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Posts Tagged ‘Nacken’

Meine Sucht nach dir

 

Bist eine Droge

Ein Tropfen von dir

Auf der Zunge zergeht

Und, alles kehrt sich um

 

Unten ist oben

Hell ist dunkel

Kalt ist heiß

Gefangen ist frei

 

Der Duft deiner Haut

Dein Blick durch und durch

Deine Hand im Nacken

Dein Mund auf meinen Lippen

 

Hab dich geatmet

Dich getrunken

Bis zur Neige

Alles genommen

 

Durst nach dir brennt in meiner Kehle

Werde niemals satt

Mein Herz verzehrt sich

Mit dir beginnt das Leben

 

Dein Begehren ist mein Rausch

Deine Lust mein Elixier

Hör mein Flehen

Bitte, gib mir mehr von dir

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Schwarzer Montag für eine Liebe

„Ich weiß genau, dass du ein Affäre hast!“, schrie sie und schlug ihre Kaffeetasse mit Wucht auf die Arbeitsplatte. Der Henkel brach ab.

Er zuckte mit den Schultern. Ihre Eifersuchtsanfälle berührten ihn kaum noch. Aus der wunderschönen, sanften Frau, die er vor zehn Jahren kennengelernt hatte, war ein Furie geworden.

„Was soll ich sagen“, begann er.

„Ich will deine fadenscheinigen Ausreden gar nicht hören“, unterbrach sie ihn sofort, „jedes Wort ist eine Lüge, ich kann dir nicht vertrauen.“

Mitleidig sah er sie an. Bevor er ihr begegnete war er tatsächlich kein Kostverächter gewesen und hatte alle guten und manchmal auch die weniger guten Angebote mitgenommen, aber ihr war er treu. Bedingungslos. Er kannte sie nicht wieder.

„Wenn das so ist, sollte ich vielleicht gehen?“, sagte er ruhig.

„Dann geh doch!“, ihre Stimme kippte hysterisch, „dass ist doch alles was du kannst.“

Diesen Satz hatte er so oft gehört, seit sie abgefangen hatte, ihn mit ihren ungerechtfertigten Verdächtigungen zu verfolgen. Er drehte sich langsam um. Macht die ersten Schritte auf die Tür zu.

„Geh doch! Los hau ab!“

Ihre Wut schwappte wie eine hohe Woge hinter ihm her. Traf ihn im Nacken und verursachte ihm eine Gänsehaut. Für den Bruchteil einer Sekunde zögerte er. Wenn er jetzt ging, wäre es für immer. Da war doch Liebe gewesen! Eine Liebe, die er nie für möglich gehalten hatte.

„Verschwinde“, zischte sie.

Ohne umzublicken verließ er das Haus und kehrte nicht zurück.

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Lady Isabell redete inzwischen eine ganze Weile auf Justin ein, und hätte ihm der Anstand nicht geboten Interesse zu zeigen, wäre er am liebsten aufgestanden und gegangen. Isabell setzte ihre Reize so offensichtlich ein, dass es ihn manchmal direkt belustigte. Aber meistens langweilten ihn diese Spielchen. Es war einfach zu vorhersehbar.  Er sah zu Eliana hinüber. Ihr schien es ähnlich zu gehen. Geistesabwesend blickte sie aus dem Fenster und dachte wahrscheinlich ans Meer. Das Haar hatte sie aufgesteckt. Ein paar vorwitzigen Locken hatten sich gelöst und kringelten sich in ihrem Nacken, das ließ sie sehr mädchenhaft erscheinen. Unwillkürlich ertappte er sich bei dem Gedanken, dass er ihr gerne das Haar lösen würde um mit den Fingern darin auf Wanderschaft zu gehen.

5.

Den nächsten Vormittag verbrachten Anna und ich mit Anproben, Haarfrisuren und allem was damit zutun hatte. Henrietta leistet uns Gesellschaft. Sie erzählte von ihrem zu Hause, ihren Geschwistern und, was natürlich Anna am meisten interessierte, von ihrem Bruder William. Anna sog jedes Wort in sich auf. Als Henrietta ihr berichtete, dass ihr Bruder ihr gegenüber erwähnt hatte, wie hübsch er Anna fände, war es endgültig um sie geschehen. Der Gedanke, dass die Beiden zusammenfinden könnten, gefiel mir. William war ein liebenswerter Junge und Henrietta wäre eine nette Schwägerin für Anna.

