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Posts Tagged ‘Romane’

Der Schreibtisch ist leer. Keine Notizzettelchen, keine Schmierblätter oder Ähnliches. Das Buch ist fertig. Kein Grund die Überreste liegen zu lassen, was geschrieben ist, ist geschrieben und was fehlt, wird nicht hinzugefügt werden. Sollte da noch etwas sein, dann wird es in einem anderen Buch auftauchen oder im Notiznirwana landen.

Pinnwand

Das beunruhigt mich nicht. Ich habe so viele Ideen, dieses Leben wird nicht reichen, aus allen Romane zu machen. Mit einem fertigen Buch haben sich Ideen für weitere ergeben. Ich gebe zu, ich bin nicht die schnellste Schreiberin. Es gibt so viel, das ich tun möchte und mit dem ich mich beschäftige – davon abgesehen, dass ich auch ab und zu mal arbeiten muss und Zeit mit meinem Mann (und Freunden) verbringen möchte.

Die Kinder sind aus dem Haus und ich habe den Zustand erreicht, in dem ich Dinge tun kann, die ich mir schon immer gewünscht habe. Reisen, lernen, Museen besuchen, Fotografieren, mich mit Kunst beschäftigen und welche machen – und Bücher schreiben.

Nach Gesprächen mit sehr fleißigen Kollegen habe ich festgestellt, dass ich trotz mehrerer Bücher immer noch sehr intuitiv schreibe. Es gibt Luft nach oben, bei Planung, Recherche usw. Ich arbeite daran. Schreiben ist meine Leidenschaft und ich werde nicht damit aufhören, solange ich es kann. Und so wird es ein neues Buch geben.

Pinnwand voll

Die Geschichte steht, sie ist schon weit fortgeschritten, ein großer Teil der Recherche ist gemacht, und ich freue mich darauf sie zu Ende zu schreiben. Nach den Erfahrungen mit dem letzten Buch wird es sicher schneller fertig werden. Immerhin, es gibt weitere Romane, Geschichten und Gedichte zu schreiben.

Doch es gibt noch etwas anderes: Den Wind auf der Haut, das Rauschen des Meeres und die Stille hören, das Blau des Himmels sehen, Lieben und Leben. Freude!

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Ihr Lieben,

das neue Jahr naht mit riesen Schritten und wie das so ist – gute Vorsätze müssen ran. Es bietet sich an – vom 25.12 bis zum 6.01. sind die Raunächte, eine Zeit der Einkehr und der Stille. Wie aus dem mythologischen Brauchtum hervorgeht, eine gute Zeit sich Gedanken zu machen. Das Alte auszuräuchern und das Neue willkommen zu heißen. Wie sagt das Sprichwort: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.

Auf Jacqueline Vellguths Blog habe ich einen interessanten Beitrag gefunden: 12 Bücher in 12 Monaten

Ein bewundernswerter Vorsatz und ich werde Jacquelines Fortschritt aufmerksam verfolgen. Ich glaube, 12 Bücher in einem Jahr werde ich nicht schaffen, aber ich lasse mich gerne anstecken und habe meinen persönlichen Zieleplan aufgestellt.

Bis zum Ende des Jahres gibt es noch einigen „Kleinkram“ zu erledigen – Buchüberabeitung abschließen, Blog auf Fordermann bringen, zwei Flyer entwerfen, ein Konzept für ein Schreibwochenende fertig schreiben, und das ist allerdings schon die Vorplanung für das neue Jahr: zwei Exposes für zwei Projekte anfertigen, die schon in den Kinderschuhen stecken und die ich, plus meinem zweiten Fantasy-Roman, im ersten Halbjahr schreiben will.

Ihr habt richtig gezählt: drei Bücher in einem halben Jahr. Da ich nicht nur schreibe, sondern auch Schreibkurse leite, arbeite und einen 4 Personenhaushalt betreibe, ab und an Freizeit und mit Freunden treffen sollte auch noch drin sein, habe ich das erste halbe Jahr gut durchgeplant.

