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Posts Tagged ‘Kreativität’

„Jammere nicht – schreib!“

Wenn es immer so einfach wäre. Ist es leider nicht. Ich kann  nicht vom Schreiben leben und  muss den meisten Teil meiner Zeit mit einem Brotberuf zubringen. Der macht mir zugegebener Maßen Spaß (zum Glück), verhindert aber manchmal auch die Entfaltung meiner Kreativität, wenn meine Kopf entweder leergefegt oder proppenvoll ist.

Doch manchmal kommt der Motivationsschub aus einer unerwarteten Ecke. Meiner kam aus einer E-Mail in der mir mitgeteilt wurde, dass ich einen Presseausweis für die Buchmesse bekomme, weil ich Bloggerin bin. Gut, ich habe keinen Freudentanz um den Eßzimmertisch aufgeführt, aber ich habe mich riesig gefreut, weil ich nicht damit gerechnet habe. Tatsächlich habe ich gedacht, mein Blog wäre zu klein, um mit einem Presseausweis belohnt zu werden. Umso mehr freue ich mich darüber, dass ich einen bekommen habe.

Das ermöglicht mir zwei Dinge: 1. die Buchmesse überhaupt zu besuchen und 2. einen Termin bei meinem neuen Verlag wahrzunehmen. Außerdem ist es ein guter Grund fleißig zu sein und intensiv zu schreiben und zu tun, was Autoren tun sollten/wollen/können/müssen: SCHREIBEN.

 

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oder Studenten auf Reisen

 Nachdem ich endlich Studentin sein darf, ist es an der Zeit die neu gewonnene Freiheit zu genießen und sich dem Leben hinzugeben. „Das Leben wurde geschaffen für große Abenteuer & große Freundschaften.“ So haben meine Mitstudentin Uschi und ich eine spontane Reise zu einem Konzert der Band PROJEKTiON in die Niederlande geplant.

PROJEKTiON

PROJEKTiON

Nein, die Reise zum Konzert der Band ist nicht meinem neuen Seminar: Verstehen an der Grenze – Fremde Lebenswelten beobachten – verstehen – beschreiben, geschuldet, sondern wurde durch einen netten Zufall auf Twitter ausgelöst. Dort stieß ich vor einigen Wochen auf diese interessante Band aus den Niederlanden. Da ich Musik liebe  (und die Niederlande), sie auch zum Schreiben brauche, und ich es spannend finde neue Musik/er zu entdecken (dank meiner Kinder, die immer mal wieder ungewöhnliche Musik nach Hause brachten und mich inspirierten) klickte ich den Song an.

PROJEKTiON – Stranded

Dieser Song ist eine wunderschöne Ballade und gefiel mir auf Anhieb. Der Leadsänger beherrscht die leisen Töne, aber wie man bei dem Song „Delirious“ hören kann, auch die rockigen Vocals.

PROJECTiON – Delirious

Die Band kommt aus den Niederlande, Provinz Gelderland aus den hübschen Städtchen Winterswijk, Varsseveld, Borculo. Die Musiker blicken auf langjährige Erfahrungen zurück, traffen bei Auftritten öfter aufeinander, bis sie sich in der jetzigen Konstellation zusammenfanden. Die Bandmitglieder: Richard Immink (drums and vocals), Frank van Eerden (guitar and vocals), Herman Wiggers (lead vocals), Peter Pampiermole (keyboards and vocals), Jürgen ten Have (bassguitar and vocals) schreiben und komponieren alle Songs selbst.

Das Debüt-Album heißt Realitivity und entstand 2015 – Genre: Melodic/ Progressive Rock. Die Songs des Konzeptalbums stehen zwar alle für sich, bilden aber eine harmonische Einheit. Die Bandmitglieder haben beim Schreiben der Songs ihr Leben, ihre Erfahrungen einfließen lassen.

Das Album ist eine musikalische Beschreibung des Lebens mit allem was uns im Alltag begegnet: Eile, Stress, Erwartungen, Druck, Überzeugung, Zweifel, Reue, aber natürlich auch Freude, Liebe und Glück, die ein unersätzliches Gegengewicht bilden. Die Relativität der Realität. Realitivity. So entstand ein Album, das sich zu einer stimmig-melodischen Einheit zusammenfügt.