Ich war früher mit meiner Anprobe fertig und Justins Mutter erlaubt mir zu gehen. Zum Glück war sie nicht die ganze Zeit anwesend, sondern kam nur ab und an herein geschneit , um den Fortschritt der Modistinnen zu begutachten. Ich beschloss die Gelegenheit zu nutzen und mich umzusehen.  Ziellos wanderte ich umher. Betrachtete Bildergalerien von Justins Ahnen, erfreute mich an schönem Interieur und stellte irgendwann fest, dass ich mich verlaufen hatte. Ich befand mich in einem Teil des Hauses, der mir völlig fremd war.  Während ich überlegte in welche Richtung ich gehen sollte, hörte ich, wie sich schnelle Schritte näherten. Ohne nachzudenken drückte ich mich in eine schmale Nische zwischen zwei Schränken.  Wie sich wenige Sekunden später zeigte, war es Lady Amanda, die an mir vorüber eilte. Erleichtert atmete ich auf und lugte um die Ecke. Sie machte sich an einer Wandverkleidung zu schaffen. Mit einem leisen Knacken sprang eine geheime Tür auf und die Wandverkleidung öffnete sich. Lady Amanda sah sich kurz um, dann verschwand sie hinter der Geheimtür. Ich versicherte mich, ob niemand in der Nähe war, dann verließ ich mein Versteck.  Meine Neugier trieb mich an, festzustellen wohin der versteckte Gang dahinter führte. Ich strich mit der Hand an der Außenleiste der Verkleidung entlang. Dort erfühlte ich eine Vertiefung, legte meinen Finger darauf und drückte leicht, schon schwang die Wandverkleidung auf.

„Haben sie immer so viel Interesse an Geheimtüren?“

Ich zuckte erschrocken zusammen. Mein Herz setzte für einen Lidschlag aus.

 „Himmel, Mylord. Schleichen sie sich immer so an?“, fragte ich dagegen.

„Nur bei Spionen, die mein Haus unter die Lupe nehmen“, ging Justin auf meinen Scherz ein und schmunzelte.

„Da bin ich aber sehr froh, dass ich kein Spion bin“, lachte ich, „aber tatsächlich gibt es in unserer Bibliothek in Staverley Court auch eine geheime Tür.“

„Sie müssen mir davon erzählen.“

Justin reichte mir den Arm. Etwas unsicher und mit klopfendem Herzen hakte ich mich unter.

„Da gibt es nicht viel zu erzählen. Unser Vater hielt sie unter Verschluss, da er in dem Zimmer dahinter seine Weinvorräte lagerte.“

Justin lachte und ich entspannte mich. Seine Nähe, die Wärme seines Körpers machten mich nervös.

„Eine mögliche Variante. Die geheimen Gänge in unserem Haus führen direkt zum Meer. Sie wurden früher von Schmugglern benutzt. – Vielleicht hat man ihnen schon erzählt, dass es hier im Haus spukt?“

„Das schon, aber ich spüre keine Geister. Das Haus ist wunderschön!“

„Es freut mich, das von ihnen zu hören. Ich liebe dieses Haus sehr.“ Die Begeisterung in seiner Stimme war nicht zu überhören.  „Wenn sie möchten zeige ich ihnen gerne einige architektonische Besonderheiten.“

„Sehr gerne.“

Also führte mich Justin durch die verschiedenen Stilepochen seines Heims. Er schien erstaunt zu sein, dass ich mich mit den verschiedenen Stilen auskannte. Für mich war es eine Freude mit ihm über Kunst und Architektur zu unterhalten. Ein Thema, das mich schon lange faszinierte. Leider interessierten sich nicht sehr viele meiner Freunde dafür. So genoss ich die Begeisterung, die ich bei Justin spürte und ließ mich mitreißen.

