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Posts Tagged ‘Hexe’

Beim letzten Mal habe ich euch von meiner Schreibflaute erzählt. Ich habe das Gefühl, sie frischt langsam auf 🙂 . Ein Grund dafür ist meine 14 jährige Nichte Celine. Als sie mit meinem Bruder bei uns zu Besuch war, langweilte sie sich. Da ich nach der Fertigstellung meines Romans eine fantastische Geschichte für Jugendliche begegonnen hatte (die ebenfalls der Flaute zum Opfer fiel.), dachte ich, da habe ich doch einen Testleser direkt vor der Nase, und fragte sie, ob sie etwas von mir lesen möchte.

Celine liebt Fantasy und Lesen. Drachen, Harry Potter, Eragon usw. Besonders Elfen stehen hoch im Kurs. Gedacht getan. Ich gab ihr die ersten 35 Seiten der Geschichte. Ruckzuck waren die Seiten gelesen. Auf die Frage, ob es ihr gefallen hat, kam nur: und wie geht es jetzt weiter?

Die Antwort will ich ihr nicht länger schuldig bleiben und habe in den letzten Tagen die ersten weiterführenden Zeilen geschrieben und Notizen gemacht. Außerdem habe ich Celines „Verbesserungen“  berücksichtigt. Die Antagonsitin soll eine Hexe sein, aber Celine meinte, Zauberin hörte sich besser an – etwas das ich mir auch schon überlegt hatte – interessant, oder?!

Schmunzeln musste ich bei Celines Frage nach Aris. Er spielt eine Hauptrolle und meine Protagonistin Grace verliebt sich in ihn. Bei der Auswahl meiner Figuren habe ich oft Schauspieler in bestimmten Rollen im Kopf. Ihre Art sich zu geben und zu bewegen. Bei Aris ist das auch der Fall. Ich habe ihr also Aris „Setkarte“ gezeigt – an welchen  Schauspieler ich dachte und dass er ein Elbenprinz ist. Celine kennt den Schauspieler und war ganz begeistert. Gut ausgesucht! Punkt für mich!

Und so bin ich heute morgen pünktlich um halb sieben (seit langem das erste Mal) aus dem Bett gefallen, um zu schreiben (Es mag auch daran liegen, dass es langsam morgens nicht mehr so dunkel ist?).

Endlich fühlt es sich wieder richtig an. Ohne gezwungen zu sein. Denn immerhin will ein Leser zufriedengestellt werden. Und das ist doch die vornehmste Aufgabe eines Autors.

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„Ich habe Angst“, flüstert Lea.

„Wieso?“

Declans steht so nah bei ihr, dass seinen warmer Atem über ihren bloßen Nacken streicht.

„Sie werden merken, dass ich nicht hier her gehöre.“

„Niemand wird es heraus finden“, erwidert Declan mit Nachdruck. „Lass dich von mir führen und alles wird gut.“

Er nimmt ihren Arm und ehe Lea groß nachdenken kann, steht sie auf dem Teppich, der von den ankommenden Autos zur Villa führt, damit sich die Damen ihre teuren Schuhe und Roben nicht beschmutzen. Lea strafft den Rücken, hebt ihren Kopf und schreitet langsam neben Declan her. Sie bemerkt seinen aufmerksamen Blick und errötet, als sie feststellt, dass er an ihrem üppigen Dekolleté hängen geblieben ist.

„Wundervoll“, raunt er ihr zu und lächelt, „ich weiß, dass du es kannst.“

„Klar, mit diesem Kleid, sehe ich geradezu wie eine Einladung zum Essen aus.“

„Oh, dein Sarkasmus kehrt zurück. Jetzt wird alles gut“, neckt Declan sie.

Die beiden betreten die festlich geschmückte Eingangshalle. Lea spürt, wie sie die Aufmerksamkeit anderer Gäste auf sich zieht. Nicht verwunderlich. Sie trägt als einzige Rot! Auffälliger kann ihr Abendkleid nicht sein. Dazu eng anliegend und mit kleiner Schleppe. Lea muss zierliche Schritte machen, um nicht zu stolpern.

„Ist es nicht zu offensichtlich, dass du mich auf dem Silbertablett servierst?“

Declan grinst und seine grünen Augen glitzern erregt. Wenn er auf der Jagd ist, gibt es kein Halten.

„Mag sein, aber du bist so verführerisch, dass dir keiner widerstehen kann“, seine Stimme klingt rau und Lea blickt zu ihm auf, „ – und dann komme ich ins Spiel.“

Lea denkt an das Waffenarsenal, das Declan unter seinem perfekt sitzenden Anzug versteckt hat. Nichts zeichnet sich unter dem teuren Stoff ab. Obwohl er mindestens zwei silberne „Pfähle“ unter dem Jacket trägt, ganz zu schweigen von silbernen Wurfsternen, und zwei Pistolen mit Silberkugeln.

