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Posts Tagged ‘Krieg’

Ich las gerade Tolstois „Krieg und Frieden“, als ich meine Mutter rufen hörte:

„Wo hast du die Salz und Pfefferstreuer hingestellt?“

„Moment, ich komme.“

Ich stand auf und ging in die Küche.

„Hier sind sie“, sagte ich und nahm die Streuer von dem kleinen Brett über dem Herd.

Wir setzten uns und ich tat Milch und Zucker in meinen Kaffee.

„Hast du eigentlich schon das von den Millers gehört?“, fragte meine Mutter und biss in ihr Marmeladenbrötchen.

Ich nickte. Die Story raste wie ein Lauffeuer durch den Ort und war Stadtgespräch.

„Das war zu erwarten“, erwiderte ich, „sie liebten und sie schlugen sich. Irgendwann musste das nach hinten losgehen.“

Meine Mutter schwieg und kaute an ihrem Brötchen herum. Ich trank meinen Kaffee und köpfte mein Ei.

„Stimmt, so eine Hass-Liebe endet oft böse“, sagte meine Mutter leise.

Sie wusste wovon sie sprach.

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„Das Ziel eines Schriftstellers ist es, die Zivilisation davon abzuhalten, sich selbst zu zerstören.“
Albert Camus

Eine gute Absicht, allerdings ist die Frage: Wie? Die Leute, die auf den Schriftsteller „hören“ sind meistens seiner Meinung und die anderen? Entweder lesen sie den Schriftsteller nicht oder sind nicht in der Lage ihn zu verstehen – mag es intellektuell oder gegen ihren Willen sein.

Eines der großen Probleme unserer Zeit, eigentlich aller Zeiten ist, dass die Masse denen hinterher läuft, die am Lautesten schreien. Die Medien fördern dieses Phänomen nach Leibeskräften. Eine objektive Aufklärung findet selten statt, kann es vielleicht auch nicht – zeige mir den, der wirklich objektiv ist?! Chaos zieht scheinbar mehr, als Verbundenheit.

Es ist einfach sich keine eigenen Gedanken machen zu müssen oder über die Konsequenzen seiner Handlungen nachzudenken. „Dafür kann ich nichts, der … hat gesagt …“ – „Die anderen haben auch mitgemacht.“ – „Wenn ich es nicht getan hätte, dann …“ – „Ich habe nichts davon gewusst …“

Hübsche Ausreden. Dass die nichts nützen und großes Unheil anrichten, hat die Menschheit im Zweiten Weltkrieg erlebt. Nicht das einzige augenfällige Beispiel, auch heute gibt es genug davon. Der Mensch ist schnell dabei, seine Schuld, seine Nachlässigkeit, seine eigene Grausamkeit auf andere abzuschieben. Und doch trifft der Spruch auf viele Gelegenheiten zu: Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. „Keiner, der hingeht“ fängt bei jedem Einzelnen von uns an.

Irgendwann kommt die Stunde, da jeder Rechenschaft ablegen muss. Niemand bleibt davon ausgenommen, auch wenn die meisten nicht an eine übergeordnete Instanz glauben, die über uns richtet. Früher gab es dafür den Pfaffen, der zur letzten Ölung kam. Mit etwas Öl glaubte man, die Seele vor der Hölle zu retten. Ein reichlich lächerliches Unterfangen, Gott übers Ohr hauen zu wollen. Heute glauben viele Menschen nicht mehr an Gott, schieben ihn genauso vor, wie Regierungen oder Schreihälse, die sich profilieren wollen. Wir schaffen es heute uns unsere eigene Hölle zu machen und ich frage mich, gefällt uns das?

Warum lässt Gott das zu? Die Frage müsste lauten, warum tut der Mensch einem anderen Menschen solche schrecklichen Dinge an? Gott ist nicht dafür zuständig unseren Job zu machen. Statt Freundlichkeit, Rücksicht und Toleranz, springen uns jeden Tag Mord und Totschlag an.

