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Posts Tagged ‘Herbst’

Das Jahr fließt in den Herbst

Silbernebel schweben auf Feldern

Die Kiefern träumen schweigend

In der Stille des Morgens

Die an wilderen Tagen

Unter der Hand des Windes

Ihre Geschichten erzählen

 

Nur der Bach springt

Mit leisem Murmeln über Steine

Blaue Himmelsplitter ausgestreut

Achtlos vermischt mit Wolkenstückchen

Laub knistert unter Füßen

Es riecht nach Erde und Wasser

Spinnennetze behangen mit Perlentau

 

Nachdenklich wandere ich

Den Weg entlang ohne dich

Du bist nur Erinnerung

An einen fernen süßen Sommer

Der mich hoffen ließ

Doch wie das Jahr verweht

Gingst du leise ohne mich

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Die Hitze der letzten Tage hat die Luft mit den Aromen des Sommers angefüllt. Es duftet nach reifem Korn, erinnert mich fast etwas wehmütig an den Herbst, gemähtem und vertrocknendem Gras. Angereichert mit den Essenzen sterbender Blüten. In einer anderen Zeit wird mich der Duft immer an diesen besonderen Sommer erinnern, in dem ich alles viel stärker fühlte, Glück, Unglück, Farben, Düfte, Musik, mich selbst.

Ich sitze auf dem Balkon, lausche in die sternklare Nacht. Von den nahen Teichen höre ich die Frösche quaken, einige Grillen zirpen im Gras, scheinbar selbst erschöpft von der Hitze des Tages. Nur die Fledermäuse huschen in einem rasanten Tempo durch die samtene Nacht, auf Beutezug. Alles andere geht langsam vor sich. Jede Bewegung, sogar die Gedanken verlangsamen sich in diesem südlich anmutenden Sommer. Ich frage mich, teils bang, teils neugierig, ob ich diese betörenden Gefühle über die Grenze des Herbstes in den Winter tragen kann, oder ob es mir nicht vergönnt sein wird, nachdem ich mich so lange danach gesehnt habe.

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Herbst von Rilke

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh Dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Ich liebe Rilke …. ich kann nichts dafür 😉 . Wenn ich seine Zeilen höre, dann ist es, als würde eine Glocke in meinem Inneren angschlagen. Und wie oft ich die Verse auch wieder lese, es ist jedes Mal so. Unglaublich – unglaublich schön.

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Die Natur ist beinahe zum Verzweifeln schön. So schön, dass es mir die Kehle zuschnürt. Tränen steigen mir in die Augen. Schönheit erfreut mich über alle Maßen. Gleichzeitig erfüllt sie mich mit Trauer. Sie macht mir bewusst, wie vergänglich alles ist. Besonders jetzt im Herbst.

Das Wasser des Baches springt gurgelnd über die Steine, Blätter schwemmen sich zu Dämmen auf. Der Wind streicht durch die Äste der Bäume, füllt sich mit dem Duft der Kiefernnadeln. Er reißt die letzten Blätter von den Obstbäumen. Die winzigen harten Äpfel liegen auf kleinen Haufen unter ihren rauen Stämmen. Die letzten Blüten leuchten wie bunte Perlen in der Sonne. Die Vögel jagen sich durch die entlaubten Baumkronen.

Ich atme, atme, atme. Sauge alles in mich hinein. Die kühle Luft, den aromatischen Duft aus Erde, Blättern, Wasser, das goldenen Licht des Herbstmorgens, das rauschen des Windes in den Tannen und das Murmeln des Baches unter den Weiden. Könnte es doch immer so sein. Zeitlos goldene Tage.

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Die Zeit ist gekommen

Abschied zu nehmen

Niemand ist Schuld

Es ist das Leben

 

Kommen und Gehen

Frühling und Herbst

Säen und ernten

Geboren werden und sterben

 

Wolken ziehen dahin

Mein Herz ist schwer

Euch zu verlassen

Hätte ich noch eine Stunde

 

Der Kampf ist vorüber

Niemand ist Schuld

Es ist das Leben

Geleert bist zur Neige

 

Gute Tage schlechte Tage

Ich sah die Liebe

Sah den Abgrund

Stand wieder auf

 

Der Kampf ist vorüber

Ich gehe still

Meine Liebe bleibt

Für immer

Die Musik ist von Craig David & Sting, Rise and Fall – ein wunderschöner, sehr melancholischer Titel für mich.

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Der Herbst ist für mich eine melancholische Jahreszeit. Normalerweise suhle ich mich in Erinnerungen an den letzten Sommer, aber dieses Jahr, in Ermangelung eines Sommers kann ich mich nicht suhlen.

Also was tun?

Ich habe mich fürs Schnulzenfilm anschauen entschieden. BBC: Jane Eyre, Emma, Stolz und Vorurteil, usw. Auch sehr melancholisch. Herz, Schmerz, Leid und Lust im viktorianischen England, das volle Programm.

Das ganze Schmachten hatte tatsächlich eine positive Nebenwirkung: Bilder regen die Assoziationen an…klar, weiß man, wenn man schreibt, aber… es hat gefunkt. Nicht nur so ein bisschen Knistern in der Glut, sondern so richtig Blitzeinschlag.

So habe ich es tatsächlich geschafft, nach fast 9 Monaten, wieder einen längeren Text zu Ende zu schreiben. Die Betonung liegt auf ENDE. Nun ist ein Ende ja per se nicht immer positiv besetzt, aber in diesem Fall 100%. Erste Zeile, Absatz, Absatz…die restlichen erspar ich euch, ENDE!

Und dann passierte es: eine Schreibstunde mit einer Freundin, eine Aufgabe und 8 Seiten später war da die Idee für eine Geschichte. Eigentlich sollte es der Anfang für den NaNo sein. (National Novel Writing Month. Er beginnt am 1. November und dauert bis zum 30.11. Das Ziel ist 50.000 Wörter zu schreiben. Also ein Buch in einem Monat.)Aber ich konnte nicht aufhören. Ich musste weiter schreiben. So habe ich dieses Jahr meine eignen NaNo Regeln aufgestellt. Mein NaNo fing dieses Jahr am 21.10. an.

Und so tue ich das, was ich am liebsten tue: auf meinem Lieblingsplatz sitzen, mit Blick auf die herbstliche Natur, den Himmel, mal blau, mal Wolkenverhangen, regentropfennass, trinke Unmengen Kaffee und Tee und lasse ES raus. Gar nicht so melancholisch wie sonst. Kein Wunder, ich habe keine Zeit traurigen Gedanken nachzuhängen. Mir gefällt diese Lösung raue Herbsttage zu überstehen, sich in eine aufregende Fantasiewelt zu begeben und sie schreiben zu erobern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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