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Posts Tagged ‘Strümpfe’

„Komm! Wir müssen weiter.“

„Nein! Ich mache keinen Schritt. Seit Stunden stolpern wir durch den Wald. Nachts! Ich mache jetzt eine Pause.“

Danny setzte sich auf einen der großen Steine am Seeufer und streifte die Schuhe und Strümpfe ab. Ihre Füße brannten und Danny hielt sie in das kühle Seewasser. Martin schüttelte den Kopf.

„Immer musst du das letzte Wort haben“, er wollte noch etwas sagen, aber Danny unterbrach ihn.

„Und du musst dich ständig auf solche Himmelfahrtkommandos einlassen.“

Danny planschte mit den Füßen. Hinter den Hügeln stiegt langsam der Mond auf. Sein Licht verwandelte das schwarze Wasser des Sees in pures Silber.

„Ich“, begann Martin.

„Psst! Sag einfach mal nichts“, unterbrach Danny ihn unwirsch.

Sie hörte ihn schnauben. Äste knackten. Dann war es still. Danny wusste, dass Martin sie allein gelassen hatte. Er hasste es, wenn sie ihm widersprach. Es war ihr egal. Danny wollte sich diesmal die Stimmung nicht von ihm kaputt machen lassen.

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Mir wurde das Genre: erotisch und die Worte: Strümpfe, Sommerhitze und Zigarette vorgegeben.

Madelaine

Madelaine lag auf dem schmalen Bett und döste vor sich hin. Außer einem dünnen Hemdchen und zarten Seidenstrümpfen trug sie nichts. Seit Tagen lastete eine drückende Sommerhitze über Paris. Sie sehnte sich nach Erleichterung, aber das erlösende Gewitter kam nicht. Träge fächelte sie mit ihrem schwarzen Spitzenfächer laue Luft zu. Ihre gereizte Stimmung verschlechterte sich zusehends, als sie die Glocken von Notre Dame hörte. Alain wollte nur eine Flasche Wein holen, inzwischen war er  zwei Stunden überfällig.

Ein lauter Knall schreckte Madelaine auf. Irgendwo unter ihr im Haus warf jemand die schweren Holzfensterläden zu. Sie seufzte. – Diese entsetzliche Hitze – sie  verspürte einen lästigen Stich in ihrer Brust – und wir sind wieder nicht auf dem Land. Dabei hat Alain es mir letzes Jahr versprochen! Nächstes Jahr bestimmt, ma Cherie, hat er gesagt. Wie das Jahr davor. – Die Freunde hatten sich längst verabschiedet und es vorgezogen sich Anfang Juni in die Provence, ans Mittelmeer oder an den Atlantik zu begeben. Nur Alain und sie bleiben in Paris. Die engen schrägen Wände unter dem Dach erdrückten sie schier.

Sehnsüchtig dachte sie an das glitzernde Wasser des Atlantiks. Den leichten Wind, der nach Salz und Weite roch. Alain hatte einen Auftrag. Sagte er. Madelaine traute ihm nicht. Wer vergab im Sommer so große Aufträge? – Wenn er nur hiergeblieben ist, weil er –  hastig verscheute sie den bösartigen Gedanken und beruhigte sich, – das sind nur meine angeschlagenen Nerven. Nicht mehr! Alain liebt mich. –

Madelaine rekelte sich und gab ein leises Brummen von sich. Die Träger des Hemdchens glitten von ihren schmalen weißen Schultern und gaben den Ansatz der vollen Brüste frei. Langeweile und fortwährendes Warten zermürbten sie. Madelaine stand auf. – Ich werde Fanny besuchen. Mehr als hier, kann ich mich bei ihr nicht langweilen. Die hat Glück, dass ihr wohlhabender Galan ihre Dienste nicht teilen will. Sonst würde sie immer noch in dem stinkenden Loch bei Madame Camilles wohnen. Manche haben mehr Glück als andere. –

Madelaine versuchte den aufflammenden Neid zu unterdrücken. Sie mochte Fanny nicht. Mehr als einmal schnappte ihr die Jüngere wohlhabende Kunden vor der Nase weg. Eigentlich hatte sie keine großen Ambitionen Fanny zu besuchen, aber sie teilte das Leid der Zurückgebliebenen und Fanny bewohnte eine grandiose Zimmerflucht mit einem märchenhaften Wintergarten, in dem es herrlich kühl war.

