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Posts Tagged ‘Kuchen’

Der Wecker klingelt penetrant. Ich dreht mich um und blinzele an die Decke. Dorthin wirft der Wecker meines Liebsten die Uhrzeit. 6:10 Uhr. Mindestens zwanzig Minuten zu früh, aber wenn ich nun einmal wach bin, kann ich auch aufstehen. Ich rolle mich aus der „Koje“, schnappe meine Klamotten und gehe ins Bad. So entgehe ich immerhin dem morgendlichen Badgedränge der Familie. 🙂

Außerdem bekomme ich den ersten Kaffee und kann noch mindestens eine Stunde an meinem Roman schreiben. Das Klischee des nachtschwärmerischen Künstlers trifft auf mich leider nicht zu. Ich schreibe ich in der morgendlichen Stille. Besonders jetzt im Frühling, wenn durch die offenen Fenster die kühle Morgenluft hereinströmt und die Vögel zwitschern. Okay, wenn ich einen Roman schreibe kann ich nicht nur morgens schreiben, sonst würde ich mein Pensum nicht schaffen.

Ich muss mich zwischen meinen Jobs, Haushalt, Familie und Freunden organisieren. Da kann es schon mal vorkommen, dass ich nicht so aufmerksam bin, wie ich eigentlich sein möchte. Immerhin lebe ich in meinem Roman, mit den Figuren, bewege mich zwischen den Welten hin und her und bleibe des Öfteren in der Fantasiewelt hängen. Die vielen bunten Notizzettel auf meinem Schreibtisch sind ein sicheres Indiz dafür.

Da war es mir heute sehr recht, einen kleinen Ausflug nach Bad Homburg zum gotischen Haus zu machen.

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Meine Freundin kannte es noch nicht und ich konnte neben einem netten Gespräch, bei Kaffee und Kuchen, noch einen Museums Besuch machen und dabei ein bisschen Recherche betreiben. Dazu gehört zum Beispiel Equipment, dass im 19. Jahrhundert verwendet wurde.

Hier ein wunderschönes Cembalo.

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Mit diesen Lampen erhellten die Menschen damals ihre Wohnungen.

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Talglampen

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Handlampe, mit denen man nachts durch die dunkle Stadt ging.

Ich nehme an, dass die reichen Leute einen Diener hatten, der sie trug und die Herrschaft begleitete.

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Für die „Dame von Welt“ gab es wunderschöne Hüte und ein Sommerkleid zu sehen.

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Und für den eleganten Herren verschiedene Zylinder.

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Es war also ein sehr entspannender und gleichzeitig spannender Besuch. Außerdem ist es allemal interessanter, als nur am PC zu recherchieren. In der Bewegung nach außen, bewegt sich auch das Innen. Bei genauer Betrachtung der Gegenstände und der geschichtsträchtigen Orte, stellt man erst fest, welchen Widrigkeiten die Menschen in anderen Jahrhunderten ausgesetzt waren.

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Durch diese Allee kam der Herzog vom Schloss in Bad Homburg zum gotischen Haus.

Nach diesem schönen Ausflug wird die riesige Handlampe, neben ein paar anderen Kleinigkeiten, auf jeden Fall in meinem Roman vorkommen!

Den Wecker habe ich für morgen früh absichtlich auf 6:30 gestellt 😉 .

PS.: Falls ihr einen Ausflug plant: Öffnungzeiten ab 14 Uhr bis 17 Uhr. Eintrittspreis 2 Euro für Erwachsene. Unbedingt Zeit für Kaffee und Kuchen einplanen. Lecker!

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„Hast du das gesehen?“

„Nein? Was?“

Ich blickte irritiert aus dem Fenster des Cafes und sah Autos und Menschen hinterher, die in einem nicht enden wollenden Strom an uns vorbei rauschten.

„Da war Matthias Schweighöfer!“, Sannes Stimme schnappte fast über. Sie sprang auf und griff nach ihrer Tasche. „Kannst du meinen Kaffee mitbezahlen? Ich muss hinterher, vielleicht krieg ich ein Autogramm. Wir treffen uns nachher im Hotel.“

Und weg war sie. Ich schüttelte den Kopf. Berlinale! Toll! Genau die richtige Zeit Berlin einen Besuch abzustatten. Wenn die Stadt überfüllt und die Promidichte mindestens 200 Prozent höher war, als sowieso schon. Aber was tut man nicht alles für eine Freundin?

