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Posts Tagged ‘Mensch’

Dean Callum war kein nervöser Mensch, aber heute abend war er gereizt.

Den ganzen Tag versuchte er Mark zu erreichen. Der ging weder ans Handy, noch war er zu Hause zu erreichen und niemand konnte ihm sagen, wo er steckte. Dean machte sich ernsthaft Sorgen. Mark war sein bester Mitarbeiter und absolut zu verlässig. Noch nie hatte er einen Termin verpasst und nun war er zwölf Stunden überfällig.

„Verdammt, da muss was schiefgelaufen sein“, murmelte Dean und öffnete den Waffenschrank, „es wird Zeit ins Geschehen einzugreifen.“

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Liste der Dinge an meinem Arbeitsplatz:

  1. Bücher aus dem Antiquariat
  2. Bleistift Faber
  3. USB-Stick Sylvester
  4. Kerze
  5. Telefon
  6. Katze
  7. Notizbuch
  8. Tagebuch
  9. Postkarte
  10. Fotoklebeecken

Text:

Fundsache

 

Der Schlüssel klemmt, als ich den Briefkasten öffne. Ich ruckele ihn hin und her. Endlich schieb sich der Riegel auf. Ein Werbeblättchen und eine Postkarte sind die Ausbeute. Na, wenigstens keine Rechung, denke ich und betrachte das iydillische Motiv auf der Postkarte.

Das Hochglanzfoto zeigt eine imposante Burg vor einem See der von Bergen gesäumt wird. Um das Doppelfenster in dem oberen Burgteil wurde ein Kreis gezeichnet. Auf der Rückseite, in der linken oberen Ecke finde ich den Standort des Motivs: Meersburg, Bodensee.

Meersburg

Ein schönes Fleckchen Erde, denke ich und lese die hastig hingeworfenen Zeilen:

„Ich habe es gefunden! Erwarte dich in drei Tagen! Gästehaus Simoni.“

Interessant, aber wer hat die Karte geschickt? Und vor allem, warum mir? Im Geist gehe ich meine wenigen Freunde durch. Keiner von ihnen ist im Urlaub.

Ich erwarte dich in drei Tagen, hat er Absender geschrieben. Das Datum des Poststempels ist von vorgestern. Das würde bedeuten, dass ich mich spätestens morgen auf den Weg machen müsste. Dummer Gedanke, sage ich mir, du willst doch nicht allen Ernstes an den Bodensee fahren, weil dir irgendein ominöser Mensch eine Postkarte schickt? Andererseits, kann ich die Person ohne Gewissensbisse im Stich lassen, die sich offenbar so auf mich verlässt?

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Die Königin

Stolz schritt sie durch die Menschenmasse, die sich ehrfürchtig vor ihr teilte. Dort wo sie ihre Füße hinsetzte, konnte ich kleine Flecken mit Eiskristallen erkennen. Ihr Blick war so kalt, wie der Hauch der sie umgab und so scharf, wie die Eiszapfen, die sich am Mauerwerk der Haale bildeten. Die Menschen beugten ihre Köpfe unter der eisigen Brise.

Sie trug eine langstielige Blume mit rotem Kelch in der Hand. Wie war das möglich? In ihrer Nähe erstarrte Baum, Strauch und Blüte. Kein Mensch konnte es lange in ihrer Gegenwart aushalten.

Ich sah genauer hin, als sie an mir vorbei ging. Mein Atem wurde weiß, winzige Eiskristalle bildeten sich auf meinem Gesicht und ein heftiger Schauer schüttelte mich, obwohl ich meinen wärmsten Mantel, eine wollene Mütze und Fäustlinge mit Fell gefüttert trug. Den dicken Schal hatte ich um meinen Hals geschlungen.

Die Blume war aus Seide. Zarteste rote und grüne Seide. Ich dachte an die winzigen Raupen des Seidenspinners, die diese kostbaren feinen Fäden spannen. Wie war es möglich, dass die Blume die Kälte aushalten konnte, die die Eiskönigin ausstrahlte?

