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Posts Tagged ‘Panik’

Am Anfang waren es 36. Nun besaß ich nur noch 18. Panik ergriff mich. Der alte Mann hatte mich gewarnt. Wenn ich alle verbraucht hatte, gab es keine Rettung mehr. Ich musste sofort damit aufhören, sie zu benutzen, auch wenn ich es nicht für mich, sondern für andere tat. Meine Welt würde untergehen und ich mit ihr. Das durfte niemals geschehen. Bei dem Gedanken zog sich meine Brust zusammen und ich konnte kaum atmen. Am liebsten hätte ich geweint. Der Weg, den ich aus Stolz und falschem Ehrgeiz beschritten hatte führte nur in eine Richtung. In meinen Ohren klangen die Worte des alten Mannes:

„Überlege dir gut, wohin du deine Füße wendest! Sobald du den ersten verbraucht hast, gibt es kein Zurück.“

Es stimmte. Ich hielt es für dummes Geschwafel, aber ich musste schmerzhaft erfahren, dass er die Wahrheit gesagt hatte.

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„Um Gottes Willen!“, ihre Augen weiteten sich entsetzt, „ist das wahr?“

„Wenn ich es dir doch sage!“, grinste ihr Bruder, „Hände, Beine und Kopf. Komplett bandagiert.“

„In welchem Krankenhaus liegt er?“

Er brach in schallendes Gelächter aus.

„Im Sankt Ignatius.“

Ihr Mitgefühl steigerte sich zu Panik.

„Sitz nicht rum! Wir müssen ihm helfen!“

Sie sprang auf und rannte hinaus.

„Jetzt ist er drin. Da kommt jede Hilfe zu spät. Er hat mehr Pech als ein umgedrehter Käfer“, rief er hinter ihr her, „ich fürchte, daran kannst du nichts ändern.“

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Eine gute Frage. Die Frage überhaupt. Nicht zum ersten Mal, dass ich mir darüber Gedanken mache (und ich bin damit sicher nicht allein). Um ehrlich zu sein, geht mir der Gedanke in letzter Zeit häufiger durch den Sinn. Ich könnte einfach aufhören zu schreiben. Doch in den Phasen, in denen ich nicht schreibe, denke ich viel über das Schreiben nach. Was ich schreiben will, wie ich einen Text am besten verpacke. Ich notiere Ideen, von denen ich nicht wenige habe. Und schreibe darüber, warum ich gerade nicht schreiben kann. Seitenweise.

Braucht ein Künstler einen emotionalen Notstand, sei er positiv oder negativ, um kreativ zu sein? Den Eindruck habe ich. Und das ist nicht nur mein Erfahrungswert. Viele Schriftsteller (und andere Kunstschaffende) quälen sich mit ihren dunklen, unerfüllten Sehnsüchten, Ängsten, Unsicherheiten usw.

Graham Green, zum Beispiel, sah seine Schriftstellerei als Möglichkeit, dem Wahnsinn und er Melancholie der menschlichen Existenz zu entgehen. Es war ihm unerklärlich, wie andere Menschen ihr Leben meisterten, ohne durch Schreiben, Komponieren oder Malen (oder andere kreative Tätigkeiten) ihre Ängste lindern zu können.

Es liegt im menschlichen Geist, das Gefühl: da muss noch etwas sein! Wie weit kann ich gehen? Oft habe ich das Gefühl, wir schreiben aus einem Mangel heraus. In unseren Texten kompensieren wir, was wir in unserer „normalen“ Alltäglichkeit vermissen.

Für mich persönlich kann ich das bejahen. Tatsächlich geschehen in meinem Leben kaum aufsehenerregende Dinge – ständiger Ausnahmezustand kann echt anstrengend sein – aber in meinen Tagträumen und meinen Texten geben sie sich die Klinke in die Hand. Bin ich süchtig nach Abenteuer? Zu Hause ist es sicher und in meinen Geschichten kann mir nichts passieren – für den Fall der Fälle gibt es immer einen Twist, der mich aus dem Feuer rettet, das ich selber gelegt habe.

Wie viel (selbst erzeugtes) Chaos und Emotionen brauche ich, um schreiben zu können? Was ist das Loch in meinem Herzen, dass ich durch das Schreiben zu stopfen versuche und was passiert, wenn es sich schließt? Ist Schreiben dann noch möglich?

