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Posts Tagged ‘Universität’

Am 21.Januar 1781 erließ Friedrich der Große ein Kaffeeröstverbot. Tatsächlich gab es sogar „Kaffeeschnüffler“. Das ist keine neue Insektenart, sondern Spione, die Bürger ausfindig machen sollten, die illegal eingeführten Kaffee konsumierten. Dabei wurden sie noch außerordentlich gut bezahlt. Kaffeeverbot

Das wäre ein Job für mich! Ich liebe Kaffee in allen Variationen und schnüffle ausgsprochen gerne den Duft frischer Bohnen. Was für interessantes Wissen man doch erwirbt, wenn man einen Roman schreibt, der um die Zeit von 1790 – 1815 spielt.

Da stellen sich beim Schreiben diverse Fragen:

Was trank eine Dame in einer Gaststätte? Also Kaffee war es nicht.

Welche Bräuche gab es zu den Maifeiern? Sehr interessante, die den Romanfiguren zugute kommen.

Wieso wurde die Uni in Ingolstadt 1800 nach Landshut verlegt und 26 Jahre später wieder zurück? Und wieso interessiert das überhaupt? Weil man einen Professor der Uni Ingolstadt im Jahre 1811 nicht mehr dort antraf, sondern in Landshut.

Das bedeutet: neue Recherche, neues Wissen.

Ich bin nicht sicher, dass ich die Kaffeeinformation brauche, aber ab und zu kann der Autor an passender Stelle die Fülle seines Wissens zum Besten geben. *gg*  Schreiben bildet mindestens ebenso, wie Lesen.

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„Ich habe es gesehen!“

Doktor Humpert strich sich nervös durch die Haare.

„Das ist unmöglich.“

„Nein, ist es nicht“, Letizia schüttelte bekümmert den Kopf, „aber es würde das Ende unserer Gesellschaft bedeuten, wie wir es kennen.“

Doktor Humpert wendete sich ab und trat ans Fenster. Vor ihm breitete sich der weitläufige Park der Universität aus. Die Sonne legte die letzten Strahlen über die friedliche Landschaft. Noch vor vier Wochen hätte er Letizias Vision als Unfug abgetan. Er war Wissenschaftler. Für ihn zählten die Fakten. Doch er hatte gesehen, wie sich ihre Voraussagen erfüllten.

„Nicht nur unserer Gesellschaft“, flüsterte er, „sondern das Ende unserer Welt.“

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„Ich habe Angst, bitte nehmen sie mich mit.“

Die junge Frau, die auf Sam zustürzt, als er aus der Tankstelle kommt, sieht ziemlich ramponiert aus. Barfuß, Hose und Shirt zerrissen und dreckig.

„Schnell wir müssen hier weg!“

Sie fasst nach seinem Arm und sieht ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Sie zittert am ganzen Körper.

„Was ist geschehen?“, fragt er sanft.

„Bitte, lassen sie uns gehen. Jetzt!“

Die Panik in ihrem Gesicht beunruhigt Sam. Er ahnt, dass sie ihm hier nichts sagen wird. Er hält ihr die Tür auf. Sie rutscht hastig auf den Beifahrersitzt. Mit fahrigen Bewegungen schnallt sie sich an. Sam bemerkt die Kratzer und blauen Flecken auf ihren nackten Armen, an ihrem Hals, unter ihrem linken Auge. Sam steigt ein und fährt los. Langsam wird sie ruhiger.

„Wie heißen sie? Mein Name ist Sam Morris.“

„Jeanne.“

„Wie sind sie soweit draußen gelandet?“

„Ich weiß es nicht. Das Letzte, woran ich mich erinnere ist, dass ich an der Bushaltestelle stand. Ich wollte zur Universität.“

Sam wartet einen Moment.

„Können sie sich an noch etwas erinnern.“

„Ich glaube eine schwarze Limousine hielt an. Der Fahrer fragte mich etwas, aber ich weiß nicht mehr, was es war.“

Sam nimmt sein Handy aus der Mittelkonsole, drückt auf eine Nummer in der Kurzwahltaste und wartet.

„Hey Alex, könntest du bitte etwas für mich überprüfen? Wird eine junge Frau mit dem Vornamen Jeanne vermisst?“ –

„Ja, danke Alex. Wir treffen uns in einer Stunde bei Doktor Milner.“

Jeanne sieht Sam fragend an. Er wirft ihr einen kurzen Blick zu.

„Sie werden seit einer Woche vermisst“, sagt er leise.

Erschrocken sieht Jeanne ihn an, dann laufen Tränen über ihr Gesicht. Eine schöne junge Frau, denkt Sam, wer hat ihr das angetan? Ein Serienvergewaltiger oder Killer. Wie konnte sie flüchten? Tausend Fragen gehen ihm durch den Kopf. Typisch Ex-Polizist, denkt er, irgendwie ziehe ich solche Fälle an oder die Fälle ziehen mich an. Sam wollte sich eigentlich, von seinem letzten Auftrag erholen. Das hat sich nun erledigt.

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