Justin machte die Führung mehr Spaß, als er zugeben mochte. Eliana stellte intelligente Fragen und kannte sich gut aus. Ihre Augen glänzten, wenn sie Neues entdeckte oder sie über etwas besser bescheid wusste als er. Sie sprudelte nur so vor Begeisterung und Justin ließ sich nicht lange bitten. Er teilte sein Wissen mit ihr, erzählte kleine Anekdoten über die Erbauer und Künstler, die dieses Haus geprägt hatten. Ihre Gedanken und Fragen befruchteten sich gegenseitig und er musste sich eingestehen, dass er sich mit einer Frau selten so gut unterhalten hatte. Die meisten schönen Damen, die er kennen lernte, redeten über sich und ihn und versuchten ihn mit koketten Äußerungen dazu zu bewegen, ihnen Komplimente zu machen. Eliane interessierte dieses nicht im Geringsten. Sie ging ganz in ihrer Unterhaltung auf.  Ihr Enthusiasmus ließ sie noch reizender erscheinen, als sie ohnehin schon war.

Justin brachte mich bis zu meinem Zimmer.

„Ich hoffe, sie fühlen sich wohl hier? Ihre Schwester hat schon Freundschaften geschlossen, wie ich festgestellt habe“, sagte er leichthin.

„Ja, dass ist gut so! Dann wird ihr der Abschied nicht so schwer. Ich glaube, sie hat sich verliebt!“, ich lächelte.

„Ja, ich denke William wäre eine gute Wahl.“

Ich sah ihn dankbar an. Justin würde William nicht davon abraten Anna zu heiraten, wenn er dieses Ansinnen äußern würde.

 „Und haben sie sich auch verliebt?“, fragte Justin mich unvermittelt.

 „Wie kommen sie darauf?“

„Nun, ich hatte das Gefühl, dass sie sich in der Gegenwart von Prinz Niklas sehr wohl fühlen.“

Justin sah mich aufmerksam an und ich errötete.

„Nun er ist sehr überschwänglich. Ich mag es lieber, wenn die Menschen ehrlich sind. Ich bin in niemanden verliebt!“, verlegen senkte ich den Blick.

„Soll ich dich in mich verliebt machen, Eliana?“, fragte er mit weicher Stimme.

Justins Frage traf mich völlig unvorbereitet. Unter der Intensität seines Blickes konnte ich keinen klaren Gedanken mehr fassen. Die Bedeutung seiner Worte drang erst verzögert bis zu meinem Verstand.

„Mylord“, flüsterte ich.

„Oder hast du Angst vor der Liebe?“ Durchdringend sah Justin mich an. Mein Herz schlug so laut, dass ich befürchtete er könnte es hören. „Oder vielleicht hast du nur Angst vor mir?“

Da öffnete sich die Tür und meine Zofe Sara kam heraus.

„Oh, Miss. Gut dass sie kommen, sie müssen sich langsam für den Ball heute Abend umziehen.“

„Danke Sara. Ich komme.“

Ich wandte mich zu Justin.

„Entschuldigen sie Mylord, die Pflicht ruft.“

Erleichtert rette mich in die Stille meines Zimmers und versuchte zu verstehen, was gerade passiert war.

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Es war noch sehr früh, als ich am nächsten Morgen erwachte. Ich konnte nicht wieder einschlafen, also zog ich mich an und ging hinunter in die Bibliothek. Die Morgensonne fiel durch die großen Glastüren und tauchte den Raum in ein sanftes Licht. Ich sah hinaus in den Garten meiner Kindheit und erinnerte mich an die schöne Zeit, die wir hier verbracht hatten. An die Gartengesellschaften, an die Tage an denen Anna und ich frei wie der Wind durch die Welt getobt waren. Und jetzt? In ein paar Tagen würden wir uns in einer anderen Welt wieder finden, mit der ich mich nicht auskannte und vor der mir graute. Ich hatte keine Angst vor Männern, aber der Gedanke einen Mann zuheiraten, der auf mein Erbe spekulierte, gefiel mir überhaupt nicht. Anna durfte nichts von Lord Stanfords Plänen erfahren, dass würde ihr noch mehr Angst machen, als sie ohnehin hatte.

