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Posts Tagged ‘Morpheus’

Glas essen. Zerrieben und zermalmtes Glas. Aus dick- und dünnwandigen Gläsern. Grünes, braunes und weißes Glas. Zermahlen zu winzigen Splittern werden sie mir eingetrichtert. Ich sehe, wie er mir dabei zusieht. Seine angsteinflößende Fratze zu einem Lächeln verzogen. Ich winde mich in Schmerzen und will ihn von mir werfen, aber es gelingt mich nicht, bin gefangen in meinem Traum. Er lässt mich nicht entkommen, weidet sich an meiner Angst, meinem Schmerz, der ihn aufbläht, immer stärker werden lässt und neue schreckliche Trugbilder ersinnt. Sie erscheinen so klar, als wären sie Wahrheit und meine Gefühle drohen mich zu überwältigen. Kein Schrei wird hier gehört, kein Laut der diesen Zauber brechen kann, dringt in dies Welt aus Illusionen und Erinnerung, die sich vermischen und mich jede Nacht dem Tode nahe bringen. Eine Qual, der ich entkommen muss und doch nicht kann. Schlafen will ich, einfach schlafen. Bin ausgezehrt und finde keine Ruhe. Mein Geist versinkt bei Nacht in dunklen Schatten, die kein Tageslicht mir mildern kann, denn ist der Tag verglüht, beginnt die neue Nacht mit ihren Schrecken. Wo kann ich müßig sein, mich erfrischen? Wohin ich auch geh, der Nachtmahr findet mich und gönnt mir kein Erbarmen.

 

Morpheus

 

Morpheus

Komm über mich

Hüll mich ein

In deine Nacht

Tröstende Dunkelheit

Leg sie auf meine Träume

Damit kein Alb mich drückt

Mich weckt aus meiner Stille

 

Komm Morpheus

Leg deine kühle Hand

Auf meine Augen

Halt die stürmischen Gedanken an

Damit der Schlaf nicht flieht

 

Komm Morpheus

Küss mein ruheloses Herz

Nie lässt es los

Kommt nicht zur Ruh

Es zehrt mich aus genug bei Tag

Kann nicht die Nacht noch geben

 

Komm Morpheus

Wieg mich sacht

In deinen starken Armen

Finde ich endlich Ruhe

Versüß mir meine Träume

 

Die Texte entstanden nach dem Bild von Johann Heinrich Füssli, der den Romantikern zugerechnet wird.

 

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