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In einem Artikel über Schriftsteller (von Marcus Johanus) las ich gestern: „Autoren sind anders als andere Menschen. Sie sind z. B. glücklich, wenn sie mit einem Laptop auf den Knien unbeachtet in einer Ecke sitzen können – und das für Stunden.“

Ja, der schreibende Mensch ist anders, als andere Menschen und er ist es gerne. Wer einmal Blut geleckt hat und vom Schreiben infiziert wurde, ist für die „normale“ Welt verdorben. Das Ganze grenzt manchmal an eine Obsession oder sieht für andere so aus – weil sie nicht nachvollziehen können, was im Kopf eines Schriftstellers vor sich geht. Ein „normaler“ Mensch denkt: Der setzt sich hin und schreibt eben mal ein Buch.

Genau das ist es nicht. Keiner von uns setzt sich eben mal so hin und klopft ein Buch in die Tasten seines Laptops. Davon abgesehen, dass ein Schriftsteller unter einer Schreibblockade leidet, wie ein waidwundes Tier – lebt er auf, sobald „es läuft“. Wenn die Ideen aufs Papier zu fließen beginnen. Die Charaktere der Geschichte anfangen zu leben. Denn das tun sie. Ein Schriftsteller lebt mit ihnen, er unterhält sich mit ihnen, lernt sie kennen, liebt sie, hasst sie, leidet mit ihnen oder stößt ihnen ein Messer ins Herz, um danach die ganze Nacht darüber nachzugrübeln, ob er das Richtige getan hat.
Schreiben ist meine große Liebe. Sie lässt mein Herz bluten, wenn ich keine Worte finde. Sie ist mein Heilmittel. Sie sagt, was ich nicht über die Lippen bringe. Sie tröstet mich. Sie inspiriert mich. Sie regt mich an und auf. Sie macht mich stärker.

Ich begann mit dem Schreiben, um mir das Leben schön zu schreiben, weil „das da draußen“ mich frustriert hat. Doch nach den ersten Versuchen, bei denen ich heute die Hände über dem Kopf zusammenschlage, wie die meisten Schreibenden, wurde das Schreiben eine eigenständige Sache. Ich schreibe mir das Leben zwar immer noch schön, aufregend, abenteuerlich usw., aber ich schreibe, weil ich es tun muss. Kein wenn, kein aber.

In meinem Kopf bewegt sich immer eine Geschichte, alles ist Inspiration. Ich beobachte meine Umwelt, Menschen, Beziehungen … nicht mit schadenfroher Neugier, sondern weil es mich interessiert – wie funktionieren die Dinge? Was muss geschehen, damit etwas anderes passiert? Wer sagt was und was passiert dann?
Meine Freundin sagte einmal: Du hast zu allem sofort eine Geschichte. Das war das größte Kompliment, das mir ein/e andere/r Schreiber/in gemacht hat! Ich bin nicht die beste Schreiberin, da bin ich demütig – aber ich glaube, ich bin eine gute Geschichtenerzählerin und ich liebe das Schreiben. Von ganzem Herzen und voller Begeisterung. Ich versuche dem Schreiben mit jeder Zeile besser gerecht zu werden, und dazu zu lernen. Diese Liebe hat mit den Jahren nie nachgelassen, sondern ist immer größer und stärker geworden. Ein Leben ohne das Schreiben kann ich mir nicht mehr vorstellen.

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„Ich habe Angst“, wispere ich.

Sam dreht sich zu mir um.

„Wieso?“

„Weil ich fürchte, dass ich dich mehr behindere, als dir nütze.“

Er lacht leise.

„Unmöglich. Ich habe selten jemand so geschickt mit dem Bogen umgehen sehe. Halt dich einfach dicht hinter mir. Und versuch nicht gebissen zu werden.“

„Klar, kein Ding.“

Ich versuche meine Stimme zuversichtlich klingen zu lassen, was mir aber nicht ganz gelingen will. Sich nachts auf einem Friedhof herumzutreiben ist eigentlich nichts Schlimmes. Aber nachts auf einem Friedhof einen blutrünstigen Geist zu jagen oder was auch immer Sam vermutet, dass ist eine ganz andere Angelegenheit. Ich kann wirklich gut mit dem Bogen umgehen, aber auf einen Menschen – lebendig oder tot – habe ich noch nie geschossen, nicht einmal auf ein Tier. Mich beschäftigt nicht so sehr die Frage, dass ich treffe, sondern wie ich es fertigbringe auf eine Person zu schießen.

