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Posts Tagged ‘Magie’

Max würde nie den Sommer vergessen, in dem er wie durch Zufall die Magie entdeckte.

Es war einer der wenigen Regentage dieses weit entfernt liegenden Sommers, an dem Max seine lebensverändernde Begegnung hatte. Danach war nichts mehr wie es war, oder wie es hätte sein sollen. Max verlor alles, was ihm bis dahin wichtig gewesen war. Seine Familie, Freunde, sein Zuhause und das Mädchen, das er liebte.

Die Magie ist eine besitzergreifende Geliebte. Sie eröffnete Max eine neue Wunderwelt und darin eine weitere Welt und eine weitere dahinter. Max wusste, dass er nicht alt genug werden würde, um jede dieser Welten zu sehen, aber er konnte sich an den Schmerz erinnern, den er verspürte, als er bemerkte, dass es keinen Weg zurück gab und er nie wieder an sein altes Leben anknüpfen konnte. Dieser Schmerz würde niemals heilen.

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Am letzten Wochenende durfte ich einen lieben Blog-Kollegen und wunderbaren Künstler Michael Ludwig bei seiner Premierenausstellung persönlich kennenlernen. Ihr seht uns vor einer der Ausstellungswände. Die ausdrucksstarken Bilder sprechen für sich. Interessante Titel ergänzen die Gemälde, die alle eine eigene Geschichte erzählen, je nach Fantasie des Betrachters.

Michael und Caro

Seit ich Michaels  Schmuckarbeiten das erste Mal gesehen habe, bin ich ein großer Fan. Es ist faszinierend was für detailreiche Kreationen er aus Lavezstein, Alabaster, Muscheln und Kristallen (und mehr) entwickelt. Denjenigen, für die das Material in der Schmuckfertigung ungewohnt und neu ist, traut euch. Die Ringe sind angenehm zu tragen, das glatte Material fühlt sich gut an und nach kurzer Gewöhnung merkt man kaum, dass man ihn am Finger hat.

Ring

Dieser tolle Ring aus Michaels Händen war sogar mit mir auf dem Laufsteg. Und meine Sammlung seiner Arbeiten wurde um ein weiteres Stück erweitert, dass ich bei der Vernissage erwerben durfte. Michaels Bilder haben ihre eigene Magie. Ich habe das Bild gesehen und wusste, das passt zu mir.

Das Gemälde trägt den Titel „Nachtwäsche“ und besteht aus dem Bild und einem dazugehörigen Schmuckstück. Es steht eine Armlänge von meinem Arbeitsplatz am PC entfernt. Inzwischen habe ich mich schon durch zwei Bilder von Michael zu Texten inspirieren lassen, ich bin sicher, es kommen noch einige dazu.

Nachtwäsche

Der Clou an diesem Kunstwerk ist, dass man nach Belieben Schmuck und Bild trennen kann, um den Schmuck zu tragen (oder das Kunstwerk im Original zu belassen) und je nach Gusto ein anderes Schmuckstück hinzufügen.

Der Ausstellungsort liegt im Herzen Kölns. Weidengasse 56, nähe Hansering und ist ein sehr gemütliches Café mit dem klangvollen Namen: Westflügel, das kleine Lokal. Der Kaffee ist hervorragend und es gibt vegane Spezialitäten. Sehr zu empfehlen!

Die Ausstellung läuft bis zum 8.November 2015. (Montag Ruhetag, Dienstag bis Samstag 9:00 – 19:30 Uhr, Sonntag 9:00 – 17:00 Uhr)

Ich möchte euch den Besuch im Westflügel sehr empfehlen. Genießt einen Kaffee, lasst eure Blicke schweifen und euch inspirieren. Jedes Stück ist ein Unikat.

Wer keine Möglichkeit hat, aus Zeit oder Entfernungsgründen, kann sich auf Michaels Website umschauen und seine Arbeiten bewundern.

Malerei trifft Schmuck, Künstler Michael Ludwig

 

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Alistair beobachtete Rowenna seit geraumer Weile. Sie hatte sich als zäher erwiesen, als er dachte. Vor allem wunderte er sich über ihr immenses Wissen, was die schwarzen Künste betraf. Das konnte für seine Pläne hinderlich sein, andererseits brauchte er sie. Alistair hatte das Gefühl Rowenna war seinem Charme nicht abgeneigt. Er hielt es für ein Leichtes sie von seinen Ideen zu überzeugen und sie auf seine Seite zu ziehen. In diesem Fall konnte es von Vorteil sein, dass Rowenna sich mit Magie auskannte.