Background Magazin über PROJECTiON

Informationen in englischer Sprache

Webseite der Band PROJECTiON

In Niederländisch.

Das Konzert findet am 24.11.2016 im Muziek Cafe Merleyn, in 7001 Doetinchem, Grutstraat 4 statt. Muziek Cafe Merleyn

Und was das Studentische in der Reise betrifft – nach dem Konzertbesuch wird es einen kleinen Reisebericht geben. Denn tatsächlich wird dies das zweite Konzert meines Lebens. Das erste Konzert war im Olympia Stadion Berlin – U2 – Zoo Tour. Eine zweite Premiere sozusagen. Es ist doch toll, dass man mit 51 Jahren Dinge  zum (fast) ersten Mal erleben kann.

„Die Inspiration ist vorbei, nun kann ich mich wieder an die Arbeit machen.“                                             Stanislaw Afanasjew

Ein schönes Zitat. Zeigt es doch, dass wir nie aufhören dürfen neugierig und interessiert zu sein. Sich mit Neuem zu befassen um sich inspirieren zu lassen. Der Sehnsucht nachzugeben, dem Leben ein Abenteuer abzutrotzen und sich nicht kampflos dem Alltag zu überlassen. Ohne Inspiration kann unsere Kreativität nicht befruchtet werden. Das kann sicher jeder Künstler bestätigen. Und wer den Funken der Inspiration gespürt hat, kann und will ihn nicht mehr missen.

„Wir bereuen am Ende unseres Lebens das, was wir nicht getan haben. – Noch niemand hat am Ende gedacht, schade, ich habe viel zu wenig Zeit im Büro verbracht.“

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Es hat gezündet! Endlich! Heute morgen knapp 600 Worte geschrieben – Szene wird heute Abend fortgesetzt.

Es hat lange genug gedauert. Der neue erotische Roman war fast fertig –  die Szenen die noch geschrieben werden wollen und das Ende (ok, die alternativen Enden) im Kopf – und plötzlich Schluss. Nichts ging mehr. Die Zweifel kamen und versuchten sich festzukrallen.

Der Kritiker in mir schrie triumphierend: „Ich habe es dir ja gesagt, das Buch in so kurzer Zeit fertig zu schreiben, dass schafftst du nie!“

Die Schriftstellerin in mir sagt: „Halt die Klappe! Ich kriege das hin!“

Klar, die Schriftstellerin ist nicht  so cool, wie sie nach Außen wirkt. Andererseits habe ich inzwischen gelernt, mein Pokerface aufzusetzen, wenn sich der Kritiker meldet und versucht mich aus der Fassung zu bringen.

Ich tue dann so, als ob mich das alles nichts angeht: Überarbeitung, Deadline, Lektorat, Veröffentlichungsdatum – alles nur eine Sache des Standpunktes – Peace!

Es gibt zwei sehr hilfreiche Bücher, wenn es um Kreativität geht: „99 Tipps für Kreativität und Lebenskunst“ und „Der kreative Funke“. Beide von Alexander Jeanmarie. Das erste Buch ist die Essenz des zweiten. Trotzdem empfehle ich beide. Sehr gut geschrieben und mit vielen praktischen Übungen.

In meinem Fall hab ich den fiesen Kritiker ausgetrickst. Kreativität kann so vieles sein. Ich habe alles gemacht, was ich seit Längerem ausprobieren wollte (Collagen, Bücher binden, malen, usw), habe viel gelesen, mich an der Natur erfreut, mich um  Freunde und Familie gekümmert (was beim Schreiben machmal etwas zu kurz kommt), mein Haus und mein Leben entrümpelt, und mir einen langgehegten Traum erfüllt: studieren an der Uni.

Eins ist erwiesen, wenn wir unser Gehirn beweglich, neugierig und in Schwingungen halten, dann kommt der kreative Funke von allein wieder. Gesagt getan! Und immer wenn der Schuft von Kritiker nicht hingeschaut hat, habe ich Notizen gemacht und mich rangepirscht, an meinen Text.

