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Posts Tagged ‘Himmelfahrtskommando’

„Dein Plan wird uns sehr wahrscheinlich töten. – Ich bin dabei.“

„Das dachte ich mir. Und ehrlich, dass macht mir Sorgen! Dein Hang zu selbstmörderischem Verhalten, ist beängstigend.“

Dean grinste und seine grünen Augen funkelten.

„Aber du brauchst mich. Ich habe den Plan.“

Er tippte sich an die Schläfe. Ich zuckte mit den Achseln.

„Leider! Aber da das Ganze ist sowieso ein Himmelfahrtskommando, auch ohne deine suizidale Ader. Darum ist es egal.“

„Richtige Einstellung“, stellte Dean selbstzufrieden fest.

Unter anderen Umständen hätte ich eine Diskussion über das Für und Wieder seines rücksichtslosen Verhaltens angezettelt, doch es blieb nur wenig Zeit das Ende der Welt abzuwenden, und die wäre definitiv verschwendet gewesen.

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Der Regen verwandelte den schmalen Pfad in einen Pfuhl aus Matsch und toten Blättern. Die Nässe hatte längst meine Haut erreicht. Ich hatte das Gefühl, sie kröche durch meine Poren und suche sich einen Weg in die Zellen meines Körpers. Jeder Schritt war eine Qual. Der Dreck klebte an meinen Stiefeln und die Kleidung war beschwert vom Wasser.

„Warum sind wir nochmal hier?“, hörte ich die Stimme von Anna hinter mir, „dass ich mich von dir zu solchen Himmelfahrtskommandos überreden lasse! Warum haben wir nicht gewartet bis der Regen aufhört. Ellie wird schon nichts passiert sein.“

Ich hätte antworten können. Die Worte lagen mir auf der Zunge. Andererseits wäre garantiert eine längere Diskussion daraus entstanden und dazu hatte ich in diesem Moment keine Lust.

Immerhin war dieses Undercoverding nicht meine Idee gewesen. Im Gegenteil! Ich hatte mich strikt dagegen ausgesprochen, Aber auf mich hatte niemand hören wollen. Wir mussten Ellie finden, bevor ihr etwas zustieß, falls es nicht schon zu spät war. Seit zehn Stunden war sie überfällig und ich hatte ein sehr ungutes Gefühl bei der Sache. Welche Rolle spielte da das bisschen Regen. Was man sich einbrockt muss man halt auslöffeln. Leider musste ich mitlöffeln, weil ich die Verantwortung für die beiden trug.

Abrupt hörte der Regen auf.

 

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Die Befreiung

Die jungen Männer hielten inne und lauschten. Durch die kahlen Bäume konnten sie die langen hässlichen Barackenreihen hinter einer vier Meter hohen Reuse aus Stacheldraht sehen. Der schier endlos erscheinende Schneesturm hatte nachgelassen und einer dumpfen Stille Platz gemacht.

In ihren dicken weißen Daunenoveralls passten sich die Männer beinahe perfekt der frostigen Umgebung an. Andrej, Victor und Jano warfen sich hinter ein Dornengestrüpp, als Schreie zu ihnen herüber drangen. Schwere Stiefelschritte, im Gleichschritt, heiser gebrüllte Kommandos ließen die Männer ahnen, welch geballte Macht auf der anderen Seite wartete.

Das Ganze war ein Himmelfahrtskommando. Aber der Orden schwor sich bei seiner Gründung keinen Gefährten der schwarzen Garde zu überlassen, egal welchen Preis sie dafür zahlen mussten.

Der Erfolg der Unternehmung lag in der Überraschung und in der Präzision ihres Handelns. Andrej nickte seinen Freunden zu, machte ein Handzeichen und sie setzten sich in Bewegung.

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