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Posts Tagged ‘Opfer’

Der folgende Text ist eine Aufgabe aus dem 365-Tage-Projekt, allerdings auch eine Art Auftragsarbeit. Es ist der Vorspann für ein Rollenspiel und ich bin schon sehr gespannt, wie sich das Ganze entwickelt. 🙂

Die Höhle ist dunkel, aber wenigstens ist es dort trocken. Seit Stunden regnet es und ich bin völlig durchnässt. Ich brauche dringend eine Verschnaufpause und etwas zu essen. Ich mache ein Feuer mit ein paar herumliegenden Holzstücken und verteile meine Kleider zum Trocknen. In meinem Rucksack finde ich noch einen Kanten Brot, eine halbe Hartwurst und zwei Äpfel. Ich setzte mich dicht ans Feuer und verspeise alles. Inzwischen ist es eine Woche her, dass ich von zuhause aufbrach und wenn ich nicht bald jemand finde, der mir weiterhilft, ist meine Mission zum Scheitern verurteilt.

Mein Vater, der König von Anwar, sandte mich aus, den Tempel des großen Orakels aufzusuchen. Er hofft, Beatrice die große Seherin könnte uns bei der Suche nach Wolfram dem Magier helfen. Er gilt als verschollen, doch er ist unsere einzige Hoffnung, den Phönix zu finden, der unserem Volk den Frieden bringen kann, denn nur ein Magier seines Standes ist in der Lage diesen seltenen Zaubervogel einzufangen.

Die Schwierigkeit des Unterfangens ist mir wohl bewusst, doch meine beiden Brüder befehligen die Heere Anwars und sind unabkömmlich. Sie müssen unsere Grenzen nach Zenovia sichern. Nachdem König Geralf von Zenovia einem Meuchelmord zum Opfer fiel und sein Halbruder Brand den Thron bestieg, haben sich die Verhältnisse im Land rapide verschlechtert.

Geralfs Söhne sind auf der Flucht und unsere Spione berichten, dass die jungen Männer zwangsgezogen werden, um ein großes Herr aufzustellen. Brand hegt große Übernahmepläne für die umliegenden Völker und wir werden sein erstes Ziel sein. Anwar ist das kleinste Nachbarland und doch sind wir mit großen Schätzen gesegnet. Wir werden uns nicht lange gegen Brand und sein Heer behaupten können, wenn es zum Krieg kommt.

So lag es an mir, dem Jüngsten, dem Befehl meines Vaters Folge zu leisten und mich auf den gefahrvollen Weg zu begeben.

Der Legende nach liegt der Tempel in der Spiegelwüste. Um dorthin zu gelangen braucht man eine besondere Karte. Sie markiert den Punkt, an dem man den Weg beginnen muss, sonst wird man von den Wanderdünen und Luftspiegelungen in die Irre geführt. Die Karte liegt in den Tiefen der heiligen Bibliothek der Mönche von Windermer. Der Weg dorthin führt durch unwegsame Moore, dunkle Wälder, über Schneebedeckte Berge und an schaurigen Orten vorbei.

Um in den Besitz der Karte zu gelangen muss ich zuerst eines Artefakts habhaft werden, dass in der Hammersburg unter Verschluss gehalten wird. Es ist Teil des heiligen Siegels von Windermer und wurde vom ersten Abt des Klosters geschaffen. Nur unter dieser Bedingung werden sie mir die Karte anvertrauen.

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„Der geflügelte Löwe“, flüsterte Karan, „es gibt ihn wirklich.“

„Meinst du, es ist wahr und hier liegt das Geheimnis der Fürsten der alten Reiche verborgen?“

Alynd berührte sacht Karans Arm. Er erschrak, so sehr bannte das große Siegel seine Gedanken. Karan kannte den Zauberspruch, der es öffnen konnte. Besessen war er davon gewesen, die Burg der Alten zu finden und dem Wahrheitsgehalt der Legenden auf den Grund zu gehen. Nun da Karan sein Ziel fast erreicht hatte, schien ihm das Ganze nichts mehr zu bedeuten. Zu viele Opfer hatte er bringen müssen und niemand war Schuld dran, nur er allein.

„Willst du den Spruch nicht sagen?“

Alynd sah ihn fragend an. Karan vermied es zurückzuschauen.