„Hallo du kleiner, übler Kritiker,

Ausgetrickst! Du kriegst mich nicht klein. Dir werde ich es zeigen, Spielverderber! Es geht weiter. Ich krieg das hin.

Liebste schadenfrohe Grüße

Deine Caro“

 

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Liebe Leser,

am Ende des Jahres möchte ich mich für eure Aufmerksamkeit und eure Kommentare bedanken! Ich hoffe, dass ich euch im neuen Jahr wieder unterhalten kann.

Ich wünsche allen eine besinnliche, friedliche Zeit! Möge sie anhalten und uns im neuen Jahr lange begleiten.

Ich wünsche euch:

Liebe – Frieden – Freunde – Gesundheit – immer ein gutes Auskommen oder sagt man Einkommen 😉 – Zufriedenheit – Inspiration – Kreativität – Humor – Geduld und ab und zu ein Abenteuer, das euren Alltag erleuchtet!

Liebste Grüße

Caroline

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und
17 Gegenmaßnahmen, um sie sprudeln zu lassen!

1. Der Gedanke kreativ sein zu müssen. Ein „echter“ Künstler schafft „Großes“!

Wer bestimmt, was echt und groß ist? Du bist dein eigener Maßstab niemand sonst! Du gibst in deiner Arbeit den Ton an. Vergleiche dich nicht mit anderen. Lass dich anspornen und inspirieren, aber sei du selbst.

2. Auf das „leere Blatt“ (im Falle eines Schriftstellers oder Malers) starren und grübeln.

Die Lösung liegt in der Bewegung. Geh raus. Beobachte die Natur, setzt dich in ein Café, einen Zug, geh in ein Kaufhaus und beobachte Menschen. Höre deine Lieblingsmusik und klink dich aus. Deine Gedanken brauchen Input und Schwingungen, dann klappt es auch wieder mit der Kreativität. Aus den skurrilsten Funken können die tollsten Dinge entstehen. Erst sammeln, später sortieren.

3. Abwertende und unqualifizierte Kritik

Sie verletzt und lässt dich zweifeln, weil es keinen Ansatzpunkt gibt, an deinem Werk zu arbeiten. Abhaken, hinter dir lassen, weitermachen – auch wenn es am Anfang schwerfällt. Vielleicht schreibst du dir den Frust von der Seele? Titel: 10 Möglichkeiten meinen Kritiker um die Ecke zu bringen, oder so ähnlich *g*. (Buchtipp: „Tod eines Kritikers“ Martin Walser)

4. Schlechter Umgang

Trenne dich von überkritischen, sarkastischen, verletzenden Menschen. Such dir wohlwollende, konstruktive Freunde, die dich unterstützen und weiterbringen. Kreativität ist eine zarte Pflanze, die gepflegt werden möchte. Gut argumentierte Hinweise sind hilfreich, ein harsches Urteil nicht!

5. Unehrlichkeit

Wenn du auf der Stelle trittst, antriebs- und lustlos bist, sei ehrlich mit dir selbst. Die Symptome sind ein Zeichen für Veränderungen. Schreibe auf, was dich bedrückt und hindert. Handele danach. Schritt für Schritt.

6. Faule Ausreden – kann ich nicht, darf man nicht, mir fehlt die Ausbildung, ich muss für Familie/Freunde usw. da sein, Experten sagen … und so weiter. Jeder Künstler hat seine eigene Killerphrase.

Du hast die Wahl, was du denken möchtest. Willst du Opfer oder Schöpfer sein?

– Ich kann nicht. – Ich kann es noch nicht, aber ich kann es lernen.
– Das darf man nicht. –Wer ist man?
– Mir fehlt die Ausbildung – Mit meinem Talent werde ich es lernen.
– Ich muss für Familie/Freunde da sein. – Nur wer sich selbst liebt und achtet, hat genug Kraft sie an andere weiter zu geben. (Achtung: Burn-out)
– Experten sagen dies und jenes. – Experten sagen viel, wenn der Tag lang ist!

Für jede Killerphrase gibt es eine Gegenantwort. Schreibe deine Antworten auf deine persönlichen Killerphrasen auf. Setz deine Kreativität dafür ein, welche Chancen und Möglichkeiten sich dir bieten und nicht, warum etwas nicht funktionieren könnte.

