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Posts Tagged ‘Mondlicht’

Die beiden Männer erschienen aus dem Nichts, wenige Meter voneinander entfernt, auf dem mondhellen Weg.

Der eine elegant gekleidet, mit einem auffallenden Mantel aus weißem Pelz, der im Mondlicht wie Silber leuchtete. Der andere ganz in Schwarz gehüllt, nur ein Schatten von vielen unter den Bäumen des Waldrandes, unter die er sich mit ein paar schnellen Sätzen geflüchtete.

Tatsächlich bemerkte der vornehme Herr den anderen nicht. Er war mit einem kleinen Gerät beschäftigt, dass sanfte Lichtimpulse von sich gab. Mit ruhigen Bewegungen drehte er sich in verschiedene Richtungen. Als das Gerät hellere Impulse ausstrahlte, folgte er der eingeschlagenen Richtung. Dass er direkt an dem anderen Mann vorbeikam bemerkte er in seinem Eifer nicht. Er war so beseelt von dem Gedanken an sein Ziel, dass er nicht wahrnahm, dass er von dem Schattenmann verfolgt wurde.

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Hausarrest, Mondlicht, Musik, Schokolade

Mondlicht scheint in mein Zimmer. Ich sitze auf dem Fensterbrett und schaue hinaus in den Garten. Musik dringt durch das offene Fenster zu mir herein. Die Party ist in vollem Gange und ich habe Hausarrest. Schon seit drei Tagen. Ich komme mir vor wie Cinderella, nur dass keine gute Fee erscheinen wird und mich von meinem Leiden befreien wird. Mein Herz blutet. Das Loch lässt sich auch nicht mit Schokolade stopfen. Ich werfe die Tafel aus dem Fenster.

Er ist dort. Jean. Darum bin ich hier. Er hat um meine Hand angehalten. Aber ich bin nur die andere. Das Anhängsel, dass allen Probleme bereitet. Jean war für Samantha vorgesehen und nicht für mich. Ich versuche die Tränen herunterzuschlucken. Ich muss dieses Haus verlassen, koste es was es wolle.

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Nur ein Kuss

Ich liege im Bett und wälze mich von einer Seite zur anderen. Durch einen winzigen, tröstenden Kuss hat John mein Herz und meinen Mund in Brand gesetzt. Der Stoff auf meiner Haut scheuert meine Seele wund.

Gott, wie sehr ich mich nach ihm sehne. Seiner Berührung, seinem Atem auf meiner Haut. Küssen, die meinen Körper bedecken. Ich kann es nicht mehr aushalten. Die Erregung ist wie ein wildes Tier in meinem Kopf. Sie schüttelt mich im Fieber meiner Gier nach Zärtlichkeiten.

Ich stehe vor seiner Tür. Lausche. Meine Hand auf der Klinke. Kein Geräusch dringt zu mir. Die Tür schwingt lautlos auf. Das Mondlicht wirft lange Schatten. John atmet ruhig, in Träumen versunken.

Mein T-Shirt, mein Slip liegen auf dem Boden. Ich gleite unter seine Decke. Haut an Haut. Schmiege mich an ihn. Meine Augen geschlossen. Rieche ich ihn. Atme ihn ein. Könnte ich das Tuch sein, das ihn bedeckt, seine Form erfasst.

