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…wird endlich gut. Zum xten Mal den Fantasy-Roman gelesen und korrigiert. Jetzt ist gut – das Manuskript liegt beim Verlag und ich nehme das erst wieder in die Hand, wenn der Text vom Lektorat zurückkommt.

Immerhin gibt es schon den nächsten Roman und der möchte jetzt zu Ende geschrieben werden! Immerhin hatte ich noch ein paar gute Einfälle zu dem neuen Roman, die mehr Licht ins dunkel der „Geschichte“ bringen. Darauf freue ich mich schon. Ich mag diese halben Sachen nicht – auch wenn ich sie manchmal selbst fabriziere.

Doch die angefangenen Sachen sind abgehakt, Freitag geht es zur Buchmesse in Leipzig, die Grippe ist hoffentlich auch überwunden, und wenn demnächst die Sonne noch etwas mehr scheint, wird alles wieder gut.

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Eine meiner neusten Collagen 🙂 – vielleicht zur Inspiration eines Textes?!

Schöne Schlange

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Es hat gezündet! Endlich! Heute morgen knapp 600 Worte geschrieben – Szene wird heute Abend fortgesetzt.

Es hat lange genug gedauert. Der neue erotische Roman war fast fertig –  die Szenen die noch geschrieben werden wollen und das Ende (ok, die alternativen Enden) im Kopf – und plötzlich Schluss. Nichts ging mehr. Die Zweifel kamen und versuchten sich festzukrallen.

Der Kritiker in mir schrie triumphierend: „Ich habe es dir ja gesagt, das Buch in so kurzer Zeit fertig zu schreiben, dass schafftst du nie!“

Die Schriftstellerin in mir sagt: „Halt die Klappe! Ich kriege das hin!“

Klar, die Schriftstellerin ist nicht  so cool, wie sie nach Außen wirkt. Andererseits habe ich inzwischen gelernt, mein Pokerface aufzusetzen, wenn sich der Kritiker meldet und versucht mich aus der Fassung zu bringen.

Ich tue dann so, als ob mich das alles nichts angeht: Überarbeitung, Deadline, Lektorat, Veröffentlichungsdatum – alles nur eine Sache des Standpunktes – Peace!

Es gibt zwei sehr hilfreiche Bücher, wenn es um Kreativität geht: „99 Tipps für Kreativität und Lebenskunst“ und „Der kreative Funke“. Beide von Alexander Jeanmarie. Das erste Buch ist die Essenz des zweiten. Trotzdem empfehle ich beide. Sehr gut geschrieben und mit vielen praktischen Übungen.

In meinem Fall hab ich den fiesen Kritiker ausgetrickst. Kreativität kann so vieles sein. Ich habe alles gemacht, was ich seit Längerem ausprobieren wollte (Collagen, Bücher binden, malen, usw), habe viel gelesen, mich an der Natur erfreut, mich um  Freunde und Familie gekümmert (was beim Schreiben machmal etwas zu kurz kommt), mein Haus und mein Leben entrümpelt, und mir einen langgehegten Traum erfüllt: studieren an der Uni.

Eins ist erwiesen, wenn wir unser Gehirn beweglich, neugierig und in Schwingungen halten, dann kommt der kreative Funke von allein wieder. Gesagt getan! Und immer wenn der Schuft von Kritiker nicht hingeschaut hat, habe ich Notizen gemacht und mich rangepirscht, an meinen Text.

„Hallo du kleiner, übler Kritiker,

Ausgetrickst! Du kriegst mich nicht klein. Dir werde ich es zeigen, Spielverderber! Es geht weiter. Ich krieg das hin.

