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Posts Tagged ‘Rausch’

Meine Sucht nach dir

 

Bist eine Droge

Ein Tropfen von dir

Auf der Zunge zergeht

Und, alles kehrt sich um

 

Unten ist oben

Hell ist dunkel

Kalt ist heiß

Gefangen ist frei

 

Der Duft deiner Haut

Dein Blick durch und durch

Deine Hand im Nacken

Dein Mund auf meinen Lippen

 

Hab dich geatmet

Dich getrunken

Bis zur Neige

Alles genommen

 

Durst nach dir brennt in meiner Kehle

Werde niemals satt

Mein Herz verzehrt sich

Mit dir beginnt das Leben

 

Dein Begehren ist mein Rausch

Deine Lust mein Elixier

Hör mein Flehen

Bitte, gib mir mehr von dir

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Lieber Rilke,

warum du es bist, dem ich einen Brief schreibe, magst du dich fragen? Du bist der Dichter meines Herzens. In deinen Versen finde ich mich wieder. Sie rühren mein Herz, dringen tief in meine Seele. Sie sprechen von Liebe, unendliche Liebe. Wie sehr sehne ich mich danach, ich glaube, du hast es gewusst. Du hast das Gefühl gekannt, wie es sich anfühlt, ineinander aufzugehen, den Atem des anderen zu trinken, reines Gefühl sein – gleichgültig, ob dieser Rausch uns in den Abgrund stürzt oder in den Himmel hebt. Du musstest es tun, so wie ich nicht anders kann.

Wenn ich liebe, kann ich es nicht halb. Ich kann meinen Verstand nicht erhören, auch wenn ich weiß, dass mich meine Leidenschaft verschlingt, mein Leben völlig auf den Kopf gestellt wird. Ich muss mich hingeben – nichts ist wichtiger, einzig die Liebe.

Kein Geld, kein Erfolg, kein Ziel kann die Liebe aufwiegen. Nur sie erfüllt mich so vollständig, lässt mein Herz rasen, mein Blut kochen, meine Gedanken, wie Wirbelwinde dahinstürmen. Liebe erschafft – ist der Treibstoff der Musen – Liebe zerstört.

Liebeslied von R.M.Rilke

Wie soll ich meine Seele halten, dass
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand? O süßes Lied.

Wie soll ich meine Seele halten, wenn mich die Liebe überwältigt? Ist es nur die Anziehung des Neuen, fremder Haut? Oder ist es tiefer, eine lang herbei gesehnte Seelenverwandtschaft, die sich aufschwingt, bis die Kraft erlahmt und ausbricht?
In diesen Augenblicken, wünsche ich mir weise und abgeklärt zu sein. Mir zu sagen, lass die Finger davon, du weißt, dass es ein gefährlicher Weg ist. Doch mein Körper erinnert sich an die euphorischen Gefühle, den Höhenflug, die Energie, die mein Schreiben antreibt. Wer kann der Liebe widerstehen?

Folgen wir unseren Gefühlen, dann können sie unser Leben aus allen Angeln heben, folgen wir ihnen nicht, zehrt uns die Sehnsucht aus. Immer ist da diese Frage: Was wäre wenn?

Aus Traumgekrönt von R.M.Rilke

Und wie mag die Liebe dir kommen sein?
Kam sie wie ein Sonnen, ein Blütenschnein,
kam sie wie ein Beten? – Erzähle:

Ein Glück löste leuchtend aus Himmeln sich los
und hing mit gefalteten Schwingen groß
an meiner blühenden Seele…

Das war der Tag der weißen Chrysanthemen, –
mir bangte fast vor seiner schweren Pracht…
Und dann, dann kamst du mir die Seele nehmen
tief in der Nacht.

Mir war so bang, und du kamst lieb und leise, –
ich hatte grad im Traum an dich gedacht.
Du kamst, und leis wie eine Märchenweise
erklang die Nacht…

Der Virus Sehnsucht. Er schlummert tief im Herzen. Plötzlich rührt ihn jemand an und es geschieht. Der Virus breitet sich unaufhaltsam aus. Erfasst jede Zelle unseres Körpers. Verliebtsein ist der aufregendste Zustand, in dem wir uns befinden können. Er ist einfach da. Ohne Sport, Siege, Erfolgserlebnisse. Einfach so. Der Funke springt über und der Virus ist nicht aufzuhalten.