„Und du bist sicher, dass wir keine Verstärkung brauchen?“

„Ich bin nicht das erste Mal auf so einer Mission“, er senkt seine Stimme, als ein eindrucksvoller Mann auf sie zu kommt, „Showtime!“

„Guten Abend, es freut mich, sie in meinem Haus begrüßen zu dürfen“, der Gentleman lächelt und seine dunklen Augen bleiben an Leas Gesicht haften, „mit wem habe ich das Vergnügen.“

„Declan Galbraith“, antwortet Declan und schiebt Lea etwas nach vorne, „darf ich ihnen meine Schwester Lea vorstellen, Mylord.“

Die Lüge geht im leicht von den Lippen. Eine gute Tarnung ist lebenswichtig.

„Mylord.“

Lea macht einen vollendeten Knicks und neigt anmutig den Kopf. Aus ihrer Hochsteckfrisur lösen sich ein paar vorwitzige Löckchen, dadurch kommt ihr schlanker Hals noch auffälliger zur Geltung. Lord Vulcan streckt ihr die Hand entgegen. Lea legt ihre Hand in seine. Erstaunt registriert sie, dass sie nicht kalt ist, wie sie es erwartet hat.

„Nicht so förmlich bitte. Nennen sie mich Marcus“, Lea nickt und Marcus wendet sich an Declan“, darf ich ihre Schwester zum Tanz entführen?“

„Wenn sie es wünscht“, erwidert Declan höflich.

Lea weiß, dass er sich innerlich die Hände reibt, weil sein Plan aufgeht. Marcus wirft Lea einen fragenden Blick zu.

„Sehr gerne eure Lordschaft“, ein feine Röte überzieht ihr Gesicht, „entschuldigen sie, Marcus.“

„Eine schöne Frau muss sich niemals entschuldigen“, sagt Marcus galant und blickt auf sie herunter.

Lea ist feingliedrig, ohne dürr zu sein, ihre helle Haut lässt das Blau ihrer Augen und den glänzenden Kupferton ihrer Haare deutlich hervor stechen. Marcus reicht ihr den Arm und Lea folgt ihm in den Ballsaal. Seine Bewegungen sind geschmeidig, wie sie es nur von Declan kennt und unter dem weichen Stoff seiner Jacke fühlt Lea einen muskulösen Arm.

„Darf ich ihnen ein Kompliment machen, Lea“, fragt Marcus.

Als sie seinen dunklen forschenden Augen begegnet, senkt sie verlegen den Blick.

„Wenn es sein muss, Mylord – Marcus. Ich bin nicht daran gewöhnt Komplimente zu bekommen.“

Dafür muss sich Lea nicht einmal verstellen, weil es stimmt. Seit Kindertagen ist sie für die meisten die kleine rote Hexe und auch wenn es meistens lustig sein soll.

„Dann lasst mich sagen, wie aufsehenerregend schön ihr seid. Noch nie in meinem ganzen Leben“, und Marcus weilt schon lange unter den Lebenden, „habe ich so eine Schönheit gesehen.“

„Danke, Marcus. Das ist sehr freundlich von ihnen.“

„Ist es nicht“, Marcus Stimme hat plötzlich einen melancholischen Ton angenommen. „Im Grund ist es sehr egoistisch.“

„Wie meinen sie das?“

Marcus bleibt Lea die Antwort schuldig, da sie inzwischen den Ballsaal erreicht haben. Er gibt den Musikern ein Handzeichen. Der Dirigent nickt und die ersten Takte der Musik erklingen. Marcus legt Lea zart den Arm um die Taille und zieht sie sacht auf die Tanzfläche. Declan hatte darauf bestanden ihr das Tanzen beizubringen, aber seine Ungeduld führte mehr als einmal zu unschönen Szenen. Er wollte alles und zwar am liebsten sofort. Marcus behutsame Führung dagegen, macht es Lea leicht ihm zu folgen. Sie schaut zu ihm auf und bemerkt seinen sehnsüchtigen Blick.

„Was macht sie traurig, Mylord?“

Ein flüchtiges Lächeln huscht über seine sinnlichen Lippen. Marcus zieht Lea dichter an sich heran, beugt sich zu ihr herunter und flüstert:

„Es macht mich traurig, dass ich deine Schönheit nicht jeden Tag sehen kann.“

Irritiert dreht Lea etwas den Kopf. Seine seidigen dunklen Locken kitzeln ihre Wange. Sein Mund ist ihrem ganz nah. Sie fühlt seinen Hauch über ihre Lippen fliegen. Ein Schauer läuft ihren Rücken herunter.

„Mylord“, Lea ringt nach Worten.

Sein Mund streift ihre Wange, ihren Mundwinkel.

