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Posts Tagged ‘Thema’

Ein sehr interessantes Thema! Im Rahmen des Uniseminars „Sucht kennt keine Altersgrenzen“ an der U3L der Goethe Uni Frankfurt entstanden. In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich, klar kein Ding, kriegst du hin! Über Liebe schon so viel gelesen, geredet, nachgedacht, durchdiskutiert. Es wurde dann doch nicht so einfach das Referat aus dem Ärmel zu schütteln. Aber es hat sich allemal gelohnt, auch wenn es sicher noch eine ganze Menge zu dem Thema zu sagen gäbe. Aber in ca 1 1/2 Stunden muss man sich eben auf das Wesentliche beschränken.

Liebe ist eben eines der schönsten, interessantesten, wichtigesten und schwierigsten Dinge in unserem Leben.

Caroline Susemihl, Referat, Liebessucht

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und nachdenken. 🙂

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Der Kellner trat an den Tisch und Anna hielt ihren Kommentar für einen Moment zurück. Sie wartete, bis er den Cappuccino und den Milchkaffee serviert hatte, und sagte, nachdem er außer Hörweite war:

„Du bewegst dich auf dünnem Eis.“

Sandrine verdrehte die Augen theatralisch und machte eine ungeduldige Geste.

„Ach, meinst du?“

Anna setzte zu einer Erwiderung an, doch Sandrine war schneller. Sie hatte ihre Sonnenbrille abgesetzt und sah Anna direkt in die Augen.

„Und was soll ich deiner Meinung nach tun – alles weiterlaufen lassen wie immer?“ In ihrer Stimme schwangen Resignation und Traurigkeit mit.

„Na, jedenfalls nicht allein in den Urlaub fahren.“

Sandrine schüttelte unwillig den Kopf. Sie zog die Augenbrauen zusammen. Über ihre Nasenwurzel erschien eine Falte.

„Ich bitte dich! Als ich gefragt habe, wollen wir mal für ein paar Tage weg, hat er mir einen Blick zugeworfen, als wäre ich reif für die Klappse.“

„Hm.“

Anna kannte Marc gut und wusste, dass es genau, das war, was er getan hatte. Sie hätte das auch nicht ohne Weiteres hingenommen, hielt es aber für ihre Pflicht, die Stimme der Vernunft zu übernehmen.

„Ja, genau! Hm. Und dann hat er gesagt, er wäre so gestresst, dass wäre jetzt gerade nichts, vielleicht später.“

„Hm“, Anna wollte Sandrine beruhigen, aber bevor sie ein positives Argument für Marcs Dummheit finden konnte, sprach Sandrine weiter.

„Verschlägt es dir jetzt auch schon die Sprache? Später, später, Stress, müde, erschöpft, das Alter – soll ich weiter machen?!“ Sandrine sah Anna scharf an. Die schüttelte mit dem Kopf. „Gott, ich kann es nicht mehr hören!“

Anna spürte, dass es keinen Zweck hatte, etwas zu erwidern und schwieg.

„Ich bin nicht scheintot – nur fünfzig.“

„Du hast schon recht, dass würde mir auch nicht gefallen, aber … “, Sandrine unterbrach Anna genervt.

„Bitte „aber“ du jetzt nicht auch noch. Auf Moralpredigten habe ich keine Lust. Ich lasse mich nicht mehr festnageln. Ich schaue mir das Drama jetzt seit ein paar Jahren an, rede mir regelmäßig den Mund fusselig. Jetzt reicht`s. Entweder unternehme ich noch was, oder ich spring in die Grube, aber dazu reicht meine Frustration nicht aus.“

Anna zuckte mit den Schultern und seufzte.

