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Posts Tagged ‘Sonnenschein’

Da ist es. Mein Haus. Im Sonnenschein unter Birken. Die leichte Brise bringt den Duft des nahen Meeres und das Geschrei der Möwen mit. Ich öffne das Gartentor und betrete mein Exil. Endlich Ruhe vor dem Chaos der Welt. Kein Fernseher, Internet und mein Handy liegt im Schließfach am Bahnhof. Die nächsten vier Wochen gibt es nur mich, das Meer und das Schreiben.

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Die Texte entstanden aus einer Aufgabe heraus. Schreibe eine schwarze, weiße, graue Geschichte. 🙂

Grau

Die Welt ist ein Ort aus Grau. Durch Asche verschmutzte Luft schluckt jede Farbe und legt sich als undurchlässige Schicht über Haus, Baum, Tier und Mensch. Der Wechsel zwischen Nacht und Tag findet zwischen Schwarz, dunklem Grau, hellerem Grau statt.

Ich bilde mir manchmal ein, ich sähe ein Stück blauen Himmel. Obwohl ich weiß, dass es nicht möglich, nur ein Déjà-vu aus einer anderen, besseren Welt ist. Ich sehne, ja verzehre mich, nach diesem Blick auf das azurblau eines Sommerhimmels.

Das Blau verfolgt mich bis in meine Träume. In dieser lichtlosen, menschenfeindlichen Umgebung, in der es kein Lächeln, keine süßen Blumendüfte, keine Schönheit zu geben scheint, sind es die Träume, die mich am Leben halten.

Weiß

Vor mir liegt eine Welt aus weißen dicken Flocken, die schläfrig vom Himmel fallen und sich wie eine sanfte Decke auf die kahlen Felder und die blattlosen Bäume legt. Es ist früh am Morgen. Ich stehe am Fenster meiner Kindheit und sehe fasziniert hinaus. Im Licht der Straßenlaterne glitzern die silberweißen Eissterne wie Diamantstaub. Ich halte den Atem an, kann die Stille beinahe fühlen. Sie breitet sich in mir aus, immer weiter, tiefer. Ich bekomme Angst, dass sie mich verschluckt und ich nie wieder ein Wort sprechen kann.

Plötzlich höre ich einen hellen Ton. Dann noch einen. Erst leise, dann lauter. Aus den einzelnen Tönen wird eine wundersame Flötenweise. Ein Märchen aus Melodien.

Suchend schaue ich mich nach dem virtuosen Spieler um. Ich kann ihn nicht entdecken. Eilig schlüpfte ich in meine Winterjacke und Stiefel. Ich öffnete die Haustür. Da steht er. Nur ein paar Armlängen von mir entfernt. Noch nie begegnete mir ein schönerer Mann. Ich blicke ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Er sieht aus wie ein Engel oder so, wie ich mir einen Engel vorstelle. Als er meine Verwunderung bemerkt, hält er im Spiel inne und lacht. Es klingt wie Perlen, die auf Marmorboden fallen.

Schwarz

Es war ein Tag im Sonnenschein. Mai. Ich saß im Cafe und las „Stolz und Vorurteil“. Er kam an meinen Tisch und stellte sich vor. Aidan. Sein Lächeln versüßte mir den Tag, die Woche, zehn Jahre. Jeder Tag Sonnenschein. Ab und zu ein Wölkchen, aber sein Lächeln pustete sie immer fort.

„Kommst du Liebes?“
Sara sieht mich fragend an. Ich nicke und stehe auf. Jede Bewegung fühlt sich steif und verkrampft an. Ich trete aus der Haustür. Es ist ein Tag im Sonnenschein.

Die Tür eines Autos öffnet sich vor mir. Ich steige ein. Sie klappt zu.
Die Autotür öffnet sich. Ich steige aus. Sie klappt zu.

Der Kies knirscht unter schwarzen Schuhen. Meinen Schuhen. In ihnen stecken Füße in schwarzen Strümpfen. In einem schwarzen Kleid ein Körper, den tiefste Finsternis ausfüllt. Mein Körper.

Ich bin verloren. Verirrt in der Dunkelheit. Ich finde keinen Gedanken. Kein Gefühl. Ich kann kaum atmen. Schlägt mein Herz? Wo ist der Schmerz, wenn ich ihn brauche?

Ich höre Worte. Der Sarg senkt sich in die Grube. Ich starre hinab. Erdklumpen donnern auf den Deckel. Es hallt in meinen Ohren, wird vom Nichts in mir gefressen. Ich drücke Hände. Mehr Hände. Mehr Worte.

Keine Worte dieser Welt können Aidans Lächeln ersetzen. Kein Mitleid dieser Welt bringt mir Aidan zurück. Mit ihm erlosch mein Licht.

An einem Tag im Sonnenschein.

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Ich

Bin weich und rund
Mit Ecken und Kanten nur darunter
Spitze des Eisberges
Blitzt durch meine gute Laune

Ich
Bin Harmonie und Sonnenschein
Wenn im Innern eine Wolke schwebt
Mir der Sinn nach Tränen steht
Trällere ich ein Liedchen

Ich
Bin ein schwarz weißes
Ying und Yang
Sehn mich am Tag nach Dunkelheit
Wünsch mir die Sonne bei Mondenschein

Ich
Bin ganz klar
Der Gegensatz in sich
Weiß wo ich bin
Und find mich nicht

Ich
Bin alles und nichts
Doch immer Ich

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