Immerhin hatte ich nun Zeit in Ruhe zu lesen und etwas zu schreiben. Trotz Sannes Prominenten-Hatz hatte ich schon einiges von Berlin gesehen. Das Wetter war herrlich und am Nachmittag wollte ich zum Wannsee hinausfahren. Sanne war für die nächsten Stunden beschäftigt und würde mich bestimmt nicht vermissen.

„Entschuldigen sie“, sagte eine angenehme Stimme und ich sah auf, „darf ich mich zu ihnen setzen? Leider ist alles besetzt und ich habe gesehen, dass der Platz gerade frei geworden ist.“

Zwei blaue Augen strahlten und ein sinnlicher Mund lächelte mich aus einem markanten Gesicht an. Ich nickte und machte eine generöse Geste.

„Gerne. Im Moment ist geht es in Berlin ziemlich verrückt zu. Ich bin eigentlich zur falschen Zeit hier.“

Er setzte sich und winkte dem Kellner.

„Darf ich sie zu einem Kaffee und einem Stück Kuchen einladen? Damit sie nicht einen gar so schlechten Eindruck meiner Heimatstadt haben.“

Ich errötete.

„Danke schön, sehr gerne. Es tut mir leid, wenn sie denken ich hätte eine schlechte Meinung von Berlin, aber ich gebe zu, ich stürze mich nicht so gerne in hysterische Menschenmassen.“

Er lachte.

„Zwei Latte Macchiato“, bestellte er, „und zwei Stück Käsekuchen.“ Dann wandte er sich wieder an mich, „ihre Freundin schon. Ich bin übrigens Tom.“

„Freut mich sehr, Tom. Mein Name ist Lea. Ja, Sanne liebt die Promis. Einmal über den roten Teppich“, ich grinste, „am liebsten mit Brad Pitt. Aber ich fürchte, da kratzt Angelina ihr die Augen aus.“

„Das befürchte ich auch“, Tom schmunzelte, „und was haben sie noch vor, nachdem sie schnöde für Matthias Schweighöfer im Stich gelassen wurden?“

Der Kellner servierte den Kaffee und den Kuchen.

„Ich hatte an den Wannsee gedacht, bei dem fantastischen Wetter.“

„Eine gute Wahl. Wäre es vermessen sie zu fragen, ob ich sie begleiten darf?“

Tom nippte an seinem Kaffee, ohne den Blick von mir abzuwenden. Ich errötete wieder. Sannes dramatischer Abgang hatte mir einen Gentleman beschert.

„Das würde mich sehr freuen.“

„Ich verspreche ihnen, sie werden es nicht bereuen.“

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Raunacht, Venus, Sahne, Note

Horoskope 21.12. – 27.12.2015

Zwilling 22.05. bis 21.06.
In dieser Woche beginnen die Raunächte. Sehen sie vorraussichtlichen Veränderungen positiv entgegen. Ihr Haus steht in der Venus. Seien sie neuen Bekanntschafen gegenüber aufgeschlossen. Genießen sie, was auf sie zu kommt. Aus erotischer Anziehung könnte Liebe werden. Die Chancen stehen gut.

Ich seufze. – Die Chancen stehen gut. Das kann alles heißen. – Ich öffne die Sprühsahne und spritze mir eine hübsche Rose auf meinen Lieblingskuchen. Ich liebe Kuchen mit dieser zarten Note von Eierlikör. Sehnsüchtig lese ich die Zeilen meines Horoskops noch einmal. – Veränderungen! Stimmt, ich brauche dringend eine Veränderung. Vielleicht sollte ich etwas abnehmen, damit es mit der Erotik klappt. Aber erst nach dem ich den Kuchen gegessen habe. –

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Moos, Kummer, Kuchen, Besen

„Mooskuchen“, äffe ich den Moderator der „Zauberhaften Backshow“ nach, „wer kommt denn auf so eine blöde Idee? Egal, wie groß mein Kummer sein mag – Mooskuchen kommt mir nicht in die Schüssel.“
Ich schlage die Eier-Zucker-Masse mit dem Schneebesen auf und seufze. Wenn man als Hexe seit zweihundert Jahren in einer Beziehung lebt, hat sie es nicht leicht ihrem Geliebten immer wieder leckere Betthupfler zu zubereiten, besonders wenn „Magie TV“ nur noch auf Masse setzt, statt auf Klasse.

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„Lerne etwas über das Leben.