An dem kleinen Waschbecken wusch sie sich Gesicht und Arme. Madelaine warf einen kurzen prüfenden Blick in den Spiegel. Trotz ihrer 35 Jahre war ihre Haut glatt. Die dunklen Augen hatten nichts von ihrem Feuer eingebüßt. – Warum sieht er trotzdem anderen Frauen hinterher? Wie es mir dabei geht, schert ihn nicht. Liebe ist eine Hure. – Verbittert spuckte sie ihr Spiegelbild an. – Es gibt genug Männer, die wer weiß was dafür geben würden, mich zu besitzen. –

Mit fahrigen Bewegungen streifte Madelaine sich ein leichtes Kleid über, schlang die langen schwarzen Haare in einem lockeren Knoten zusammen. – Alain liebte meine Haare. Damals. – Die wunde Stelle in ihrem Herzen zog sich schmerzhaft zusammen. – Damals galt sein Blick nur mir. Du bist mein ein und alles, hat er gesagt. Ich werde dich immer lieben. – Madelaine ahnte, dass es eine Lüge war, aber Alains Kuss, seine Hände raubten ihr den Verstand und sie wollte ihm glauben.

Während sie die Treppe hinabstieg, hielt sie immer wieder kurz inne. Vielleicht kam er gerade in diesem Moment nach Hause, aber als Madelaine das Foyer des Hauses betrat, war er nicht zurückgekehrt.
Hitze umspülte Madelaine, als sie die schwere Haustür aufzog und auf die menschenleere Straße trat. Nicht eine Kutsche, die sonst zu Dutzenden die Straße herunter klapperten. – Ich habe einfach kein Glück. – Tränen stiegen ihr in die Augen. – Nun muss ich den Weg zu Fuß gehen.

Plötzlich hörte sie hinter sich das markante Rattern eisenbeschlagener Räder und rhythmisches Hufklappern. Sie drehte sich um. Eine Mietkutsche ohne Gäste. Madelaine schluckte die Tränen herunter und winkte dem Kutscher. Er hielt direkt neben ihr. Sie nickte ihm freundlich zu und erklomm flink die kleinen Einstiegsstufen. Erleichtert ließ sie sich auf den Sitz fallen.

Der junge Kutscher betrachtete sie über seine Schulter hinweg und bedachte sie mit einem neugierigen Blick. Madelaine bemerkte es. Liebenswürdig lächelte sie ihm zu. – Andere Männer sehen mich, nur Alain nicht. – Der Kutscher ließ die Peitsche einmal kurz aufknallen. Sofort zogen die Pferde die Karosse an und verfielen in einen leichten Trapp. Durch den unerwarteten Ruck wurde Madelaine in die abgenutzten Lederpolster gedrückt und stieß einen kleinen Schreckenslaut aus.

„Sie wissen doch nicht wohin ich will“, rief sie ihm zu.

Er antwortete nicht. Blickte stur geradeaus, schwang die Peitsche erneut über die breiten Pferderücken und trieb sie in lebhaftem Tempo weiter. Madelaine fühlte sich hilflos. – Was will er von mir? Ich habe doch gar nichts, das ich ihm geben kann. – Madelaine überlegte hinaus zu springen, fand aber nicht den Mut dazu.