„Sollen die Opfer umsonst gewesen sein? Der Schmerz, die Tränen und Entbehrungen?“, fragte sie sanft.

Karan wandte ihr das Gesicht zu. Kein Vorwurf über sein Versagen lag in ihren dunklen Augen, nur unendliche Liebe. Sie liebte ihn, hatte es schon immer getan. Jetzt, am Ende des Weges, erkannte er es. Wie war das möglich? War das die Antwort auf alle Fragen? Den Sinn, die Tiefe, die Essenz des Lebens an sich? Die Liebe.

„Bist du sicher? Wollen wir das wirklich tun?“, fragte er.

Alynd nickte.

„Ja. Ich werde immer bei dir sein. Wohin du auch gehst. Ob zum Guten oder Schlechten. Nichts wird mich von dir trennen.“

Sie griff nach seiner Hand. Spürte die rauen Stellen, die Schwielen der harten Arbeit an seinen Fingern. Hände die hart zupacken und sanft streicheln konnten. Karan hob Alynds Hand zum Mund und küsste ihren Handrücken. Ihre Augen versanken in einander. Die Prinzessin und der Schmied. Das waren sie einmal gewesen. Alynd kam es vor, als wäre es Zeitalter her. Nun waren sie Liebende. Sie lächelte ihm ermutigend zu.

Karan legte die frei Hand auf das große Siegel. Er spürte das Relief des geflügelten Löwen unter seiner Handfläche. Dann sprach er den Zauberspruch.

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Das Musikstück für den folgenden Text ist von Ben Becker – „Ich will du sein“ – aus dem Rilke-Projekt (sehr zu empfehlen! 🙂 )

Er kommt. Groß, dunkel, kraftvoll. Das Licht der Straßenlaterne wirft seinen Schatten.
Soll ich laufen oder bleiben. Ich wende mich ab, will mein Heil in der Flucht suchen.
Er ruft nach mir. Nennt meinen Namen. Saugt ihn in seinen Rachen. Er ist es.
Ich schließe die Augen. Er steht hinter mir. Spüre seinen heißen Atem. Fließt in meinen Nacken, meine Wirbel.
Gänsehaut überstreift, fängt er mich in seinem Netz aus Melodie und Klang. Lauf, lauf, sagt die Stimme der Vernunft.
„Ich will du sein. Ich will aufgehen in dir.“
Seine tiefe samtige Stimme reibt sich gleich einer aufkommenden Brise über meine glühende Haut.
Lauf, lauf, schreit die Stimme der Vernunft.
„Ich will leise Träume träumen.“
Seine Lippen kosten meinen Hals.
Woher kennt er meine Wünsche. Wer verriet ihm meine Sehnsucht? War ich es selbst, die Herz und Seele bloßlegte?
„Ich will am Feuer deiner Augen 1000 leise Opfer anzünden.“
Seine fordernden Hände liegen auf meinen Hüften. Fingerkuppen verlangen ihren Preis.
„Ich will aufgehen in dir.“
Seine weiche, wilde Stimme dringt ohne Mühe in mich ein.
Bis zu meinem Herzen, meinem sehnsuchtskranken Herzen.
Mein gieriges wollüstiges Herz will mehr. Mehr von ihm. Mehr von seiner Stimme. Sie soll mir von Liebe sprechen.
„Ich will aufgehen in dir. Ich will du sein.“
Kann nicht gehen, kann nicht bleiben. Seine Stimme hat sich in meinen Bauch gegraben, mich genommen, jede Zelle besetzt.
Ich will alles. Kann nicht aufhören seinen Worten zu lauschen. Gebe seiner Stimme meinen Willen hin. Ich will ihn in seine Nacht begleiten, ihm gehören unter den einsamsten Sternen.
„Ich will aufgehen in dir. Ich will aufgehen in dir. Aufgehen in dir.“ Ich flehe ihn an.
„Es ist längst geschehen.“
Sein Mund nimmt mich ohne Gnade, ohne Reue. Nur er und ich. Aufgegangen ineinander.