7. Zwänge jeder Art. Zeitdruck, Konventionen, eine verquere Idee davon, wie du sein musst, um kreativ zu sein, usw.

Spreng die Fesseln und du wirst staunen, was möglich ist und wie verdammt gut sich das anfühlt! Sei Herr deines Lebens, es gehört dir. Finde deinen Weg. Auch eine gute Möglichkeit kreativ zu sein.

8. Perfektionismus – absoluter Killer!

Schieß ihn ab! – Tu doch mal absichtlich, was „man“ sonst nicht tut. Genieß es! Ab und an brauchst du eine „Sauerei“ oder ein Chaos.

9. Vermeidungsstrategien: Im Internet surfen, zu viel (und „blödes“) Fernsehen gucken. – Zeitfresser!!!

Sei konsequent, diszipliniert, setze dir feste Zeiten, wenn es um diese Zeitdiebe geht.

10. Arbeitssucht/Getriebensein

Pausen sind wichtig für den Geist! In der Entspannung kann er neue Wege gehen. Setze Prioritäten. Was ist für dich wirklich wichtig? Nur wer auch ausruht, kann sich wieder konzentriert seiner Arbeit zu wenden.

11. Angst vor Misserfolg?

Kann passieren. Aber allein sich der Welt zu stellen, ist ein sehr großer Erfolg für dich. Durch das Aushalten einer Enttäuschung wächst deine Persönlichkeit. Kopf hoch! Er ist noch dran. Das nächste Mal können wir aus unseren „Irrtümern“ lernen. Mein Lieblingsspruch: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue. Wenn nicht, tritt sie ein *g*.

12. Angst vor der eigenen Courage.

Alles wird gut! Wenn du dich traust. Die meisten Menschen bewundern jemanden, der den Mut hat seiner künstlerischen Stimme Ausdruck zu verleihen.

13. Angst vor Erfolg – was kommt dann?

Lass es auf dich zu kommen. Alles zu seiner Zeit. Mach dich nicht verrückt mit etwas, dass in der Zukunft liegt. Genieße den schöpferischen Prozess im Hier und Jetzt.

14. Was sagen „die anderen“, wenn ich solche „hochtrabenden Pläne“ habe?

Um es mit den „Ärzten“ zu sagen: „Lass die Leute reden, hör ihnen nicht zu (wichtig), die meisten Leute haben ja nichts Besseres zu tun … das haben`n die immer schon gemacht.“ Für dich werden sie nicht damit aufhören. Das ist der blanke Neid, weil sie selbst keine Courage haben. Sie können dir nur leidtun.

15. Stimmen der Vergangenheit (Konditionierung) „Das schaffst du nie.“ – „Dazu bist du zu dumm, zu flatterhaft usw.“

Lass die boshaften Stimmen hinter dir. Du bist erwachsen. Gestatte ihnen nicht, dich heute noch zu verletzen. Gib diesen Stimmen und den dazugehörigen Personen keine Macht über dich. Hurra wir leben noch! Wenn alles nichts hilft, wende dich an einen Psychotherapeuten.

16. Die Frage: „Darf ich das tun?“

Es gibt gewisse Regeln, die zweifellos zu einem harmonischen Zusammenleben beitragen. Doch wenn es um die Kunst geht, gilt: Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden. Und wenn dir das Ergebnis nicht zusagt, macht nichts. Neuer Versuch. Wie sagt das Sprichwort: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ In einer Sackgasse zu stehen und immer wieder gegen die Wand zu laufen, bringt dich nicht weiter.

17. Scheuklappen-Denken – „Das wurde schon immer so gemacht.“

Na und? Dann mach es doch mal anders! Und sieh, wohin es dich bringt. Abseits der Straße liegen die schönen Dinge des Lebens. Wie willst du sie finden, wenn du dich von dir selbst und anderen einschränken lässt? Wer das tut, was er immer tut, bekommt auch nur das, was er immer bekommt. Leg dich nicht fest. Sei offen für Neues und Ungewöhnliches. Versuch zu malen, wenn du schreibst oder zu schnitzen, töpfern, häkeln, neue Kochrezepte zu erfinden usw. – und umgekehrt. Die Möglichkeiten sind unendlich. Wer weiß, welche Horizonte sich auftun?! Besuche Museen, Ausstellungen verschiedenster künstlerischer Richtungen, beschäftige dich mit verschiedensten Themen und Kulturen und lass dich inspirieren. Neugier, Sehnsucht und ein hungriger Geist halten die Kreativität am brennen.