Lieber Rilke, Herzensdichter, ich glaube du kannst verstehen, wie es ist, diese unfassbare, schwindelerregende, lichterloh brennende Liebe zu spüren. Was auch passiert, es fühlt sich so verdammt gut an! Alle Sinne geschärft, der Körper aufgeladen mit Energie, ein Übermaß an Inspirationen im Kopf, die jubelnde Seele.

Es gibt noch vieles, dass ich mit dir bereden möchte, und wer weiß, eines Tages …

Dir zugetan auf ewig

Deine Lea

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Herz Überschlag

Augen Blicks Grün

Frühling sprießt

Auf Tau Lippen

Fließen Liebesworte

Duften wie Sonnentage

 

Verborgen im Feuchten

Mooswinkel Dunkel

Schenke ich dir

Die rote Blume

 

Pflückst ihre Blätter

Mit sanfter Zunge

Kostest Süße

Trinkst den Rausch

Aus Lust und Gier

 

In einem Zug

Atemlos geleert

Auf Glases Grund

Kein Tropfen

 

Bis zum Morgen

Schlafen

Erwachen

In deinem Arm

Sehnsuchtssüchtig

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Das Schlimmste, das einem Schriftsteller passieren kann: nicht schreiben zu können. Nicht aus Mangel an Einfällen oder aus Unlust. Das ist es nicht. Nein es ist das Leben, das mich hinderte. Qualvoll 1000 Worte im Kopf zu haben und nicht in Sätze fassen zu können, weil ich mich in meinen Gedankenlabyrinthen verlaufen habe. Mir meiner Unzulänglichkeit bewusst zu sein, mich für nutzlos zu halten.

Ein Künstler ist sich nur zu oft seiner Schwächen bewusst. Im Zustand der Untätigkeit um so mehr. Zu schreiben ist der Himmel, auf Wolken gehen, mit den Vögeln zu fliegen, in die Tiefen der Ozeane zu tauchen.

Schreiben ist lieben. Lieben wie im Rausch des ersten Verliebtseins. Immer wieder lieben. Jede Zeile Liebe, wie beim ersten Mal. Wortemelodien weben, auf Wortteppichen gehen. Lieben.

Tausendmal verliebt sein, wer kann das schon von sich sagen? Ich liebe immer wieder. Ein Paar schöne Augen, ein Lächeln, eine Stimme, die mich betört, Hände mit schönen Fingern, ein Mund, der alles verspricht. Eine Blüte, Blau, Wogen, eine Perle, der Wind, Regentropfen, der Geruch von Erde, frischem Gras, eine Melodie, die sich in dem einen magischen Moment mit meinen Gefühlen verbindet. Es gab eine Geschichte, bei deren Schreibprozess ich nur eine Band hörte. Beinahe vier Wochen lang.

Ich muss lieben, ob glücklich oder unglücklich spielt keine Rolle. Die Musen fragen nicht danach, was ich will. Sie geben und ich muss nehmen. Auch unglückliche Liebe ist Liebe. Die Musen geben dir einen Wink und du wirst aus Tränen Gold spinnen, wenn sie es bestimmen. Ich muss mich nur verlieben und wie von Zauberhand öffnen sich die Schleusen und schütten Worte aus. Segen oder Fluch. Ich frage mich nicht mehr. Es hat lange genug gedauert, es zu akzeptieren. Solange der Fluss nicht unterbrochen wird, ist alles andere unwichtig.

Ich mache mir kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich verliebt bin und meine Musen küsse. Mein Herz schlägt zum Zerspringen. Ich spüre keinen Hunger, keine Zeit, keine Müdigkeit. Aus meinem alles verschlingenden Rausch tauche ich erst wieder auf, wenn das letzte Wort geschrieben ist. Dann erfahre ich das schrecklichste Gefühl der Welt: verlassen zu werden.

