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Posts Tagged ‘Realität’

Alle Nächte der Welt konnten ihr nicht dir Ruhe geben, die sie brauchte. Das was Amara erlebte, brannte sich für immer in ihre Seele. Unterschwellig existierte es am Tag. Nachts, wenn sich die Türen zwischen Realität und Illusionen öffneten, schwappte das Böse über die Schwelle und beherrschte ihre Träume. Doch Träume sind ein merkwürdiges Medium. Manchmal sind sie wirklicher als die Realität und ihre Spuren reichen bis in sie hinein. Amara spürte es schon seit geraumer Zeit, doch an diesem Morgen sah sie zum ersten Mal, die Folgen. In der Wand ihres Schlafraumes war ein Loch im Mauerwerk, so groß wie eine Faust.

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In meinen Träumen konnte ich mir alles vorstellen, aber gegen die Wirklichkeit konnte ich nichts unternehmen. Sie ist noch genauso kalt, grau und lebensfeindlich, wenn ich die Augen öffne. Wieso ausgerechnet ich den Super-Gau überlebt habe, ist mir ein Rätsel. Ich bin mir keines Vorteils gegenüber anderen Mitgliedern meiner Spezies bewusst. Nur eins ist sicher, nachdem ich aus einem tiefen Schlaf erwachte, bin ich allein.

Seitdem kämpfe ich jeden Tag ums Überleben. Die Suche nach anderen habe ich aufgegeben. Mein einziger Begleiter ist ein einäugiger Rabe. Und nur in meinen Träumen finde ich für kurze Zeit ein wenig Trost. Wie oft habe ich mir gewünscht, im Schlaf, während eines besonders schönen Traumes, zu sterben. Doch das Glück ist mir nicht vergönnt. Immer wieder erwache ich. Jeden Tag schlägt mein Herz aufs Neue und pumpt das Blut durch meine Adern.

Ich bin bereits auf den Gedanken verfallen, dass dieses graue Leben Traum und meine Träume die Realität sind. Andererseits fühlt es sich nicht so an. Immer wieder stellt sich die Frage: warum?

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Ich

Die zerrissenste Person des Universums. Eigentlich wäre damit schon alles gesagt. Für einen Chaostheoretiker wäre ich das Chaos. Immer geteilt, nie ganz. Immer denken, ständig im Prozess. Niemals die Ruhe, nie ausgewogen.

Trotzdem halte ich mich nicht für launisch. Jedenfalls nicht mehr als „normale“ Leute. Ich halte mich für eine Schriftstellerin, auch wenn die „Echten“ das für anmaßend halten würden. Es ist eins der wichtigsten Dinge in meinem Leben und getrieben von dem Wunsch gelesen zu werden, und anderen den Spaß am Schreiben zu vermitteln, lässt mir das Schreiben keine ruhige Minute.

Ich lebe in den Geschichten, versuche die Personen zu empfinden, zu denken, zu handeln. Tag oder Nacht, egal wo ich bin. Andererseits lebe ich in der Realität, die ich als unbequem und hart erlebe, selten anders erlebt habe, ausgenommen die Momente, in denen ich mit den Menschen zusammen bin, die ich liebe oder in denen ich mich völlig ins Schreiben versenken kann.

So lebe ich zwischen meiner Fantasiewelt und der Wirklichkeit. Ich träume mir das Leben schön, stelle mir alle Möglichkeiten vor und wundere mich dann, wenn ich darunter leide, dass sich Traum und Realität nicht verbinden lassen. Mir sind in meinem Leben die Hände gebunden, sprich: meine Möglichkeiten sind begrenzt, durch meine Vergangenheit und den Weg den ich gegangen bin. Es ist wie es ist, aber der Gedanke das Muster aufzubrechen, den Keim aufsprießen zu lassen hält mich ständig wach und in dem urchaotischen Zustand der mich treibt.

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