„Ich hätte es dir nicht sagen soll. Lass uns das Thema wechseln.“

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„Du bewegst dich auf ganz dünnem Eis.“

„Ach, meinst du?“

“ – “

„Und was soll ich deiner Meinung nach tun – alles weiterlaufen lassen wie immer?“

„Na, jedenfalls nicht allein in den Urlaub fahren.“

„Ich bitte dich! Als ich gefragt habe, wollen wir mal für ein paar Tage weg, hat er mir einen Blick zugeworfen, als wäre ich reif für die Klappse.“

„Hm.“

„Ja, genau! Hm. Und dann hat er gesagt, er wäre so gestresst, dass wäre jetzt gerade nichts, vielleicht später.“

„Hm.“

„Verschlägt es dir jetzt auch schon die Sprache? Später, später, Stress, müde, erschöpft, Alter – oh Gott, ich kann es nicht mehr hören!“

“ – “

„Ich bin nicht scheintot – nur fünfzig.“

„Du hast schon recht, dass würde mir auch nicht gefallen, aber… .“

„Bitte „aber“ du jetzt nicht auch noch. Ich lasse mich nicht mehr festnageln. Ich schaue mir das Drama jetzt seit ein paar Jahren an, rede mir regelmäßig den Mund fusselig. Jetzt reicht`s. Entweder mach ich noch was, oder ich spring in die Grube, aber dazu reicht meine Frustration nicht aus.“

“ – “

„Ich hätte es dir nicht sagen soll. Lass uns das Thema wechseln.“

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… heißt das Buch von Mara Laue (erschienen im SiebenVerlag), das ich euch gerne weiter empfehlen möchte. Sicher hat jeder der schreibt, den einen oder anderen Schreibratgeber zu Hause (ich kann Regalreihen damit füllen). Trotzdem möchte ich euch heute diesen Ratgeber ans Herz legen.

Er ist übersichtlich aufgebaut und spricht wirklich jedes Thema an, sogar „Erotik (be)schreiben – ein Kapitel für sich“. Die Erklärungen sind gut zu verstehen (besonders wenn es um die Perspektive geht 😉 ) und dazu gibt es Beispiele, die das Thema verdeutlichen. Am Ende jeden Kapitels gibt es eine Zusammenfassung und zu jedem Thema praktische Übungen. Das Buch muss nicht chronologisch gelesen werden. Man kann sich das Thema heraussuchen, das einen gerade besonders interessiert.

Im zweiten Drittel des Buches geht es dann an die „Vermarktung“. Mara Laue zeigt wie ein Manuskript, ein Expose, ein Anschreiben (auch per Mail) aussehen sollte. Dazu gibt es eine Übersicht der einzelnen Genres, in die man seinen Text einordnen kann. Wichtig! Immerhin will man ja den richtigen Verlag wählen. Tipps für die Titelsuche, warum ein Pseudonym, Agentur oder nicht, und was uns alle irgendwann einmal bewegt: Schreibblockade – was tun?

Für mich ist dieser Schreibratgeber rundum gelungen. Genau das richtige Maß an Information, gespickt mit Übungen, die man sofort in die Tat umsetzen kann und Tipps für die Zeit danach,wenn der Roman fertig ist und seiner Veröffentlichung harrt. Dazu ist Mara Laue nicht dogmatisch oder besserwisserisch. Ein sehr angenehmer Umstand, den einige Ratgeber vermissen lassen. Sie steht nicht mit erhobenem Zeigefinger da, sondern sitzt freundschaftlich mit dir am Schreibtisch und sagt: „Schau, da ist ein Punkt, den du dir noch einmal  vornehmen könntest- ich weiß du kriegst das hin.“

Ein sympathischer Ratgeber, der zum Schreiben ermutigt! So sollte es sein. 🙂

P.S.: Das Buch kostet 16,50 Euro. Liegt etwa im Durchschnitt von dem was andere Schreibratgeber kosten. Ich habe das Gefühl mein Geld in diesem Fall gut inverstiert zu haben.

