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Posts Tagged ‘Sehnsucht’

Du bist meine blaue Stunde

Traum zwischen Tag und Nacht

Dein Duft flutet meine Gedanken

Deine Augen halten meinen Blick

Deine Hände legen Feuer auf meine Haut

 

Du bist meine blaue Stunde

Lässt meine Fantasien blühen

Niemand wird es wissen

Es ist nur ein bittersüßer Traum

Der meine Nächte ausweitet

 

Du bist meine blaue Stunde

Geboren in ungezählten Stunden

Aus Einsamkeit und Sehnsucht

Deine Worte wurden mein Verlangen

Löschten alles andere aus

 

Du bist meine blaue Stunde

Bist mein und doch nie mein

Ich darf dir nicht gehören

Doch mein Herz besitzt du schon

So wird es immer sein

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Schreibe über den Sound, die Farbe, den Geruch/Geschmack von Einsamkeit.

Lullabye

Julies Hände zittern, krampfen sich um das Lenkrad. Sie fährt rechts ran. Der Song erwischt sie eiskalt.

“Goodnight, my angel
Time to close your eyes
And save these questions for another day
I think I know what you’ve been asking me
I think you know what I’ve been trying to say
I promised I would never leave you
And you should always know
Wherever you may go
No matter where you are
I never will be far away
Goodnight, my angel
Now it’s time to sleep
And still so many things I want to say
Remember all the songs you sang for me
When we went sailing on an emerald bay
And like a boat out on the ocean
I’m rocking you to sleep
The water’s dark
And deep inside this ancient heart
You’ll always be a part of me
Goodnight, my angel
Now it’s time to dream
And dream how wonderful your life will be
Someday your child may cry
And if you sing this lullabye
Then in your heart
There will always be a part of me

Someday we’ll all be gone
But lullabyes go on and on…
They never die
That’s how you
And I
Will be …

Die letzten Töne verklingen. Tränen laufen ihr die Wangen herunter, sammeln sich in ihren Mundwinkeln, tropfen auf das T-Shirt. Das Salz wird ihr bitter auf der Zunge. Julie schluckt sie herunter. Hofft, dass die Bitternis den Schmerz überflügelt und endlich heilt.

Er schickte ihr das Lied eines Nachts, als Julies Sehnsucht sie fraß und die Einsamkeit so tiefschwarz war, dass sie dachte, ihr Herz würde brechen. Es beruhigte sie, legte sich, wie seine sanfte Hand, auf ihre Seele.

Doch dann – Dinge geschehen – manche große Lieben dürfen nicht sein. Zur falschen Zeit am falschen Ort. Ein ängstliches Herz, Schuld, Verpflichtung. Niemand ist eine Insel. Das Leben geht keine geraden Wege.

„Wir dürfen uns nicht mehr sehen. Sie hat bemerkt, dass etwas anders ist.“

Julie blieb stumm. Sie nickte verständnisvoll. Vor diesem Moment hatte sie sich gefürchtet, gehofft er würde niemals kommen. Sie dachte an die andere Frau, die ältere Rechte hatte, die im Rollstuhl saß und seine Hilfe brauchte. Er hatte sie nicht im Unklaren über seine Situation gelassen. Julie wusste, vorauf sie sich einließ und sie tat es mit ganzem Herzen. Sie wollte ihn und war bereit jede Konsequenz zu tragen.

Julie dachte an den zauberhaften Moment ihrer ersten Begegnung. Sie waren in einem Buchladen zusammengestoßen. Ihr fielen die Bücher aus der Hand. Er hob sie auf. Ihre Blicke begegneten sich. In Julies Brust entzündet sich ein Funke, der ihr Herz in Flammen setzte.

Das Feuer brennt noch immer. Weder Entfernung, Stille, nicht Vernunft änderten etwas daran. Tausend Mal sagte sich Julie, dass es gut war. Besser früher, als später. Doch nichts überdauert länger, als unerfüllte Liebe. Die ungelebten Möglichkeiten, ungetauschten Küsse und Zärtlichkeiten, die unausgesprochenen Liebesschwüre, die nicht durchliebten Nächte, nicht gefühlten Ekstasen. Da war der Traum von etwas anderem. Eine Sehnsucht, die nichts löschen konnte.

Immer wieder sah Julie seine strahlenden Augen, das Lächeln, das ihr Herz im Sturm erobert hatte, vor sich. Sie konnte seine sanfte dunkle Stimme nicht vergessen, seine zärtlichen Lippen und die schönen Hände.

Julie atmete tief durch, wischte sich energisch die Tränen aus dem Gesicht. Er war dort draußen, irgendwo. Sie liebte ihn. Es gab kein Ende ihrer Gefühle.

