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Posts Tagged ‘Mittagszeit’

„Alles aussteigen! Endstation, der Zug endet hier.“

Mary erhob sich, und zog das Fenster des Abteils herunter. Sie stellte sich auf Zehenspitzen und streckte den Kopf hinaus.

„Nichts zu sehen“, sagte sie, nachdem sie in alle Richtungen gespäht hatte.

„Das dürfte in dieser Finsternis auch schwer möglich sein“, hörte sie eine spöttische Stimme hinter sich.

Mary sah ihren Mitreisenden erstaunt an. Mister Grey kann also doch sprechen, dachte sie. Mary gab ihm den Spitznamen, weil er, bis auf eine blutrote Krawattennadel, ganz in Grau gekleidet war. Seitdem er ins Abteil gekommen war, und dass war zwölf Stunden her, hatte er kein Wort gesprochen. Er verschanzte sich erst hinter einer Zeitung, schlief, ging zur Mittagszeit ins Bordrestaurant, setzte sich alleine an einen Tisch und danach lass er ein Buch.

Mary überlegte was sie antworten sollte, aber ihr fiel keine schlagfertige Erwiderung ein. Sie wäre vermutlich an Mister Grey abgeprallt, denn er war damit beschäftigt seine Reisetasche aus dem Gepäcknetz zu ziehen.

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Marian kam um die Mittagszeit am Zentralbahnhof an.

Seine Mutter hatte ihn gewarnt.

„Pass nur ja auf, dass du nicht in den Menschenmassen verloren gehst“, erklang ihre kritische Stimme noch in seinen Ohren.

Bis zum Schluss, er stand schon auf dem Bahnhof von Unterhofen, hatte sie versucht ihn zurückzuhalten. Diesmal ließ Marian sich nicht beirren und brach zum größten Abenteuer seines Lebens auf.

Onkel Henri hatte im einen Lehrplatz in seinem Betrieb angeboten. Automobile! Das Fortbewegungsmittel der Zukunft. Henris Auto war das erste, das er überhaupt zu Gesicht bekam und die Leidenschaft hatte Marian sofort gepackt. Um nichts in der Welt hätte er sich abhalten lassen, die Chance die Henri ihm bot zu ergreifen.

Marian zwängte sich durch das Gedränge zwischen den ankommenden und abfahrenden Zügen. Er war froh, dass er nur einen kleinen Koffer und einen Rucksack bei sich hatte, auch wenn es ihm ärmlich vorkam. Er genoss die neuen Eindrücke, Geräusche, Gerüche, ja saugte sie geradezu in sich auf. Plötzlich vernahm er eine bekannte Stimme.

„Marian! Hier sind wir!“

Er drehte sich in die Richtung aus er den Ruf vermutete. Dort stand Onkel Henri. Marian hob die Hand und winkte, als er das hinreißende Geschöpf an der Seite seines Onkels bemerkte. Viola, Henris Frau.

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