Hat das Leben, das Recht auf Freiheit und Gleichheit wirklich einen Wert? Wenn ja, warum all das? Es mag sein, dass sich die Menschen Gott gegenüber nicht mehr verpflichtet fühlen. Aber wir sind unseren Mitmenschen (und unserer Erde) gegenüber verpflichtet! Jedem Menschen! Egal welcher Hautfarbe, Rasse, Religion, ob gesund oder krank, Kind oder Erwachsener.

Ich bin eine unbekannte Autorin und weiß nicht, wie viel meine Worte bewirken. Aber ich wünsche uns allen ein bisschen mehr Liebe, Freundlichkeit, Verständnis und Herz. Jeden Tag in diesem Jahr!

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Egal was ich tue, ich kriege die Gedanken an das Sterben im Besonderen und im Allgemeinen nicht aus meinem Kopf. Ist vielleicht auch ein bisschen viel verlangt, wenn ich bedenke, dass mein Bruder um sein Leben kämpft oder gegen den Tod. Ich fühle mich wie festgenagelt auf diese Gedanken. Wenn ich lese, dann komme ich zeitweise davon weg, aber wenn ich schreiben will und nach Worten suche, komme ich am Ende wieder an diese Kreuzung. Ich bin müde. Mein Kopf ist erschöpft.

Ich möchte den NaNo zu Ende schreiben, oder sagen wir mal weiter schreiben. In diesem Monat werde ich das nicht mehr schaffen. Es sei denn, ich könnte 20.000 Worte schreiben in der nächsten Woche (könnten ja auch weniger sein, wenn die Geschichte zu einem Abschluss käme … ja wenn!). Die Geschichte mit den zwei „künstlichen“ Kreaturen gefällt mir. Jetzt wieder hängen zu bleiben, macht mich bestimmt nicht fröhlich, wenn ich bedenke, dass ich noch einen Roman in der Warteschleife habe. Das frustriert mich nicht nur. Nein! Das deprimiert mich definitiv und macht mich wütend. Am liebsten würde ich mich einfach irgendwo hinlegen, Decke über den Kopf und schlafen, bis alles vorbei ist.

Was ist dieses Alles? Keine Ahnung und davon habe ich zurzeit viel zu viel. Ich mit meiner großen Klappe habe zu allem was zu sagen und eine Meinung und jetzt sitz ich da und krieg keinen graden Satz raus?! Habe ich wirklich was zu sagen? Sind nicht alles nur Nichtigkeiten, Kleinkram? Meine „Probleme“ sind ein Witz, wenn ich an meinen Bruder denke, an dritte Weltländer, Krieg im Nahen Osten usw. Die Liste ist lang. Ich fühle mich elend, weil ich so ein Jammerlappen bin und doch nicht in der Lage mich aus meinem Tief aufzurappeln.

Ich hasse es, wenn die Dinge ihren Sinn verlieren. Muss denn alles einen Sinn haben? Ich fürchte, ich bin tatsächlich so gestrickt. Was ich tue, soll „gut“ sein, auch wenn in diversen Schreibratgebern immer wieder gesagt wird: „Schreiben sie schlecht, um ihren inneren Zensor zu überwinden.“ Mein innerer Zensor hat genug mit meinen allgemeinen Texten zu tun, was alles erst, wenn ich auch noch absichtlich „schlecht“ schreiben soll. Wobei „er“ mir sofort die Frage stellt (und ich sehe sein hämisches Grinsen): „Schreibst du nicht schon „schlecht“? Da musst du es doch nicht absichtlich machen und mir den Tag versauen.“

Gibt es irgendein Gift, das diesen Mistkerl langsam und qualvoll um die Ecke bringt?!

Gedankenkarusselle sind übel. Wohin du sie auch drehst, es kommt nichts dabei heraus. Du landest immer an derselben Stelle. Du weißt meistens, dass deine Gedanken völlig absurd sind und du doch endlich (verdammt noch mal) aufhören solltest sie lang und breit zu treten. Aber du kannst es nicht. Aussteigen! Jetzt sofort! Wenn es jemand gibt, der einen guten Vorschlag hat: Du wirst ein Vermögen damit machen, wenn das funktioniert!