„Ich wünschte, du könntest mich lieben“, Marcus drückt Lea fest an sich. „Aber ein Monster kann man nicht lieben, nicht wahr?“

Seine Lippen finden ihre. Weich und warm. Die Berührung erschüttert Lea zu tiefst. Marcus ist so sanft und doch, Lea spürt, wie sehr er sie will. Aber am meisten erschüttert sie die Erkenntnis, dass auch sie ihn will. Die letzten Takte der Musik erklingen. Marcus löst sich von Lea.

„Es ist Zeit gehen. Ich möchte nur ungern, dass Mister Galbraith ein Blutbad vor meinen Gästen anrichtet. Lebt wohl, Lea.“

Er hebt ihr Gesicht zu sich empor und küsst sie erneut. Er schmeckt ihre Tränen auf seiner Zunge. Mit ungläubigem Blick sieht Marcus Lea an. Er hört Declans schnelle Schritte, kann seinen rasenden Herzschlag unter den Anwesenden ausmachen. Marcus kann nicht länger bleiben.

„Nein, bitte nicht.“

Lea streckt ihre Hand nach seiner aus. Aber Marcus ist in der Menschenmenge verschwunden.

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(Stück für zwei Personen und eine Katze)

Sie: Serafina Seide, Mitte 30, exzentrisch, arbeitet als Heilerin, stadtbekannt
Er: Oliver Sommer, junger Reporter, führt sein erstes größeres Interview für die Lokalzeitung
Ort des Interviews: ein kleines Bistro, am Rand der Stadt

Der junge Reporter sitz mit seiner Interviewpartnerin in einer kleinen Nische und bestellt sich einen Kaffee. Schwarz, drei Stück Zucker. Frau Seide hat ein Glas funkelnden Rotwein vor sich stehen und ist die Ruhe in Person. Nervös vor seinem ersten großen Interview, zückt Oliver Block und Stift.

Sie: Eigentlich hatte ich Frau Müller erwartet?
Er: Sie bittet sie um Entschuldigung. Leider ist sie krank geworden. Ich hoffe, sie nehmen auch mit mir vorlieb.
Sie: Aber natürlich. Wir werden uns die Zeit schon vertreiben.

Dass seine Kollegin nicht kommen wollte, als sie das Gerücht hörte, dass Frau Seide nicht nur Heilerin ist, sondern auch einem Hexenzirkel angehört, verschweigt Oliver vorsichtshalber. Da er nicht an solchen mystischen Kram glaubt, hat er sofort zugegriffen, als man ihm den Job angeboten hat. Die Heilerin lächelt spöttisch, beugt sich zu ihm herüber, er riecht ihr betörendes Parfüm, und sie fragt mit rauchiger Stimme:

Sie: Was möchten sie von mir wissen Oliver?
Er: Woher wissen sie meinen Namen? Ach, der stand bestimmt auf der Terminbestätigung. Tja, also ich habe da einige Fragen.
Sie: Und die wären?
Er: Äh, also wie sind sie auf den Beruf Heilerin gekommen, Frau Seide?

Sie lehnt sich entspannt zurück, schlägt ihre seidenbestrumpften Beine übereinander. Oliver wird heiß und kalt. Er klammert sich an seinen Stift und versucht an seine hübsche kleine Freundin zu denken. Aber Frau Seides unergründlicher Blick zieht ihn magnetisch an. Mit einer kessen Handbewegung fährt sie sich durch ihre langen schwarzen Locken. Als sich ihre glänzenden roten Lippen zu einer Antwort öffnen hat er alles andere vergessen.

Sie: Sagen sie doch Serafina zu mir?
Er: Ja, natürlich.
Sie: Also, um auf ihre Frage zurückzukommen, das liegt in unserer Familie. Wir Seidefrauen erben das Amt der Heilerin von unseren Müttern.
Er: Und was bedeutet ihnen ihr Job?

Ihre Augen funkeln zornig. Oliver zuckt zusammen.

Sie: Für euch junge Leute bedeutet Arbeit nur eine lästige Pflicht. Aber die Arbeit einer Heilerin, ist nichts Alltägliches, sondern etwas Besonderes, Außergewöhnliches. Es ist eine alte Kunst!
Er: Was sind denn ihre Aufgabengebiete?
Sie: Wir leisten Geburtshilfe, Hilfe bei Kinderwünschen oder Liebeskummer, Krankheiten oder Fernhaltungen und noch einiges andere.

Oliver macht sich eifrig Notizen. Vorsichtig fragt er:

Er: Wieso helfen sie als Heilerin jemand der Liebeskummer hat?
Sie: Liebe ist eine Krankheit. Manchmal geht es gut aus, manchmal endet sie tödlich.
Er: Und was tun sie dagegen oder dafür?
Sie: Zum Beispiel stelle ich einen Liebestrank her. Außerdem helfe ich der liebeskranken Person das Ritual zu vollziehen.
Er: Was für ein Ritual?
Sie: Darüber kann ich leider nicht sprechen. Das ist ein Berufsgeheimnis. Es sei denn, du bräuchtest meine Hilfe.