Warum schreibe ich? Weil ich auf der Suche bin. Weil ich mir das Leben schön/aufregend schreibe. Andererseits habe ich in der letzten Zeit das Empfinden, angekommen zu sein. In mir. In meinem Leben, meinen Wünschen. Klar, es ist nicht alles perfekt, aber ich bin angenehm zufrieden.

Zufriedenheit ist kein Motor. Das Motto: ich schreibe mir das Leben schön, tritt zunehmend in den Hintergrund. Wie viel Loch ist noch in meinem Herzen? Ich habe es immer als wünschenswert angesehen diesen ausgeglichenen, entspannten Zustand zu erreichen. Allerdings empfinde ich ihn für meine Kreativität als hemmend.

Ist das nur eine der vielen Phasen? Ich kenne zwei Schreiberinnen, die nicht mehr schreiben, obwohl sie vor Jahren sehr häufig geschrieben haben. Ehrlich gesagt habe ich leichte Panik. Was wäre, wenn ich nicht mehr schreiben würde? Was passiert dann mit mir? Darüber nachzudenken empfinde ich schon als Sakrileg. Das darf – das kann unmöglich – sein. Es ist das, was ich kann, will, was mich begeistert, mich erfüllt. Ich will nicht glauben, dass es anders sein könnte!

Muss ich meine Schreibmotivation neu definieren? Wenn ja, wie? Was motiviert mehr, als ein Loch im Herzen, das man stopfen will? Dafür gibt es Mittel aller Art und Stärke, Rauschmittel, Sex, Geld, Arbeit … Kunst. Jeder Mensch hat da seine eigene Präferenz. Mein Mittel war/ist Schreiben.

George R.R. Martin sagte in einem Interview: „Im Kopf gibt es eine perfekte Geschichte, die der Schriftsteller aufzuschreiben versucht. Wie ein Übersetzer.“ Ich denke, da spricht er uns aus dem Herzen. In unserer Vorstellungskraft ist alles da. Der Ort, die Personen, das Geschehen. Und dann sind wir dran. Vorstellungskraft in Worte verwandeln. Das ist nicht so einfach, wie sich das manche Leute vorstellen. Bücher schreiben. Eine Geschichte über Hunderte Seiten am Laufen zu halten. Um was geht es in der Geschichte? Die Figuren zu schaffen, die leben, sie zu bewegen, ihnen eine Seele einzuhauchen, die den Leser zu sich zieht und mit der er sich bestenfalls identifizieren kann. Einen guten Einstieg in die Geschichte zu finden, Spannung aufzubauen, zu halten, und ein sinnvolles Ende zu finden.

Das kann man sich nicht einfach aus dem Ärmel schütteln. Dazu gehört Konzentration, Durchhaltevermögen, Ideen, ein „Auge“ für die Figuren, Zeit, Ruhe, Inspiration, Mut über den eigenen Schatten zu springen und: Handwerk. Schreiben ist eine ebenso anspruchsvolle Kunst, wie andere Künste auch. Harte Arbeit. Trotzdem scheint Schreiben in den Augen anderer, eine der geringeren Künste zu sein. Dazu kann ich nur sagen: schreibt erst mal ein Buch – dann sprechen wir weiter.

Welche Motivation mich am Ende auch antreibt zu schreiben – ich kehre immer wieder an meinen Schreibtisch zurück. Schreiben ist mein Mittel Löcher in meinem Herzen zu stopfen. Mir die Welt zu erklären, meine Ängste im Griff zu haben, Abenteuer zu erleben, den Flow zu spüren, dem Wahnsinn etwas entgegenzusetzen, meinen Geist beweglich zu halten.

Was hinausdrängt, kann niemand für längere Zeit aufhalten. Der Ausdruck sucht sich einen Weg. Immer wieder. Wie Tropfen den Stein aushöhlen, bis der Damm bricht. Deswegen schreibe ich: um den reißenden Strom zu sehen. Wie Seite um Seite sich füllt, die Geschichte wächst, vom ersten Satz bis zum Schlusspunkt. Bilder meiner Fantasie Schwarz auf Weiß. Pure Lust.

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Die Kirchturmuhr schlägt zwölf. Mitternacht. Ich schalte den Fernseher aus. Zeit schlafen zu gehen. Eigentlich wollte ich vor einer Stunde im Bett sein, aber wie das so ist – rumgezappt und hängen geblieben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Bei N24 zeigen sie um die Uhrzeit immer Knastdokus aus den USA. Brutal! Meterhohe Mauern und Stacheldraht. Gefangene mit Tattoos und Körpern wie Bodybuilder. Gehalten in offenen Zellen, von allen Seiten einsehbar oder in hermetisch abgeriegelten Kästen aus Sicherheitsglas.