Könnte auch sein, ich bin nicht überzeugt genug von mir. Henry Miller schrieb dauernd, verweigerte sich einer „anständigen“ Arbeit. Pumpte Freunde und Fremde an, schrieb Bittbriefe und machte Zeitungsaufrufe ihn zu unterstützen. Und egal wie viel Erfolg er mit seinen Büchern hatte, er war zwar wütend darüber, nicht genug gewürdigt zu werden, aber er hielt sich für einen guten (sehr guten) Schriftsteller. Das gab ihm sicher auch das Selbstverständnis dafür, dass er ohne Gewissensbisse dazu in der Lage war, die Spenden anzunehmen. Henry war ein entschiedener Mann. In allem, was er tat. Er verabscheute den Krieg und die Atombombe. Hielt Amerika für ein kulturloses Land. Liebte schöne Frauen (besonders wenn sie jung und hübsch waren), schrieb wie ein Besessener und muss trotz aller Widrigkeiten ein charmanter Mann gewesen sein. Er hatte viele Bewunderer, die ihn unterstützten und Himmel und Hölle in Bewegung setzten, um sein Werk drucken zu lassen und zu verbreiten.

Ich lese gerne Biografien von Schriftstellern. Es gibt mir Auftrieb, wenn ich lese, dass sie ebenso kämpfen mussten und es ihnen nicht leicht fiel immer dabei zu bleiben und am Ende Meisterwerke dabei heraus kamen (bei machen erst post mortem). Anderseits macht es mir Bauchschmerzen, weil ich die Befürchtung habe, dass ich nicht so bin. Nicht so enthusiastisch und willensstark. Besonders an diesen Tagen, in denen ich mich so ungelenkig und sprachlos fühle. Rainald Goetz sagte: „Don`t cry work.“ Ja, ja, ich weiß, dass du recht hast. Ich mach ja schon! Aber vorher brauch ich noch einen Kaffee und ein paar Seiten Henry Miller.

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Emily wäscht das Geschirr. Sie blickt auf ihre Hände. Sie sind alt geworden. Rau, faltig von der vielen Arbeit. Ihre Hände haben in all den Jahren viel geleistet. Die harte Arbeit im Krankenhaus, in ihrem großen Garten mit dem vielen Gemüse, im Haushalt mit den vier quirligen Kindern. Aber Emily erinnert sich auch an eine Zeit in der ihre Hände jemand berührten, einen ganz besonderen Menschen.

Der zweite Weltkrieg war nun schon Jahrzehnte her, doch sie erinnerte sich noch ganz genau daran, als sie ihm das erste Mal begegnete. Sie sah sein Lächeln vor sich, dass er sich unter Schmerzen abrang, roch diesen sauberen Geruch nach Seife und Rasierwasser und hörte den Klang seiner Stimme, als er ihr seinen Namen sagte:

„Captain Jack Johnson.“

Er war Offizier der amerikanischen Luftwaffe und nahe London stationiert. Sie, Emily, war Lazarettschwester und hatte in den zwei Jahren, die sie im Lazarett arbeitete, viele schlimme Dinge gesehen. Jacks Armbruch und die Prellungen waren gegen die Verletzungen der anderen Soldaten eine Kleinigkeit. Trotzdem er nur eine Bagatelle hatte, er war vom Flügel seines Jagdbombers gestürzt, kam er jeden Tag, damit Emily seinen Arm begutachten konnte. Und mit Jack kam Spaß in den grauen, harten Lazarettalttag, was sie wunderte, denn auch er musste Schlimmes erlebt haben. Emily hatte die Narben an seinem Körper gesehen. Vielleicht waren sie nicht bis zu seiner Seele durchgedrungen. Jack war immer gut gelaunt. Für die Jungs brachte er Zigaretten und Schokolade, Zeitschriften, oder auch mal einen Whisky mit. Immer hatte er einen Scherz auf den Lippen und mit den Gesünderen spielte er Poker. Die Ärzte sahen das nicht gerne, aber da er auch für sie die eine oder andere Kleinigkeit mitbrachte, ließen sie es stillschweigend geschehen. Für Emily brachte er Kaffee und Pralinen mit, die ihre Familie mit „Hallo“ begrüßte. Manchmal stellte er auch eine Rose auf ihren Schreibtisch und freute sich, wenn sie errötete. Emily war es ein Rätsel woher der nicht versiegende Fluss von Luxusgütern kam. Jack war sehr verschwiegen, was diese Dinge betraf und lachte nur, wenn sie ihn warnte, dass er irgendwann auffliegen würde. Dann kam der Tag an dem Jack der Gips abgenommen wurde und Emily spürte, dass es ihr fehlen würde sein Lächeln nicht mehr zu sehen. Er erschien wie immer gut gelaunt.