Da mir diese drei Romane sehr wichtig sind, freue ich mich darauf anzufangen. Bis zum Jahresende habe ich  noch drei Wochen Zeit einige Vorarbeiten abzuschließen, damit ich mich auf die Geschichten konzentrieren kann. Ob ich es schaffe, weiß ich nicht – aber das Ziel im Auge zu behalten wird bestimmt eine Hilfe sein. 🙂

Ich wünsche euch eine besinnliche Zeit und mögen sich eure Wünsche erfüllen

Caroline

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Mein Herz schlug bis zum Hals und meine Knie zitterten. Der Aufprall war bei geringer Geschwindigkeit erfolgt, hatte aber einen heftigen Ruck erzeugt, sämtliche Habe in meinem winzigen Auto durcheinandergewirbelt und mir einen ordentlichen Schreck durch die Glieder gejagt.

Nun stand ich neben dem Besitzer des angestoßenen SUV, starrte auf die Stoßstange seines Wagens und suchte nach einem Kratzer. Da war nichts, während sich bei Morris die Motorhaube nach oben gewölbt hatte.

„Also, wenn es mein Wagen wäre, würden wir beide jetzt einsteigen und weiterfahren“, sagte mein Unfallgegner, „aber leider ist es ein Firmenwagen, den muss ich ihn die Werkstatt bringen.“

Ich nickte gottergeben und nahm seine Visitenkarte entgegen. Daraus konnte ich seinen Beruf und die Firma ersehen, für die er arbeitete. – Das wird ein teurer Spaß. Nur weil ich mit meinen Gedanken nicht ganz bei der Sache war. Verdammt. – Ich zog meine Visitenkarte aus der Geldbörse und gab sie ihm. Er lächelte und bedankte sich. – Dafür, dass er ein hohes Tier bei einer Bank ist, ist er nett. –

„Wir hören voneinander“, er nickte mir zu und ein spitzbübisches Grinsen huschte über seinen Mund, „nicht, dass sie mich in einem ihrer nächsten Romane ans Messer liefern.“

Erstaunt zog ich die Augenbrauen hoch, dann musste ich grinsen.

„Einen Schriftsteller sollte man sich auf keinen Fall zum Feind machen. Wir konstruieren den perfekten Mord. – Zumindest auf dem Papier.“

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11.November. Tag elf des National-Novelle-Writing-Month. 18699 Worte. Alles läuft. Jeden Tag schreiben. Es geht mir super. Was ist zwischen dem 31.Oktober und dem 1.November passiert?

Ich kann mich kaum erinnern, wann ich den letzten Text geschrieben habe, mit dem ich zufrieden war und der mir leicht von der Hand ging.

Max Frisch schrieb in seinem Buch „Entwürfe zu einem dritten Tagebuch“: Ein fast unüberwindlicher Ekel vor der Schreibmaschine, Versuche mit Handschrift, einmal auch mit dem Tonband, aber das hilft nicht – Muss ich was zu sagen haben? … Ich weiß nicht, was los ist.

Es war eine Erleichterung, als ich es las. Auch die Besten haben Schreibhemmungen. Und der Gedanke: Muss ich was zu sagen haben … den stelle ich mir bei jedem Text, jeder Zeile. Gab es nicht jemand vor mir, der es besser geschrieben hat? Ich gebe mich keinen Illusionen hin. Bestimmt.

Meine Freundin rief mich an. „Du ich habe ein ganz tolles Buch gelesen. Es war so komisch, der Konflikt zwischen den Figuren so gut geschrieben. So ein Buch würde ich auch gerne schreiben. Ich bin auf der Suche nach der ultimativen Geschichte.“ – Genau mein Gedanke, wenn ich zum Beispiel Frankenstein von Shelley lese. Wo finde ich die ultimative Geschichte?

Wenn man Georges Polti glauben darf, gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Plots. Er zählt 36 Master Plots auf. Mit Fantasie mixt man aus den 36 noch ein paar weitere zusammen. Heißt, danach ist Schluss. Hat man die geschrieben, fängt man wieder von vorne an, ganz pragmatisch gesehen. Also woher kommt die ultimative Geschichte? Bei über 95.000 Neuerscheinungen im Jahr ist die Möglichkeit, dass sich die Plotmuster wiederholen nicht gerade gering.