Sie verlässt mich. Meine große Liebe geht und das Furchtbare ist, ich bin schuld daran. Ich kann es nicht aufhalten. Ich schreibe und schreibe. Wort für Wort, Blatt für Blatt. Ich liebe mit allem, was ich bin. Meinem Geist, meinem Körper und meiner Seele. Bis zu dem letzten Punkt. An dem mir das Herz bricht. Auf jede große Liebe folgt großes Leid. Immer wieder. Daran kann man sich nicht gewöhnen. Ich habe schon überlegt, mich nicht mehr zu verlieben, aber wer kann sich nicht verlieben? Ich kann mich nicht, nicht verlieben. Es passiert und ich tu`s. Ohne nach den Konsequenzen zu fragen.

Was würde ein Therapeut dazu sagen? Lasst mich überlegen:  – „Wie geht es ihnen damit?“ – „Super!“ – „Wie fühlen sie sich?“ – „Wie die Königin der Welt.“ – „Wie wollen sie damit umgehen?“ – „Ehrlich gesagt: gar nicht.“

Gut, ich leide mit meinen Figuren bis zum Herzzerbrechen, aber ich tanze auch mit ihnen. Ich leide, wenn die Geschichte zu Ende ist, aber ich weiß, Liebe ist unerschöpflich. Ich trauere und verliebe mich wieder, und wieder. Am liebsten bis in alle Ewigkeit. Aber die ist auch uns Schriftstellern nicht beschieden, bei aller Liebe. Bis auf das klitzekleine Bisschen, das in unserer Kunst überlebt. Jedes Wort, das gelesen, jedes Bild, das gesehen, jedes Lied, das gehört wird, bedeutet Liebe und ein kleines Stück Unsterblichkeit.

Wer sich den Musen hingibt, weiß was für ein Wahnsinnsgefühl das ist. Es macht süchtig! Einmal angefangen kann man nicht mehr aufhören. Keine Droge versetzt dich in so abgehobene Gefilde, wie die Kunst – bis auf die Liebe. Liebe füllt alles – Herz, Körper, Verstand.

Und endlich !!! bin ich wieder verliebt. Verliebt in dieses besondere Lächeln, den besonderen Blick, den frühen Morgen, die Stille der Nacht, die Sehnsucht, in die Freude, den Sturm, den heimlichen Kuss. Endlich wieder verliebt in das Schreiben.

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John

Ich steh im Schatten verborgen, sehe zu, wie John zum Fenster geht. Höre seinen festen Schritt, seinen Atem. Er blickt auf die erleuchtete Stadt. Seinen Kopf leicht geneigt, die Hände in den Taschen. Tausende Lichter glitzern, gerade so als wären sie ihr eigener Sternenhimmel. Mein Herz schlägt wie verrückt. Ich bin ihm so nah. Kann seine Wärme spüren. Verborgen im Schatten. Ich kann seine Augen in der Dämmerung nicht sehen, aber ich weiß, sie sind so tief wie der Ozean und wenn er mich ansieht ertrinke ich.

„John!“, flehe ich lautlos.

„Komm her“, flüstert er unerwartet.

Ich zucke zusammen. Unfähig mich zu bewegen.

„Komm zu mir!“

Fordert er eindringlicher und seine Stimme macht mich schwach. Ich verlasse die Schatten. Gehe zu ihm.

„Ich wusste du bist hier.“

Seine Hände legen sich sanft um mein Gesicht. Es ist soweit. Ich muss tief Luft holen. Meine Lunge füllt sich mit Sauerstoff. Er legt seinen Mund auf meinen. Die Zeit bleibt stehen, vergeht, hält an. Alles gleitet. Nichts ist wie es war. Ich vergehe. Ich erstehe. John ist mein Schöpfer. Seine Lippen, seine Hände, seine Zunge erschaffen einen neuen Menschen. Mein Körper ist nicht nur Hülle, sondern ein Gefäß. Mein Verstand wird nicht nur lernen, sondern wissen. Meine Gefühle sind keine Illusion, sondern Wirklichkeit. John muss mich verwandeln mit loderndem Feuer und sengender Hitze. Mit donnerndem Strom und plätscherndem Regen. Mit lieblicher Brise und brüllendem Sturm. Dem Atem der Wüste und der kalten Stille des Eises. Mein Körper schreit vor Gier und Verlangen. Mein Geist ist versunken in der Lautlosigkeit seiner Anbetung. John lässt das Meer für mich wogen. Hoch aufgepeitscht, zusammenbrechend, mich unter sich begraben. Er entfesselt Stürme, die mich zerfetzen und mich neu zusammen setzen. Reißt mich in den Abgrund seiner Sinnlichkeit, bis ich im Rausch jeden Halt verliere. John nimmt mir meine Sehnsüchte und ersetzt sie durch seine. „John!“

„Ich bin hier.“

Seine Stimme zeigt mir den Weg. Ich ringe nach Luft.