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Strich, Strich, Strich

Fertig und vorbei

Vier Zeilen nur

Für sechs ganze Jahre

 

Es zählt kein Mensch

Es zählt kein Herz

Es geht einzig um Kommerz

 

Schnell verdientes Geld

Der Mensch ist nur noch Wahre

Ohne Rücksicht auf Verluste

Wer sich nicht fügt

Der fliegt

Zerfleddert auf die Straße

 

Der Kraft beraubt

Der Illusionen auch

Musst du das Hoffen wieder lernen

Dir wert sein

Auch wenn es niemand sieht

 

Gerechtigkeit wird viel beschworen

Am Ende zählt die Macht

Justitia ist blind

Hält sich die Ohren zu

Weil sie die Schreie schmerzen

 

Es zählt der Mensch

Es zählt das Herz

Kommerz ist schnell vergänglich

Auch wenn er dir den Bauch stopft

Er nährt die Seele nur mit Steinen

 

Ein Schnitt tief unter deine Haut

Nicht der Erste und der Letzte

Doch was sie tun

Das fällt auf sie zurück

Mieses Karma!

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Dialektik der Symbole

Georg Heym benutzt zur Symbolisierung der Dystopie (in der Literaturwissenschaft ist die D. eine Anti-Utopie eine fiktionale Erzählung, die in der Zukunft stattfindet, mit negativem Ausgang, z.B.: George Orwell, 1984) z.B.: den Winter, das erstarrte Leben, den Tod und die Toten, den Mond, die Kranken, Lahmen, Blinden, Tauben, Irren, die Endzeit, den Untergang.

Symbole der Utopie sind bei Heym: die Sonne, das Feuer, die revolutionäre Aktion, der Krieg.

Übung: Schreiben sie einen Text in dem möglichst viele der genannten expressionistischen Symbole vorkommen.

Expressionistische Farben

Farben haben im expressionistischen Text eine besondere Bedeutung. Sie werden nach drei Regeln angewandt.

–   Sie verwenden die Grundfarben.

–   Sie trennen die Farben von ihrem natürlichen Gegenstand.

–   Sie affektieren(anstreben, anmaßen) und subjektivieren(einer Sache einen persönlichen Stempel aufdrücken)den Bedeutungsgehalt der Farben.

Folgende Bedeutung von Farbsymbolen lassen sich ausmachen:

  1. Dystopische Farben:

–   Schwarz: Tod, Sterben

–   Rot: Katastrophe, Untergang

–   Geld: Unheil

  1. Doppeldeutige Farben

–   Weiß: Göttliches Licht und Grauen

–   Purpur: Pracht und Gefahr

–   Grün: Kälte und Friede

  1. Utopische Farben:

–   Golden: Versöhnung mit dem All

–   Blau: Erhabenheit, maßloses Entzücken

Schreiben sie einen Text (über den Staat) in

expressionistischen Farben.

Die Reise durch die expressionistischen Seelenlandschaften

Die Expressionisten versuchten das Unbewusste zu erfassen. Gemäß der Dialektik (die Lehre von den Gegensätzen in den Dingen, bzw.: den Begriffen, sowie die Auffindung und  die Aufhebung dieser Gegensätze) der Grundtriebe (Todes- und Lebenstrieb) entwerfen die Expressionisten mit Hilfe von Landschaftssymbolen ein Bild vom ES.

Landschaften des Todestriebs:

In Landschaften spiegelt sich für Trakl wie für Heym das Bild des Untergangs. Tiere, Pflanzen, die unbelebte Natur, Gestirne, Personen symbolisieren die Untergangsmetaphorik in unterschiedlicher Weise.

Die Tiere

Das wilde Tier(Sinnbild des Triebes und der Affekte) das sanfte Wild(Bild des Mutterkindes), die Vögel/der Vogelflug(Sinnbild der Fantasie, der Reise ins Totenland).