Johns Atem geht schneller, unregelmäßig. Seine Hände fassen mich, geleiten, streicheln, packen. Ich werde das Wachs unter ihm. Seine Lippen tasten, kosten, schmecken meine Haut, meine Säfte. Ich möchte schreien vor Lust. Sein Mund schließt meine Lippen. Meine Brüste drängen seinen Händen entgegen. Mein Schoß öffnet sich für seinen Stoß. Ich bin gespannt bis zum Zerreißen. Sein Mund auf meinem Mund, seine Zunge im Tanz mit meiner Zunge, stößt John zu. Immer wieder, immer mehr. Schneller, wie von Sinnen peitscht er meinen Körper zur Explosion. Meine Finger krallen sich in sein festes Fleisch. Mein rasendes Herz überschlägt sich. In der Wucht unseres Orgasmus schlagen unsere Körper zusammen, wie Wellen, die am Fels zerschmettern. Meine Möse umklammert pulsierend seinen Schwanz, der wild zuckend seinen Samen sät. Wortlos miteinander verschmolzen. Nur Fühlen. Will mich in seiner Leidenschaft auflösen. Alles geben, ohne Reue. Nichts denken. Kein Morgen und kein Nein. In dieser Nacht ist alles möglich. Niemand da, der Fragen stellt. Ich will ihn so sehr, dass alle Träume in meinem brennenden Verlangen nach ihm verdunsten. Johns Lippen suchen meinen Mund.

„Ich will dich. Immer wieder.“

Sein heißer Atem streift meine Haut.

„Komm.“

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Erwachsen werden wollt ich nie

Stecke im falschen Körper

Sehnsucht nach Nimmerland

Blieb bestehen in all den Jahren

Unvergessen bist du

Peter Pan

 

Will nicht groß

Will nicht vernünftig sein

Will pure Lust und unbändigen Spaß

Nur nicht ernsthaft sein

 

Nicht die Nacht erleben

Die Schatten bringt

Den schweren Pfad mir zeigt

Den ich nicht gehen will

 

Ich erinnre mich der frühsten Nächte

Voller Geister, Nachtmahre überall

Ich ruf die Fantasiemagie

Die Kindern Macht verleiht

Die Angst besiegt

 

Nein, erwachsen werden wollt ich nie

Das Leben hat mir Lasten auferlegt

In die ich mich verstrickte

Konnte nicht mehr ungebunden sein

Freiheit war nur noch Geschichte

 

Ach, Peter Pan

Komm an mein Fenster

Verstreu ein bisschen Feenstaub

Damit ich mit dir fliegen kann

Im Licht des kühlen Mondes

Die Wunder Nimmerlands sehen

 

Nie wollt ich erwachsen werden

Das es Feen, Riesen, Zwerge, Zauberer gibt

Vergaß ich nie

Saß so oft am Fenster

Wartete auf dich

 

Ach, Peter Pan

Bist du erwachsen geworden

Hast das Fliegen verlernt

Deine Freiheit aufgegeben

Ich will`s nicht glauben

 

Wenn es so wäre

Müsste ich Tränenströme weinen

Bis ans Ende der Zeit

Ohne dich Peter Pan

Bin ich ein verlorenes Kind

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Lass dich fallen.

Lerne Schnecken zu beobachten.

Pflanze unmögliche Gärten.

Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.

Mache kleine Zeichen, die „Ja“ sagen,

Und verteile sie überall in deinem Haus.

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.

Freue dich auf Träume.

Weine bei Kinofilmen.

Schaukel so hoch du kannst.

Mit einer Schaukel bei Mondlicht.

Pflege verschiedene Stimmungen.

Verweigere „verantwortlich“ zu sein.

Tu es aus Liebe.

Mache viele Nickerchen.

Gib Geld weiter. Tu es jetzt.

Das Geld wird folgen.

Glaube an Zauberei.

Lache viel.

Bade im Mondlicht.

Träume wilde, fantasievolle Träume.

Zeichne auf Wände.

Lies jeden Tag.

Stell dir vor, du wärst verzaubert.

Kichere mit deinen Kindern.

Höre alten Leuten zu.

Öffne dich, tauche ein, sei frei.

Segne dich selbst.

Lass die Angst fallen.

Spiele mit allem.

Unterhalte das Kind in dir.

Du bist unschuldig.

Baue eine Burg aus Decken.

Werde nass.

Umarme Bäume.

Schreibe Liebesbriefe.

 

Joseph Beuys

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