Dagegen sind die Wärter blass und fluffig, wie Weißbrot. Nicht gerade das, was einem zu fünfmal Lebenslänglich verurteilten Serienmörder den Schrecken in die Glieder fahren lässt. Für mich ist das ein Magnet des Grauens. Ich kann nicht abschalten, muss hinsehen. Wie können Menschen es in so einer Maschinerie aushalten? Ein hohler Betonklotz angefüllt mit Leibern, Gerüchen, Stimmen, Geräuschen aus Metall, Neonlicht und Gewalt. Ich würde verrückt. Immer Licht, immer Krach, Körper an Körper. Mir läuft eine Gänsehaut über den Rücken.

Lissi hat sich schon hingelegt. Sie hatte wieder Zoff auf der Arbeit. Ihre blöden Arbeitskolleginnen mobben sie, seit sie zur „Chefsache“ befördert wurde. Eine beschissene Situation. Aber ändern will sie es aber nicht. Sie verdient endlich mehr Geld, kann schicke Kleider kaufen und mit dem Chef auf Geschäftsreise gehen. Auf den hat sie es seit ersten Tag abgesehen. Zum Glück bin ich selbstständig und muss mir so einen Kollegenklüngel nicht antun.

Ich gehe ins Bad und putze mir die Zähne. Ob die Gefangenen ihren Mitinsassen Streiche spielen? Mit den Zahnbürsten das Klo putzen oder so? Bei dem Gedanken wird mir übel und ich spüle mir den Mund mit Fresh Minze aus. Vor der Tür höre ich schnelle Schritte. Lissi kann wohl nicht schlafen? Ich strecke den Kopf zur Tür hinaus. Nichts zu sehen? Ich muss mich verhört haben, rede ich mir ein.

Bevor ich in mein Zimmer gehe, schaue ich kurz bei Lissi rein. Sicher ist sicher. Ein langer Lichtschein vom Flur fällt in ihr Zimmer. Mein Schatten ist drei Meter lang. Lissis Bett ist zerwühlt, aber sie liegt nicht drin. Gibt`s doch nicht. Ich lausche. Nichts zu hören. Wach ich oder träum ich? Ich kneif mich in den Arm. Mist, das tut weh!

„Lissi, verdammt, wo steckst du?“, rufe ich.

Nichts rührt sich. Die anderen Zimmer liegen still und dunkel da. Ob Lissi schlafwandelt? Diese Phänomene können durch psychische Anspannung ausgelöst werden. Hatte ich als Kind auch mal. Als meine Mutter abgehauen ist und mich und meine Brüder bei Verwandten zurückließ. Aber darum geht’s ja gerade nicht. Wo kann Lissi bloß sein? Also die Wohnungstür ist verschlossen. Fest. Zweimal. Habe ich gerade gescheckt. Scheiße! Kann man einen Menschen in seiner eigenen Wohnung verlieren?

Im Wohnzimmer höre ich plötzlich Stimmen. Das unangenehme Gefühl in meinem Bauch zieht sich immer mehr zu einem dicken Knäul zusammen. Vorsichtig gehe ich zur Tür und drücke sie auf. Ich atme auf. Die flimmernden Schattenwürfe und die Stimmen kommen vom Fernseher. Alles kein Hexenwerk. Ist von allein angegangen. Kann vorkommen. Hab ich schon erlebt. Bei meiner Nachttischlampe. Wackelkontakt, kosmische Störungen, was weiß ich. Werde morgen beim Fernsehfritzen anrufen, der soll sich das Gerät mal anschauen. Vielleicht sollten wir gleich einen neuen kaufen. Röhrengeräte sind so was von out.
Wo ist die Fernbedienung? Habe ich wohl vorhin auf`s Sofa geworfen. Am besten ich ziehe den Stecker. Ist sicherer. Nicht das der durchschmort und abbrennt, während ich schlafe.

„Kathy! Kathy“

Das ist Lissi! Warum schreit die so? Ich tauche zwischen den Sofakissen auf, die Fernbedienung in der Hand.