Liebste schadenfrohe Grüße

Deine Caro“

 

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Nein, dies ist kein Thema meines 365-Tage-Projekts 🙂 . Obwohl man auch mit einer Schublade zu einer Geschichte kommen kann. Tatsächlich handelt es sich um meinen (Dark) Fantasy-Roman, der sich seit geraumer Weile in der Schublade herumdrückt und, nachdem ich mich endlich durchgerungen habe einigen Verlagen (in zweiter Runde) das Exposé zu schicken, unbedingt heraus will. Das bedeutet: noch einmal komplett Korrektur lesen, immerhin verändert sich der Blick auf den Text nach so viel Zeit und das kostet Zeit. Als Erfolgserlebnis kann ich werten, dass ich inzwischen ca 70 Seiten überarbeitet habe. Von 550. Aber was tut man nicht alles, wenn einem etwas wirklich am Herzen liegt?! Alles. Und ich muss sagen, nicht nur am Herzen liegen, auch Herzblut drin stecken. Kein schöner Satz? Macht nichts. Es ist spät und ich war heute echt fleißig. Als Belohung habe ich mir eine halbe Stunde Schreiben an meinem Mini-Krimi gegönnt und bei meinem Roman gebe ich mir wirklich sehr viel Mühe, ehrlich 😉 .

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Es ist wie verhext! Die ganzen Wochen lechtze ich nach Urlaub – endlich mal frei, keine festen Termine, keinen Wecker stellen, die Seele baumeln lassen und schreiben. Die Familie ist außer Haus und ich endlich mal wieder allein. Ich sitze vor dem PC, starre meine angefangenen 5 Seiten an und – – – – –

Ich habe schon Wäsche gewaschen, habe eingekauft, getankt, Geschirrspüler ein und ausgeräumt, Müll entsorgt  – – – – –

Verdammte Axt! Dabei habe ich gestern Abend noch die Überleitung für die nächste Szene für den Text geschrieben. Die letzten Wochen habe ich es geschafft fast jeden Tag einen Text oder mehr zu schreiben. Und jetzt? – – – – –

Ich habe das alles schon erlebt und wie sagen wir so schön – das ist nur eine Phase – aber eine echt blöde, blöde Phase. Ich mach mir jetzt einen Kaffee, setzt mich auf den Balkon, lass die Phase Phase sein und lese was. Wer weiß, vielleicht fallen mir heute Nacht vorm Einschlafen die nächsten Zeilen ein – – – – –

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Assoziationen:

Grün: Bäume, Blätter, Wald, Wiese, Fensterblick, Absinth, grüne Fee, Klee, atmen, frisch, Teiche, Smaragde, Hoffnung, Samt, England, Gärten, grüne Höhlen, Moos, Äpfel, Frösche, barfuß,

Text:

Der Tag liegt noch im Halbschlaf. Ich schlage die Augen auf und bin hellwach. Durch das geöffnete Fenster fließt frische Morgenluft herein und hüllt mich in einen Kokon aus Düften und Geräusch. Das taubenetzte Gras, der sanfte Duft der Rosen vor meinem Fenster bilden den Hintergrund und die euphorischen Gesänge der Vögel breiten sich im Vordergrund aus. – Noch zwei Stunden, bis der Wecker klingelt. – Ich seufze. – Ich werde sowieso nicht wieder einschlafen. – Also stehe ich auf. – Eine Tasse Kaffee und der Text von gestern warten. So kann ich meine Schlaflosigkeit immerhin in positive Aktion versetzen. –

Ich öffne die Terrassentür und trete hinaus. Vor mir liegt mein schattiger Garten. In einer tiefen Höhlung. Durch die Dämmerung sind seine Konturen noch verwischt und undeutlich. Aber wenn die Sonne langsam über den Rand der Welt kriecht und ihre Strahlen nach ihm ausstreckt, wird das Bild klar.

Ich strecke mich, atme den Duft des Morgens tief ein. Nehme ihn mit allen Sinnen wahr. Spüre seine kühlen Finger auf meiner warmen Haut. Ich nehme das glatte Holz der Veranda unter meinen nackten Füßen wahr. – Wie Samt. Als Kinder sind wir im Sommer oft barfuß durch den Garten gelaufen. –

Wehmut vermischt sich mit Glück. Eine nostalgische Erinnerung an eine ferne Zeit, als meine Brüder und ich uns in einem nie endenwollenden Paradies wähnten. Niemand konnte uns etwas anhaben, niemand uns aufhalten. Alles war möglich. Die große Wiese mit den Apfelbäumen hinter unserem Elternhaus war unser Eldorado und der Wald mit seinen dunkel glänzenden Smaragdteichen unser Nimmerland. Wir wollten nie erwachsen sein. Immer dort leben, unter dem Himmel, der uns unendlich und unerreichbar schien.

