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Posts Tagged ‘Manuskript’

…wird endlich gut. Zum xten Mal den Fantasy-Roman gelesen und korrigiert. Jetzt ist gut – das Manuskript liegt beim Verlag und ich nehme das erst wieder in die Hand, wenn der Text vom Lektorat zurückkommt.

Immerhin gibt es schon den nächsten Roman und der möchte jetzt zu Ende geschrieben werden! Immerhin hatte ich noch ein paar gute Einfälle zu dem neuen Roman, die mehr Licht ins dunkel der „Geschichte“ bringen. Darauf freue ich mich schon. Ich mag diese halben Sachen nicht – auch wenn ich sie manchmal selbst fabriziere.

Doch die angefangenen Sachen sind abgehakt, Freitag geht es zur Buchmesse in Leipzig, die Grippe ist hoffentlich auch überwunden, und wenn demnächst die Sonne noch etwas mehr scheint, wird alles wieder gut.

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…wenn man ihn hat unbezahlbar, denke ich und schreibe seit knapp vier Wochen wie entfesselt an zwei Büchern. Meine Gedanken sind ständig im Text. Ich lebe mit meinen Figuren,  sehe sie vor mir, denke sie hin und her, sehe sie agieren.

Ich schlafe nur noch stückweise, sobald ich aufwache bin ich wieder bei meinen Geschichten. Da war doch noch was, da muss der Satz noch hin, da habe ich eine Beschreibung vergessen, da muss noch mehr Gefühl, noch mehr Sinnlichkeit hinein geschrieben werden.

Manchmal kurz bevor ich in den Schlaf dämmere geht mir ein wichtiger Satz durch den Kopf oder wie die Geschichte weitergeht – ich muss mich aufraffen, es notieren, denn morgen früh ist es weg, das weiß ich genau.

Umso besser, dass das erste Buche heute fertig geworden ist. Manuskript und Klappe verschickt. Yeah! Funkenregen und Feuerwerk! Nun kann ich mich etwas entspannter dem zweiten Buch widmen. Mein Notizbuch und mein Kopf platzen aus allen Nähten. Ich genieße es in vollen Zügen.

„Schreiben ist eine köstliche Sache;

nicht mehr länger man selbst zu sein,

sich aber in einem Universum zu bewegen,

das man selbst geschaffen hat.“

Gustave Flaubert

Und wie recht er doch hat!!!

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Messer, Papier, Eis, See, Mantel, Markt, fangen

Der Parksee lag unter einer dicken Eisschicht. Ein paar Hartnäckige trotzten den dicken Flocken, die seit einer Stunde fielen und liefen Schlittschuh. Ich zog den Mantelkragen enger, und wickelte den Maxi-Schal noch einmal um meinen Hals.

Auf dem wöchentlichen Markt hatte ich ein paar Einkäufe tätigen wollen, aber es gab nur zwei Stände, die Gulaschkanone und den Messerschleifer. Da ich weder ein Mittagessen, noch scharfe Messer benötigte, ging ich ins Kaufhaus und besorgte mir eine Packung Druckerpapier.

Ich hatte es nicht besonders eilig. Zu hause wartete mein fertiges Manuskript darauf ausgedruckt und korrigiert zu werden. Ein anstrengendes Stück Arbeit lag vor mir und ich wollte meinen Kopf frei bekommen, bevor ich damit begann. Langsam ging ich über die eingeschneiten Wege nach Hause. Ich genoss die Stille des Wintertages, die weißen Flocken, die sich schützend auf die Bäume und Pflanzen legten.

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Meine Auktions-Liste:

1.  Der Nebelwanderer, von Caspar David Friedrich
2.  Die Skulptur von Dyophoros
3.  Die Büchse der Pandora
4.  Kapitän Ahabs Speer
5.  Das Original – Manuskript von Jane Austens „Persuasion“
6.  Den Schreibgriffel der Muse Kalliope
7.  Meinen Schicksalsfaden
8.  Einen Samen der Weltenesche Yggdrasil
9.  Mein verlorenes Kuscheltier – den weißen Hasen
10.  Das zwei Zimmerhäuschen in den Niederlanden

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(Oder das Monster in meinem Kopf)

Eine Frage, die ich mir so oft gestellt habe, dass ich sie gut sein und hinter mir lassen könnte. Und doch, ist da diese kleine fiese Stimme in meinem Kopf, die mich nervt.

Ich bin ein Schreiber. Ja. Aber bin ich ein Schriftsteller? Gut, ich habe einen Roman veröffentlicht, der sich ca. 5000 Mal verkauft hat.

