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Posts Tagged ‘Verstand’

Worte,

Tausend Tausende.

Orkan in meinem Kopf.

Der Schrei so laut,

Den niemand hört.

 

Warum?

Nur ein paar Blicke.

Ein paar Worte.

Wahr, erdichtet.

Niemand weiß es.

 

Nicht du.

Nicht ich.

Gefühle sind.

Du gingst vorbei.

Ich sehe dir nach.

 

Muss ich nun schweigen?

Worte setzen nach Verstand?

Sind wir entfernte Freunde?

Ist heute nicht,

Was gestern war?

 

Zwei Seelen im Einklang.

Außerhalb von Zeit und Raum.

Müssen sich finden,

In einem Leben.

Kann Liebe zeitlos sein?

 

Mein Herz ist offen.

Dankbar für dich.

Meine Hände ausgestreckt.

Lass uns wir sein.

Liebe kann alles.

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Der Hexenturm

Das erste, das mir auffiel, als wir uns dem Turm näherten, war die außergewöhnliche Stille. Kein Ton war zu hören. Es schien, als gäbe es kein lebendes Wesen in der Nähe des Turms. Nicht einmal der Wind gab ein Geräusch von sich. Dafür hörte ich meinen Herzschlag, wie Donnerhall in meinen Ohren und fragte mich angstvoll, ob sie ihn auch hören konnten. Mein Verstand schrie mich an umzudrehen und fortzulaufen, doch meine Füße folgten Aramis. Die Angst legte sich wie ein Eisenpanzer um mein Herz. Jeder Schritt kostete mich Mühe und mein Körper wurde immer schwerer. Ich fragte mich, woher Aramis den Mut nahm ohne zu zögern einen Fuß vor den anderen zu setzen. Ich wusste, wie man Hexen tötete, das war mein Beruf, meine Begabung sozusagen, doch so viel Bosheit, wie sie der Turm ausstrahlte hatte ich noch nie erlebt. Sie griff mit spitzen eisigen Fingern nach mir und wollte sich in mein Herz bohren. Das durfte niemals geschehen.

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schwarzer-weiher

Der schwarze Weiher

Mein Verstand wollte nicht akzeptieren, was ich ganz klar vor Augen hatte. Die Legenden der Schattenwelt waren keine gruseligen Kindergeschichten, sie entsprachen der Wahrheit. Übelkeit erfasste mich. Meine Knie zitterten und mein rasender Puls machte mich atemlos. Ich hatte es tatsächlich geschafft die Grenze zu überschreiten, wusste aber nicht, was ich tun musste, um in meine eigene Welt zurückzugelangen.

Was für eine bodenlose Dummheit. Weil ich nicht wirklich an die Möglichkeit glaubte, sondern es ins Reich der Mythen abgetan hatte, hielt ich es nicht für nötig mich intensiv mit den Ritualen für die Rückkehr auseinanderzusetzen. Das konnte mir nun zum Verhängnis werden. Wenn alles der Wahrheit entsprach, was ich über die Schattenwelt gelesen hatte, war es beinahe unmöglich, je den Weg zurückzufinden.

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Ich habe ein Gedicht angefangen. Über den Verlust der Vernunft, so wie ich es in meiner Aufgabe in den Schreiberlebentipps eingestellt habe. Allerdings kam dabei nichts Vernünftiges zustande 😉 . Wie soll man etwas Lyrisches über den Verlust der Vernunft schreiben, wenn die Welt zunehmend den Verstand verliert? Viele Unschuldige müssen sterben, weil ein paar machthungrige Herrscher ihre Griffel nicht bei sich behalten können.

Über Schuld kann man viel diskutieren – wer hat angefangen – wer hat Recht. Aber ehrlich? Ist das nicht Kindergarten Niveau? (Das ist beinahe eine Beleidigung für die Kindergärten, in denen die Erzieher bemüht sind, die Kinder zu friedlichen Lösungen zu bewegen.) Ich erinnere mich an einen Satz, den eine Grundschullehrerin meiner Kinder prägte: Wir müssen uns nicht schlagen, wir haben alle einen Mund zum Reden.

Die an der Spitze missbrauchen ihr Volk, um ihren Größenwahn auszutragen. Wer leidet? Nicht die Mächtigen, die sich in ihren Bunkern verschanzen und schön aus der Schussbahn bleiben. Es sind immer die Schwachen. Ich frage mich, was geht in den Köpfen dieser Menschen vor, denen das Leben nichts bedeutet? Wie können dermaßen skrupellose Menschen an der Spitze eines Staates stehen?

Wir alle wollen in Frieden leben und sind Lichtjahre davon entfernt. Wir leben auf dieser Erde, alles was wir tun, hat Auswirkungen auf andere – spätestens auf unsere Kinder. Alle Menschen sind Brüder und Schwestern – niemand hat das Recht einem anderen das Leben zu nehmen oder absichtlich schwer zu machen.