Lass dir von niemand vorschreiben, was Kreativität für dich zu sein hat. (Auch dafür gibt es genug Definitionen. Die einfachste Gleichung wäre: kreativ sein – schöpferisch sein.) Noch ein paar Tipps, die du dir ab und an ins Gedächtnis rufen kannst:

• Visualisiere deine Träume und Pläne.
• Sei leidenschaftlich und rückhaltlos, wenn es um deine Kunst geht.
• Sei, wer du bist, nicht was du hast.
• Sei experimentierfreudig und hab Freude an deinem Schaffensprozess.
• Sei optimistisch und dankbar.
• Finde deinen Rhythmus und bleibe im Fluss. Akzeptiere, dass es ruhige und stürmische Abschnitte gibt.
• Sei konzentriert, aber nicht verbissen.
• Warte nicht auf Erlösung von außen. Folge deinem Weg und lebe dein Leben. Verbringe die gegebene Zeit auf die schönste Weise, die du dir vorstellen kannst.
• Fang an. Jetzt! 🙂

„Kreativität ist
die Quelle der Persönlichkeit
aus ihr dringt
die Ader des Glücks
ans Licht.“
Wilma Eudenbach

 

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Ich habe Geheimnisse.

Das ist kein Geheimnis.

 

Ich bin verliebt.

In den Tag.

In die  Nacht.

In den Himmel.

In die Sonne.

In den Mond.

In Regentage

In Schneeflocken.

 

In tiefblaue Augen mit langen dunklen Wimpern, deren Blick mich hypnotisiert und mir Gänsehaut bereitet.

In grüne Augen mit bernsteinfarbenen Sprenkeln, die so tief sind, dass ich hinab tauche, bis ich mich verloren habe.

In unschuldig hellblaue Augen, in denen eine Kraft lauert, die mich wehrlos macht.

In braune sanfte Augen, hinter denen eine ganz eigene Welt auf mich wartet.

 

Ich bin verliebt.

In die Liebe.

Ins Schreiben.

In Bücher.

In Träume.

In die Kunst.

In die Kreativität.

 

In Orchideen, wenn sie ihre feurigen Blüten zeigen.

In Orchideen, wenn sie Kraft für neue Blüten sammeln.

In Lavendel mit dem sehnsüchtigen Duft des Südens.

In Rosen, mit Blättern so weich wie Seide.

 

Ich bin verliebt.

In das Meer.

In alte Bäume.

In Küsse aller Art.

In meine Katze.

In meine Kinder.

In das Leben.

 

Ich liebe das Verliebtsein.

Ich liebe meine Muse.

Von Herzen.

Manchmal mit Schmerzen.

Liebst du mich auch?

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Heute gab es einen Bericht von Marianne von Werefkin auf Arte. Sie war eine russische Malerin, verliebte sich in einen Maler. Für ihn opferte sie sich über 10 Jahre auf. Stellte alles zurück, damit er der Maler werden konnte, der in ihm steckte. Sie ertrug eine Geliebte die zwei Kinder von ihm bekam, sie ertrug ihre selbst auferlegte Untätigkeit. Sperrte ihre Kreativität ein. Aus Pflichtgefühl. Aus Liebe.

Sie lernte einen Mann kennen, der sie verehrte. Er sagte ihr: Der Künstler ist nicht tot, machen sie sich einfach an die Arbeit. Danach machte sie sich an die Arbeit und die eingesperrte Kreativität explodierte. Sie malte sich alles von der Seele. Eine wahre Farbexplosion. Eigentlich bin ich eher den alten Meistern zu geneigt, aber die Bilder von Marianne haben mich tief beeindruckt. Echtes Gänsehautpotenzial.