Ich gehe ins Haus und mache mir einen Kaffee. Der Text von gestern warte.

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Die Vier-Spalten-Methode

1. Nimm zwei DIN A3 Blätter und füge sie mit Klebeband an den Längsseiten zusammen. So hast du genug Platz zum Schreiben. Teile dein großes Blatt auf Vorder- und Rückseite in vier Abschnitte. (Wobei Abschnitt 1 und 4 etwas kleiner ausfallen können.)

2. Oben in die erste Spalte kommt das Wort „Tagebuch“, in die zweite „Text“ und vielleicht der Titel, in die dritte „Ergänzung zum Schreibprojekt“ und in die vierte Spalte „Flohmarkt“.

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3. In das Segment „Tagebuch“ wird während des Schreibprozesses alles aufgeschrieben, was nicht unmittelbar mit dem Text zu tun hat, sich aber in deinem Kopf herumtreibt und deinen Schreibfluss stört. Das können Termine, Einkaufslisten, Ärger, Freude, oder auch Gedanken sein, warum es gerade beim Schreiben hakt oder die Diskussion mit deinem inneren Kritiker und seine Verbannung. 🙂 (Elisabeth George empfiehlt ein Roman-Tagebuch. Dort kann alles abladen werden, was einen während des Schreibens beschäftigt.)

4. In den Abschnitt „Text“ kommt der Text, an dem du gerade schreibst. Und zwar so, wie er dir in den Kopf kommt. Erst schreiben, später überarbeiten.

5. Beim Abschnitt „Ergänzung zum Schreibprojekt“ wird alles eingetragen was für die spätere Überarbeitung nützlich sein kann: Ideen zur Figur. An welchem Set noch gearbeitet werden muss. Für welches Wort du ein anderes einsetzen willst. Wo noch recherchiert werden muss, oder auch ein Einschub in den Text, der später hinzugefügt werden soll, dir aber beim Schreiben noch nicht eingefallen war.

6. In dem letzten Segment „Flohmarkt“ kann alles gesammelt werden, das dir siedend heiß einfällt, was für den derzeitigen Text nicht genutzt, aber vielleicht in anderen Texten verwendet werden kann, die sich schon auf der „was-ich-als-nächstes-schreiben-will“-Liste befinden usw.

Vielleicht nicht für jeden Tag, so doch eine kleine Abwechslung vom „normalen“ Schreibprozedere. Etwas frischer Wind und Bewegung im Alltag des Autors. Ich habe mir angewöhnt ein Romantagebuch zu schreiben (siehe 3). Dort kann ich Erfolge feiern (zur Motivation schreibe ich mir jeden Tag auf, wie viele Wort ich geschrieben habe), aber auch meinem Ärger Luft machen. Für größere Vorhaben gibt es ein Projektbuch, in dem ich alles notiere, Charaktere, Orte, Plot, Recherchen, Ideen, Szenen, die ich noch schreiben will, Fragen zum Text, Zeitleisten usw.

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Der Text ist meinem Buch „In den Tiefen meiner Lust“ entnommen.

Erotische Gedichte und kurze Geschichten.

 

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Ich bin platt! Echt! Richtig platt! Ich habe einen Band aus erotischen Gedichten und Kurzgeschichten (und schönen Zeichnungen) zusammengestellt – „In den Tiefen meiner Lust“ – und wollte ihn bei einem bekannten Selfpublishing-Verlag veröffentlichen lassen. Gestern kam die E-Mail: Aufgrund des Inhalts werden sie das Buch nicht verlegen. Also habe ich, brav, wie ich bin, angerufen, um zu erfragen, weswegen. Sind es die Bilder oder der Text? Antwort der genervten, unfreundlichen Frau am anderen Ende: alles. Aha!

