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Posts Tagged ‘Perspektive’

…höre ich in den letzten Tagen (inzwischen Wochen) immer wieder. Und doch quäle ich mich. Klar, solche Krisen habe ich schon öfter erlebt. Bis jetzt kam irgendwann der Punkt an dem es weiterging und ich mich wieder an meine Texte gesetzt habe. Dennoch ist es diesmal beinah substanziell.

Ich habe im letzten Jahr, Anfang des Jahres, ein Buch geschrieben, korrigiert und es wurde veröffentlicht. Dann habe ich den Rest des Jahres mit dem Schreiben meines Fantasyromans verbracht. Knapp 800 Seiten. Ich habe jeden Tag geschrieben, vor der Arbeit, eineinhalb Stunden, nach der Arbeit, nachmittags oder abends, neben Hausarbeit, Familie, zweitem Job… Ich bin froh, dass ich es geschafft habe und stolz auf das Ergebnis, aber es hat von mir gezehrt.

Die Ideen für den folgenden Roman sind da – aber leider kann ich nicht einfach weiter schreiben. Ich muss mich an die Korrektur setzen. Und neben allem habe ich das Gefühl die Zeit läuft mir davon. Ich bin hin- und hergerissen von der Einsamkeit des Schreibens, das ich im letzten Jahr erlebt habe, davon meinen anderen Interessen nicht nachgegangen zu sein, darauf zu warten, dass mein letzter Roman aus dem Lektorat zurückkommt und bis heute noch nicht da ist, meine sozialen Kontakte vernachlässigt zu haben …

Ich suche nach einer neuen Perspektive, einem Restart. Wie kann ich mich (noch) besser organisieren? Muss ich um ein gelesener Autor zu sein, alles opfern? Wie kann ich erfolgreich schreiben und trotzdem leben?

Wenn ich morgen sterbe würde, was bliebe? Habe ich dann als letzten Gedanken „ich habe meinen Roman nicht zu Ende geschrieben“ oder „ich habe gelebt“?

Seit ich mit dem Schreiben angefangen habe, liebe ich es und ich tue es immer noch. Gerade ist der Spaß etwas auf der Strecke geblieben. Es ist einzig zielorientiert. Mir fehlt die Leichtigkeit und das Spielerische. Das Schreiben um des Schreibens will und nicht um des Ergebnisses willen. Schreiben ist meine Leidenschaft und es ist eine eifersüchtige Geliebte. Und trotz meiner Liebe zum Schreiben ist das, was mehr zählt, meine Familie und das Leben an sich.

Vergange Liebe ist bloß Erinnerung. Zukünftige Liebe ist ein Traum und ein Wunsch. Nur in der Gegenwart, im Hier und Jetzt, können wir wirklich leben.                                                                           

Buddha

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… heißt das Buch von Mara Laue (erschienen im SiebenVerlag), das ich euch gerne weiter empfehlen möchte. Sicher hat jeder der schreibt, den einen oder anderen Schreibratgeber zu Hause (ich kann Regalreihen damit füllen). Trotzdem möchte ich euch heute diesen Ratgeber ans Herz legen.

Er ist übersichtlich aufgebaut und spricht wirklich jedes Thema an, sogar „Erotik (be)schreiben – ein Kapitel für sich“. Die Erklärungen sind gut zu verstehen (besonders wenn es um die Perspektive geht 😉 ) und dazu gibt es Beispiele, die das Thema verdeutlichen. Am Ende jeden Kapitels gibt es eine Zusammenfassung und zu jedem Thema praktische Übungen. Das Buch muss nicht chronologisch gelesen werden. Man kann sich das Thema heraussuchen, das einen gerade besonders interessiert.

Im zweiten Drittel des Buches geht es dann an die „Vermarktung“. Mara Laue zeigt wie ein Manuskript, ein Expose, ein Anschreiben (auch per Mail) aussehen sollte. Dazu gibt es eine Übersicht der einzelnen Genres, in die man seinen Text einordnen kann. Wichtig! Immerhin will man ja den richtigen Verlag wählen. Tipps für die Titelsuche, warum ein Pseudonym, Agentur oder nicht, und was uns alle irgendwann einmal bewegt: Schreibblockade – was tun?

Für mich ist dieser Schreibratgeber rundum gelungen. Genau das richtige Maß an Information, gespickt mit Übungen, die man sofort in die Tat umsetzen kann und Tipps für die Zeit danach,wenn der Roman fertig ist und seiner Veröffentlichung harrt. Dazu ist Mara Laue nicht dogmatisch oder besserwisserisch. Ein sehr angenehmer Umstand, den einige Ratgeber vermissen lassen. Sie steht nicht mit erhobenem Zeigefinger da, sondern sitzt freundschaftlich mit dir am Schreibtisch und sagt: „Schau, da ist ein Punkt, den du dir noch einmal  vornehmen könntest- ich weiß du kriegst das hin.“

Ein sympathischer Ratgeber, der zum Schreiben ermutigt! So sollte es sein. 🙂

P.S.: Das Buch kostet 16,50 Euro. Liegt etwa im Durchschnitt von dem was andere Schreibratgeber kosten. Ich habe das Gefühl mein Geld in diesem Fall gut inverstiert zu haben.

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