„Hallo, Emily, mein Sonnenschein“, neckte er sie, „ich habe eine Überraschung für sie.“

Jack setzte sich auf die Untersuchungsliege.

„So, was ist es denn diesmal Schönes.“

Emily zwinkerte ihm zu und begann damit seine Gipsbinden zu lösen.

„Es ist eine Einladung. Am Samstag ist Offiziersball und ich möchte, dass sie mich begleiten.“

Emily sah ihn erstaunt an.

„Sie wollen mich mitnehmen?“

„Ja“, er blickte sich gespielt suchend um, „ich kann ja schlecht mit Paul oder Jimmy tanzen gehen?“

Die Erwähnten brachen in Gelächter aus.

„Das ist nett, aber ich muss ablehnen.“

„Nein, das dürfen sie nicht! Bin ich denn so unansehnlich, oder muss ich vor ihnen auf die Knie fallen?“

Jack war drauf und dran sich auf den Boden zu werfen.

„Ausgehen, ausgehen!“ Skandierten Paul und Jimmy.

„Hören sie auf“, Emily versuchte ein böses Gesicht zu machen, „das ist nicht der Grund, aber meine Mutter wird mich nicht mit einem fremden Soldaten ausgehen lassen. Sie wissen doch, die sind so liederlich und führen ein Lotterleben. Besonders die Piloten. Auf jeder Airbase haben sie eine Freundin.“

Jack grinste und legte sich feierlich die Hand aufs Herz.

„Sie sind die Einzige, ich schwöre!“

„Das kann jeder sagen.“

„Und wegen ihrer Mutter, machen sie sich keine Sorgen. Ich habe sie schon um Erlaubnis gefragt und sie hat ja gesagt.“ Emily lachte schallend, „nun da bleibt mir wohl nichts anderes über als ja zu sagen.“

„Ja!“ Jack strahlte sie an. „Sie werden das schönste Mädchen des Abends sein. Ich hole sie am Samstag um sieben ab.“

Paul und Jimmy klatschten Beifall. Damit drückt er ihr einen Kuss auf die Wange und verschwand mit seinem abgegipsten Arm.

Am Samstag war Emily so aufgeregt, dass ihr die Zeit bis zum Abend wie ein Jahr vorkam. Sie zog sich mindestens acht Mal um. Bis es sieben war und es pünktlich an der Tür klingelte, lief sie hundert Mal zum Fenster und hielt nach Jack Ausschau. Als er dann vor ihr stand, verschlug es ihr die Sprache. In seiner Offiziersuniform sah er umwerfend aus. Das schwarze Haar streng zurück gekämmt und nicht so strubbelig wie sonst. Die schwarzen Ausgehschuhe glänzten wie Spannlack. An seiner Brust trug er einen Orden für besondere Tapferkeit.

„Hallo Jack.“ Emily fühlte sich plötzlich befangen.

„Hallo Emily, du siehst wunderbar aus.“ Er strahlte sie an und überreichte ihr einen Blumenschmuck. „Wollen wir gehen?“ „Ja, gerne.“

Und zu ihrer Mutter gewand sagte er:

„Ich bringe Emily unbeschadet wieder nach Hause.“

Ihre Mama nickte nur und wischte sich verstohlen eine Träne aus dem Auge. Galant half Jack Emily in den Mantel und hielt ihr die Wagentür auf. Während der Fahrt waren beide sehr nervös und sprachen wenig. Emily erkannte den sonst so redegewandten Jack nicht wieder.

