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Posts Tagged ‘Gewicht’

Das Gewicht eines Romans ist unendlich viel größer, als sein Gewicht in Papier. Würde man die Zeit des Schreibens, der Überarbeitung, der schlaflosen Nächte, der einsamen Stunden, des Bangen und Hoffens (wenn das Manuskript s.o. endlich auf dem Weg ist) dazu rechnen ich glaube man könnte es schwerlich ziehen. Jeder, der schon einmal versucht hat ein Buch zu schreiben, weiß sicher wovon ich spreche.

Inzwischen schreibe ich seit vielen Jahren und habe einige Bücher geschrieben und veröffentlicht. Besonders in den letzten drei Jahren habe ich große Anstrengungen unternommen. Nachdem ich dachte endlich einen Verlag gefunden zu haben, mit dem ich zusammen arbeiten könnte, und schwer auf die Nase gefallen bin, habe ich mir mal wieder (!!!) die Sinnfrage gestellt. Wo soll das hinführen und will ich das überhaupt?

Ich will das nicht auf mein Alter schieben, aber nach der Erziehung von vier Kindern, drei Jobs plus Haushalt und allem was dazu gehört, gibt es schon Momente, in denen ich mich frage: wie will ich den Rest meines Lebens verbringen? Auf der Uhr meiner Zeit sind etwa zwei Drittel rum…wenn es gut läuft. Doch wer weiß schon, wie lange?

Also habe ich beschlossen etwa drei Sabbat-Monate einzulegen. So lange es dauert, bis die Verlage mir eine Antwort auf meine Manuskriptzusendungen geben. Das heißt nicht, dass ich aufhöre zu schreiben, aber ich brauche eine Pause vom Druck schreiben zu „müssen“. Schreiben soll wieder ein Spaß werden. Kein Karren, den ich ziehen muss, sondern ein Schlitten mit dem ich vergnüglich den Hang hinunter gleite.

Ideen habe ich genug: Für Bilder, Collagen, Texte und vieles mehr. Mal was Neues ausprobieren, experimentieren, frei von Zeit- und Erfolgsdruck. Den Spaß und die Leichtigkeit wieder entdecken und wer weiß, möglicherweise passieren ja Dinge, von denen ich heute noch gar nichts ahne.

Ich wünsche Euch allen eine besinnliche Zeit! Ruhe und Erholung von der Hektik des Tages und den zündenen Funken für Eure kreativen Projekte.

Eure Caroline

P.S.: Ich werde Euch auf dem Laufenden halten 🙂 .

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Ihn in den Glockenturm zu schaffen, erwies sich als schwierig.

Er war kein dicker Mann. Gewicht und Größe hielten sich die Waage, wenn man von seiner außergewöhnlichen Größe ausging. Markus war eher zu dünn. Doch um ihn von der obersten Plattform zu stürzen, mussten wir ihn eine sehr enge Wendeltreppe hinaufschleppen. Bei seiner stattlichen Größe von 2,10 Meter und einer beachtlichen Gegenwehr, ein schweißtreibendes Unterfangen. Er war kaum zu bändigen und so brauchten wir vier alle Kraft, um ihn Stück für Stück hinaufzuschieben.

Wir hatten ihn gefesselt, doch es geschah notdürftig, da wir aus der Situation heraus handeln mussten und mit dem vorlieb nahmen, was sich anbot. In einer Mönchszelle gibt es wenig Mittel. So blieb nur der Strick, der die Kutte an Markus dürrem Körper hielt.

Wer konnte ahnen, dass der lethargische Markus im Augenblick seines viel beschworenen Zusammentreffens mit seinem Schöpfer derart energischen Widerstand leisten würde?

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Matratzen waren sein Leben und sein Untergang.

Begraben unter seiner größten Leidenschaft, hauchte Herr M. am Samstagnachmittag sein Leben aus. Er wollte nach Ladenschluss noch die frisch eingetroffene Wahre testen, um seinen Kunden die beste Qualität bieten zu können, als ein Turm aus 12 Taschentonnenfederkernmatratzen über ihm zusammenbrach und ihn unter sich begrub. Alleine konnte er sich nicht von der Last befreien und erstickte unter dem Gewicht. Er wurde am Montag Morgen von seinen Mitarbeitern entdeckt. Die Trauerfeier findet am Freitag, um 14 Uhr, auf dem Südfriedhof statt.

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