Jetzt kommt das unvermeidliche ABER: unter Pseudonym und einen erotischen Roman. Das an besagt nichts und doch scheint es mir nicht zu reichen, um mich Schriftstellerin zu nennen. Ich stehe dazu, sehe mich aber in einer gewissen Rechtfertigungshaltung. Warum? Ist es, weil nicht mein eigener Name vorne draufsteht oder weil es in der Geschichte um Sex geht?

Barbara Cartland ist eine Bestsellerautorin. Auch wenn sie „Liebes-Schmonzetten“ geschrieben hat, hat sie sich damit eine goldene Nase verdient. Selbst Dan Brown bleibt bei seinem Erzählschema. Und jetzt mal ehrlich, in Shades of Grey geht’s doch auch nicht wirklich um die Story.

Ist es, dass ich einfach Spaß beim Schreiben haben will? Dass ich keine „Kunstbücher“ schreibe? Mein Motto ist: ich schreibe mir das Leben schön. Ist das zu leicht gedacht? Ist meine Idee: ich will mit meinen Geschichten unterhalten, zu anspruchslos? Ist man ein Schriftsteller, wenn man auf einer Liste steht oder, wenn man eine Botschaft hat?

Nicht, dass es in meinen Geschichten um nichts ginge. Es geht um etwas. Immer! Sonst wäre es langweilig. Allerdings gebe ich zu, dass meine Figuren nicht die Welt retten. Sie versuchen herauszufinden, wer sie sind und wozu sie in der Lage sind. Oder wie sie ihre Liebe finden.

Ich schreibe oft und viel über Liebe. Vielleicht weil sie mir alles bedeutet. Liebe bedeutet alles. Ohne Liebe sind wir verloren. Und doch verlieren meine Personen. Manchmal ist das Leben ungerecht. Da hilft es auch nicht, so sehr zu lieben, dass einem das Herz bricht. Am Ende bleibt oft die Sehnsucht, was wäre wenn…

Das ist etwas, dass ich früh in meinem Leben lernen musste. Einfach nur zu lieben, hält den Verlust nicht fern. Es macht ihn unerklärlich, aber er tritt trotz aller Gegenwehr ein.

Ich beneide die, die so selbstbewusst sind, sich ohne zu zögern Schriftsteller nennen. Komischerweise habe ich keine Probleme damit zu sagen, dass ich Kurse für kreatives Schreiben gebe. Bin ich zu zurückhaltend? Was kann ich tun, um das zu ändern? Selbstbewusster zu sein?

Gerade habe ich einen Durchhänger. Ich schreibe an einem neuen Roman. Die Geschichte bedeutet mir etwas. Es geht um Treue und Freundschaft, Rache, Tod und Leben, Schönheit und Vergänglichkeit. Ich will den Roman auf jeden Fall zu Ende schreiben. Um mich handwerklich zu verbessern (und meine Betriebsblindheit zu überlisten) habe ich einen Kurs bei der VHS besucht. Manuskriptvorbereitung. Eine kompetente, sehr nette Kursleiterin, und ein gutes Konzept. Ich konnte wichtige Aspekte mitnehmen. Und?

Bin total blockiert. Die Leichtigkeit und der Enthusiasmus sind weg. Ich betrachte meinen Text mit Argusaugen. Jedes Wort liegt auf der Goldwaage. Ich hinterfrage jeden Satz, jeden Absatz auf seinen Wert, statt einfach drauflos zu schreiben und mir die Kritik für später aufzuheben.

Oh, mein Gott, ich habe ein Monster geschaffen. Und damit meine ich nicht das Monster, das in meiner Geschichte vorkommt, sondern das, das hinter mir am Schreibtisch steht und mir dauernd einflüstert: „Du kriegst die Geschichte nie so hin, wie du es dir vorstellst. Wer will das schon lesen? Du findest sowieso keinen Verlag dafür. Hat beim letzen Mal auch nicht geklappt.“ Und was der noch alles raushaut, um mich umzuhauen.

Und so schleiche ich um meinen Roman herum, die Szene, die ich schreiben will genau im Kopf, und drücke mich(soll ich die Szene wirklich so schreiben?). Ich schreibe alles Mögliche: Blogbeiträge, überarbeite ältere Texte, schreibe Notizen aus meinem Arbeitsjournal ab, beschäftige mich mit Drehbuchschreiben und meinem Kurs, der erst in vier Wochen anfängt und für den ich das Konzept seit Monaten fertig habe. Ich putze, häkele, lese, gehe spazieren usw.