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Seine Gedanken geordnet auf Papier zu bringen und die Magie der sich entfaltenden Wörter zu sehen versetzt uns in Verzückung. Doch der Weg dorthin kann sehr schmerzhaft sein. Der Schreibende schöpft aus seinem Leben, seinen Emotionen, den schönen und den schrecklichen. Schreiben ist verarbeiten.

Wie erklärt man einem Menschen das Gefühl, ein Loch in seinem Herzen zu haben? Ein schwarzes Loch aus Einsamkeit, Angst, quälender Sehnsucht, der Gier nach Liebe, Anerkennung. Gar nicht. Man könnte es einfach aussprechen. Man könnte, aber der Gedanke an den verständnislosen Blick, das Erspüren, wie sich der andere abwendet, der einem gerade noch sagte: „Du kannst mir alles sagen. Ich würde dich nie verurteilen.“

Ich habe es erlebt. Mehr als einmal. Ich möchte einfach zu gerne glauben es könnte wahr sein und mein Gegenüber versteht meinen Schmerz. Leider ist es nicht so. Also behalte ich es für mich, das schwarze Loch. Ich decke es mit Lachen und einem unkomplizierten Gemüt zu. „Immer nur Lächeln immer vergnügt, wie es da drin aussieht, geht niemand was an“, heißt eine Liedzeile aus einer Operette. Diese Lehre habe ich verinnerlicht. Es gibt Dinge, die ich erzähle – Alltägliches, Dinge, die anderen auch passieren können. Die dunkle Seite, die blutenden Wunden, offenbare ich nur in absoluten Ausnahmefällen. Ich bin ein Meister der Täuschung. Ich könnte Undercover-Spion sein. Gefühlsspion.

Meine Geburt war schwierig. Mein Leben stand tatsächlich auf der Kippe. Es wäre gut möglich gewesen, dass mich niemand von den Menschen um mich herum, jemals kennengelernt hätte. Der Zufall hat anders entschieden.

Der Zufall hat entschieden, dass ich schreiben sollte. Das Leben erkennen durch das Schreiben. Geboren werden durch Schreiben. In jedem Satz, jedem Wort steckt mein Blut, vermischt mit Tinte oder Druckerschwärze. Ich lebe meine Ängste, meine Zweifel, meine Liebe, meinen Glauben, meine Lust im Schreiben. Das habe ich schon immer getan. Als ich noch nicht schreiben konnte, dachte ich mir Geschichten aus und erzählte oder träumte sie. Heute schreibe ich sie auf.
Es hat lange gedauert, bis ich es erkannte, aber in einer Zeit, als ich dachte, ich könnte nie wieder Glück empfinden, hat mir das Schreiben das Leben gerettet. „Ich schrieb mir das Leben schön.“ Ich habe mir mein Gedanken-Gefängnis bunt geschrieben. In meinen Texten kann und darf ich alles sagen und tun. Ich muss nichts verheimlichen und nichts bereuen. Das Privileg des Künstlers.

Ich darf so viel Angst empfinden, wie ich sie nie zeigen würde. So viel Tränen vergießen, wie ich nie weinen würde. So viel Liebe erleben, wie ich sie nie hatte. So viel Wut raus lassen, wie ich nie zu lassen würde. So viel Lust und Begehren erfahren, wie ich nie erleben werde. In einer Welt leben, die immer heil und ganz sein wird, egal was draußen vor sich geht. Mit dem Tod ein Tänzchen wagen, auch wenn mir der Gedanke an das Ende, die Luft abschnürt.

Das schwarze Loch in meinem Herzen lässt sich nicht flicken. Ich lebe damit, obwohl ich mir wünsche es wäre anders. Was geschehen ist, ist geschehen. Nichts wird daran etwas ändern. Das Schreiben hilft mir den Schmerz im Zaum zu halten. Meinen Blick auf das Helle gerichtet, auch wenn die die Schatten mich auffressen wollen. Worte sind die Pflaster auf meiner Seele, die die Narben bedecken und mir einen Ort sichern, an den ich immer gehen kann. Meine Fantasie.

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