.“

Nathans Lippen legen sich auf Rosalies Mund und ein erregendes Kribbeln breitet sich in ihrem Körper aus. – Und dafür haben wir ein Leben lang Zeit. –

– Ende –

Liebe Blogleser,

vielen Dank, dass ihr der Geschichte so aufmerksam gefolgt seid. Aus einem „Spaßprojekt“ aus Genre und 10 Worten ist ein Text von 57 Seiten geworden. Nach den ersten paar Seiten hat sich das Ganze verselbstständigt und ich wollte die Geschichte nicht mittendrin abbrechen, sondern sie zu einem guten Ende führen. Da ich außerdem 365-Tage-Projekt meinen Fantasy-Roman (560 Seiten) überarbeite und an einem neuen erotischen Liebesroman schreibe(die ersten 45 Seiten, plus Plot und Charakterstudien) , mögt ihr mir den ein oder anderen Schnitzer verzeihen. Ich habe jeden geposteten Text dieses kleinen Krimis an dem Tag veröffentlicht, an dem ich ihn geschrieben habe. Also im Grunde gepostet, wie geschrieben. 😉

liebe Grüße und danke fürs Lesen

Caroline

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Nichts ist wirklich
Nur die Nacht
Wo wir sind ist das Licht
Die Zeit bleibt stehen
Uns keine neue Wunden zuzufügen

Stumme Lippen wiegen
Laute Herzen in Sicherheit
Wir sehen uns an
Augen-Blicke sagen mehr

Zärtlichkeit liegt in der Luft
Süßer Wein und Poesie
Wirbeln Fantasien auf
Was wäre wenn…

Du wagst dich vor
Hauchst einen Kuss
Du und ich als Illusion
Der Zufall eines Augenblicks

Spür die Wärme deiner Seele
Lässt einen Funken überspringen
Schau nicht zurück
Schau nicht nach vorn

Es gibt nur diese Stunde
Wenn der Morgen kommt
Löst sich die Nacht in Träumen auf
Ich muss gehen
Nehm dich mit
Als Glanzlicht meiner Erinnerung

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oder: Verführt

„Ich bin dann weg!“, ruft Marc.

Er steckt seinen Kopf zur Wohnzimmertür herein und grinst. Chic sieht er aus. Dunkle Hose, Leinenhemd. Sein elegant lässiges Outfit fiel mir schon bei unserem ersten Treffen, vor einem Jahr, auf, als ich mich für das WG-Zimmer bewarb.

„So?“, ich schaue von meinem Buch auf, „ich dachte, du wolltest heute einen chilligen Abend machen?“

„Tja, das hat sich vor fünf Minuten zu meinen Gunsten geändert“, triumphiert er.

Ich weiß, woher der Wind weht. Heute Abend soll noch was laufen. Deswegen glatt rasiert und Haare gestylt.

„Tussi-Alarm“, sage ich zynisch. „Was willst du bloß mit diesem dummen Huhn?“

„Was ich mit der will? Mensch, Lea! Muss ich dir das wirklich erklären?“

„Was heißt, Mensch, Lea? Du hast mir selbst gesagt, du willst jemand mit dem du reden kannst und nicht so was Oberflächliches.“

Marc zieht die Augenbrauen hoch und sieht mich prüfend an, dann lacht er. Oh mein Gott, womit habe ich das verdient. Ich wünschte, ich könnte meine Eifersucht unterdrücken.

„Fürs Reden und Philosophieren habe ich doch dich!“, er kommt zu mir herüber und lässt sich neben mir aufs Sofa fallen, „Wann hattest du deinen letzten Freund? Ich schätze, du musst mal wieder zum Zuge kommen. So ungevögelt, wie du rumläufst, das geht gar nicht.“

Ich sehe Marc irritiert an. Seine blauen Augen bringen mich total durcheinander.

„Das hast du jetzt nicht wirklich gesagt?“

Er legt vertraulich seinen Arm um meine Schulter. Ich liebe seinen Duft aus einem Hauch Parfüm, Wärme und frischem Hemd.

„Doch habe ich.“

„Und wen sollte ich deiner Meinung nach vögeln?“ Ich verschränke die Arme vor der Brust. Seine Nähe lähmt meine Synapsen. Immer. „Irgendwelche Vorschläge?“

Marc legt die Hand unter mein Kinn und hebt mein Gesicht zu sich empor. Dieser intensive Blick. Mein Herz macht einen Hopser. Verdammt! Nicht weich werden.

„Lass mich überlegen“, er schmunzelt und sieht mich vielsagend an, „du bist hübsch, hast einen Körper, der sich sehen lassen kann und klug bist du auch. Da wird sich doch ein Kerl finden lassen.“

„Ein Kerl?!“

Empört schiebe ich seine Hand von meiner Schulter und will aufstehen. Marc fasst nach meiner Hand und zieht mich mit einem Ruck zurück aufs Sofa. In seine Arme.

„Wohin so eilig?“

„Ich will nicht irgendeinen Kerl, ich will … “, ich breche ab. Halt bloß die Klappe, denke ich.

„Du willst was?“

Marc lässt sich nicht beirren. Ich hätte es wissen müssen.

„Wieso interessiert dich das?“, frage ich angriffslustig, „solltest du deiner Tussi nicht gerade die Kleider vom Leib reißen?“

Marc sieht mich ernst an. Das beunruhigt mich.

„Das ist keine Kunst. Die Kunst besteht darin, eine Frau zu verführen.“ Seine Stimme ist plötzlich tiefer und sanfter. Trifft einen Punkt in meinem Bauch. „Ihr zu offenbaren, was sie braucht, ehe sie es selbst weiß“, Marc beugt sich vor und schaut mir intensiv in die Augen. Himmel, hat der Mann lange Wimpern. Mir stockt der Atem. „Ihre Sinne zum Vibrieren zu bringen. Ihren Körper und ihre Seele zu lesen.“

Seine Lippen berühren ganz leicht meine Mundwinkel. Ich schließe die Augen. Höre seinen Atem, fühle ihn auf meiner Haut. Marcs Fingerspitzen streichen über meine Lippen, hinterlassen ein irrwitziges Kribbeln. In meinem Kopf geht alles Drunter und Drüber.

„Sie zu erforschen, erkennen, was ihre Erregung reizt. Ihr zu zeigen, was Begehren bedeutet.“

Nach jedem Wort küsst Marc mein Gesicht. Ich kann meine Gedanken nicht mehr festhalten. Er legt seinen Arm um meine Taille, zieht mich näher heran. Die freie Hand schiebt er gemächlich unter mein Shirt, küsst mich ohne Unterbrechung weiter. Seine Hand legt Brandherde auf meine Haut. Er hat es nicht eilig.

„Sag mir, wen du willst“, flüstert er.

Ein heißer Schauer rinnt über meinen Körper. Marc küsst sich meinen Hals hinab. Meine Finger verkrampfen sich in seinem Hemd. Er hat mich. Nicht erst seit heute.

„Du weißt es.“

„Ja, aber ich will, dass du es sagst.“

Ich kann das Lächeln in seiner Stimme hören.

„Warum?“, versuche ich Zeit zu gewinnen.

„Weil du es bist.“

Ich schaue ihn an und kann es kaum fassen. Was mir seine Augen in dem Moment atemloser Stille sagen, bricht alles auf.

„Ich will dich“, flüstere ich.

„Endlich“, es klingt erleichtert.

Marcs fordernder Kuss reißt jeden Schutz, jede Mauer ein. Endgültig!

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