Die Doku hat mich total erschüttert. Wie ist es möglich, dass man so gegen seine Natur handeln kann? Sich selbst einsperren? Andererseits habe ich mich auch selbst blockiert und es wurde erst besser nachdem ich meine Denkweise geändert habe. – Nicht werten, was ich schreibe, sondern freuen, dass ich schreibe. – Aber ich weiß, welche Qual es ist, seine Gedanken nicht ausdrücken zu können. Diesen Sturm im Kopf aushalten zu müssen, ohne ihn aufs Papier bannen zu können.

Seit ich mich entspanne und meinen Fokus auf das Schreiben an sich gelegt habe, mich nicht mehr zwinge DAS zu schreiben, sondern ETWAS zu schreiben, um einfach meiner Idee Ausdruck zu verleihen und meinen Kopf frei zu machen, seitdem ist das Arbeiten leicht geworden. Ich habe selten solche Leichtigkeit mit meinem Schreiben erlebt.

Ich habe keine Angst mehr, dass ich irgendetwas vergessen könnte. Ich schreibe auf, was mir ihm Kopf rum geht, mache mir etwaige Notizen, die ich dazu habe und lege den Text beruhigt ab. Dann gehe ich wieder an meine Hauptarbeit. Früher ging dann die Panik los – schreibe ich jetzt da oder da weiter, was zu erst, warum, ist das wichtig, ist das gut und all die „schönen“ anderen Dinge, die mir mein Kritiker so zuflüstert – heute nicht mehr. Der Kritiker kann mich mal gerne haben 🙂 ! Ich schreibe, weil ich es gut kann. Ich schreibe, weil es mich glücklich macht. Ich werde „die Fäden“ meiner Geschichten wiederfinden. Basta!

Ich habe mich damit abgefunden, dass ich nicht lange genug leben werde, um alles aufzuschreiben, was mir im Kopf rumgeht, aus jedem Fragment eine ganze Geschichte zu machen. Aber das ist OK. Ich sehe die Dinge einfach anders. Statt Frust zu schieben, und mich zu blockieren, freue ich mich einfach nur, dass da soviel ist, aus dem ich schöpfen kann. Es wird immer da sein. Und wenn ich mal keine Ideen mehr habe, dann kann ich mir meine Text-Fragmente anschauen und daran schreiben.

Als ich den Bericht sah, dachte ich, wie schrecklich irre es sein muss zehn Jahre dieses ungeheure Potenzial in sich zu verschließen. Kann man einen Fluss einsperren? Eine Weile. Irgendwann sprengt der Fluss die Mauern. Die Natur erobert sich ihr Terrain zurück. Immer. Zum Glück!

Manchmal bekomme ich beinahe Angst vor mir selbst, weil ich die Dinge plötzlich so klar sehe und mich nicht davor fürchte. Aber es ist nicht lebensbedrohlich klar zu sehen. Es hilft sich selbst zu erkennen. Das Schreiben hilft dabei, und Zufriedenheit. Zufrieden sein mit dem, was man tut und dem, was man ist. Die beste Möglichkeit Dinge zu verändern ist bei sich anzufangen. Will ich, dass mich jemand mag, dann sollte ich andere mögen. Will ich einen Roman schreiben, dann sollte ich stetig daran arbeiten und das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Will ich glücklich sein, dann sollte ich mich auf das konzentrieren, was mich glücklich macht.

Es kann so einfach sein, und scheint doch so schwer. Die Hektik des Alltags, die Notwendigkeit Geld zu verdienen, der Wunsch mehr Geld zu verdienen, die Freizeit mit super wichtigen Dingen vollzustopfen usw. Dabei ist es einfach nur schön, den Tag nicht nur zu nutzen – sondern den Tag zu lieben. Das Leben zu schätzen. Zeit. Es kann uns schnell ein Unglück ereilen. Ich habe es erlebt. Mein Bruder hatte noch so viel vor. Ich wünschte mir, er könnte mich sehen. Er würde sich freuen. Da bin ich sicher.

Wir (mein anderer Bruder und ich) haben uns damals geschworen – wir machen nur noch, was wir wollen und gut für uns ist – und so soll es sein. Nie wieder meine Ideen einsperren, mich selbst blockieren. Die Zeit, die blieb nutzen für das Schöne. Meine Traumwelten erschaffen aus Liebe.

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