„Lissi! Wo bist du?“

„Hier!“

Mein Blick fällt auf den Fernsehbildschirm. Das kann nicht sein! Unmöglich! Katrin steht im Schlafanzug in einer der Zellen im Hochsicherheitstrakt in dem die Todeskandidaten untergebracht sind. Sie lässt den bulligen Gefangenen, der mit einem tückischen Grinsen näher kommt, nicht aus den Augen. Das ist doch der Kerl, der 10 Frauen umgebracht hat, von denen sie wissen. Ein Irrer! Psychopath, Soziopath. Ich schätze, ich habe bei „Criminal Minds“ nicht aufgepasst. Was ist hier los!

„Bist du es wirklich?“

„Was denkst du?! Kannst du nicht gucken?“, schreit Lissi außer sich.

„Lissi, komm da raus. Sofort!“, brülle ich.

„Wie denn?“, schreit sie zurück.

„Keine Ahnung! Wie bist du darein gekommen?“

„Weiß auch nicht. Hol mich raus! Jetzt!“

Lissi fängt an zu heulen. Der Häftling lacht. Er sagt etwas, dass ich nicht verstehe. Scheiße, was kann ich tun?

„Soll ich ausschalten?“, schreie ich.

„Nein! Bloß nicht. Tu irgendwas!“

„Aber was?“

Die Panik lähmt mich. Ich stehe hilflos da und sehe, wie der Kerl Lissi in eine Ecke drängt und ihr die Kleider vom Leib reißt. Sie tritt und schlägt, schreit wie von Sinnen. Oh Gott, was kann ich tun? Ich dreh gleich durch.

„Ich rufe in dem Gefängnis an. Halte durch!“

Die denken bestimmt, da ist`ne Bekloppte am Telefon, sollte ich es überhaupt schaffen nach Amerika durchzukommen. Aber was Besseres fällt mir nicht ein. Ich stürze zum Telefon. Jemand packt mich am Shirt und reißt mich zurück.

„Du rufst nirgendwo an, Schätzchen“, höre ich eine bösartige Stimme an meinem Ohr. „ich will auch ein bisschen Spaß haben.“

 

Der Text entstand beim Freitagsschreiben. Die markierten Sätze sollten in den Text einfließen. Und das vorherrschende Gefühl im Text sollte „Entsetzen“ sein.

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Der Text entstand nach einem Bild, das einen Gerichtssaal zeigte und unter der Überschrift: der Zeuge oder die Schuldfrage stand.

So steht es also nun fest. Die letzten Stunden vor der Verhandlung nehmen ihren Lauf. Ich habe heute versucht meine Gedanken abzulenken(einige Seiten für meine Schreibkurse gestaltet)und so ruhig zubleiben, wie es mir möglich ist. Ich habe mir eingeredet, ich wäre gut vorbereitet, was ich in der Tat bin, aber das hindert mein Unterbewusstsein nicht daran auf Abwege zu gehen.

Im Allgemeinen bin ich bei solchen Dingen die Panik in Person. Diesmal erstaunlicherweise nicht so extrem. Zumindest was die gedankliche Achterbahnfahrt betrifft. Das äußert sich diesmal eher körperlich. Heute kamen die Übelkeit und der Kopfschmerz zurück. Ich trag es mit Fassung, die zwei kenn ich ja nun schon seit ein paar Wochen. Ich will nicht sagen, ich hätte sie vermisst, aber ich halt es aus.

Ich will nichts schwarz malen und keine großen Erwartungen hegen. Das ist das Beste. Je weniger man will, umso weniger kann man verlieren, oder enttäuscht werden, wenn man es nicht bekommt.

Die Frage, die mir im Kopf herumgeht ist: was habe ich zu verlieren. Nichts, was nicht schon verloren wäre. Und alles was mir zugestanden wird, ist ein Zuckerstückchen für mich. Wie groß das ausfällt? Wir werden sehen.

Eine andere Sache, die ich mich frage und die sich erst morgen beantwortet: wie sieht der Richter die ganze Sache? Wer ist im Recht? Wer nicht? Und wie viel Energie wird die Gegenseite aufwenden, um die ungeliebte Klägerin ins Boxhorn zu jagen?

Während ich hier sitze und schreibe, wundere ich mich wirklich über meine innere Ruhe. Gut, es ist kein Geheimnis, aber ich habe in den letzten Wochen Diana Coopers Weisheitskarten* gelesen. Da stehen ein paar schlaue Sachen drin:

 Klarheit

Erlauben sie es ihrer inneren Weisheit, den Lärm ihrer Gedanken zu durchdringen. Ein stiller klarer Verstand kann alles von einer höheren Warte aus sehen. So wird es ihnen möglich, ihr Leben realistischer einzuschätzen. Die Wahrheit ist immer einfach.