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Es war der Letzte von zehn Tagen. Die Teilnehmer saßen bereits mit genervtem Blick auf unbequemen Stühlen im Halbkreis.
„Natürlich“, wetterte er und stützte sich mit den Fäusten auf den Tisch. „Natürlich wollen sie entdecken, worauf es ankommt. Keine Frage. WIR, ja WIR sind die letzten Erziehungsinstanzen. Denen bringt doch keiner mehr etwas bei.“

Seine Stimme begann zu pfeifen, als er nach Luft schnappte. Doch er polterte direkt weiter, ohne zu bemerken, dass ihn alle mit aufgerissenen Augen ansahen.

„Kriminell und faul wie Schlepperbanden!“, fauchte er. „Keiner von denen hat je gelernt, wie man arbeitet. Die kommen aus der Universität und ziehen über uns her wie Heuschrecken! Aber diese Schlawiner, denen werde ich es zeigen! Ich ziehe ihnen die Ohren lang, bis man sie mit Mikadostäbchen wie Zeltstangen aufspannen kann!“

Der Bilderfriedhof hinter ihm lief einfach weiter über die portable Leinwand und erfüllte den abgedunkelten Raum mit wechselnden Farben, während die Zuhörer aus der ersten Schockstarre erwachten und sich leise murmelnd gegenseitig ansahen.

„Und jeder weiß es besser. Ein Zeitsprung nach dem anderen im Kopf, keine Konzentration, immer den roten Faden verlieren und … Sie wissen, was ich meine. Wenn … also … keinen Anstand … Neulich erst, das werden Sie sich jetzt merken, da kam einer von diesen … hat jetzt einer was zu schnabulieren, verdammt?! Passen Sie doch auf. Hier spielt die Musik, Sie …“.

Keiner zeigte eine Reaktion, niemand wollte zu seinem persönlichen Opfer und vorgeführt werden. Mit hochrotem Kopf streifte sein Blick durch die Teilnehmer, die ihre Blicke senkten und unverdächtig auf Uhren und Fingernägel schauten, um keinen Blickkontakt herzustellen. In seinem Gehirn lief eine unendlich komplizierte Analyse der Personen ab.

„Sie da!“, keifte er und zeigte auf einen jungen Mann mit Hemd und Krawatte. „Welchen Geschmack hat ein Gewächshaus?“

„Wie bitte? Meinen Sie …“

„Irrelevant. Ich wollte nur schauen, ob Sie noch aufpassen. Aber weit gefehlt, mein Freund, weit gefehlt. Ich sehe schon, was in Ihnen vorgeht. Sie denken nur an sich, was Sie heute Abend kochen, in Ihrer feinen Edelstahlküche mit Ihrer Bilderbuchfrau, immer bedacht auf Ambiente. Ambiente, ACH HÖREN SIE DOCH AUF MIT IHREM AMBIENTE! Was wollen Sie eigentlich? Kein Mensch hat Sie gefragt! Da wird Ihnen auch nicht die Wasserqualität Ihrer Wiederaufbereitungsanlage helfen. Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind?! SIE UNGETÜM, wenn ich Sie nur sehe …!“

Mit diesen Worten stoppte seine Talfahrt so abrupt wie erleichternd. Sein Gesicht wechselte von Rot nach Blau über Weiß, um dann in versteinerter Mimik stecken zu bleiben. Das Publikum wurde ganz still, einige in den hinteren Reihen zückten jedoch Ihre Smartphones, um Bilder zu machen und wenige Sekunden später kippte er nach vorne, um mit einem lauten Rumpeln stumpf auf den Boden zu fallen. Einige schreckten hoch, eine ältere Frau sagte:

„Wir brauchen einen Krankenwagen!“

In dem Moment trat aus dem dunklen Hintergrund der Konzernchef ins Licht und sagte mit beruhigender Handbewegung:

“Nur keine Sorge, das ist nicht nötig – in unser aller Interesse. Danke für Ihre Geduld und Ihre Teilnahme an diesem Antiaggressionstraining.“

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und
17 Gegenmaßnahmen, um sie sprudeln zu lassen!

1. Der Gedanke kreativ sein zu müssen. Ein „echter“ Künstler schafft „Großes“!

Wer bestimmt, was echt und groß ist? Du bist dein eigener Maßstab niemand sonst! Du gibst in deiner Arbeit den Ton an. Vergleiche dich nicht mit anderen. Lass dich anspornen und inspirieren, aber sei du selbst.

