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Posts Tagged ‘Liebesbrief’

Mein Liebster,

lange Zeit war ich in einen Schutzmantel gehüllt. Ließ niemand meine Tränen, meine Trauer sehen. Zu oft wurde ich verletzt, mein Herz und meine Seele trugen unzählige Narben. Auch wenn ich dir zurückhaltend und schüchtern vorkomme, es ist nur ein Rest Vorsicht und Unglaube, dass ich diese Gefühle erlebe. Ich weiß nicht was geschehen ist, wann genau dieser Moment eintrat, als du begonnen hast meine Mauer einzureißen. Doch was ich weiß ist, dass sich die Dinge verändert haben.

Der Tag ist heller, die Nacht geheimnisvoller. Die Freude ist größer, der Schmerz stärker. Ich fühle mich stark, während ich in deiner Nähe schwach werde – Wachs in deiner Hand. Wenn du mich auf deine besondere Weise anschaust, spüre ich den leidenschaftlichen Herzschlag, den ich so lange vermisste. Deine Hand in meiner fühlt sich so vertraut und richtig an, als wäre es nie anders gewesen.

Deine Begeisterung und deine Leidenschaft für die Dinge des Lebens zu sehen, erfüllt mich mit Freude und steckt mich an gemeinsam mit dir auf Entdeckungsreise zu gehen. Ich verstehe deinen Humor und liebe es mit dir zu lachen. Wenn deine Finger und deine Lippen meine Haut berühren, erwacht eine Sehnsucht in meinem Inneren, die nach Erfüllung – Vereinigung sucht.

Ich habe Angst davor dich zu lieben, weil ich meinen Schutz aufgeben muss. Ich will dich lieben und kann es nur ganz tun, mich dir völlig öffnen und hingeben, mit allem was ich habe und bin. Du hast die Tür aufgebrochen und wenn ich über diese Schwelle gehe, gibt es kein Zurück. Nur noch dich und mich.

Deine Geliebte

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Der erste Tag in einer neuen Schule, ein Liebesbrief und ein Rezept mit einem signifikanten Fehler

Tagebuch, 15.03.2016

Heute erster Schultag an der neuen Schule. Mutter hat gebacken – obwohl ich es nicht wollte, aber nein! „Du musst doch deinen Einstand geben, macht man das nicht so?“ – „Nein. Vielleicht bei dir im Büro, aber doch nicht in meiner Schule.“ Ich hätte auch gegen die Wand reden können. Also hab ich die Muffins mitgenommen. Desaster! Zucker mit Salz verwechselt. Kein Wunder. Immerhin sind wir gerade erst umgezogen, vor zwei Tagen. Nichts steht am richtigen Platz.

Ansonsten lief es ganz gut, wenn man es mit den anderen 10 Neuanfängen vergleicht. Schlimmer geht immer. Zumindest haben ein paar Mädels mit mir gesprochen, was will ich mehr. Bloß nicht zu heimisch fühlen, der nächste Umzug kommt bestimmt. Darum packe ich nur noch die nötigsten Sachen aus, der Rest bleibt in Kisten.

Ich sitze neben einem Jungen, John. Der ist riesig. Bestimmt zwei Meter groß. Ich muss meinen Kopf in den Nacken legen, wenn er steht und ich anschauen will. Er hat mich vor einem Basketball gerettet, der mit voller Wucht auf mich zu flog. John schnappte mich und zog mich in seine Arme. Und er roch sooo gut. Ich könnte mich verlieben – aber nein! Ich habe meine Prinzipien. Nicht zu heimisch fühlen.

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