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Posts Tagged ‘Pappe’

Ich war 41, als ich das Loch entdeckte.

Es war winzig. Ein Nadelstich durch Pappe. Zuerst fiel es mir nicht auf, aber irgendwann fühlte ich den leicht aufgeworfenen Rand unter meinen Fingerspitzen und bemerkte die winzige Menge Blutes, die austrat. Ich machte mir keine Gedanken. Jeder hatte irgendwo seine Schwachstelle, meine war das Loch in meinem Herzen. Ein paar Tropfen Blut am Tag konnte ich verkraften. Ich verließ mich auf meinen Körper. Bis dahin hattte er mich nicht im Stich gelassen.

Ich sollte mich täuschen. Es dauerte etwa zwei Monate und aus den klitzekleinen Tropfen war ein stetiges Rinnsal geworden. Wenn ich nicht bald anfing, den Blutfluss zu stoppen oder wieder etwas zu zuführen, dann erreichte der Verlust die kritische Phase.

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