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Posts Tagged ‘Sommer’

Sommer im Treibhaus

Die Hitze lastete wie ein Mantel aus Blei auf der kleinen Stadt, in der jeder jeden kannte und die selten einen Fremden zu sehen bekam. Doch genau auf dem Höhepunkt der nervenzehrenden Schwüle hielt ein Wagen auf der Hauptstraße vor dem einzigen Hotel. Seine Ankunft wurde kaum bemerkt. Jeder, der in der Lage war sich zurückzuziehen, hatte sich einen möglichst schattigen Platz gesucht und hielt Siesta.

Der Fremde holte eine Reisetasche aus dem Kofferraum. Er stieg die drei Stufen zur Veranda hinauf, öffnete die Tür und trat ein.

Jimmi Shulman, einer der wenigen, die ihn ankommen sahen, berichtete später, dass die Kälte, die der Mann ausstrahlte, ihn derart erschütterte, dass er das Gefühl nicht loswurde eine eisige Klammer hätte sich um sein Herz gelegt.

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Max würde nie den Sommer vergessen, in dem er wie durch Zufall die Magie entdeckte.

Es war einer der wenigen Regentage dieses weit entfernt liegenden Sommers, an dem Max seine lebensverändernde Begegnung hatte. Danach war nichts mehr wie es war, oder wie es hätte sein sollen. Max verlor alles, was ihm bis dahin wichtig gewesen war. Seine Familie, Freunde, sein Zuhause und das Mädchen, das er liebte.

Die Magie ist eine besitzergreifende Geliebte. Sie eröffnete Max eine neue Wunderwelt und darin eine weitere Welt und eine weitere dahinter. Max wusste, dass er nicht alt genug werden würde, um jede dieser Welten zu sehen, aber er konnte sich an den Schmerz erinnern, den er verspürte, als er bemerkte, dass es keinen Weg zurück gab und er nie wieder an sein altes Leben anknüpfen konnte. Dieser Schmerz würde niemals heilen.

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Das Jahr fließt in den Herbst

Silbernebel schweben auf Feldern

Die Kiefern träumen schweigend

In der Stille des Morgens

Die an wilderen Tagen

Unter der Hand des Windes

Ihre Geschichten erzählen

 

Nur der Bach springt

Mit leisem Murmeln über Steine

Blaue Himmelsplitter ausgestreut

Achtlos vermischt mit Wolkenstückchen

Laub knistert unter Füßen

Es riecht nach Erde und Wasser

Spinnennetze behangen mit Perlentau

 

Nachdenklich wandere ich

Den Weg entlang ohne dich

Du bist nur Erinnerung

An einen fernen süßen Sommer

Der mich hoffen ließ

Doch wie das Jahr verweht

Gingst du leise ohne mich

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Liegt Langeweile auf der Hand
Stört die Fliege an der Wand
Nicht so wie der Sand
Verrinnt im Glas der Stunde
Ach lass mich noch`ne Runde
Schlafen

Ich glaube, diese Zeilen sind mir deswegen eingefallen, weil heute mein erster Urlaubstag ist. Ich hatte mir keinen Wecker gestellt, wurde dann aber ziemlich unsanft von meiner Tochter aus dem Bett geworfen, weil sie dringend zum Bahnhof musste. Erster Tag eines Seminars 🙂 und schließlich möchte Mama nicht, dass das Kind zu spät kommt. Ich bin froh, dass mich niemand gesehen hat – oder zumindest nur im Vorbeirauschen. Halb im Schlafanzug, die Haare auf Sturm – aber !!! Zähne geputzt. Zum Glück ist Sommer. Schlimmer war es im Winter bei minus 10 Grad, aber bis dahin ist das Seminar längst vorbei.

Und ich habe meine 6 Zeilen für mein 365-Tage-Projekt. Ob die Musen solche Sonderfälle vorgesehen haben? *g*

Euch allen einen wunderschönen Tag und einen guten Start in die Woche.

Eure Caro

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ABCDarium: Sommer

A: Affäre
B: Blütendolden
C: Charme
D: Dämmerung
E: Erdbeeren
F: Flussufer
G: Gartenmauer
H: Herzflimmern
I: Irrgarten
J: Julimond
K: Küsse
L: Lust
M: Mittagspause
N: nass
O: Odeur
P: Postkarten
Q: Quallen
R: Ruderboot
S: Strandläufer
T: Traumstunden
U: Urlaubsliebe
V: Verführung
W: Wiesen
X,Y,Z: Zauber

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Die Hitze der letzten Tage hat die Luft mit den Aromen des Sommers angefüllt. Es duftet nach reifem Korn, erinnert mich fast etwas wehmütig an den Herbst, gemähtem und vertrocknendem Gras. Angereichert mit den Essenzen sterbender Blüten. In einer anderen Zeit wird mich der Duft immer an diesen besonderen Sommer erinnern, in dem ich alles viel stärker fühlte, Glück, Unglück, Farben, Düfte, Musik, mich selbst.

Ich sitze auf dem Balkon, lausche in die sternklare Nacht. Von den nahen Teichen höre ich die Frösche quaken, einige Grillen zirpen im Gras, scheinbar selbst erschöpft von der Hitze des Tages. Nur die Fledermäuse huschen in einem rasanten Tempo durch die samtene Nacht, auf Beutezug. Alles andere geht langsam vor sich. Jede Bewegung, sogar die Gedanken verlangsamen sich in diesem südlich anmutenden Sommer. Ich frage mich, teils bang, teils neugierig, ob ich diese betörenden Gefühle über die Grenze des Herbstes in den Winter tragen kann, oder ob es mir nicht vergönnt sein wird, nachdem ich mich so lange danach gesehnt habe.

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Liebe und geschätzte Leser/innen,

ich möchte mich einfach mal zwischendurch bedanken! Für euer anhaltendes Intresse, eure Kommentare und Anregungen!

Ich bin jedesmal erfreut und begeistert. Da macht das Schreiben und Posten doppelt so viel Spaß.

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Sommer und viele Inspirationen für eure Projekte, wo auch immer es euch hinweht. 🙂

liebe Grüße

Eure Caro

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