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In dem Café

„Hoch-über-der-Stadt“,

Nahe dem Turm

Mit dem goldenen Zifferblatt

 

Saß ein Liebespaar,

Hand in Hand,

Und er schwieg und er sah,

Und sie sah und verstand.

 

In dem Café

Hoch über der Stadt,

Wo es Wolken und

Sonne hat,

 

Ziehen die Wege fort

Über Land,

Pappeln stehen

Am Wegesrand,

 

Und die Welt ist

Wehend und weit!

Nahe dem Turm

Mit der goldenen Zeit

 

Saß ein Liebespaar,

Hand in Hand,

Und sie sah und sie schwieg –

Und er schwieg und verstand.

                                       J.R.Becher

 

Heute Morgen habe ich einen kleinen Abstecher zum Bücherflohmarkt gemacht und in einem Gedichtband – „Ich denke dein“ – dieses hübsche Gedicht gefunden.

 

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Kraftlos erschöpft ausgeliefert

Der Langeweile des Alltags

Trauere ich um vergangene Leidenschaft

Ungehört vertrocknen meine Tränen

 

Ich stehe im trockenen Flussbett

Nackt und bloss

Sehne das Wasser herbei

Kein Regen bringt Erlösung

 

Eisiger Wind umtost mich

Friere in der Dunkelheit

Worte klingen im Sturm

Sinken in meinen Körper

 

Gedanken regen sich

Gefühle fangen Feuer

Wasser umspült meine Füße

Mein Herz atmet auf

 

Der Fluss füllt sich

Fließt in seinem Rhythmus

Er hält mich

Trägt mich wieder

 

Füllt meinen Körper mit Schwingungen

Füllt meine Seele mit Gefühlen

Weckt Träume auf

Gibt Fantasien Farbe

 

Ich tauche hinab

Immer tiefer auf den Grund

Die Angst vergeht

Bin nicht allein

 

Höre deine Worte

Sprichst meine Sprache

Unausgesprochenes Verstehen

Deine Hand hält meine

 

Körper tanzen umeinander

Gedanken winden sich in einander

Fantasien verweben sich

Zu einer neuen Geschichte

 

Erst nur ein Flüstern

Von Mund zu Mund

Küssen uns die Musen

Und du mich?

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Ist es möglich
Sich fremd
Und doch so nah zu sein

Ist es möglich
Sich nicht zu kennen
Und doch so gut zu verstehen

Ist es möglich
Sich nie gesehen zu haben
Und doch im Traum begegnet zu sein

Ist es möglich
So viele Fragen zu haben
Und die Antworten schon zu kennen

Ist es möglich
Sich nie berührt zu haben
Und doch in den Tiefen des anderen zu sein

Ist es möglich
Deine Stimme zu hören
Und in dir aufzugehen

Ist es möglich
Dir in die Augen zu sehen
und nicht unterzugehen

Ist es möglich
Von deiner Hand berührt zu werden
Und noch dieselbe zu sein wie vorher

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Ich brauche dich

und meine Freiheit.

Du willst das eine,

das andere nicht.

Ich brauche beides,

sonst verkümmere ich.

 

Verstehst du das,

frage ich.

Ja,

sagst du.

 

Wir beide wissen,

das ist nicht wahr.

Nur eine Illusion,

ein Trost auf Zeit,

mich nicht zu verlieren.

 

„Bleib noch ein bisschen!“

Du bist verzweifelt.

Ich ebenso,

mir wachsen Flügel.

 

Ich bin lieblos, kalt und hart,

sagst du.

Ich sprenge meine Fesseln,

sage ich.

 

Verstehen wie es ist,

kann niemand für einen anderen.

Verstehen kannst du nur allein,

und ich für mich.

 

Ich bemühe mich,

sagst du.

Ich mich auch,

sage ich.

 

Um dich nicht zu verlieren.

Ein Trost auf Zeit,

denn die Natur siegt.

Immer.

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