2. Auf das „leere Blatt“ (im Falle eines Schriftstellers oder Malers) starren und grübeln.

Die Lösung liegt in der Bewegung. Geh raus. Beobachte die Natur, setzt dich in ein Café, einen Zug, geh in ein Kaufhaus und beobachte Menschen. Höre deine Lieblingsmusik und klink dich aus. Deine Gedanken brauchen Input und Schwingungen, dann klappt es auch wieder mit der Kreativität. Aus den skurrilsten Funken können die tollsten Dinge entstehen. Erst sammeln, später sortieren.

3. Abwertende und unqualifizierte Kritik

Sie verletzt und lässt dich zweifeln, weil es keinen Ansatzpunkt gibt, an deinem Werk zu arbeiten. Abhaken, hinter dir lassen, weitermachen – auch wenn es am Anfang schwerfällt. Vielleicht schreibst du dir den Frust von der Seele? Titel: 10 Möglichkeiten meinen Kritiker um die Ecke zu bringen, oder so ähnlich *g*. (Buchtipp: „Tod eines Kritikers“ Martin Walser)

4. Schlechter Umgang

Trenne dich von überkritischen, sarkastischen, verletzenden Menschen. Such dir wohlwollende, konstruktive Freunde, die dich unterstützen und weiterbringen. Kreativität ist eine zarte Pflanze, die gepflegt werden möchte. Gut argumentierte Hinweise sind hilfreich, ein harsches Urteil nicht!

5. Unehrlichkeit

Wenn du auf der Stelle trittst, antriebs- und lustlos bist, sei ehrlich mit dir selbst. Die Symptome sind ein Zeichen für Veränderungen. Schreibe auf, was dich bedrückt und hindert. Handele danach. Schritt für Schritt.

6. Faule Ausreden – kann ich nicht, darf man nicht, mir fehlt die Ausbildung, ich muss für Familie/Freunde usw. da sein, Experten sagen … und so weiter. Jeder Künstler hat seine eigene Killerphrase.

Du hast die Wahl, was du denken möchtest. Willst du Opfer oder Schöpfer sein?

– Ich kann nicht. – Ich kann es noch nicht, aber ich kann es lernen.
– Das darf man nicht. –Wer ist man?
– Mir fehlt die Ausbildung – Mit meinem Talent werde ich es lernen.
– Ich muss für Familie/Freunde da sein. – Nur wer sich selbst liebt und achtet, hat genug Kraft sie an andere weiter zu geben. (Achtung: Burn-out)
– Experten sagen dies und jenes. – Experten sagen viel, wenn der Tag lang ist!

Für jede Killerphrase gibt es eine Gegenantwort. Schreibe deine Antworten auf deine persönlichen Killerphrasen auf. Setz deine Kreativität dafür ein, welche Chancen und Möglichkeiten sich dir bieten und nicht, warum etwas nicht funktionieren könnte.

7. Zwänge jeder Art. Zeitdruck, Konventionen, eine verquere Idee davon, wie du sein musst, um kreativ zu sein, usw.

Spreng die Fesseln und du wirst staunen, was möglich ist und wie verdammt gut sich das anfühlt! Sei Herr deines Lebens, es gehört dir. Finde deinen Weg. Auch eine gute Möglichkeit kreativ zu sein.

8. Perfektionismus – absoluter Killer!

Schieß ihn ab! – Tu doch mal absichtlich, was „man“ sonst nicht tut. Genieß es! Ab und an brauchst du eine „Sauerei“ oder ein Chaos.

9. Vermeidungsstrategien: Im Internet surfen, zu viel (und „blödes“) Fernsehen gucken. – Zeitfresser!!!

Sei konsequent, diszipliniert, setze dir feste Zeiten, wenn es um diese Zeitdiebe geht.

10. Arbeitssucht/Getriebensein

Pausen sind wichtig für den Geist! In der Entspannung kann er neue Wege gehen. Setze Prioritäten. Was ist für dich wirklich wichtig? Nur wer auch ausruht, kann sich wieder konzentriert seiner Arbeit zu wenden.

11. Angst vor Misserfolg?

Kann passieren. Aber allein sich der Welt zu stellen, ist ein sehr großer Erfolg für dich. Durch das Aushalten einer Enttäuschung wächst deine Persönlichkeit. Kopf hoch! Er ist noch dran. Das nächste Mal können wir aus unseren „Irrtümern“ lernen. Mein Lieblingsspruch: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue. Wenn nicht, tritt sie ein *g*.

