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Posts Tagged ‘Verlust’

Ich habe ein Gedicht angefangen. Über den Verlust der Vernunft, so wie ich es in meiner Aufgabe in den Schreiberlebentipps eingestellt habe. Allerdings kam dabei nichts Vernünftiges zustande 😉 . Wie soll man etwas Lyrisches über den Verlust der Vernunft schreiben, wenn die Welt zunehmend den Verstand verliert? Viele Unschuldige müssen sterben, weil ein paar machthungrige Herrscher ihre Griffel nicht bei sich behalten können.

Über Schuld kann man viel diskutieren – wer hat angefangen – wer hat Recht. Aber ehrlich? Ist das nicht Kindergarten Niveau? (Das ist beinahe eine Beleidigung für die Kindergärten, in denen die Erzieher bemüht sind, die Kinder zu friedlichen Lösungen zu bewegen.) Ich erinnere mich an einen Satz, den eine Grundschullehrerin meiner Kinder prägte: Wir müssen uns nicht schlagen, wir haben alle einen Mund zum Reden.

Die an der Spitze missbrauchen ihr Volk, um ihren Größenwahn auszutragen. Wer leidet? Nicht die Mächtigen, die sich in ihren Bunkern verschanzen und schön aus der Schussbahn bleiben. Es sind immer die Schwachen. Ich frage mich, was geht in den Köpfen dieser Menschen vor, denen das Leben nichts bedeutet? Wie können dermaßen skrupellose Menschen an der Spitze eines Staates stehen?

Wir alle wollen in Frieden leben und sind Lichtjahre davon entfernt. Wir leben auf dieser Erde, alles was wir tun, hat Auswirkungen auf andere – spätestens auf unsere Kinder. Alle Menschen sind Brüder und Schwestern – niemand hat das Recht einem anderen das Leben zu nehmen oder absichtlich schwer zu machen.

Warum glauben einige wenige das Recht zu haben zu bestimmen, was das Volk tun oder lassen soll (Krieg führen) ? Die Generationen vor uns kämpften für Freiheit, Gleichheit aller Rassen, die Rechte von Frauen und Kindern, das Recht auf Selbstbestimmung und doch wird das heute mit Füßen getreten. Es ist ungeheuerlich, welch einen beschränkten Verstand und eine selbstherrliche Weltsicht manche Menschen haben, und dadurch zerstören, was gut und schön ist auf dieser Welt.

Die Menschlichkeit ist uns abhandengekommen. Dabei ist es so einfach: „Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut ihnen auch.“ (Matthäus 7:12) Die Worte Jesus haben sich in das viel zitierte Sprichwort: „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“, gewandelt. Ich denke, egal welcher Glaubensrichtung man zu neigt, hat diese Regel allgemeine Gültigkeit.

Wir leben auf einem wunderbaren Planeten! Wir haben nur diesen einen und nur dieses Leben zur Verfügung.

Ich wünsche uns allen, dass wir das, was wir haben viel mehr schätzen und schützen!

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Schreiben nach Bildimpulsen. Hier: Gustav Klimt, Leben und Tod
Der schwarze Tod trägt einen rubinroten Stab. Er sieht wie ein mörderisches Werkzeug aus. Der Knochenmann lacht hämisch, als warte er nur darauf zu zuschlagen. Er ist allein. Abgeschnitten von den Lebenden. Sie alle, ob alt oder jung, haben sich fest in einander verwoben, so als wollten sie den Tod aus ihrem Leben ausschließen.

Trotz der Enge macht es nicht den Eindruck, es wäre den Lebenden unangenehm, so eng verbunden zu sein. Sie schlafen, sehen zufrieden aus. Mann und Frau, Mutter und Baby. Dazwischen ein älterer Mensch, geborgen in dem Leben, das um ihn herum fließt. In allen Möglichen Formen und Farben.

Weiß, wie der Schnee. Grün, wie die ersten Blättchen knospender Bäume. Sonnengelb, wie ein Sommertag am Meer und orange-rot-golden, wie das Herbstlaub oder dein Sonnenuntergang.

Der Tod steht da und wartet. Er ist sicher, die Stunde kommt, in der er seine Sense anlegen und seinen Lohn einfordern wird. Doch so schnell geben die Lebenden keinen der ihren auf. Ineinander geschmiegt trotzen sie den Fallen, die der Tod den Lebenden stellt.

„Carpe Diem“. Nutze den Tag. Jeden Augenblick genieße. Das Positive sehen. Jeden Tag eine gute Tat. Den Menschen, die einem nahe stehen, zeigen dass man sie liebt und dann, wenn der Tag kommt, Frieden mit sich selbst haben.
Das Beste aus seinem Leben machen. Aus schwarzen Kreuzen Blumen sprießen, aus Tränen Lachen werden lassen. Im Verlust die Freude verspüren, dass man einen wundervollen Menschen Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Geliebte, Geliebter, Kind, Freund nennen durfte.

Der Aufbruch steht bevor. Zu neuen Ufern und Horizonten. Den Tod den Schrecken verlieren lassen. Mensch sein, leben und sterben, in Würde und Frieden.

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