Oliver schüttelt energisch den Kopf. Von dem Humbug hält er überhaupt nichts. Frau Seide beugt sich vertraulich zu ihm über den Tisch und legt ihre Hand auf seinen Arm. Ihre Fingernägel sind signalrot.

Sie: Wollen wir nicht mit dem Geplänkel aufhören und zu den interessanteren Themen kommen?
Er: Welche meinen sie?
Sie: Zum Beispiel warum ihre Kollegin glaubt, ich sei eine Hexe?

Oliver zuckt erschrocken zusammen. Er stottert.

Er: Wie kommen sie denn darauf. Sie sind doch keine Hexe? Denke ich jedenfalls.

Sie: Nein, bin ich nicht?! Zumindest nicht in dem Sinn des Wortes, den die Leute im Allgemeinen vermuten. Dass die Menschen verunsichert sind, ist nichts Neues für mich. Das könnte an meiner Erscheinung liegen, oder an dem Job, wie du es nennst.

Oliver traut sich kaum zu atmen. Er ist sich nicht sicher ob sie ihn verspottet oder es ernst meint.

Sie: Ich könnte dir ja erzählen, wie ich der Inquisition entkam? Das wäre doch die Story für dich?! Der Titel könnte heißen: Aus dem Leben einer Hexe.
Er: Die Inquisition?
Sie: Willst du nun deine Story oder nicht?
Er: Ja, Entschuldigung.
Sie: Dann solltest du deinen Stift aber geschwind über das Papier gleiten lassen, denn ich erzähle die Dinge nicht gerne zweimal.

Oliver spürt, wie sich eine Gänsehaut über seinem Rücken ausbreitet. Gebannt blickt er in Frau Seides grüne Augen.

Sie: Es war im Jahr 1590. Es war die Zeit kurz vor der Pest. Die Menschen litten oft Hunger, was zu weiteren Krankheiten führte. Das machten sich die Kirchenoberen zunutze, die den Glauben des Volkes dahin manipulierten, dass die Hexen unter der Führung des Teufels diese Übel über sie gebracht hatten. Ich war Witwe und lebte in der Nähe eines kleinen Dorfes, bei Nürnberg. Meinen Mann Leon, hatte ich im Krieg gegen die Spanier verloren.

Frau Seide hält inne, lächelt versonnen. Sie scheint mit ihren Gedanken weit weg zu sein. Oliver räuspert sich.

Sie: Leon war ein einfacher, aber ein guter Mann. Er sorgte für mich und akzeptierte meine Arbeit als Heilerin, auch wenn er nicht verstand, dass ich mich dadurch in Gefahr begab. Aber Heilerinnen gab es schon immer. Seit es Menschen auf dieser Erde gibt. Niemand zweifelte die Macht der weisen Frauen an. Sie waren geachtet und in der Gesellschaft akzeptiert. In Canterbury ließ der Kerkermeister sogar eine bereits verurteilte Hexe frei, weil er der Ansicht war, dass sie mit ihren Hausmitteln mehr Gutes für die Kranken tue, als alle Priester mit ihren Gebeten und ihrem Exorzismus. Das war ein kluger Mann! Wusstest du, dass das Wort „Hexe“ in den meisten Sprachen aus den Stammwörtern für Weisheit und Wissen abgeleitet wird?

Serafina sieht Oliver fragend an. Er weiß es nicht und schüttelt wahrheitsgemäß den Kopf. Bedauernd tätschelt sie seine Hand. Oliver spürt ein Ziehen in der Bauchgegend.

Sie: Nun, jetzt weißt du es. Auf jeden Fall war es eine schwere Zeit damals. Meine Großmutter war noch eine der meist geachteten Frauen des Dorfes, während ich mein Handwerk im Geheimen ausüben musste. Ich gebe zu, es gab oft Momente, in denen ich darüber nachdachte, meine Arbeit aufzugeben. Aber wenn ich von einem verzweifelten Vater aufgesucht wurde, dessen Frau in den Wehen lag, dann machte ich mich auf den Weg. Egal ob Regen oder Schnee! Statt die arme Gebärende einem dieser Schlachtärzte zu überlassen, die keine Ahnung von Hygiene und Sauberkeit hatten. Ich habe einige Mütter und Kinder sterben sehe, nur weil sich vorher so ein Stümper an ihnen zu schaffen machte.
Ihre Stimme klingt wütend. Sie greift nach ihrer Handtasche und wühlt solange darin herum, bis sie ihre Zigaretten gefunden hat. Oliver zückt eilig sein Feuerzeug.

Sie: Danke, Kleiner.

Frau Seide zieht heftig an ihrer Zigarette, wirft ihren Kopf in den Nacken und bläst eine Rauchwolke in die Luft. Etwas gereizt schnipst sie nach der Kellnerin.

Sie: Noch einen Rotwein, für den jungen Mann auch!
Er: Nein, danke. Lieber nicht, ich muss noch schreiben.