„Guten Morgen, Miss. Lord Stanford erwartet sie und Miss Anna im Esszimmer.“

„Danke, James. Ich gehe hinüber, Miss Anna, ist noch auf ihrem Zimmer, lassen sie ihr bitte Bescheid sagen.“

„Sehr wohl, Miss.“

James ging so leise, wie er erschiennen war.

Als ich das Esszimmer betrat, stand Lord Stanford am Fenster und sah hinaus.

„Guten Morgen, Mylord.“

„Guten Morgen Eliana haben sie gut geschlafen?“, er schien in einer versöhnlichen Stimmung zu sein.

„Ja, danke.“ Jetzt musste ich es ihm sagen, bevor mich der Mut verließ. „Mylord darf ich sie um etwas bitten?“

„Ja, um was handelt es sich?“

Justin sah mich mit prüfender Miene an.

„Ich möchte sie bitten, Anna nichts von ihren Hochzeitsplänen zu sagen. Es wird sie schon genug beunruhigen, dass wir von hier fortgehen, aber sie sollte nicht mehr davon wissen, als nötig.“

Justin kam auf mich zu und ich sah zu ihm auf.

„Sie lieben ihre Schwester sehr, nicht wahr?“

Die Wärme in seiner Stimme überraschte mich und so nickte ich nur.

„Ich werde ihr nichts sagen. Aber es wäre gut, dass sie sie bei Zeiten darauf vorbereiten. Es wäre sicher nicht sehr angenehm, wenn sie diese Tatsache unvorbereitet trifft.“

„Danke, Mylord.“

Die Tür ging auf.

„Guten Morgen, Lord Stanford, guten Morgen Eliana.“

Anna kam schüchtern herein und Justin begrüßte sie freundlich.

„Schön, dass ich sie kennenlerne, Anna. Wenn sie erlauben, würde ich ihnen beim Essen gerne einen Vorschlag für die nähere Zukunft unterbreiten.“

Wir setzten uns zu Tisch. Anna war von Justins Liebenswürdigkeit sehr angetan und ich spürte, dass ihre Angst der Erleichterung wich. Die Reise nach Stanford Park hörte sich für sie an, wie eine längst fällige Urlaubsreise, und als Justin ihr die Schönheiten seines Hauses anpries taute sie auf. Ich war sehr erstaunt, dass er es so gut verstand mit einem jungen Mädchen umzugehen. Dann fiel mir ein, dass er ja schon einige Frauenbekanntschaften hinter sich hatte und ich fragte mich, wie diese Frauen aussahen. Sicher waren es die schönsten Frauen der Londoner Gesellschaft. Andererseits war ich froh, dass Anna sich mit der Situation so besser arrangieren konnte.

„Sie sind also eine hervorragende Reiterin, Eliana.“

Mit diesen Worten riss mich Justin aus meinen Betrachtungen.

„Wie bitte?“, stotterte ich, „reiten? Ja, ich reite sehr gerne.“

„Dann wird es sie sicher interessieren, dass nächstes Wochenende ein Hindernisrennen in Stanford Park stattfindet.“

„Ja?!“, antwortete ich einsilbig und dachte, dass es mich unter anderen Umständen sehr gefreut hätte.

„Darf ich sie jetzt bitten mir die Bücher zu zeigen.“

Ich atmete tief durch.

„Ja, natürlich.“

Ich schob meinen Teller zurück, heute Morgen hatte ich sowieso keinen großen keinen Appetit.

„Ich möchte sie bitten uns zu entschuldigen, Miss Anne“, wandte sich Justin an meine Schwester, „wenn sie inzwischen schon Anweisungen geben würden, für die Sachen, die sie mitnehmen möchten, könnte uns dass sehr helfen.“

Er lächelte sie gewinnend an und Anne war mit dieser neuen Verantwortung betraut, sofort bereit alles Nötige zu veranlassen. Die Reisevorbereitungen würden sie ablenken, Justin regelte das sehr geschickt. Nachdem Anne uns verlassen hatte, zog er sich mit mir in die Bibliothek zurück.

