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Posts Tagged ‘Nächte’

Alle Nächte der Welt konnten ihr nicht dir Ruhe geben, die sie brauchte. Das was Amara erlebte, brannte sich für immer in ihre Seele. Unterschwellig existierte es am Tag. Nachts, wenn sich die Türen zwischen Realität und Illusionen öffneten, schwappte das Böse über die Schwelle und beherrschte ihre Träume. Doch Träume sind ein merkwürdiges Medium. Manchmal sind sie wirklicher als die Realität und ihre Spuren reichen bis in sie hinein. Amara spürte es schon seit geraumer Zeit, doch an diesem Morgen sah sie zum ersten Mal, die Folgen. In der Wand ihres Schlafraumes war ein Loch im Mauerwerk, so groß wie eine Faust.

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Du bist meine blaue Stunde

Traum zwischen Tag und Nacht

Dein Duft flutet meine Gedanken

Deine Augen halten meinen Blick

Deine Hände legen Feuer auf meine Haut

 

Du bist meine blaue Stunde

Lässt meine Fantasien blühen

Niemand wird es wissen

Es ist nur ein bittersüßer Traum

Der meine Nächte ausweitet

 

Du bist meine blaue Stunde

Geboren in ungezählten Stunden

Aus Einsamkeit und Sehnsucht

Deine Worte wurden mein Verlangen

Löschten alles andere aus

 

Du bist meine blaue Stunde

Bist mein und doch nie mein

Ich darf dir nicht gehören

Doch mein Herz besitzt du schon

So wird es immer sein

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Ohne Hoffnung auf Rückkehr gefangen
In den Untiefen eines flüchtigen Lebens
Türen schließen schneller
Als sich andere öffnen

Freunde gehen ohne Wiederkehr
Die dunklen Stunden mehren sich
Obwohl die Tage heller werden

Nichts hat Bestand
Nichts ändert sich
Am Ende des Tages Ratlosigkeit

Die Zeit rennt unerbittlich
Lässt mich hinter sich zurück
Treibt mich vor sich her

Suche meinen Platz
In der hektisch eilenden Menge
Bin ich ausgegrenzt

Kann nicht leben ohne Träume
Verloren in einem monotonen Leben
Abgegriffener Tage und Nächte

Ich suche nach Nähe
In einer sprachlosen Welt
Verletzter Seelen und blutender Herzen

Erschöpft ausgeschüttet
Drehen sich meine Gedanken
Im Kreis des tosenden Strudels

Zerbrochen in eiserner Faust der Vergangenheit
Hält mich der Augenblick zusammen
Zögert eine ungewisse Zukunft hinaus

Lohnt sich der Kampf
Hallt das Echo wieder
Vergeblich warte ich auf Antwort

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„Rosalie“, Anthonys Stimme reißt sie aus ihren Gedanken, „sie sind noch auf?“

Er nimmt sich einen Stuhl und setzt sich neben sie an den Herd. Rosalie lächelt. Er trägt dicke Wollsocken, hat aber noch Dinnerhose und Hemd an, nur ohne die enge Krawatte. Sein blondes Haar ist zerzauster als sonst.

„Ich konnte nicht schlafen. Mir geht so viel im Kopf herum. Möchten sie auch einen Tee?“

Sie steht auf, füllt das kochende Wasser aus dem Kessel in die Teekanne und holt eine zweite Tasse für Anthony aus dem Küchenschrank.

„Sehr gerne. Darf ich fragen, welche schweren Gedanken ihren Schlaf vertreiben?“

„Oh, diese Familie lässt mir einfach keine Ruhe“, seufzt Rosalie und fragt, „Zucker?“

Anthony nickt und lässt seinen Blick über Rosalies schlanke Figur gleiten, die von dem seidenen Morgenrock sanft umspielt wird. Ihr Haar fällt in weichen Wellen über den Rücken. Vor Anthonys geistigem Auge erscheint das Bild von Rosalie, nackt in seinem Bett, nur geschmückt mit ihrem langen wundervollen Haaren.

Rosalie gießt den Tee ein und reicht Anthony eine Tasse.

„Danke“, er lächelt sie an, „es ist selten, dass ich schlaflose Nächte nicht bedauere.“
Rosalie nippt an ihrem Tee.

„Anthony“, beginnt sie unsicher und sucht nach den richtigen Worten, während er seinen Stuhl näher rückt, „sie sind wirklich ein Lichtblick in dieser unterkühlten Gesellschaft“, sie wird von einem schrillen Aufschrei unterbrochen.

Poltern und Scheppern ist zu hören, dazwischen weitere Schreie. Eine unheimliche Stille tritt ein. Rosalie und Anthony blicken sich für eine Schrecksekunde an, dann springen sie auf und laufen in die große Halle hinaus. Am Fuß der Treppe liegt Lady Edna verdreht wie eine Gliederpuppe in einer Blutlache. Ihr Stock liegt einige Meter weit weg. Die beiden bleiben wie erstarrt vor ihr stehen. Rosalie blick auf. Am oberen Ende der Treppe steht Gil und blickt zu ihnen hinunter. Misses Morse, Mister Smith und die anderen Dienstboten erscheinen wie Geister aus den Schatten. Leise tuschelnd halten sie Abstand. Misses Morse schluchzt gedämpft in den weiten Ärmel ihres Morgenrocks. Rosalie fasst sich als erste.

„Wir müssen einen Arzt rufen. Und den Bestatter.“

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von Christine Busta

 

Ich lasse mich von den Gezeiten

deiner Liebe bewegen

wie du dich von meinen.

Welch wundersamer Atem der Ruhe

in der unendlichen Bewegtheit.

 

Oh, dieser gleiche geheimnisvolle

Mond über unseren Tagen und Nächten

dem wir gehorsam sind,

der auch als Unsichtbarer

uns spürbar bleibt wie den Tiefen des Meeres.

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Ich erinnere mich

erinnere mich an Dunkelheit
erinnere mich an Schmerz
erinnere mich an Hoffnungslosigkeit
erinnere mich an 1000 Szenen
und eine

erinnere mich an Lachen
erinnere mich an Liebe
erinnere mich an Leichtigkeit
erinnere mich an 1000 Szenen
und keine

erinnere mich an Kindheit
erinnere mich an Träume
erinnere mich an Freundschaft
erinnere mich an 1000 Szenen
verschwommen

erinnere mich an Vergangenheit
erinnere mich an Gegenwart
erinnere mich an Zukunft
denke mir 1000 Szenen
in bunten Farben

erinnere mich an Frühlingsluft
erinnere mich an Sommerduft
erinnere mich an Schneeflocken
erinnere mich an 1000 Jahreszeiten
unter dem Junimond

erinnere mich an Marienkäfer
erinnere mich an Rosenblätter
erinnere mich an Sternschnuppen
erinnere mich an 1000 Dinge
Bilder meines Lebens

erinnere mich an deine Augen
erinnere mich an deine Hände
erinnere mich an deinen Mund
erinnere mich an 1000 Nächte
du und ich

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Poem 2.4

Liebesgedicht 137

137 Tage
Liebte ich dich

137 Tage
Küsste ich dich

137 Nächte
Liebtest du mich

137 Nächte
Küsstest du mich

Jetzt ist Schluss!

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