Frau Seide lacht und zwinkert ihm vertraulich zu.

Sie: Du musst etwas lockerer werden, mein Lieber. Wein erfreut das Herz. Steht schon in dem Buch der Bücher.

Fragender Blick von Oliver.

Sie: Ja, die Bibel. Ich kenne das Buch. Im Gegensatz zu der üblen Nachrede glauben Heilerinnen sehr wohl an eine Gottheit. Wir glauben an eine heilende gute Mutter und nicht an einen harten kriegführenden Gott. Natürlich anders, als die Pfaffen es von uns verlangten. Aber sicher haben Heilerinnen oder Hexen, wie wir im Mittelalter tituliert wurden, nicht so viel Schaden angerichtet, wie die christliche Kirche. Egal ob Papst oder Luther gegen die weisen Frauen hetzten, sie folterten und verbrannten. Aber was kann man schon von einer Institution erwarten, die von Männern dominiert wird?!

Serafina wirft die Frage ganz locker hin, wie einen alten Mantel. Der Ausdruck, den ihre leicht angehobene Augenbraue ihrem Gesicht verleiht, lässt keinen Zweifel an dem Fehdehandschuh, den sie ihm hinwirft. Oliver weiß nicht was er sagen soll und rutscht nervös auf seinem Stuhl hin und her. Frau Seide lacht. Es hört sich bitter an. Mehr zu sich selbst, als zu ihm, sagt sie:

Sie: Männer, die Frauen foltern, weil sie keine Kontrolle oder Macht über sie ausüben können, sie foltern und verbrennen, sich die schlimmsten Strafen ausdenken. Die unschuldige Katzen verbrennen oder ersäufen, weil sie glauben, Hexen würden die Gestalt von „unheiligen“ Tieren annehmen, um sich zu schützen. Stell dir vor, in der Renaissance verbreitete sich ein geradezu abartiges Interesse an schwarze Messen und Orgien. Sie wurden nach den Aufzeichnungen der Inquisitoren in den Hexenprozessen gestaltet. Wie sie von den Pfaffen unter der Folter abgepresst wurden. Zurzeit König Ludwigs XIV pflegte die halbe Priesterschaft, fast der ganze Hof und sogar Ludwigs Mätresse, Madame de Montespan die Beziehung zu einer „Gesellschafts-Hexe“, die sich La Voisine nannte. Aber die schwarzen Messen wurden nicht nach den Ritualen der großen Mutter durchgeführt, sondern waren eine abartige Verkehrung der heiligen Messe ins Gegenteil. Da frage ich dich, wer die wahren Satanisten sind?

Oliver zuckt ratlos mit den Schultern. Von solchen merkwürdigen Praktiken hat er noch nie gehört. Frau Seide nickt gnädig.

Sie: Entschuldige, du kannst das nicht wissen, aber wenn es um dieses Thema geht, gehen die Pferde mit mir durch. Es ist nicht einfach, sein Leben lang angefeindet, falsch verklagt und verfolgt zu werden.

Er: Wollten sie mir nicht etwas über ihre Flucht vor der Inquisition erzählen?
Sie: Ach, ja. Ich bin abgeschweift. Also, es war an einem Freitag im April. Übrigens, ein verhexter Tag, weil er der Göttin Freya gewidmet ist. Ich war schon einige Jahre Witwe und hatte mich erfolgreich gegen die Wiederheirat mit einem dieser Heuchler aus dem Dorf widersetzt, die mich unter Kontrolle bringen wollten. Du musst wissen, selbstständige Frauen waren den Männern ein Dorn im Auge. Eine eifersüchtige Ehefrau, deren Mann mir oft nachstieg, streute das Gerücht, ich hätte den letzten Hagelschauer, bei dem einige Tiere der Dorfbewohner ums Leben gekommen waren, heraufbeschworen und sie verflucht. Außerdem hoffte sie auf eine Belohnung dafür, dass sie mich ans Messer geliefert hatte. Die Hexenverfolgung war ein einträgliches Geschäft, bei dem jeder, ob Pfaffe, Adliger oder Dorftrottel, seinen Anteil aus dem Nachlass des Opfers bekam. Mein Haus hatte keinen übermäßig hohen Wert, aber es war in gutem Zustand. Ich besaß eine Ziege, übrigens ein Teufelstier und eine hübsche kleine Kuh. Ich wusste, meine Zeit weiter zu ziehen war gekommen. Längst hätte ich fort sein sollen, aber ich hing an dem Haus. Es war eine schöne Gegend und ich hatte keine Lust mir schon wieder ein neues Leben aufzubauen. Ich war nicht besonders ängstlich. Die meisten Sorgen machte ich mir, dass mich der Bischof von Nürnberg in seine schmierigen Finger bekommen könnte. Er war als ein brutaler Vergewaltiger verschrieen, der jede halbwegs ansehnliche Frau durch seine Vorlieben fast zu Tode vögelte. Und die, die sich ans Leben klammerten, fanden das Ende auf andere Weise.
Er: Und wie seit ihr dem Bischof entkommen?
Sie: Nur keine Eile, das kommt noch. Also, ich war gerade dabei mein Schmutzwasser zu entsorgen, als ich bemerkte, dass jemand in der Nähe herumlungerte. Erst dachte ich, es sei das dumme Weib, das mich verraten hatte. Sie war ganz wild darauf mich in Fesseln zu sehen. Aber nach einer Weile spürte ich, dass es ein Mann war.
Er: Der Ehemann?
Sie: Nein. Es war einer der Soldaten des Bischofs. Jan.
Er: Ihr kanntet ihn?
Sie: Ja. Er stammte aus meinem Dorf und ich kannte ihn einige Jahre. Er war einer der Männer, die mir einen Antrag gemacht hatten, nach dem mein Mann gestorben war. Aber zu seiner Ehre muss ich feststellen, dass er mich nie bedrängte und unter anderen Umständen hätte ich seinen Antrag vielleicht auch angenommen. Er war ein hübscher großer Kerl, den ich nicht aus meinem Bett vertrieben hätte.