Wenn es nicht so dämlich wäre, würde ich darüber lachen. Erstens: vermutlich hat niemand überhaupt hinein geschaut (Stichwort: Schlagwortsuche). Zweitens: ich habe einen erotischen Roman geschrieben, der ganz öffentlich über einen „normalen“ Verlag zu haben ist. Drittens: ich habe noch nicht einmal richtig hingelangt *ggg* und das ist jetzt tatsächlich zweideutig zu verstehen! Also nicht, dass die Texte und Gedichte nicht erotisch wären, aber gegen den Roman … ! Ich lass das mal so stehen.

Ich weiß nicht ob ich mich ärgern oder geschmeichtelt fühlen soll?! Schließlich bin ich nicht Henry Miller(ich habe seine Bücher gelesen, da kann „Shades of Grey“ einpacken). Andererseits – und das hat doch was – ich bin ein verbotener Schriftsteller. Und das in Zeiten, in denen dir nackte Brüste, Hintern und Penise, direkt ins Gesicht springen. Eine skurrile Geschichte. Ach, übrigens: ich lache darüber!

Dann muss es eben anders gehen. Ich will die Texte und die Gedichte. Ich will sie in einem Buch! Fallen ja, liegen bleiben nein.

PS.: Ich mag Henry Miller. Soweit dazu!

P.P.S.: Wen die Wörter: Penise, Brüste und Hintern entsetzen, möge sie bitte diskret überlesen. *ggg*

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Die Kirchturmuhr schlägt zwölf. Mitternacht. Ich schalte den Fernseher aus. Zeit schlafen zu gehen. Eigentlich wollte ich vor einer Stunde im Bett sein, aber wie das so ist – rumgezappt und hängen geblieben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Bei N24 zeigen sie um die Uhrzeit immer Knastdokus aus den USA. Brutal! Meterhohe Mauern und Stacheldraht. Gefangene mit Tattoos und Körpern wie Bodybuilder. Gehalten in offenen Zellen, von allen Seiten einsehbar oder in hermetisch abgeriegelten Kästen aus Sicherheitsglas.

Dagegen sind die Wärter blass und fluffig, wie Weißbrot. Nicht gerade das, was einem zu fünfmal Lebenslänglich verurteilten Serienmörder den Schrecken in die Glieder fahren lässt. Für mich ist das ein Magnet des Grauens. Ich kann nicht abschalten, muss hinsehen. Wie können Menschen es in so einer Maschinerie aushalten? Ein hohler Betonklotz angefüllt mit Leibern, Gerüchen, Stimmen, Geräuschen aus Metall, Neonlicht und Gewalt. Ich würde verrückt. Immer Licht, immer Krach, Körper an Körper. Mir läuft eine Gänsehaut über den Rücken.

Lissi hat sich schon hingelegt. Sie hatte wieder Zoff auf der Arbeit. Ihre blöden Arbeitskolleginnen mobben sie, seit sie zur „Chefsache“ befördert wurde. Eine beschissene Situation. Aber ändern will sie es aber nicht. Sie verdient endlich mehr Geld, kann schicke Kleider kaufen und mit dem Chef auf Geschäftsreise gehen. Auf den hat sie es seit ersten Tag abgesehen. Zum Glück bin ich selbstständig und muss mir so einen Kollegenklüngel nicht antun.

Ich gehe ins Bad und putze mir die Zähne. Ob die Gefangenen ihren Mitinsassen Streiche spielen? Mit den Zahnbürsten das Klo putzen oder so? Bei dem Gedanken wird mir übel und ich spüle mir den Mund mit Fresh Minze aus. Vor der Tür höre ich schnelle Schritte. Lissi kann wohl nicht schlafen? Ich strecke den Kopf zur Tür hinaus. Nichts zu sehen? Ich muss mich verhört haben, rede ich mir ein.

Bevor ich in mein Zimmer gehe, schaue ich kurz bei Lissi rein. Sicher ist sicher. Ein langer Lichtschein vom Flur fällt in ihr Zimmer. Mein Schatten ist drei Meter lang. Lissis Bett ist zerwühlt, aber sie liegt nicht drin. Gibt`s doch nicht. Ich lausche. Nichts zu hören. Wach ich oder träum ich? Ich kneif mich in den Arm. Mist, das tut weh!