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Das expressionistische Märchen führt viele Elemente des romantischen Volksmärchens fort. Z.B.: Zaubersprüche, Verwandlung von Menschen in Tiere und Pflanzen, die Vermenschlichung der Natur, die Aufhebung der Logik von Raum und Zeit.

Allerdings gibt es auch neue Elemente:

  1. Es berichtet nicht aus der Vergangenheit sondern aus der Zukunft. Statt „es war einmal“ beginnt es mit „es wird einmal sein“.

Aufgabe: Beginnen sie ein expressionistisches Märchen mit den Worten: „Es wird einmal sein, dass…“.

 

  1. Das expressionistische Märchen beginnt immer mit einem Schock.

Aufgabe: Entwerfen sie mal ein hässliches Bild in Worten.

 

  1. Die Personen des expressionistischen Märchens sind reine Marionetten.

Aufgabe: Entwerfen sie das Psychogramm einer Marionette.

 

  1. Es überschreitet die Grenze zur Schauer – und Abenteuererzählung.

Aufgabe: Legen sie sich eine Liste der größten Abenteuer an.

 

  1. Der Stil glänzt durch ekstatische Lyrismen und surrealistische Übersteigerungen.

Aufgabe: Sammeln sie die schönsten surrealen Übersteigerungen aus einem aus einem Band surrealistischer Texte.

 

  1. Wenn das expressionistische Märchen die Frage nach dem Ursprung des Bösen behandelt, nähert er sich dem „philosophischen Essay“ an.

Aufgabe: Beantworten sie einmal die Frage nach dem Ursprung des Bösen in einem kleinen Märchen.

 

  1. Wenn es Humor benutzt, dann nur den schwarzen Humor, das Groteske und die bitterste Satire.

Aufgabe: Verwandeln sie eine übliche Alltagssituation in einem Märchen in eine Situation des schwarzen Humors.

 

  1. Modernste Technik, Kosmonautenromantik und spirituelle Fantasien finden im expressionistischen Märchen ihren Platz.

Aufgabe: Stellen sie ein Repertoire ihrer Astralromantik schriftlich vor.

 

  1. Sexuelle Konflikte werden im expressionistischen Märchen völlig unverschlüsselt dargestellt. (Die Expressionisten feierten die Freisetzung der Triebe, das Exzessive, das völlige Ausleben des Körperlichen ohne Rücksicht auf die Moral. Der Orgasmus ist der Gipfel der Lebenslust. Z.B.: Elke Lasker-Schüler feiert in ihrem ersten Gedichtband „Styx“ die sexuelle Lust.)

Aufgabe: Beschreiben sie einmal ein Märchen mit einer eindeutigen Szene.

  1. In seiner extremsten Form zelebriert das expressionistische Märchen den dadaistischen Non-Sens.

Aufgabe: Schreiben sie mit dem Märchencluster ein Non-Sens Märchen.

 

  1. Die wichtigsten Themenkreise lauten:

–   Der Mensch im Kosmos- angesichts der äußersten Verlassenheit

–   Magische Medizin

–   Astrale und überweltliche Erfahrung

–   Satanische Sexualität

–   Politik der Verfremdung

–   Dadaistische Heiterkeit

Aufgabe: Wählen sie ein Thema und schreiben sie mit einem Märchencluster einen expressionistischen Text.

 

  1. Die expressionistischen Märchen zielen auf einen „utopischen Optimismus“, auf eine Welt „in der der Mensch endlich sein Gleichgewicht gefunden haben wird“, auf das „Paradies auf Erden“, den „Himmel in uns“.

Aufgabe: Schreiben sie ein expressionistisches Märchen, das ganz schwarz anfängt und dann mit dem „Himmel auf Erden“ endet.

 

Die Aufgaben sind angelehnt und zum Teil wörtlich zitiert aus dem Buch: Kreative Literaturgeschichte, von Lutz von Werder, Klaus Mischon, Barbara Schulte-Steinicke ISBN 3-928878-01-8

 

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