„Du gehörst mir. Ich bin dein Meister.“

Seine sanfte Stimme dringt bis in mein Blut.

„Ja, ich weiß“, ergebe ich mich.

„Ich habe es immer gewusst.“ John lacht leise.

Ich schließe die Augen, hole tief Luft und er zieht mich in den nächsten Strudel.

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Sie erwachte allein. Der Kunde hatte das Geld abgezählt auf den Nachttisch gelegt. Es war ganz nett gewesen, nicht so geschäftsmäßig und gleichgültig wie sonst. M. war ein Stammkunde und meistens in Eile, das Ganze schnell vorüber.

Am Anfang sollte es nur ein Spaß sein. Sie wollte sehen, wie weit sie gehen konnte. Im Internet war sie auf Männersuche gegangen, Singlebörsen gab es wie Sand am Meer, und hatte so getan, als wäre sie eines dieser Escortgirls, buchbar für ein paar abwechslungsreiche Stunden.

Es hatte funktioniert. 800 Euro in einer Woche für drei Dates. Drei Mal Dinner und einmal etwas mehr. Leicht verdientes Geld. Schick ausgehen und bezahlt werden. Wenn die Männer das Geld so locker sitzen hatten, hatten sie es nicht anders verdient, dachte sie und machte weiter.

Aus einer Ausnahme von „Etwas mehr“ wurden viele, bis es irgendwann nur noch darum ging. Jedes Mal wenn sie ihren Körper an einen Mann verkaufte, obwohl sie es niemals so nannte, splitterte ein Stück ihrer Seele ab.

Zuerst merkte sie es kaum. Aber die Leere wurde immer größer. Sie suchte nach dem Traumprinzen. Es gab eine Menge tolle Männer im World Wide Web. Mit Häusern, Villen, Chalets, Ferienhäusern, Autos, Booten, dicken Bankkonten. Sie nahm was sie kriegen konnte, immer in der Hoffnung Mister Right wäre dabei, der Mann, der sie um ihrer selbst willen wollte, der ihr ein tolles, sorgenfreies Leben bieten konnte. Es gab viele Mister Rights, die ihr einen schönen Abend boten, oder eine schöne Nacht. Sie bezahlten dafür, mehr gaben sie ihr nicht. Also nahm sie was sie kriegen konnte. Immer schneller, immer mehr. Es wurde eine verzehrende Sucht. Jeder Rausch sollte größer sein. Stattdessen wurde das Gefühl immer weniger.

Sie redete sich ein, sie würde die Männer ausprobieren, in Wirklichkeit wurde sie benutzt. Sie lachte die Männer aus, sagte, sie wären so dumm sie zu bezahlen, ohne zu sehen, dass sie nicht mehr wollten, nur unverbindlichen Sex.

Ihre Sucht trieb sie an. Tag und Nacht. Wenn sie kein Date hatte lief sie nervös hin und her, ohne Ruhe zu finden. Dieses Mal hätte ER es sein können, dachte sie oft und suchte fieberhaft nach einem weiteren Kandidaten für ihr Glück. Sie wollte ein finanziell abgesichertes Leben und der Mittelpunkt in jemandes Leben sein, sie wollte alles und auf nichts verzichten, aber die Männer wollten ihr das nicht geben. Das Geld tat ihnen nicht weh, immerhin bekamen sie etwas dafür geboten.

Das kostete ihr Herz. Stück für Stück, wurde davon abgerissen und keiner war bereit ihr ein Stück seines Herzens zu geben.