„Lissi, verdammt, wo steckst du?“, rufe ich.

Nichts rührt sich. Die anderen Zimmer liegen still und dunkel da. Ob Lissi schlafwandelt? Diese Phänomene können durch psychische Anspannung ausgelöst werden. Hatte ich als Kind auch mal. Als meine Mutter abgehauen ist und mich und meine Brüder bei Verwandten zurückließ. Aber darum geht’s ja gerade nicht. Wo kann Lissi bloß sein? Also die Wohnungstür ist verschlossen. Fest. Zweimal. Habe ich gerade gescheckt. Scheiße! Kann man einen Menschen in seiner eigenen Wohnung verlieren?

Im Wohnzimmer höre ich plötzlich Stimmen. Das unangenehme Gefühl in meinem Bauch zieht sich immer mehr zu einem dicken Knäul zusammen. Vorsichtig gehe ich zur Tür und drücke sie auf. Ich atme auf. Die flimmernden Schattenwürfe und die Stimmen kommen vom Fernseher. Alles kein Hexenwerk. Ist von allein angegangen. Kann vorkommen. Hab ich schon erlebt. Bei meiner Nachttischlampe. Wackelkontakt, kosmische Störungen, was weiß ich. Werde morgen beim Fernsehfritzen anrufen, der soll sich das Gerät mal anschauen. Vielleicht sollten wir gleich einen neuen kaufen. Röhrengeräte sind so was von out.
Wo ist die Fernbedienung? Habe ich wohl vorhin auf`s Sofa geworfen. Am besten ich ziehe den Stecker. Ist sicherer. Nicht das der durchschmort und abbrennt, während ich schlafe.

„Kathy! Kathy“

Das ist Lissi! Warum schreit die so? Ich tauche zwischen den Sofakissen auf, die Fernbedienung in der Hand.

„Lissi! Wo bist du?“

„Hier!“

Mein Blick fällt auf den Fernsehbildschirm. Das kann nicht sein! Unmöglich! Katrin steht im Schlafanzug in einer der Zellen im Hochsicherheitstrakt in dem die Todeskandidaten untergebracht sind. Sie lässt den bulligen Gefangenen, der mit einem tückischen Grinsen näher kommt, nicht aus den Augen. Das ist doch der Kerl, der 10 Frauen umgebracht hat, von denen sie wissen. Ein Irrer! Psychopath, Soziopath. Ich schätze, ich habe bei „Criminal Minds“ nicht aufgepasst. Was ist hier los!

„Bist du es wirklich?“

„Was denkst du?! Kannst du nicht gucken?“, schreit Lissi außer sich.

„Lissi, komm da raus. Sofort!“, brülle ich.

„Wie denn?“, schreit sie zurück.

„Keine Ahnung! Wie bist du darein gekommen?“

„Weiß auch nicht. Hol mich raus! Jetzt!“

Lissi fängt an zu heulen. Der Häftling lacht. Er sagt etwas, dass ich nicht verstehe. Scheiße, was kann ich tun?

„Soll ich ausschalten?“, schreie ich.

„Nein! Bloß nicht. Tu irgendwas!“

„Aber was?“

Die Panik lähmt mich. Ich stehe hilflos da und sehe, wie der Kerl Lissi in eine Ecke drängt und ihr die Kleider vom Leib reißt. Sie tritt und schlägt, schreit wie von Sinnen. Oh Gott, was kann ich tun? Ich dreh gleich durch.

„Ich rufe in dem Gefängnis an. Halte durch!“

Die denken bestimmt, da ist`ne Bekloppte am Telefon, sollte ich es überhaupt schaffen nach Amerika durchzukommen. Aber was Besseres fällt mir nicht ein. Ich stürze zum Telefon. Jemand packt mich am Shirt und reißt mich zurück.

„Du rufst nirgendwo an, Schätzchen“, höre ich eine bösartige Stimme an meinem Ohr. „ich will auch ein bisschen Spaß haben.“

 

Der Text entstand beim Freitagsschreiben. Die markierten Sätze sollten in den Text einfließen. Und das vorherrschende Gefühl im Text sollte „Entsetzen“ sein.

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