Hat man eine klare Vision, kann man die richtigen Entscheidungen treffen.

Nachhaltigkeit

Verschwenden sie ihre Lebenskraft nicht, in dem sie sich Sorgen machen, sich Stress aufbürden, oder zornig werden. Kultiviere einen positiven Geist, damit sie selbst wieder ins Gleichgewicht kommen.

Integrität

Wenn sie sich selbst immer treu bleiben, erlangen sie mühelos eine natürliche Autorität. Andere Menschen spüren Ihre Ehrlichkeit und reagieren entsprechend darauf.

Halten sie ungeachtet der äußeren Umstände unbedingt an ihren Prinzipien fest. Letztendlich werden sich Aufrichtigkeit und Integrität immer durchsetzen.

„Wir machen nichts, was wir nicht wollen.“

Die Lebensregel, die uns Frank hinterlassen hat. Leider auf eine schreckliche Art und Weise. Ich hätte es mir so sehr anders gewünscht, aber manche Dinge kann man nicht beeinflussen, aber man kann aus ihnen lernen und sich seine eigenen Gedanken dazu machen. Wir sollten aus den Ereignissen unseres Lebens lernen, damit es nicht nutzlos gewesen ist. Im Übrigen wird man sonst immer wieder mit diesen Dingen konfrontiert. Es wird nicht aufhören, bis wir unsere Handlungsweise ändern. Das liegt an uns.

Perspektiven

Ihre Reaktion auf eine Situation hängt ganz von ihrer Sicht ab. … Wenn sie die Dinge von einer höheren Warte aus betrachten, gewinnen sie einen besseren Überblick und erkennen verschiedene Optionen besser.

Loslassen

Dem Verhaftetsein an eine Person, ein Ziel oder an Sicherheit im Allgemeinen liegen Angst und das Verlangen zugrunde, das Leben zu Kontrollieren.

Ihr Loslassen ermöglicht es dem Universum, perfekte Umstände zu erschaffen. Loslassen ist der Schlüssel.

(Außerdem kann man nichts Materielles mitnehmen, wenn man geht.)

Risiko

Jede Form des Wachstums birgt gewisse Risiken. Wenn sie sich scheuen, Risiken einzugehen, werden sie nie über die Grenzen des ihnen Vertrauten hinausgelangen.

Verzweiflung und Angst führen lediglich zu unbesonnenen Entscheidungen, deshalb sollten sie stets ruhig, gelassen und rücksichtsvoll bleiben.

Fragen sie sich, was auf dem Spiel steht und riskieren sie nur das, was ihnen gehört. Bedenken sie, das Sicherheit eine Illusion ist. Handeln sie offen, weise und ehrlich. Akzeptieren sie das Ergebnis leichten Herzens, dann wird alles gut sein.

Authentizität

Seien sie stets aufrichtig und authentisch, damit ihre Mitmenschen ihre Integrität spüren und ihnen vertrauen.

Das Universum wird ihnen Türen und Möglichkeiten öffnen, die sie sich nicht einmal in ihren kühnsten Träumen vorstellen können.

Präsenz

Die Vergangenheit ist vorbei und die Zukunft ist noch nicht da. Aber die Gedanken, Worte und Handlungen dieses Augenblicks wirken sich entscheidend auf die nächsten Momente ihres Lebens aus. Jedes positive Gefühl, das sie jetzt haben, erzeugt die positiven Eigenschaften, die sie in der Zukunft brauchen.

Selbstdisziplin

Wenn sie genügend Selbstdisziplin entwickelt haben, können sie darauf vertrauen, dass sie in jeder Situation angemessen reagieren werden. Dies ist eine notwendige Voraussetzung, um inneren Frieden zu finden.

Wenn andere sich ereifern und die Ruhe verlieren, kann sie sich zurückhalten und ihre Würde bewahren.

Erfolg

Erfolg und Misserfolg sind nichts weiter als Etiketten, die uns blenden und entweder zu Überheblichkeit oder Verzweiflung führen. Triumphe können von kurzer Dauer sein, aber Enttäuschung kann uns zum Segen gereichen, wenn wir uns selbst nicht dafür verurteilen.

Genießen sie ihre Erfahrungen und schauen sie auf den positiven Aspekt einer jeden Situation.