Warum glauben einige wenige das Recht zu haben zu bestimmen, was das Volk tun oder lassen soll (Krieg führen) ? Die Generationen vor uns kämpften für Freiheit, Gleichheit aller Rassen, die Rechte von Frauen und Kindern, das Recht auf Selbstbestimmung und doch wird das heute mit Füßen getreten. Es ist ungeheuerlich, welch einen beschränkten Verstand und eine selbstherrliche Weltsicht manche Menschen haben, und dadurch zerstören, was gut und schön ist auf dieser Welt.

Die Menschlichkeit ist uns abhandengekommen. Dabei ist es so einfach: „Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut ihnen auch.“ (Matthäus 7:12) Die Worte Jesus haben sich in das viel zitierte Sprichwort: „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“, gewandelt. Ich denke, egal welcher Glaubensrichtung man zu neigt, hat diese Regel allgemeine Gültigkeit.

Wir leben auf einem wunderbaren Planeten! Wir haben nur diesen einen und nur dieses Leben zur Verfügung.

Ich wünsche uns allen, dass wir das, was wir haben viel mehr schätzen und schützen!

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Rosalie schaut auf die Uhr über dem Kaminsims. Inzwischen ist eine dreiviertel Stunde vergangen. – Was kann zu dieser Zeit so lange dauern? – Rosalie verlässt Gils Zimmer und tritt auf den Flur. Kein Laut ist zu hören. Sie zögert. – Ach, was soll`s. –

Rosalie geht die Treppe hinunter. Zuerst versucht sie ihr Glück im Arbeitszimmer. Der Raum ist dunkel und unbenutzt. In der Bibliothek hat sie mehr Glück. Im Kamin glühen die letzten Holzscheite und der imposante Schreibtisch wird von einer Lampe erhellt. Rosalie tritt näher. Bücher liegen aufgeschlagen auf dem Tisch, Karten entfaltet, mit Linien, Kreisen und Kreuzen gekennzeichnet.

Einen Plan erkennt Rosalie wieder. Er fiel ihr am Morgen in die Hände, als sie auf die Chroniken eines ehemaligen Klosters stieß, das unter der Schirmherrschaft der de Clares stand, bevor Henry Tudors Säuberungsaktion in Kraft trat. – Ich habe ihn doch wieder in das Buch zurückgelegt? – Rosalie faltet den Plan auseinander. Dort sind die Grundrisse der alten Kellergewölbe aufgezeichnet. Mit Tinte sind einige neue Linien eingezeichnet. Rosalie hatte am Morgen dasselbe gedacht, aber niemals hätte sie gewagt einen so kostbaren Plan mit eigenen Notizen zu bekritzeln. – Anthony. Das ist es also, was er Gil zeigen wollte. – Ihr Herz schlägt schneller. – Gil und Anthony – Lady Edna – haben sie es zusammen geplant? – Ihr Inneres wehrt sich energisch gegen den Gedanken. – Andererseits, da ist der verheißungsvolle Schatz. Vielleicht altes Kirchengold, das die geflohenen Mönchen in den Gängen versteckten. An Anthonys Normannen-Theorie mag ich nicht glauben. Hat er Gil mit seiner Begeisterung angesteckt? Das Collier als Schlüssel? –

Rosalie eilt hinauf in ihr Zimmer. Hastig zieht sie eins ihrer schlichten Alltagskleider über, und zieht sich feste Schuhe an. Bevor sie das Haus verlässt, geht sie ins Arbeitszimmer. Dort steht ein Fernsprecher. Sie wählt die Nummer, die Inspektor Robins ihr gegeben hat. Es dauert einen Moment, dann hebt er ab.

„Robins.“

Verschlafen hört er sich nicht an. –

„Hier ist Rosalie. Ich meine, Miss Graville.“

„Guten Abend, Rosalie. Was kann ich für sie tun.“

Sie hört das Schmunzeln in seiner Stimme.

„Es tut mir leid, dass ich sie so spät störe.“

„Kein Problem. Worum geht es?“

„Ich glaube, ich weiß, wer Lady Edna getötet hat.“

„Ja?!“

Rosalie zögert. Ihr Verdacht bereitet ihr Unbehagen.

„Ich glaube es war Gilbert.“

Sie hört, wie sich der Inspektor am anderen Ende der Leitung räuspert.

„Wie kommen sie darauf?“

„Es geht um seine horrenden Schulden und den mysteriösen Schatz. Ich nehme an, er hofft das Gold zu finden, bevor seine Gläubiger ihn finden.“

„Finden sie nicht, dass ihre Bedenken doch etwas weit hergeholt sind? Hätte es nicht gereicht, Lady Edna um das Collier zu bitten?“

„Ich bin mir nicht sicher“, Rosalie resigniert, „entschuldigen sie nochmals die Störung, Inspektor. Ich muss gehen, bevor noch ein Mord geschieht.“

„Wohin?“, Nathan klingt besorgt.