Schneide dir mit dem Silbermesser ein großes Stück heraus,

ein großes Stück vom Kuchen.

Lerne, wie die Blätter an den Bäumen wachsen.

Mach die Augen auf (…)

Lerne, wie der Mond im Nachtfrost vor Weihnachten untergeht.

Öffne deine Nase.

Rieche den Schnee.

Lass das Leben zu.“

Sylvia Plath

Ist sie nicht wunderbar!

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3. Satz aus der Aufgabe: 13 Sätze – 13 Geschichten

„Wenn sie das gesagt hat, hat sie aufgegeben.“

Sara schüttelte den Kopf.

„Ich versteh das nicht. Was war eigentlich los?“

Asta zog eine Zigarette aus einem silbernen Etui und zündete sie an. Sara öffnete sofort das Fenster.

„Muss das sein? Du weißt doch, dass ich seit drei Wochen abstinent bin. Sonst kriege ich wieder Jap!“

„Ich habe auch aufgehört“, lachte Asta, „heute Morgen. Kein Grund nicht wieder damit anzufangen, wenn es die Situation erfordert.“

Sie schlug ihre langen Beine übereinander und pustete kleine Rauchwölkchen in die Luft. Sara wedelte energisch mit der Hand.

„Beruhig dich Kleine, du kannst gerne eine von meinen haben.“

Asta hielt ihr demonstrativ die silberne Schachtel hin.

„Hört auf, ich finde, ihr könntet etwas mehr Mitgefühl für Bea zeigen.“

Sara zog skeptisch eine Braue hoch. Asta sah mich entgeistert an.

„Ich bitte dich. An der Misere ist sie selber schuld. Sie will zwar unbedingt einen Kerl, aber nur einen, der in ihre Schablone passt.“

„Stimmt!“, pflichtete Sara bei. Was Bea betraf waren sie sofort einer Meinung, „Sie sollte sich einen Mann backen.“

Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen.

„Das wird nichts. Bea kann weder kochen noch backen. Erinnert ihr euch an den Kuchen zu meinem Geburtstag?“

Die beiden anderen zogen die Stirn kraus und nickten.

Nach zwei gescheiterten Anläufen hatte Bea es aufgegeben und meinen Kuchen beim Bäcker geordert. Ihre Wohnung stank noch zwei Tage nach dem Desaster nach verbranntem Teig. Es war so schlimm, dass der Feuermelder Alarm auslöste und der übereifrige Nachbar die Feuerwehr rief. Komplett mit Leiterwagen und allem.
Bei dieser Hau-Ruck-Aktion lernte Bea einen Mann kennen. Feuerwehrmann. Ein heißer Typ. Ich sage nur Feuerwehrkalender! Sara, Asta und ich waren uns einig, der Mann war eine Sünde wert – aber es dauerte nicht lange und Bea fielen seine kleinen Macken auf. Statt sie hinzunehmen und sich an seinen liebenswerten Seiten zu erfreuen, ritt sie so lange auf dem Kleinkram herum, bis er es nicht mehr aushielt. Er zog aus. Prompt wollte sie ihn zurück.

Allerdings ist er ein Mann mit Prinzipien. Entweder oder, sagte er zu mir und ich stimmte ihm lächelnd zu, als er sein T-Shirt auszog.

„Wie könnte ich diesem Angebot ernsthaft widerstehen?“

„Gar nicht“, grinste er und ließ die Jeans auf den Boden gleiten.

„Stimmt“, gab ich zu, „dein Argumente sind unschlagbar.“

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Poem 5.4

Gedicht-Nachricht

Du ich muss dir noch was sagen
Du ich muss dich noch was fragen
Wann geht`s los am Morgen
Ich mach mir nämlich Sorgen

Die Fahrt ist lang und weit
Und ich will sein bereit
Wenn du da stehst vor meiner Tür
Und nimmst mich mit nach Trier

Dort waren früher schon die Römer
Und machten alles schöner
Heute stehen nur Ruinen, alte Mauern
Damit wir nicht versauern

Hab ich Kaffee gebrüht und Kuchen
Den solltest du versuchen
Der ist super lecker
Als wäre er vom Bäcker

Im Grunde ist doch klar
Nur selbst gebacken ist wahr
Dazu gibt`s geschlagene Sahne
Und eine dunkelgelb Banane

Sag mir also schnell bescheid
Ich bin bereit für eine Fahrt zu zweit

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