Ist ja nur`ne Phase! – Hahaha. Sage ich mir auch. Geholfen hat es noch nicht. Ich suche nach dem besten Mittel das Monster zu töten. Das hinter meinem Rücken. Das Miststück ist schlau. Es kämpft mit allen Tricks. Aber ich will nicht aufgeben und wenn ich auf dem Zahnfleisch kriechen muss. Was das betrifft, bin ich Schriftsteller, denn ich weiß, dass es den „richtigen“ Schriftstellern auch nicht besser geht. (Siehe Titus Müller, Federwelt Nr.109, Dez. 2014 – Wie ich es schaffe, trotz Selbstzweifeln produktiv zu sein)

Es ist nichts Ehrenrühriges ein Schreiber zu sein. Damit fängt es an. Bei jedem Schriftsteller. Also, gehe ich Monster jagen. Ich kriege es, früher oder später. Da wette ich drauf!

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Hände

Meine Hände gleiten über die Tasten des Notebooks und ich erfreue mich an dem Klick(oder Klack)geräusch, wenn ich sie herunter drücke. Ist schon ein Übel, wenn man als Schriftsteller kein vernünftiges Werkzeug besitzt. Nicht dass ich Papier verdamme, im Gegenteil! Ich schreibe auch gerne mit der Hand, und oft hilft mir das, wenn ich gerade festhänge. Leider ist meine Schrift in den Jahren zu Hieroglyphen verschwommen, um nicht verkommen zu sagen.
Meine Gedanken sind einfach schneller, als meine Finger. Wenn ich am PC schreibe, dann geht es ganz gut, die Parallelität des Schreibens und Denkens. Ich überlege gerade, ob das Denken vor dem Schreiben stehen sollte, aber das stimmt nicht immer. Heute Morgen zum Beispiel: ich sitze vor dem nagelneuen Notebook und denke: was jetzt? Was willst du schreiben? Es sollte etwas ganz Wichtiges sein.
Fallen ihnen die wichtigen Sachen immer dann ein, wenn sie sollten? Also mir nicht. So auch heute, klar. OK, ich habe die Kursbeschreibungen für das Jugendbüro fertig gestellt, und hoffe, dass ich in etwa das getroffen habe, was ich ausdrücken will. Das Sagen und das Ausdrücken sind immer noch zwei Paar Schuhe.
Doch ich wollte keine offizielle Wichtigkeit aufschreiben, sondern eine meiner eigenen Wichtigkeiten. Lilith? Genau, dass sollte es sein. Neues Gerät, neues Glück oder wiederbelebte Motivation? Und das ist es. Hallo!!! Motivation!!! Wo bist du? Sie ist irgendwo in meinem Inneren versteckt. Eigentlich noch nicht einmal versteckt. Ich würde sagen, sie befindet sich in Gefangenschaft. Da ist dieser gemeine fiese Kritiker, der sich wie ein Trojaner in den Tiefen meiner Synapsen festgekrallt hat und als Guerillakämpfer durch die Gegend zieht. Raubt, mordet und brandschatzt. Verdammt, wenn ich den erwische, der kann was erleben! Wenn ich mit dem Aas fertig bin, wünschte er sich, er wäre schon vor langer Zeit ausgewandert.
Ich weiß, dass mir das Buch gut gelungen ist, aber da in der ganzen Sache auch Herzblut stecht, also nicht nur so ein bisschen Geschreibsel über Engel und so, fällt mir das Ganze nicht so leicht. Überarbeiten ein Klacks, dachte ich so blauäugig, wie ich  manchmal bin, und jetzt? Schreibe ich so lustig vor mich hin, kann mich für nichts richtig entscheiden und Lilith liegt da und wartet. Merde! Merde bombastique! Mein Französisch ist lange her, aber das Wort kann ich noch, oder auf Englisch: big shit!
Nun, was soll`s. Heute kommen Katja und Lisa zum Schreiben, und wenn ich auch zaudere und meinen inneren Kritiker am jagen bin, immer schön auf die Tasten hauen und fließen lassen. Und so schreibe ich an den Worten der Woche: heute: Hände (siehe oben) und versuche den kleinen Mistkerl heraus zu locken. Wenn der den Köder schluckt und aus dem Dickicht kriecht, dann warte ich mit der großen Keule und haue ihm eins über den Schädel, oder besser zwei, drei. Was für ein Spaß! Keine Knade für Kritiker! Hallöchen, wo bist du, du kleines Kritikerschwein? Komm, ich hab da was Schönes für dich! Achtung, ich hör was, ich glaube da kommt er. Pssst! Ganz still! Keule heben und… Ende!

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