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Posts Tagged ‘schlechtes Gewissen’

Tagebuch von Rowenna Anderson

09.09.2015

Warum gibt es nur jedes Mal Streit mit Paps, wenn es um seine Nachforschungen geht? Ich will mich nicht streiten, aber er ist so bockig, wie ein kleines Kind. Dabei bitte ich ihn nur darum vorsichtig und nicht so vertrauensselig zu sein.

Wenn ich daran denke, dass er bei seinem letzten Einsatz beinahe gestorben wäre, läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken herunter.

Dabei will ich doch nur, dass er nicht unbewaffnet loszieht. Nicht nur wegen der obskuren Gestalten, die bei Nacht lauern, sondern auch wegen seiner mehr als mysteriösen Auftraggeber.

Heute habe ich ihm vorgeschlagen einen Bodyguard einzustellen. Hätte ich gewusst, was dabei herauskommt, ich hätte es gelassen.
Jetzt muss ich ihn austricksen, damit er sicher ist. Ich habe ein schlechtes Gewissen, ich habe Paps noch nie angelogen, gut das eine Mal, aber das war nur eine Kleinigkeit im Gegensatz dazu. Eine winzige Notlüge – oder eine kleines Vorenthalten der Wahrheit.

Ich versuche mir einzureden, dass in dem Fall der Zweck die Mittel heiligt, aber ich hoffe, er bekommt es niemals heraus. Das würde er mir nicht verzeihen.

Er sagt immer: du kannst Mist bauen so viel du willst, aber bitte sag mir die Wahrheit. Ja, Paps ist ein Ehrenmann, aber ein leichtsinniger. Er lebt einfach in seiner eigenen Welt, die von Feen, Elfen und allerlei ungewöhnlichem Volk bewohnt wird, nur dass diese Wesen nicht so nett sind, wie er es gerne sehen würde.

Das letzte Mal konnte ich die Gefahr gerade noch abwenden, aber was ist, wenn ich mal nicht stark genug bin? Dieses Risiko kann ich nicht eingehen. Wenn ich Paps auch noch verliere, bin ich ganz allein. Ich brauche dringend Unterstützung.

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Ich habe ein schlechtes Gewissen! Ich wollte längst einen neuen Text einstellen, aber (das musste jetzt kommen) „es läuft“ gerade. Die Schreiber unter euch wissen wie das ist. Du hockst stundenlang am PC, drischt die Worte in die Tasten, liest, korrigierst, passt an, schreibst weiter … ein Kreislauf – wenn man sich gerade in diesem Flow-Modus befindet hat man den Tunnelblick. Du vergisst die Zeit, die Menschen um dich herum, hetzt von einem Termin zum anderen, nur um schnell wieder an deinen Schreibtisch zu kommen.

Vor zwei Tagen habe ich die Pizza erst in den kalten Ofen gestellt und später in den zu heißen Ofen. Sowas nennt man dann Ofensteinpizza. Etwas Erholung und Erdung hat mir der Schreibkurs am Freitagabend gebracht. Gedanken auf anderes konzentrieren – auf „anderes“ Schreiben konzentrieren 😉 . Aber es war eine willkommene Abwechslung eine Gruppe redefreudiger Menschen um sich zu haben, die frischen Wind von außen mitbrachten.

Zur Zeit schreibe ich an meinem neuen Dark-Fantasy-Roman, korrigiere den fertigen Roman (wenn ich gerade nicht mehr kreativ entwickeln kann) habe meinen Band mit erotischen Kurzgeschichten/Lyrik beinahe druckfertig. Es sind tolle Zeichnungen drin! Freut euch – kommt in etwa zwei Wochen raus. Endlich! Dann beginnt auch mein Schreibkurs „Lebenserinnerungen schreiben“ in Friedberg. Ein neuer Kurs ist immer eine Herausforderung und ich bin schon sehr neugierig mit welchen netten Teilnehmern ich arbeiten darf.

Morgen steht ein Interview mit der Buchhändlerin meines Vertrauens an. Den Beitrag könnt ihr in der neuen Literaturzeitschrift „Die Schreibmaschine“ vom Charles Verlaghttp://www.charlesverlag.de/schreibmaschine.html  – lesen. Erste Ausgabe für Februar geplant. Ein Autorenporträt steht auch auf meiner Liste. Eine spannende Sache! Mit den Menschen zu sprechen, die die Leidenschaft für Literatur zu ihrem Beruf gemacht haben. Das Jahr 2015 wirft wirklich große Schatten voraus. Was mich betrifft in der Form von aktuell 4 Lesungen. (Ich werde euch brühwarm berichten wie es war!) Die erste Ende März.

Es gibt viel zu tun, also ran – schließlich muss ich, neben all den aufregenden, noch ein paar alltägliche Dinge erledigen 😉 , während ich heimlich, in einer Ecke meines Hirns, mit Wörtern um mich werfe.

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