Vor drei Tagen habe ich meine Texte durchforstet. Ich wollte wissen aus wie vielen Anfängen ich Romane schreiben könnte. Nach einigen Stunden hatte ich siebzig Anfänge und dabei sind das nur die Anfänge, die ich schon weitergedacht habe (Teilrecherchen, Notizen, Charakter). Doppelt so viele, wie Plotmöglichkeiten und natürlich wiederholen sich die Plots.

Na super! Was sagt mir das? Ich sollte meine Plotideen etwas weiter streuen? Eine gute Idee. Aber ich gebe zu, es gibt Geschichten, die ich nicht unbedingt schreiben möchte. Zum Beispiel lese ich ganz gerne Thriller und Krimis, aber sie zu schreiben, ist nicht so meins. Im Grunde ist die einzige Option, die ich habe, wenn ich auf der Suche nach der ultimativen Geschichte bin, dass ich meine Ideen so gut umsetze wie möglich. Dass ich mein Herzblut und meine ganze Fantasie in die Geschichte stecke, egal wie oft ich diesen Plot schon benutzt habe.

Was bleit mir übrig? Es gibt nur schreiben oder nicht schreiben. Und Letzteres kommt in meinem Universum nicht vor. Ich habe ab und an diese Sinnkrisen. Klar, welcher Schriftsteller nicht?! Aber am Ende zählt einfach nur das Durchhaltevermögen und an sich zu glauben, egal ob es andere tun oder nicht. Über Henry Miller wurde geschrieben: er schrieb überall. Dauernd hörte man seine Schreibmaschine klappern.

Der NaNo ist für mich jedes Jahr die Möglichkeit ein Buch zu schreiben. Ich weiß nicht, was es ist? Ich glaube, es ist die Freiheit einfach drauflos zu schreiben. Ich denke nicht an Plots, Charaktere, Sinn oder Unsinn der Geschichte, nur an das Ziel. 50000 Worte in 30 Tagen. Und siehe da, im Laufe des Schreibens entwickelt sich die Handlung, die Figuren, die Sets, wie von Zauberhand. Während des Jahres schreibe ich mir manchmal auf, über was ich während des NaNo schreiben könnte. Aber bis jetzt waren das nie die Geschichten, die ich letzten Endes geschrieben habe. Es waren immer spontane Einfälle.

Wenn ich meine siebzig Anfänge alle zu Geschichten verarbeiten will, muss ich entweder noch siebzig Jahre NaNo schreiben. Das wird selbst bei guter Gesundheit schwierig für mich, schließlich bin ich nicht mehr zwanzig. Oder ich nehme mir persönlich mehrere NaNo – Monate im Jahr vor. Also bei jedem Monat NaNo wäre ich in fünf Jahren mit den 70 Anfängen durch. Andererseits sind sich einige der Anfänge sehr ähnlich. Ich habe eine, wie soll ich sagen, Favoritenliste gemacht und bin auf die magische 36 gestoßen. 36 Anfänge, die ich noch der „Wichtigkeit“ nach einteilen müsste. Jeden zweiten Monat ein NaNo, sechs Romane in einem Jahr, fertig in sechs Jahren.

Guter Plan. Mathematisch gut gedacht. Aber ich kenne meine Zweifel, meinen Schweinehund, außerdem produziere ich zwischendurch noch neue Ideen, von den zurückgestellten Texten ganz zu schweigen. Ab und an muss ich auch mal arbeiten und echtes Geld verdienen (ohne Kaffee und Käsebrot kann auch der genialste Schriftsteller nicht überleben), den Haushalt schmeißen und soziale Kontakte pflegen.

Was also tun? Ich klemme mich jetzt wieder hinter meinen NaNo 2012. Wenn ich dann voller Euphorie meinen Schweinehund und meine Zweifel besiegt, das Ziel der Worte erreicht habe, kann ich mich an die Lösung des anderen Problems setzen: Welcher meiner Anfänge lässt sich zu der ultimativen Geschichte verarbeiten?!

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