12. Angst vor der eigenen Courage.

Alles wird gut! Wenn du dich traust. Die meisten Menschen bewundern jemanden, der den Mut hat seiner künstlerischen Stimme Ausdruck zu verleihen.

13. Angst vor Erfolg – was kommt dann?

Lass es auf dich zu kommen. Alles zu seiner Zeit. Mach dich nicht verrückt mit etwas, dass in der Zukunft liegt. Genieße den schöpferischen Prozess im Hier und Jetzt.

14. Was sagen „die anderen“, wenn ich solche „hochtrabenden Pläne“ habe?

Um es mit den „Ärzten“ zu sagen: „Lass die Leute reden, hör ihnen nicht zu (wichtig), die meisten Leute haben ja nichts Besseres zu tun … das haben`n die immer schon gemacht.“ Für dich werden sie nicht damit aufhören. Das ist der blanke Neid, weil sie selbst keine Courage haben. Sie können dir nur leidtun.

15. Stimmen der Vergangenheit (Konditionierung) „Das schaffst du nie.“ – „Dazu bist du zu dumm, zu flatterhaft usw.“

Lass die boshaften Stimmen hinter dir. Du bist erwachsen. Gestatte ihnen nicht, dich heute noch zu verletzen. Gib diesen Stimmen und den dazugehörigen Personen keine Macht über dich. Hurra wir leben noch! Wenn alles nichts hilft, wende dich an einen Psychotherapeuten.

16. Die Frage: „Darf ich das tun?“

Es gibt gewisse Regeln, die zweifellos zu einem harmonischen Zusammenleben beitragen. Doch wenn es um die Kunst geht, gilt: Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden. Und wenn dir das Ergebnis nicht zusagt, macht nichts. Neuer Versuch. Wie sagt das Sprichwort: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ In einer Sackgasse zu stehen und immer wieder gegen die Wand zu laufen, bringt dich nicht weiter.

17. Scheuklappen-Denken – „Das wurde schon immer so gemacht.“

Na und? Dann mach es doch mal anders! Und sieh, wohin es dich bringt. Abseits der Straße liegen die schönen Dinge des Lebens. Wie willst du sie finden, wenn du dich von dir selbst und anderen einschränken lässt? Wer das tut, was er immer tut, bekommt auch nur das, was er immer bekommt. Leg dich nicht fest. Sei offen für Neues und Ungewöhnliches. Versuch zu malen, wenn du schreibst oder zu schnitzen, töpfern, häkeln, neue Kochrezepte zu erfinden usw. – und umgekehrt. Die Möglichkeiten sind unendlich. Wer weiß, welche Horizonte sich auftun?! Besuche Museen, Ausstellungen verschiedenster künstlerischer Richtungen, beschäftige dich mit verschiedensten Themen und Kulturen und lass dich inspirieren. Neugier, Sehnsucht und ein hungriger Geist halten die Kreativität am brennen.

Lass dir von niemand vorschreiben, was Kreativität für dich zu sein hat. (Auch dafür gibt es genug Definitionen. Die einfachste Gleichung wäre: kreativ sein – schöpferisch sein.) Noch ein paar Tipps, die du dir ab und an ins Gedächtnis rufen kannst:

• Visualisiere deine Träume und Pläne.
• Sei leidenschaftlich und rückhaltlos, wenn es um deine Kunst geht.
• Sei, wer du bist, nicht was du hast.
• Sei experimentierfreudig und hab Freude an deinem Schaffensprozess.
• Sei optimistisch und dankbar.
• Finde deinen Rhythmus und bleibe im Fluss. Akzeptiere, dass es ruhige und stürmische Abschnitte gibt.
• Sei konzentriert, aber nicht verbissen.
• Warte nicht auf Erlösung von außen. Folge deinem Weg und lebe dein Leben. Verbringe die gegebene Zeit auf die schönste Weise, die du dir vorstellen kannst.
• Fang an. Jetzt! 🙂

„Kreativität ist
die Quelle der Persönlichkeit
aus ihr dringt
die Ader des Glücks
ans Licht.“
Wilma Eudenbach

 

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