Frau Seide zwinkert Oliver erneut verschwörerisch zu und trinkt einen Schluck Rotwein.

Sie: Hexen sind eben auch Frauen. Aber eine Verbindung mit dem Bediensteten eines Pfaffen, nein danke!

Oliver nickt verständnisvoll und nimmt auch einen Schluck aus seinem Glas. Der Wein ist stark und würzig. Er läuft fast ölig seine Kehle hinab und macht sich wärmend in seinem Bauch breit.

Sie: Feuer?
Er: Ja, natürlich.

Als er ihr Feuer gibt, sieht Frau Seide ihm tief in die Augen und berührt seine Hand. Oliver spürte ein gewisses Kribbeln in seinem Bauch. Lasziv lehnt sie sich zurück.

Er: Was passierte dann mit diesem Jan?
Sie: Das, was immer passierte. Er beobachtete mich und dachte, ich würde es nicht merken. Ich glaube, er war wirklich in mich verliebt.
Er: Weiter passierte nichts?
Sie: Aber Oliver, wo denkst du hin … natürlich passierte etwas! Der Mann bekam eine Vorstellung von mir geboten, von der er bestimmt noch jahrelang träumte.
Er: Vorstellung?
Sie: Ja, mein Süßer, Abschiedsvorstellung. Ich sagte dir doch, dass ich schon längst hätte fort sein sollen, und nun wusste ich endgültig, dass es Zeit war zu gehen. Aber nicht ohne mir vorher noch ein bisschen Spaß zu gönnen.

Bei diesen Worten lacht sie schallend, wirft ihre langen Haare zurück und wippt aufreizend mit ihrem Pumps beschuhten Fuß. Oliver versucht sich auf seine Notizen zu konzentrieren. Es gelingt ihm nur mit äußerster Mühe.

Sie: Hattest du schon einmal Spaß?

Oliver blickt irritiert auf.

Er: Heute? Ja, ich hatte Spaß.
Sie: Dummerchen, doch nicht diesen Spaß. Ich meine Spaß beim Sex.
Er: Natürlich! Ich hab eine tolle Freundin.
Sie: Das wäre ein interessantes Gesprächsthema, aber das können wir nachher noch vertiefen.

Dabei bekommt ihre Stimme einen fast hypnotischen Unterton.

Sie: Aber ich will nicht abschweifen und dir erzählen, wie ich Jans Träume wahr werden ließ. Hm, wo war ich stehen geblieben? Ach ja, also ich hatte meinen Hausputz erledigt und wie immer danach, ging ich zum Fluss hinunter, um zu baden. Jan folgte mir in sicherem Abstand. Dachte er. Ich konnte ihn atmen hören, so aufgeregt war der.

Frau Seide kichert bei der Vorstellung. Oliver läuft rot an, denn auch sein Atem hat sich beschleunigt.

Sie: Am Fluss begann ich mich langsam auszuziehen, schließlich sollte er auch was davon haben. Ich war gerade dabei meine Bluse auf zu knöpfen, als er mir zurief: „Hey, du Hexe.“ Ich antwortete nicht und drehte mich nicht um. Er rief erneut: „Hey, du Hexe, ich rede mit dir.“ – „Aber ich nicht mit dir, wenn du keinen Respekt vor mir hast, erwiderte ich, nenn mich gefälligst bei meinem Namen.“ Ich zog mich in aller Ruhe weiter aus. „Wieso sollte ich Respekt vor dir haben? Dich wird sowieso der Bischof holen,“ sagte er und kam näher. „Warum du Respekt haben solltest? Weil deine Schwägerin ohne meine Hilfe, nicht Mutter geworden wäre. Außerdem wäre sie schon Witwe, so oft, wie sich ihr Alter verletzt hat.“ Dabei drehte ich mich um. Ich stand nackt vor ihm. Du hättest mal seinen Gesichtsausdruck sehen sollen und den Aufruhr in seiner Hose.