„Mylord!“

 „Ja?“

„Ich wollte euch für eure Feinfühligkeit danken.“

Meine Stimme zitterte und ich sah unsicher zu Boden. Justin machte mich nervös.

„Ich weiß, was sie über mich denken, Eliane. Aber ich habe Gefühle und kann sehr wohl Mitgefühl empfinden“, die Ironie in seiner Stimme war nicht zu überhören, „wenn sie fertig sind mir zu danken, könnten wir jetzt die Bücher prüfen.“

Eliane sah bezaubernd aus, sie trug ein weißes schlichtes Seidenkleid, ihre Haare waren zu einem extravaganten Zopf geflochten und als Justin jetzt so dicht bei ihr stand nahm er den Duft von Lavendel war. Es tat ihm leid, dass er sie so kühl behandelt musste, aber das war seine Art jegliche Gefühlsdusselei zu unterdrücken.

Seine schroffe Art traf mich härter als ich zu gab. So musste ich mir über seine Beweggründe wenigstens keine Gedanken machen. Was er tat, tat er nur um uns leichter zu handhaben. Wenn jemand glücklich ist, macht er weniger Ärger. Also schleppte ich die schweren Bücher der letzten drei Jahre heran und machte ihn mit den Fakten vertraut, die er zu diesem Zeitpunkt wissen musste.

„Wieso hatte Lord Staverley keinen Verwalter, der ihm das Haus führte?“

Justin schüttelte missbilligend den Kopf. „So eine schwere Aufgabe gehört nicht in Frauenhände.“

„Wir hatten einen Verwalter. Solange mein Vater lebte, rechnete er immer ordnungsgemäß ab. Nach Vaters Tod allerdings, dachte er, so wie sie, dass wir Frauen nicht rechnen können, und versuchte die Bücher zu manipulieren. Als ich dahinter kam, habe ich Mutter veranlasst ihm zu kündigen. Dann wurde Mutter krank und es gab niemand, den ich um Rat fragen konnte. So habe ich die Arbeit gemacht.“ Antwortete ich erhobenen Hauptes.

„Verzeihen sie, ich habe ja nicht behauptet, dass sie nicht rechnen können. Wie ich sehe, haben sie ihre Sache sehr gut gemacht.“

Das Lob klang ehrlich.

 „Aber die meisten jungen Frauen ihres Alters möchten doch lieber zu Bällen gehen und schöne Kleider tragen, als sich mit dem Führen eines Haushaltes abzumühen.“

Sein Blick traf mich unvorbereitet, und als er mit sanfter Stimme fragte: „Was möchten sie gerne, Eliana?“, war ich sehr verunsichert.

Wir standen dicht über die Bücher gebeugt. Seine Nähe brachte meine mühsam errungene Fassung ins Wanken. Ich drehte mich von ihm weg, ging zum Fenster und sah hinaus.

„Nun? Sie haben mir noch nicht geantwortet!“

Justin trat hinter mich. Seine Stimme war sehr eindringlich. Seinen warmer Atem verfing sich in den kleinen Härchen in meinem Nacken, die sich aufstellten und ein erregendes Gefühl hinterließen.

„Spielt mein Wunsch überhaupt eine Rolle? – Bald werde ich mich einem Ehemann beugen müssen und wer wird dann nach meinen Wünschen fragen?“

Die Resignation in meiner Stimme war nicht zu überhören. Justin wollte gerade antworten, als die Tür aufging und Anna hereinkam. Wir fuhren auseinander.

„Entschuldigt, bitte. Aber ich wollte sie bitten Mylord, ob ich unsere Zofe mitnehmen darf?“

„Ja, natürlich.“

Justin stimmte sofort zu und wurde von Anna mit einem strahlenden Lächeln belohnt.

„Bitte entschuldigen sie mich, Mylord. Ich muss auch noch Reisevorbereitungen treffen.“

Nutzte ich die Unterbrechung, um dieser unangenehmen Situation zu entgehen. Bevor Justin mich zurückhalten konnte, verließ ich das Zimmer.

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