Erwartungen

Erwartungen sind unglaublich mächtige magnetische Kräfte, die auf zellulärer Ebene wirken, um etwas ins Leben zu rufen. Erwartungen ermöglichen es ihren Absichten Realität zu werden. Aber bedenken sie bitte, dass ihr Fokus sowohl positiv als auch negativ sein kann.

Macht

Wer Ruhe, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit ausstrahlt, der besitzt eine natürliche Macht… Wer Macht über sein Leben erlangt hat, akzeptiert die Dinge wie sie sind, schiebt niemandem und nichts die Schuld zu und sieht auch nicht zurück. Stattdessen lebt er weise in der Gegenwart und handelt mitfühlend und entschieden.

Dankbarkeit

Suchen sie nach dem Positiven in jedem Menschen und jeder Situation und üben sie sich in Dankbarkeit.

Wenn sie für das dankbar sind, was sie bereits haben, können sie auch großzügiger und gütiger sein.

Güte

Sind sie gütig und liebevoll, fühlen sich die Menschen in ihrer Umgebung wohl.

Handelt nur ein einziger Mensch mit Güte, kann er Umstände und Menschen verwandeln, weil er den Samen des Friedens in ihre Herzen und Seelen sät.

Arbeit

Wenn sie sich ihren Lebensunterhalt freudig und auf integere Weise verdienen, dient alles, was sie tun, der ganzen Menschheit.

Harmonie

Sie sind der Dirigent ihres Lebens und ihre Beziehungen sind das Orchester. … Überprüfen sie, ob sie sich mit den wichtigen Menschen in ihrem Leben in Harmonie befinden. Überprüfen sie auch, ob sie mit sich im Einklang mit sich selbst sind.

Gegenseitiger Vorteil

Ein weiser Mensch wird nach Lösungen suchen, bei denen alle Beteiligten etwas gewinnen können. Das mag bedeuten, dass man manchmal darauf verzichten muss, seine Interessen um jeden Preis durchzusetzen. Dafür ziehen dann alle Beteiligten Nutzen aus der Situation.

Der gute Wille, den sie jetzt an den Tag legen, wird sich positiv auf ihre Zukunft auswirken.

Handeln

Bedenken sie, dass es ihre eigenen Entscheidungen sind, die definieren, was aus ihnen wird und welchen Ruf sie haben.

Treffen sie jetzt Entscheidungen, die von Klarheit, Integrität und Mitgefühl getragen werden. Es geht darum, weise und im Interesse aller zu handeln.

Wenn man so auf sich selbst zurückgeworfen ist, um sich mit sich und seiner „Schuld“ auseinanderzusetzen, dann hat man einige Zeit zu lesen und zu prüfen, – wie mein Bruder immer sagt – , bin ich bescheuert oder die anderen. Denke nur ich so, oder sehen andere auch das Problem an der Sache.

Ok, um es kurz zu machen. Ich bin nicht die einzige, die das Problem an der Sache erkennt. Aber es hat schon was von David und Goliath sich gegen jemand zu stellen, der ein dickes Bankkonto und einen Gottkomplex hat. Oder sagen wir einen Hauch von Größenwahn.

Es macht mir etwas Sorgen, dass ich nichts von diesen Eigenschaften, wie Selbstüberschätzung und Überheblichkeit/ Arroganz, für mich beanspruchen kann oder will. Ich kenne meine Grenzen und bin eher der Typ, der für Harmonie auch etwas hinnimmt, was mir nicht gefällt. Meine Schmerzgrenze, einem anderen „eins auszuwischen“, ist recht hoch. Allerdings hat Goliath die Grenze weit überschritten. Nicht nur meine, sondern die vieler anderer auch. Und da schreit mein Gerechtigkeitssinn: Jetzt reicht`s. Ich muss den Mund aufmachen und die Wahrheit sagen. „Keine Feigheit vor dem Feind“. Meine Oma wäre stolz auf mich, wenn sie wüsste, dass ich mir die ungerechte Behandlung nicht gefallen lasse.

Ich werde mir also die kleinen Steine von David ausleihen und die Schleuder und dann versuche ich genau dasselbe, was der gute David vor ein paar tausend Jahren geschafft hat, Goliath direkt vor die Stirn zu treffen, damit es endlich etwas mehr Gerechtigkeit gibt.

*Die zitierten Texte aus den Weisheitskarten sind Auszüge.

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