Olivers Ohren glühen und er ducke sich tief über seinen Block, damit Frau Seide sein Gesicht nicht sehen kann. Sie lacht verführerisch. Plötzlich spürt er, wie sie ihren Fuß an seiner Wade hinaufschiebt. Hastig zieht er sein Bein zurück. Sie ignoriert es.

Sie: „Darum wollte ich dich auch warnen,“ stotterte er und setzte sich auf einen großen Stein, damit ich ihm nicht mehr auf sein „Paket“ starren konnte. Meine Vorfreude wuchs, aber ich wollte es noch ein bisschen spannend machen. Immerhin wollte er mich vor dem widerlichen Bischof bewahren, da hatte er schon eine besondere Show verdient. Also nahm ich meine selbstgemachte Yasminseife stieg ins Wasser und wusch mich.

Frau Seide streicht dabei mit ihren Fingerspitzen über ihren schlanken Hals, bis hin zum Ansatz ihres Dekolletés. Oliver hat längst aufgehört zu schreiben und starrt sie an.

Sie: Er sah mich genauso an, wie du jetzt.
Er: Das glaube ich wohl kaum.
Sie: Du musst dich nicht schämen. Das ist ganz normal.
Er: Mit mir ist alles OK.
Sie: Dann ist es ja gut. Weiter: Während ich mich wusch und Jan mich immer gieriger betrachtete, sagte er plötzlich: „Du solltest mich heiraten.“ Ich lachte: „Wie kommst du darauf. Du weißt genau, dass es dein Bischof auf mich abgesehen hat. Im Übrigen habe ich die Frau unseres Fürsten von einem Kind entbunden. Er versprach mir Schutz. Und du bist trotzdem hier um mich vor meiner Verhaftung zu warnen. Meinst du, mich würde es schützen, wenn du mir die Ehefessel anlegst?“ Er schüttelte resigniert den Kopf. Es war aussichtslos. Wenn du einmal den Häschern der Inquisition ins Auge gefallen warst, gab es nichts, was dich erlösen konnte, es sei denn ein dicker Geldsack oder der Tod. „Und was willst du tun,“ fragte Jan. „Ich werde fortgehen, neu anfangen. Was bleibt mir über? Ich will nicht auf dem Scheiterhaufen enden. Es tut mir nur leid, dass ich alles, was ich mir aufgebaut habe, zurücklassen muss.“ Ich kam aus dem Wasser und ging auf ihn zu. Das Verlangen flackerte in seinen Augen, dann brannten ihm die Sicherungen entgültig durch. Jan packte mich, riss mir meinen Kopf nach hinten und küsste mich unbeholfen. Na ja, was will man von einem Soldaten verlangen.

Frau Seide zuckt mit den Schultern und sieht Oliver an. Der tut so, als mache er Notizen.

Sie: Ich stöhnte erregt. Presste meinen Körper an ihn und meine Lenden gegen seine. Da Jan damit gerechnet hatte, ich würde Widerstand leisten und vielleicht schreien, lockerte er überrascht seinen Griff. „Du kleine Hexe“, sagte er. „Was hast du erwartet?“ Erwiderte ich spöttisch, „ich bin keine von diesen Weibchen, die sich reichlich zieren, um ihre ach so heilige Jungfräulichkeit zu schützen. Und doch Tag und Nacht von nichts anderem reden, als beschlafen zu werden. Aber ich bin auch was Besseres gewöhnt, als die armen alten Ehefrauen, die nur ihre Beine breitmachen müssen, wenn ihr stinkender Alter sich mal erleichtern muss.“ Jan sah mich mit offenem Mund an. Ich öffnete seinen Gürtel und fasste mir sein bestes Stück. Dann beugte ich mich zu ihm herunter. – Den Rest überlasse ich deiner Fantasie. Du glaubst gar nicht, wie schnell der Mann kam.

Frau Seide lächelt spöttisch. Dabei sieht sie Oliver so direkt an, dass er sich verschluckt und husten muss. Auch sein bestes Stück bringt seine Hose fast zum Platzen.

Sie: Aber so einfach ließ ich ihn nicht davon kommen. „Ich denke,“ sagte ich zu ihm, „da du jetzt deinen Spaß hattest, sollte ich jetzt auch Spaß haben.“ Ich lehnte mich gegen den Felsen, spreizte meine Beine und sagte, „geh auf die Knie und leck mich, genau da“. Ich zeigte ihm deutlich, welche Stelle ich meinte. Dabei drückte ich ihn zu Boden und zog seinen Kopf zu mir. „Du bist doch eine Hexe,“ seufzte er noch, „aber eine Gute,“ dann tat er, was ich ihm befohlen hatte. Er machte seine Sache sehr gut und nach dem er mich befriedigt hatte, belohnte ich ihn noch mit einen kleinen Ritt auf seinem inzwischen wiederauferstanden Phallus.