Die Pflanzen

Rose(Sinnbild der Frau, lockend und drohend), Holunder (Zeichen der berauschenden Kindheit). Aster (Todesblume)

Unbelebte Natur

Am Waldesrand(Nahe dem Reich der Mütter, dem Unbewussten), die Mauer(Schutz und Widerstand), den Stein (Sinnbild erstarrter Vitalität).

Gestirne

Sonne/Sonnenuntergang(bei Trakl anderes als bei Heym Sinnbild des Todes), Mond(Gestirne des Totenreichs).

Personen

Engel(ambivalente Züge: geistige Freiheit und satanische Empörung, dann Sinnbild des narzisstischen Selbst), der Hirte/Landmann(Symbol der bedrohten Einheit von Mensch und Natur).

Landschaften des Lebenstriebes:

Landschaft:

Die seelische Ideallandschaft bei G.Benn ist der mittelmeerische Komplex. Der „Süden“ wird vom Meer beherrscht. Berge und Gebirge lässt Benn weg. Das „Meer“ erscheint als Zusammensetzung: „Muschelmeer“, „Mythenmeer“, „Sternenmeer“. Es hat bei Benn einen „Strand“, „Küste“, „Lagune“, „Hafen“. Die Landschaft wird von einer „Sonne“ beherrscht, die „Licht“, „Wüste“, „Mittag“, „Schatten“ verursacht.

Pflanzen:

Blumen, Sträucher spielen eine große Rolle: Mohn, Glyzinien, Orchideen, Asphodelen, Anemonen (sie bdeuten: Fülle, Schönheit, Harmonie, aber auch einmalige Leuchtkraft im Zeichen ihrer natürlichen Vergänglichkeit).

Gebäude:

Antike Ruinen runden das Bild an: Säulen, Tempel, Krüge, Vasen.

Tiere:

Erwähnte Tiere sind z.B.: Taube, Möwe, Stier, Schwalbe.

Personen:

Personen treten als Angehörige von alten Kulturen auf: Nubier, Phäaken, Inkas.

Farben:

Die wichtigste Farbe des mittelmeerischen Komplexes ist Blau. Mit dem Blau kann der Dichter „den Himmel von Sansibar … und das Meer der Syrten in seinem Herz beschwören“.

Übung: Beschreiben sie eine Reise, die sie erst durch die Landschaften des Todes und dann des Lebenstriebes führt.

Schreibprozess und Textarbeit

Inspiration: ist für Benn die Ausschaltung des Ichs, Öffnung tieferer Bewusstseinsschichten, freie Assoziation von Worten, Hinzuziehung von gesammelten Einfällen.

Inkubation: der Einfall wird vertieft, vernetzt, verdichtet. Das ist für Benn das Zusammenschließen von Worten in tieferen Schichten des Unterbewussten: Verdichtung, Symbolisierung, Verschiebung.

Explikation: Das unbewusste Material erhält Form. Der Text wird nun gestaltet, vom Intellekt durchgearbeitet.

Diese drei Stufen können wir mit der Clustermethode der freien Assoziation durchschreiten. Dabei ist wichtig, dass wir das Kernwort und Assoziation im Geist des Expressionismus vollziehen.

Aufgabe: Mit Hilfe des Clusterns schreiben wir einen Text zum Thema „Kleine Aster“.

Expressionistische Textarbeit umfasst sechs Regeln:

  1. Substantivierung

Wortverkürzung, Wortveränderung, Satzverkürzung,

Konzentration. Z.B.:

Die Bäume und Blumen blühen.

Die Bäume, Blumen blühen.

Baum und Blume blühen.

Baum blüht Blume.

Blühte.

Aufgabe: Bilden sie einen längeren Satz. Substantivieren sie diesen Satz, indem sie erst die Worte des Satzes verkürzen, dann verändern, dann den Satz verkürzen und schließlich die Satzaussage konzentrieren.

  1. Heterogenisierung

Die poetischen Bilder werden dissonant gegeneinander

Gesetzt, wie Schnitte im Film. Die freie Assoziation wird hier literarisches Prinzip. (James Joyce, der innere Monolog).

Aufgabe: Schreiben sie einen Text über die Großstadt, die nur aus einer Reihung freier Assoziationen und Einfällen besteht, die möglichst wenig miteinander zu tun haben.