Beim Ball ließ er sie nicht aus den Augen, holte ihr etwas zu Essen und zu trinken, tanzte nur mit ihr und wenn ein anderer Mann auch nur in ihre Nähe kam, verstellte er ihm den Weg. Jack tanzte himmlisch. Sie ließen kaum einen Tanz aus und hätten sie auch für etwas anderes Interesse gehabt, als für sich selbst, hätten sie bemerkt, dass alle Augen auf sie gerichtet waren.

Auf dem Weg nach Hause hielten sie am Fluss. Jack half Emily aus dem Wagen. Schweigend gingen sie unter dem sternenübersäten Himmel am Fluss entlang, bis Jack Emilys Hand ergriff und stehen blieb.

„Emily, ich muss dir was sagen.“

Sie horchte auf, denn ein großer Ernst lag in seiner Stimme.

„Ja, was denn?“

„Morgen rücken wir aus.“

Plötzlich herrschte eine bedrückende Stille.

„Wann kommst du wieder?“ Fragte Emily, als sie sich etwas gefasst hatte.

„Ich weiß es nicht. Normalerweise dürfte ich es dir noch nicht mal sagen, aber ich kann nicht einfach fortgehen und dich hier so unwissend zurück lassen.“

Emily liefen Tränen über die Wangen. Er würde gehen, in diesen scheußlichen Krieg, der so viele Männer fraß und die, die er nicht verschlang zerstört zurück ließ. Jack sah sie an.

„Ich liebe dich“, flüsterte er.

„Ich dich auch,“ erwiderte Emily.

Da riss er sie in seine Arme und küsste sie voller Leidenschaft. Wie lange sie so dort gestanden hatten, wusste sie nicht mehr, als er den Finger unter ihr Kinn legte und mit rauer Stimme sagte:

„Emily, meine süße kleine Emily, versprich mir, dass du auf mich wartest und das du mich heiratest, wenn ich wieder komme.“

„Ja, Jack, ich warte auf dich“, sagte sie schlicht.

Er wusste, dass sie es ernst meinte. Dann zog er ein kleines Kästchen aus der Tasche und öffnete es. Ein wundervoller goldener Reif mit einer kleinen Blüte lag darin. Jack nahm ihn heraus und steckte ihn an ihren Ringfinger.

„Damit du immer an mich denkst.“

Sie hob den Kopf und sah in seine Augen. Als ob sie jemals an etwas anderes denken könnte. Zärtlich küssten sie sich, bevor sie ins Gras sanken und sich bis zur Trunkenheit liebten.

Jack kam nicht wieder. Der unsinnige Krieg arroganter Willkürherrscher fraß den Mann, den Emily liebte und um den sie heiße Tränen vergoss, bis keine Tränen mehr in ihr waren.

Ein Kamerad, Tony, brachte ihr seinen Orden, als Andenken. Aber es gab noch ein anderes Andenken von Jack. Das Kind, das Emily unter dem Herzen trug. Einen Sohn, das Ebenbild seines Vaters. Jack Junior war zwei Jahre, als sie Tonys Werben nachgab und ihn heiratete. Sie bekamen noch drei wunderbare Kinder. Tony wusste, dass er Emilys Liebe mit einem Jacks Traumbild teilen musste, aber er liebte sie und machte ihr nie einen Vorwurf.

So waren die Jahre ins Land gegangen. Emily war alt, grau und weise geworden. Sie lächelte. Es war ein gutes Leben gewesen, auch wenn es oft hart war; und sie hatte auf Jack gewartet. Sie tat es heute noch. Er war der Mann ihres Herzens, der eine Besondere, und sie war dankbar. Es war nicht jedem vergönnt seinen Seelenverwandten zu finden, auch wenn die Zeit mit ihm viel zu kurz war. Emily trocknete sich ihre Hände ab und streifte den kleinen Goldreif mit der Blüte über den Finger. Es würde nicht mehr lange dauern und sie würde wieder mit Jack zusammen sein.

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