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Anfangen fällt mir gerade genauso schwer, wie es sich anhört. Das weiße Blatt vor mir, den Stift in der Hand und in meinem Kopf toben die Gedanken durcheinander, wie ein Bienenschwarm. Aber nur Mut! Sobald der erste Satz auf dem Papier steht geht es weiter und weiter und immer weiter…, bestimmt!

Bücher machen süchtig! Fragt mal meinen Mann, der könnte euch was erzählen. Aber Fakt ist, ein Buch ist etwas Sinnliches, Begreifbares, Fassbares! Wenn man erst einmal angefangen hat sich mit ihnen zu beschäftigen, dann kann man ganz schlecht wieder aufhören. Besonders in den „internetigen“ Zeiten, in denen es diese tollen Buchbörsen gibt, auf denen man gebrauchte und teilweise auch neue Bücher ersteigern oder kaufen kann.

Chaos im Kopf ist nichts Neues! Alles rauscht an mir vorbei und nichts lässt sich packen. Also was tun? Block raus holen und Notizen machen. Eine wilde Seite im PC anlegen und Stickpunkte machen. Tagebuch schreiben oder gehen(s.u.).

Drucken ist heute einfacher denn je. Der Laserdrucker macht es möglich. Die Texte sind gedruckt oft leichter zu korrigieren als auf dem Bildschirm. Außerdem ist es ein schönes Gefühl einen selbstgeschrieben Text in den Händen zu halten.

Einsam ist man als Schriftsteller öfter mal. Ob man nun nachts vor dem PC sitzt oder auf Unternehmungen verzichtet, weil man gerade einen Flash hat und nicht aufhören kann, weil einem 1000 Ideen kommen, die man unbedingt aufschreiben muss. Manchmal ist man auch einsam, weil einem eine verwandte Seele fehlt.

Figuren wachsen einem ans Herz. Man leidet und fühlt mit ihnen und ehrlich, mir fällt es unheimlich schwer eine meiner „guten“ Figuren ins Unglück zu stürzen. Aber es bringt die Geschichte ins Rollen. Ich las irgendwo, man sollte „Bomben“ auf seine Protagonisten werfen. Es tut weh, aber dann geht die Post ab….

Gehen ist eine gute Hilfe, wenn nichts mehr geht, oder wenn das Chaos im Kopf nicht weichen will. Bequeme Schuhe anziehen und einfach los gehen. Am besten in eine ruhige Ecke, vielleicht in einen Park, an einen Fluss oder See, oder auch ein hübsches Wohngebiet. Augen schweifen lassen und Gedanken los lassen.

Handy oder Telefone stören den Schreifluss. Sorry, aber so ist es!

Ideale oder Idole hat sicher jeder Schreiber. Das ist legitim und sicher auch ein Ansporn dem Lieblingsautor nach zu eifern. Allerdings sollte man seinen eigenen Stil finden und der ist je nach Autor verschieden. Aber es kann auch Spaß machen mal einen Text im Stil seines Idols zu schreiben.

Jetzt! Habe ich einen Einfall, dann schreibe ich ihn sofort auf. Denn leider ist er weg, wenn ich es nicht mache. Aus diesem Grund steht ein Zettelblock auf meinem Nachttisch, auf dem ich auch mitten in der Nacht etwas notieren kann, falls mich die Muse küsst.

Kritiker sind eine Last! Am Schlimmsten ist unser eigener Kritiker. Die kleine Stimme im Ohr, die uns einreden will, dass wäre alles schon mal da gewesen, zu profan und was nicht noch alles. Da hat jeder so seinen eigenen Killer. Nicht hin hören!!! Übertönen. Schreiben. Nicht beirren lassen.

Morgenseiten, nach Julia Cameron, eine gute Möglichkeit sich einzuschreiben. Manchmal beschwerlich, denn Morgenseiten meinen den Morgen. Also kurz nach dem Aufstehen. Hört sich hart an. Ist es auch, eigene Erfahrung. Aber(!) es hilft wirklich. (Die Morgenseiten sind drei DIN A 4 Seiten lang. Nicht mehr, nicht weniger. Was man schreibt ist nicht wichtig. Denn es ist nicht für irgendjemand zum Lesen gedacht. Man lässt sich von Satz zu Satz leiten, egal was einem durch den Kopf geht. Nach ein paar Tagen wird es leichter und die Erfolge stellen sich ein. Versuch macht klug.