  1. Personifizierung

Die dringliche Umwelt, Landschaften werden als Personen

dargestellt: Häuserrudel, Fenster sehen in die Nacht, Häuser bellen wie Hunde, etc. Die animistische und mystische Beseelung der Umwelt wird als Ausdruck der Aggressivität, der Dämonie der städtischen Konkurrenzgesellschaft, des bürgerlichen Schicksals im Krisenzyklus von Krieg und Wirtschaftszusammenbruchs benutzt.

Aufgabe: Lassen sie sich einige Stadtlandschaften einfallen und verwandeln sie sie in Personen; verwandeln sie Häuser in Tiere, Fenster in Augen, Wolken in Fäuste, Gedanken in mytische Gestalten, Brücken in Raubwesen etc. Schreiben sie dann einen personifizierten Text über ihren Stadtteil.

  1. Reduktion der Personen auf hässliche Details

Menschen werden nur noch durch hässliche Körperteile

dargestellt: Sattelnase, Bartflechte etc.(Benn: Nachtcafé) oder als Tiere: durch Substantivverschmelzung: Hungerhaie, Menschentiere. Die Entmenschung der Industriegesellschaft wird damit handgreiflicher Ausdruck.

Aufgabe: Schneiden sie aus einer Illustrierten zehn Bilder von Menschen aus und versuchen sie sie nur durch ein Körperdetail zu charakterisieren. Danach charakterisieren sie dieselben Menschen durch Tiere. Schreiben sie dann einen Text über Menschen in der Großstadt, die sich als Körperteile begegnen.

  1. Emotionalisierung

Das Verhältnis des bedrohten Ichs zu seiner drohenden,

zerstörerischen Umwelt erzeugt eine hohe emotionale Dauerspannung. Diese wird durch Rhythmus und Spannungen im Satzbau ausgedrückt.

–   Das lyrische Gedicht ist keine Mitteilung von Gedanken, sondern Kunde einer Offenbarung

–   Wichtige Stilmittel sind Laut und Rhythmus.

–   Der Rhythmus ordnet die Laute zu einer Einheit

–   Die Grammatik der Umgangssprache ist für die Lyrik belanglos. Das lyrische Gedicht ist Sprachtonwerk

Aufgabe: Schreiben sie zehn Sätze über einen Mord in

einer Großstadt. Versuchen sie dann durch folgenden Stilmittel den Text zu emotionalisieren.

–   Stellen sie die Worte in jedem Satz so um, dass der Satz stärker wird. Aus „Der Mörder hob langsam das Messer“ wird „Das Messer der Mörder hob – langsam“.

–   Versuchen sie möglichst viele dunkle Vokale in den Worten Ihrer Sätze unterzubringen.

–   Sprengen sie dann alle Regeln der Grammatik und verwandeln sie ihren Text in ein Sprachtonwerk.

  1. Utopisierung

Aus den Trümmern der Gegenwart, aus dem Chaos des

Untergangs erhebt sich die Gestalt des neuen Menschen, der sich in ekstatischer Lebe, in neuer Naturverschmelzung, utopischer Gemeinschaftssehnsucht ausdrückt. Aufbruch, Bewegung des Empor, Lichtmetaphern, der standhafte Mensch, Ideen neuer Gesellschaft.

Aufgabe: Nach dem Setzung des oberflächlichen Stadtmenschen durch die expressiven Stilmittel, soll nun ein Text über den neuen Menschen mit den Formeln des expressiven Pathos erarbeitet werden. Schreiben sie einen Text über den neuen Menschen als Bruder, guter Mensch, treuen Freund. Laden sie ihn mit dann utopisch auf.

–   O-Mensch-Ausrufe

–   Empor- und Lichtmetaphern

–   Aufbruchstimmung

–   Stilisierung des Guten bis zur ironischen Schmerzgrenze und bis an den Rand des Kitsches.

Die Aufgaben sind angelehnt und zum Teil wörtlich zitiert aus dem Buch: Kreative Literaturgeschichte, von Lutz von Werder, Klaus Mischon, Barbara Schulte-Steinicke ISBN 3-928878-01-8

Siehe expressionistisches Schreiben Teil II.

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