„Lassen sie mich gehen, bitte“, flehte sie ihn an, „ich gebe ihnen alles Geld, das ich besitze.“

Der junge Mann sah sich kurz um, schüttelte nur den Kopf. Dann wendete er sich wieder der Straße zu. Madelaine bemerkte entsetzt, dass sich die Kutsche dem Bois de Boulogne näherte. Ihre Ohnmacht steigerte sich zur Panik. Im Bois gab es viele stille Ecken, bevölkert von allerhand Gesindel. Madelaine befürchtete das Schlimmste.

Der Kutscher schien sich gut auszukennen. Geschickt lenkte er die Karosse von den breiten Spazierwegen in immer engere Pfade. Der Wald wurde dichter, legte sich bald wie ein schützender Kokon um das Gefährt und seine Insassen. Nur vereinzelt fielen dünne Sonnenstrahlen durch die verflochtenen Baumkronen. Die Luft wurde frischer und roch nach Erde und Grün. Plötzlich lenkte der Kutscher die Karosse in eine natürliche Laube aus Ästen. Mit einem Ruck brachte er die Kutsche zum Stehen…

…. Fortsetzung ist in Arbeit – aber nicht Jugendfrei *g*.

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Lulu öffnete die Schublade ihrer Kommode und nahm die kostbaren Seidenstrümpfe heraus. Vorsichtig zog sie sie über ihre schlanken Beine und knüpfte den Strumpfhalter an den verstärkten Rand. Danach stellte sie sich mit dem Rücken zu dem großen Ankleidespiegel und prüfte die Naht. Sie lief gerade über ihre Waden die Schenkel hinauf. Perfekt. Dann warf sie sich das hauchzarte Seidenkleid über, das ihre üppigen Kurven hervorragend zu Geltung brachte. Es ließ Fantasie kaum Spielraum. Lulu schlüpfte in die handschuhweichen Wildlederpumps und betrachtete ein letztes Mal ihr Spiegelbild. Sie war von sich selbst entzückt. Lulus jugendliches Gesicht strahlte Natürlichkeit und Unschuld aus, die ihr geschmeidiger Körper Lügen strafte.

Der alte Lord Yardley hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass es nicht ihr Schaden sein würde, wenn sie ihm ihre Gunst schenkte. Und Lulu war sehr interessiert seine Großzügigkeit zu genießen. Heute Abend fraß er ihr aus der Hand. Sie erinnerte sich an ein Sprichwort, das sinngemäß bedeutete, dass man mit seinen Pfunden wuchern sollte und ihr Talent war ihre Verführungskunst, die sie im Laufe der Zeit zur Meisterschaft gebracht hatte.

Das bezahlte Taxi hupte und Lulu stieg die steile Treppe aus dem Dachgeschoss hinunter. Als der Fahrer sie sah, sprang er eilfertig aus dem Auto und riss die hintere Seitentür auf.
„Bitte Miss!“

Er starrte sie unverhohlen an. Lulu lächelte. Sie war an die Blicke gewöhnt. Im Grunde waren Männer leicht zu durchschauen. Ein volles Dekolleté, Taille, praller Po und lange Beine. Dazu ein naives Lächeln und schon hingen sie am Haken. Frau durfte nur nicht zeigen, dass sie es wusste. Männer mochten es nicht, wenn eine Frau ihnen überlegen war, also behielt Lulu es besser für sich.

Der Taxifahrer fädelte sich in den Verkehr ein. Immer wieder blickte er in den Rückspiegel. Was für eine Frau. Eine Haut wie frischer Schnee und die Rundungen, die sich unter ihrem Kleid abzeichneten, machten ihn atemlos. Sie wollte ins „Chez Albert“. Es war der eleganteste Nachtclub der Stadt. Er passte zu ihr. Diese Frau spielte in einer anderen Liga. Ein unangenehmes Gefühl von Ohnmacht füllte seinen Bauch. Niemals würde er es sich leisten können so ein Luxusgeschöpf zu besitzen.
Als er vor dem Club hielt, öffnete einer der livrierten Pagen die Wagentür und verwehrte ihm einen letzten Blick auf sie zu werfen.

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