Unerfüllte Liebe stirbt nicht an Gewohnheiten, Streit und Desillusionierung. Sie mag mit der Zeit ein wenig verblassen, aber am Ende lässt der Gedanke „was wäre gewesen wenn“ einen nicht los.

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Ich sitze beim Essen. Die Kerze strömt einen sanften Duft aus. Musik läuft im Hintergrund. Meine Kehle wird eng, schnürt sich immer weiter zu, bis die ungehörten Schreie mir als Tränen in die Augen steigen. Ich esse. Kann nicht aufhören.

Tränen rinnen mir über die Wangen. Sie verschmelzen mit dem Essen auf der Gabel. Ich schmecke die Einsamkeit auf meiner Zunge, schlucke sie mit jedem Bissen. Mühsam versuche ich die Tränen zu unterdrücken, sie abzuwischen. Es kommen immer neue. Der Strom endet nicht, wenn der Damm gebrochen ist.

Ich spende Trost, bin da, wenn man mich braucht, lache und bin gutgelaunt, halte alles aus, was man mir auch aufbürdet, ich bin stark. Bis der Augenblicke kommt in dem ich es wieder erkenne – ich bin allein. Mehr als das. Ich bin einsam. Eisige, gefrorene Einsamkeit, die alles lähmt, mir alles nimmt.

Das Monster bricht aus seinem gut gehüteten Gefängnis. Es schlägt seine Krallen in den letzten Rest Hoffnung. Mit seinem gierigen Maul verschlingt es jedes andere Gefühl. Taucht jeden Sinn in abgrundtiefe Finsternis.

Ich bin allein mit meinem Schmerz, meiner Traurigkeit, meiner Sehnsucht nach Liebe, Händen, die mich halten. Getrennt von allen Menschen löst sich die Camouflage der Fröhlichkeit in der Lauge aus Einsamkeit und Qual. Ich werde unsichtbar. Kein Wort wird noch gehört. Kein Schluchzen ist es wert sich umzudrehen.

Ich esse, schlucke salzige Tropfen. Kann nicht aufhören. Muss immer weiter trinken. Den Schmerz meiner Seele herunterwürgen, bis mir das Herz zerbricht und ich endlich frei sein kann. Nur noch ein Hauch, der vermischt mit den Morgennebeln entschwindet im Licht der aufgehenden Sonne.

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Mein Liebster,

lange Zeit war ich in einen Schutzmantel gehüllt. Ließ niemand meine Tränen, meine Trauer sehen. Zu oft wurde ich verletzt, mein Herz und meine Seele trugen unzählige Narben. Auch wenn ich dir zurückhaltend und schüchtern vorkomme, es ist nur ein Rest Vorsicht und Unglaube, dass ich diese Gefühle erlebe. Ich weiß nicht was geschehen ist, wann genau dieser Moment eintrat, als du begonnen hast meine Mauer einzureißen. Doch was ich weiß ist, dass sich die Dinge verändert haben.

Der Tag ist heller, die Nacht geheimnisvoller. Die Freude ist größer, der Schmerz stärker. Ich fühle mich stark, während ich in deiner Nähe schwach werde – Wachs in deiner Hand. Wenn du mich auf deine besondere Weise anschaust, spüre ich den leidenschaftlichen Herzschlag, den ich so lange vermisste. Deine Hand in meiner fühlt sich so vertraut und richtig an, als wäre es nie anders gewesen.

Deine Begeisterung und deine Leidenschaft für die Dinge des Lebens zu sehen, erfüllt mich mit Freude und steckt mich an gemeinsam mit dir auf Entdeckungsreise zu gehen. Ich verstehe deinen Humor und liebe es mit dir zu lachen. Wenn deine Finger und deine Lippen meine Haut berühren, erwacht eine Sehnsucht in meinem Inneren, die nach Erfüllung – Vereinigung sucht.

Ich habe Angst davor dich zu lieben, weil ich meinen Schutz aufgeben muss. Ich will dich lieben und kann es nur ganz tun, mich dir völlig öffnen und hingeben, mit allem was ich habe und bin. Du hast die Tür aufgebrochen und wenn ich über diese Schwelle gehe, gibt es kein Zurück. Nur noch dich und mich.

Deine Geliebte

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Thema: Farbe

Blau. Meine Farbe der Sehnsucht. Sehnsucht nach dem Himmel, dem Meer, der Weite. Blau mischt sich mit Gelb zu den herrlichsten Grüntönen, den Wäldern, Wiesen, Blumen und Pflanzen. Mit Rot zusammen ergeben sich die verschiedensten  Violetttöne. Die Farbe der Leidenschaft.