Frau Seide macht eine Pause.

Sie: Meine Zigaretten sind alle. Ich muss mir kurz Neue besorgen.

Sie geht zu der Kellnerin hinüber und fragt sie nach Kleingeld für den Zigarettenautomat. Oliver ist wie elektrisiert. Er sieht vor seinem geistigen Auge, wie sie sich nackt über einem Männerkörper aufbäumt, ihre Haare fliegen und ihre vollen Brüste wippen. Wie sie sich stöhnend und schreiend in die Schultern des Mannes krallt, der sich gegen sie stemmt. Sie setzt sich wieder. Oliver sieht verlegen aus, als hätte sie ihn bei einer Schandtat überrascht.

Sie: Na, alles Ok?
Er: Alles Ok.
Sie: Dann ist ja gut.
Er: Sex hat sie also vor der Inquisition gerettet?
Sie: Könnte man so sagen. Aber ich würde das nicht so hart ausdrücken. Du musst bedenken, Jan hatte seinen Spaß. Immerhin kam er freiwillig, um mich zu warnen. Es war sozusagen sein Lohn. Du weißt doch, eine Hand wäscht die andere. Oh, das könnte man fast wörtlich nehmen. Gut, ich hatte zwar schon Besseres erlebt, aber ich will mich nicht beklagen. Hätte ich mehr Zeit mit ihm verbracht, hätte ich was Anständiges aus ihm machen können.

Sie grinst Oliver unverschämt an. Dass sie dem armen Jan, nach dem ersten Ritt eine kleine Dosis Liebestropfen verabreicht hatte, um ihn für weitere Touren fit zu machen, verschweigt sie Oliver lieber. Es würde ihn vermutlich schocken, wenn er wüsste, dass der Mann danach fast zwei Tage völlig entkräftet durchgeschlafen hatte. Aber was kann sie dafür, schließlich weiß Frau nie, wann sie wieder einmal Sex mit einem passablen Mann haben wird. Wenn sich was Passendes bietet, muss man zugreifen. Oliver packt seine Sachen zusammen. Dieses
Gerede von Hexen, Inquisition und Sex reicht ihm.

Er: Ich glaube, wir sind fertig. Eine nette Story, aber sie sind keine Hexe. Nur eine gute Märchenerzählerin.
Sie: Das ist doch mehr, als viele von sich behaupten können. Ich werde die Rechnung begleichen.

Frau Seide bezahlt und erhebt sich. Noch bevor Oliver sich wehren kann, küsst sie ihn. Er spürt einen süßen Geschmack und ein leichtes Prickeln auf der Zunge.

Sie: Danke Oliver und auf ein Wiedersehen.

Ohne seine Antwort abzuwarten schwebt sie hinaus. Nachdenklich geht Oliver zum Parkplatz. Er schließt sein Auto auf und wirft seine Tasche auf den Beifahrersitz. „Was für ein Nachmittag. Was für eine Frau. Heißer Feger würde man wohl sagen,“ denkt er und muss unwillkürlich grinsen. Plötzlich spürt er, wie sich ein Körper an seinen Rücken schmiegt. Er dreht sich um. Frau Seide. Sie trägt nichts, außer Spitzenstrümpfen und Pumps. Ihm bleibt die Luft weg. Er will sich wehren, tausend Argumente fallen ihm ein. Kurz denkt er an seine Freundin, aber er bringt kein Wort heraus. Ihre geschickten Hände haben seinen Schwanz schon von der Verpackung befreit. Was sie dann tut, raubt ihm den Verstand. Er explodiert, als hätte er noch nie im Leben Sex gehabt. Ihre raue Stimme an seinem Ohr jagt ihm eine Gänsehaut über den Rücken.

Sie: Und was wirst du jetzt tun Schätzchen?

Oliver gibt auf und sinkt auf seine Knie…

Den Rest überlasse ich eurer Fantasie.

Nachdem Oliver in einen gnädigen Schlaf gefallen ist. Zieht sich Frau Seide wieder an. Männer sind doch meistens das schwächere Geschlecht, denkt sie. Bis auf Leon, ein Bild von einem Mann und was für eine Potenz. Bei dem Gedanken an ihn muss sie lächeln.

Sie: So was wie Leon wird eben nur alle paar Jahrhunderte geboren. Komm Roxanna, es wird Zeit weiter zu ziehen.

Eine rotgetigerte Katzendame springt aus dem Gebüsch. Sie miaut leise. Frau Seide hebt sie hoch. Sie steigt in den feuerroten Porsche, der neben Olivers Lupo steht. Zärtlich streichelt sie Roxanna über das samtweiche Fell.

Sie: Einen Vorteil hat das 21.Jahrhundert jedenfalls meine Kleine. Porsche fahren ist weitaus bequemer, als Besen reiten.
Roxanna: Miau.

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