„In die alten Keller unter dem Turm. Dort vermutet Anthony den Eingang.“

„Rosalie, warten sie!“

Sie hat aufgelegt.

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Die Straße lag eingebettet zwischen dunstig blauen Hügeln und streckte sich grau schimmernd über die Ebene. Der schwarze Sportwagen raste in der Straßenmitte dahin, zog eine beige-braune Staubwolke hinter sich her. Sein tiefes Brummen war weithin zu hören.

Die junge Frau auf dem Fahrersitz blickte nicht nach rechts und links. Sie nahm die Majestät der Landschaft nicht wahr. Zu weit weg war sie mit den Gedanken. Sie hatte ihn verlassen. Er liebte sie nicht. Sie ahnte es, aber ihr Herz überstimmte ihren Verstand und sie blieb. Viel zu lange.

Immer wieder wischte sie sich Tränen von den Wangen. Der Schmerz in ihrem Bauch streckte seine Tentakel aus und drang unerbittlich in weitere Regionen ihres Körpers vor.

Auf einem verrosteten Schild am Straßenrand, das im Fahrtwind rasselte, erkannte sie zwei Worte: Lands End. So sieht es also aus, das Ende, dachte sie. Ein bitteres Lächeln spielte um ihre Mundwinkel, vielleicht stürze ich hinter dem Horizont über den Rand der Welt und es ist endlich vorbei.

Sie trat das Gaspedal bis zum Anschlag durch, der Wagen zog die Geschwindigkeit noch einmal an. Sie drückte sich in die festen Ledersitze. Der Horizont rückte weiter in die Ferne und das Ende – kam nicht. Noch nicht.

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Hört ihr Leut und lasst euch sagen
Was sich einst hat zu getragen:

In Nachbars Garten sah ein junger Edelmann
Was dann und wann geschehen kann
Ein wunderschönes Kind erblühn
Ihre Wangen zart wie Rosenblätter glühn
Er war arm ohne Gut und Geld
Wollte sein ein gerühmter Held
Ihr Vater war ein vermögend Mann
Der Junge einen tückisch Plan ersann
Der ihm trüge ein des Vaters Reich
Und das schöne Mädchen auch sogleich

In heller Mond beschienener Nacht
Wurd sein Plan zur Tat gemacht
Vor ihrem Altan dort kniet er nieder
Die Nacht wohlriecht nach lila Flieder
Glühenden Eifers freit er um ihre zierlich Hand
Das Fräulein schaut ihn an ganz unverwandt
Ihr unerfahren Herz seine Schönheit rührt
Seine Schmeichelei ihr den Verstand verführt

Im Mondenschein glänzt ihr kostbar Geschmeide
Der schöne Jüngling schwört viel tausend Eide
Dass er sie so glühend innig liebe
Und für sie auch tausend harte Hiebe
Jederzeit und willig könnt ertragen
Würd sie ihm nur einmal sagen
Die berühmten drei Worte
An der glänzenden Pforte

Morgen Nacht zur selben Stund bei Lunas Schein
Beizeiten wiederkehrend wollt er bei ihr sein
Von seiner lauteren Liebe ihr zu singen
Seiner Angebeteten ein Kleinod zu erbringen
Das die reine Wahrheit seiner Worte beweise
Und so schlich der listige Jüngling leise
Hinfort aus ihrem paradiesischen Garten
Das holde Mägdlein wollt geduldig warten
Bis der blendend Herzgeliebte wiederkehrt
Doch es wurde ihm unerbittlich verwehrt

Denn der schlangengleiche junge Mann
Wendet eine böse arglistige Täuschung an
Der Knabe buhlt nicht allein um sie
Auch vor der Schwester fiel er auf die Knie
Als den Vater erreicht die schlimme Kunde
Macht er sich gar zornig auf zur selben Stunde
Den Jüngling mit dem Schwerte zu erstechen
Und sich für die üble Schmach zu rächen
Doch der Missetäter hörts und eilends floh
Das schmachtende Mägdelein wurd nimmer froh
Siechte dahin an gebrochenem Herzen
Bis es starb in Liebesschmerzen

Und die Moral von der Geschicht:

„Liebe tötet“ – immer nicht
Doch des öfteren kommt’s vor
Das Eifer, Neid und Gier
Verschließen uns der Liebe Tür
Drum ihr Jungfern seid bedacht
Wer euch einen Antrag macht
Damit ihr nicht erleidet bittre Schmerzen
An verliebtem Mädchenherzen

Bitte seht mir nach, wenn es hakt 🙂 – es hat einfach Spaß gemacht.

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