Ich könnte im Blau schwelgen, mich darin auflösen. Hier zu ein kleines Gedicht, das vielleicht mehr sagt, als die paar Zeilen oben.

 

Du

 

Du bist wundervollstes Meeresblau

Mal sanft mal rau

Du schmeckst herb und süß

Schwer Wein und klares Wasser

Du riechst nach Sternennacht und satter Erde

Nach frühem Morgen und Sommergewitter

Du bist die Brise auf meiner Haut

Der Funke der das Feuer entfacht

Du klingst nach „La Mer“ und Tango

Nach Wellenrauschen und Flüstern der Bäume

Du ziehst mich an mit deinem besonderen Blick

Erschütterst meine Welt mit deinem Kuss

Du kamst auf leisen Sohlen nahmst mich im Sturm

Herz über Kopf lass ich mich fallen

In deine offenen Arme

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Herzschmerzwurm, der: Er ist klein, ca. drei Millimeter. Dünn, wie ein Nähfaden. Glatt, glänzend schwarz. Das Auffälligste am H. sind die scharfen Zähne, die es ihm ermöglichen sich durch das Fleisch bis ins Herz zu fressen, wo er sich einnistet und Löcher und Gänge bohrt, um das Blut auszusaugen. Er ernährt sich von der Sehnsucht nach Liebe, gräbt die Hoffnung ab, lässt die Leidenschaft versiegen. Der H. verursacht Zweifel an der Liebe, entzündet Angst und Misstrauen, fördert Zynismus und Nörgelei. Hat er sich im Herzinneren festgesetzt, ist es beinahe unmöglich ihn wieder vollständig zu entfernen. Die einzige Möglichkeit zu genesen ist einer wirklich liebenden Seele zu begegnen, die durch Ausdauer und Entschlossenheit die Wunden schließt und den H. aushungert.

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Was ist es das mich drängt
Mein Herz versengt
In Schutt und Asche legt

Liebe Leid und Sehnsucht
Liebe unerfüllt und unerwidert
Leiden an gebrochenem Herzen

Sehnsucht nach dir
So weit fort von mir
Selbst wenn du da bist

Mir ganz nah bist
Spür ich die Mauer
Die uns trennt

Dich ganz umschließt
Ich renn dagegen an
Merke irgendwann

Dass ich ebenso gefangen bin
In meiner Liebe zu dir
Wie du in deinem Leben

Eingezwängt in Verpflichtung und Vergnügen
Ohne freien Platz
Für eine warme Seele

Du sagst mir
Du bist frei wie der Wind
Und hängst an tausend Fäden

Du sagst mir
Du bist anders als die Masse
Verstrickst dich in tausend Konventionen

Du beantwortest mir meine Fragen
Hinterfragst doch nichts
Gefesselt an das Karussell deines Lebens

Willst so viel mehr
Mehr sehen, mehr hören, mehr lieben
Die Zeit rennt dir ungelebt davon

Läufst hinter her
hältst nicht an
Beherrscht von Angst das Beste zu versäumen

Siehst keine Schönheit am Wegesrand
Ich weine um dich
Ohne dich zu halten

Ich liebe dich
Ohne dich zu heilen
Nichts hält dich auf

Liebe ist für dich nur Pflicht
Eine Last, die dir den Atem nimmt
Dich abhält von den wichtigen Dingen

Ich zeige dir meine Liebe
Geb dich frei
Und mich

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Lieber Rilke,

warum du es bist, dem ich einen Brief schreibe, magst du dich fragen? Du bist der Dichter meines Herzens. In deinen Versen finde ich mich wieder. Sie rühren mein Herz, dringen tief in meine Seele. Sie sprechen von Liebe, unendliche Liebe. Wie sehr sehne ich mich danach, ich glaube, du hast es gewusst. Du hast das Gefühl gekannt, wie es sich anfühlt, ineinander aufzugehen, den Atem des anderen zu trinken, reines Gefühl sein – gleichgültig, ob dieser Rausch uns in den Abgrund stürzt oder in den Himmel hebt. Du musstest es tun, so wie ich nicht anders kann.

Wenn ich liebe, kann ich es nicht halb. Ich kann meinen Verstand nicht erhören, auch wenn ich weiß, dass mich meine Leidenschaft verschlingt, mein Leben völlig auf den Kopf gestellt wird. Ich muss mich hingeben – nichts ist wichtiger, einzig die Liebe.

Kein Geld, kein Erfolg, kein Ziel kann die Liebe aufwiegen. Nur sie erfüllt mich so vollständig, lässt mein Herz rasen, mein Blut kochen, meine Gedanken, wie Wirbelwinde dahinstürmen. Liebe erschafft – ist der Treibstoff der Musen – Liebe zerstört.