Notizen, Notizbuch sollte man immer dabei haben. Denn die besten Einfälle kommen dann, wenn man es nicht erwartet. Parkhaus. Zahnarztwartezimmer o.ä.. Spaziergang. Cafe usw. Und wie oben unter „Jetzt“ beschrieben…sofort notieren, sonst verweht es mit dem Wind.

Offen für alles! Das ist sicher der wichtigste Rat beim KREATIVEN Schreiben. Auf dem Papier gibt es kein „no go“. Man darf erst mal alles schreiben. Was dann veröffentlicht wird oder vorgelesen, dass kann man später immer noch entscheiden. Wir dürfen Wege gehen, auf die wir uns im Alltag nicht trauen würden. Sei wild!

Persönlich sein. Persönlich schreiben. Sich in die Figuren einfühlen. Gedanken über das Denken, Fühlen und Handeln der Personen machen. Die Geschichte nährt sich von den Personen, also nehmen wir sie persönlich.

Quälerei ist das Schreiben auch. In den Stunden in denen man vor dem PC oder dem leeren Blatt hockt und die Gedanken sich winden und entwinden. Man sucht das passende Wort, und? Nichts. Alles hört sich falsch an. Dann hilft es zu gehen. Die Gedanken frei laufen zu lassen und an nichts zu denken. Notizbuch mitnehmen, denn dann kommen die Gedanken.

Rausch. Ja, man kann in einen Schreibrausch geraten. Das ist der Wahnsinn. Nichts anderes hat mehr Platz. Nur noch die Geschichte. Alles andere fliegt an einem vorbei. Essen, Trinken, Gespräche usw. Für die Familie ist das zwar nicht so toll, aber wenn sich der Rausch legt, dann ist wieder Zeit für Alltagsdinge. Der Rausch, ein unbeschreibliches Glücksgefühl!

Stift, ebenso wie Notizbuch, immer zur Hand haben. Unverzichtbar. Sollte schreiben (Achtung! Kugelschreiber mit leerer Mine oder Füller mit leeren Patronen).

Tagebuch ist für viele Schreiber ein wichtiges Medium. Dort hat alles Platz, was uns im Kopf herumspukt und mal gesagt werden muss. Nebenbei ein Hort für Zettel, Postkarten, Briefe usw. und natürlich Ideen, die urplötzlich aus dem Gewusel auftauchen.

Unverzeihlich ist es einem Schreiber den Mut zum Schreiben zu nehmen, in dem man seine Texte nieder macht. Jeder hat seinen Stil, seine Geschichte. Wenn mir etwas nicht gefällt, dann kann ich aufhören zu lesen und wenn ich Kritik übe, dann sollte sie so konstruktiv wie möglich sein!

Vermessen zu sein, ist für einen Autor ein ganz übler Charakterzug. Wer will behaupten er sei das Maß aller Dinge, der Herr über die entscheidenden Sätze? Texte sind immer auch eine Frage des Geschmacks und da hat jeder Leser einen anderen. Akzeptiere andere Schreiber neben dir und schätze ihre Anstrengungen.

Wieder und wieder greift man zum Stift, wenn man erst mal „Blut geleckt“ hat. Es ist eine Sucht, oder kann eine werden. Aber immer hin eine Sucht für die man keine Reha braucht, sondern eine, der man guten Gewissens frönen kann. Schreiben macht nicht dick, nicht betrunken und endet nicht tödlich (meistens). Schreiben macht glücklich.

X-Chromosom ist in Schreibkursen deutlich mehr vertreten. Meistens gibt es nur einen Quotenmann und auch das eher selten. Ein interessantes Phänomen, dass es noch zu erforschen gilt, denn der Bestsellerautor ist meistens ein Mann.

Yang und Ying. Ein unerschöpfliches Thema über das schon sooo viel geschrieben wurde.

Zauberei ist Schreiben definitiv nicht, auch wenn es so scheint. Man kann es erlernen. Ein bisschen Talent oder Lust gehört auch dazu, aber mit den richtigen Techniken und ein bisschen Fantasie lassen sich schöne Dinge zaubern.

Sei wild!

 

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