Liebeslied von R.M.Rilke

Wie soll ich meine Seele halten, dass
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand? O süßes Lied.

Wie soll ich meine Seele halten, wenn mich die Liebe überwältigt? Ist es nur die Anziehung des Neuen, fremder Haut? Oder ist es tiefer, eine lang herbei gesehnte Seelenverwandtschaft, die sich aufschwingt, bis die Kraft erlahmt und ausbricht?
In diesen Augenblicken, wünsche ich mir weise und abgeklärt zu sein. Mir zu sagen, lass die Finger davon, du weißt, dass es ein gefährlicher Weg ist. Doch mein Körper erinnert sich an die euphorischen Gefühle, den Höhenflug, die Energie, die mein Schreiben antreibt. Wer kann der Liebe widerstehen?

Folgen wir unseren Gefühlen, dann können sie unser Leben aus allen Angeln heben, folgen wir ihnen nicht, zehrt uns die Sehnsucht aus. Immer ist da diese Frage: Was wäre wenn?

Aus Traumgekrönt von R.M.Rilke

Und wie mag die Liebe dir kommen sein?
Kam sie wie ein Sonnen, ein Blütenschnein,
kam sie wie ein Beten? – Erzähle:

Ein Glück löste leuchtend aus Himmeln sich los
und hing mit gefalteten Schwingen groß
an meiner blühenden Seele…

Das war der Tag der weißen Chrysanthemen, –
mir bangte fast vor seiner schweren Pracht…
Und dann, dann kamst du mir die Seele nehmen
tief in der Nacht.

Mir war so bang, und du kamst lieb und leise, –
ich hatte grad im Traum an dich gedacht.
Du kamst, und leis wie eine Märchenweise
erklang die Nacht…

Der Virus Sehnsucht. Er schlummert tief im Herzen. Plötzlich rührt ihn jemand an und es geschieht. Der Virus breitet sich unaufhaltsam aus. Erfasst jede Zelle unseres Körpers. Verliebtsein ist der aufregendste Zustand, in dem wir uns befinden können. Er ist einfach da. Ohne Sport, Siege, Erfolgserlebnisse. Einfach so. Der Funke springt über und der Virus ist nicht aufzuhalten.

Lieber Rilke, Herzensdichter, ich glaube du kannst verstehen, wie es ist, diese unfassbare, schwindelerregende, lichterloh brennende Liebe zu spüren. Was auch passiert, es fühlt sich so verdammt gut an! Alle Sinne geschärft, der Körper aufgeladen mit Energie, ein Übermaß an Inspirationen im Kopf, die jubelnde Seele.

Es gibt noch vieles, dass ich mit dir bereden möchte, und wer weiß, eines Tages …

Dir zugetan auf ewig

Deine Lea

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Ich habe Angst, dass es mich zerreißt. Keine Minute des Tages, in der meine Gedanken nicht zu ihm abschweifen. Seine Augen, sein Mund. Wie riecht sein Haar? Wie wäre es, wenn er mich küsst? Wie fühlt sich seine Haut auf meiner an, er in mir? Ich werde es nicht erfahren. Wir werden nie zusammen sein. Du kennst meinen Namen nicht, nicht mein Gesicht. Nur aus der Ferne darf ich dich begehren. Muss mich der verzehrenden Sehnsucht ergeben, weil ich dich niemals haben kann.

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Das Leben findet draußen statt.

Ich sitze hier und warte.

Sehe zu wie die Zeit vergeht,

Die Sonne ihre Bahn ums Haus zieht.

 

Ich höre die Geräusche des Tages,

Die Hektik der Welt vor meinem Fenster.

Ich sitze hier und warte.

Allein mit meinen Träumen,

Einsam in meiner Sehnsucht.

 

Manchmal eilt jemand vorbei.

„Hallo wie geht`s –

Ich muss wieder los.“

 

Ich sitze hier und warte.

Lausche der lautlosen Zeit.

Entschwinde mit ihr,

in ihrem eigenen Takt.

 

Eine Autotür fällt zu.

Eine Frau beschwert sich.

 

Ich lebe auf einer Insel,

im Fluss des Lebens.

Es pulsiert um mich herum,

stößt zuweilen ein Seufzen aus

wird von der Strömung verschluckt.

 

Der Spatz sitzt auf dem Balkon.

Die Katze lauert ihm auf.

Atemlos, gespannt,

gesprungen und verfehlt.

 

Einsamkeit sickert in meine Tage,

pechschwarz und zäh,

kriecht sie durch jede Zelle,

windet sich in meine Gedanken,

betäubt meine Seele.

 

Höre das Brummen eines Flugzeugs,

über den Wolken.

Freiheit grenzenlos, bis zum Horizont,

in meinen endlosen Träumen.

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