Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Geliebte’

Max würde nie den Sommer vergessen, in dem er wie durch Zufall die Magie entdeckte.

Es war einer der wenigen Regentage dieses weit entfernt liegenden Sommers, an dem Max seine lebensverändernde Begegnung hatte. Danach war nichts mehr wie es war, oder wie es hätte sein sollen. Max verlor alles, was ihm bis dahin wichtig gewesen war. Seine Familie, Freunde, sein Zuhause und das Mädchen, das er liebte.

Die Magie ist eine besitzergreifende Geliebte. Sie eröffnete Max eine neue Wunderwelt und darin eine weitere Welt und eine weitere dahinter. Max wusste, dass er nicht alt genug werden würde, um jede dieser Welten zu sehen, aber er konnte sich an den Schmerz erinnern, den er verspürte, als er bemerkte, dass es keinen Weg zurück gab und er nie wieder an sein altes Leben anknüpfen konnte. Dieser Schmerz würde niemals heilen.

Read Full Post »

Mein Liebster,

lange Zeit war ich in einen Schutzmantel gehüllt. Ließ niemand meine Tränen, meine Trauer sehen. Zu oft wurde ich verletzt, mein Herz und meine Seele trugen unzählige Narben. Auch wenn ich dir zurückhaltend und schüchtern vorkomme, es ist nur ein Rest Vorsicht und Unglaube, dass ich diese Gefühle erlebe. Ich weiß nicht was geschehen ist, wann genau dieser Moment eintrat, als du begonnen hast meine Mauer einzureißen. Doch was ich weiß ist, dass sich die Dinge verändert haben.

Der Tag ist heller, die Nacht geheimnisvoller. Die Freude ist größer, der Schmerz stärker. Ich fühle mich stark, während ich in deiner Nähe schwach werde – Wachs in deiner Hand. Wenn du mich auf deine besondere Weise anschaust, spüre ich den leidenschaftlichen Herzschlag, den ich so lange vermisste. Deine Hand in meiner fühlt sich so vertraut und richtig an, als wäre es nie anders gewesen.

Deine Begeisterung und deine Leidenschaft für die Dinge des Lebens zu sehen, erfüllt mich mit Freude und steckt mich an gemeinsam mit dir auf Entdeckungsreise zu gehen. Ich verstehe deinen Humor und liebe es mit dir zu lachen. Wenn deine Finger und deine Lippen meine Haut berühren, erwacht eine Sehnsucht in meinem Inneren, die nach Erfüllung – Vereinigung sucht.

Ich habe Angst davor dich zu lieben, weil ich meinen Schutz aufgeben muss. Ich will dich lieben und kann es nur ganz tun, mich dir völlig öffnen und hingeben, mit allem was ich habe und bin. Du hast die Tür aufgebrochen und wenn ich über diese Schwelle gehe, gibt es kein Zurück. Nur noch dich und mich.

Deine Geliebte

Read Full Post »

Die Geschichte meines Namens

„Mein Name – Caroline – leitet sich von Karl – der Freie – her. Wiki sagt dazu: Es ist eine Verniedlichung/Verkleinerung des althochdeutschen Vornames Karla, weibliche Form von Karl – die Freie – bzw. romanischer Abstammung – Carol – die Geliebte.

Carol und Carole in englisch-französicher Form, walisisch Caryl oder Carolyn, italienisch Carola, deutsch Karola. Caroll ist eine weitere Variante. Dieser Name steht in Nähe zu Carolus. Die romanisch-englische Form wird aber in der Bedeutung – Geliebte/r – interpretiert. Zu Englisch Carol – Rundtanz, Freudenlied (wie in Dickens „A Christmas Carol“)

Als Namenstag wird der 28.Januar gefeier. Er geht auf Caroline Barbara Carre de Malberg zurück, die am 28.Januar 1891 starb. Außerdem gelten alle Heiligen namens Karl.“

Als Kind mochte ich meinen Namen nicht so gerne. Heute gefällt er mir sehr gut. Besonders seit ich um die schöne Bedeutung meines Namens weiß. Oder gibt es etwas Schöneres als eine freie Gebliebte zu sein?

Read Full Post »

Naturalistische Schreibprojekte

1.Übung: Reale Geschichten

Legen sie sich ein Heftchen an und schreiben sie alle Geschichten auf, die während einer Woche in ihrem Bekanntenkreis besprochen werden. Notieren sie jeden Abend ihre Geschichtensplitter.

(Beispiele: S.210, Kreative Literaturgeschichte,

L.v.Werder)

Aufgabe: Schreiben sie eine Geschichte, die ihren früher gestalteten Protagonisten in den Kontext einer ausgewählten erlebten Geschichte einordnet.

2.Übung: Naturalistischer Schreibstil

Der Naturalismus ist bei seiner Reproduktion der Realität auf ein minutiöses, reflexionsloses und detailtreues Schreiben angelegt. Erzählzeit und erzählte Zeit zur Deckung bringen. Das kleinste Element der Realität soll im Text mit fotografischer Genauigkeit erfasst werden.

Einige Übungen zum sekundenmäßigen Beschreiben von Details:

Dinge: Beschreiben sie ein Schaufenster, eine Tür, ein Auto, eine Verkehrsampel im Stadtteil vor Ort.

Personen: Beschreiben sie mit dem Auge einer Kamera die Begegnung von zwei Menschen.

Impressionistische Sinneswahrnehmung: Beschreiben sie z.B.: Geräusche, Gerüche oder Bewegungen, für die sie sich im „Kiez“ bestimmte Beispiele suchen (Bahnhof, Markttag oä.)

3. Übung: Naturalistische Plots

Experimentieren sie mit naturalistischen Plots. Die folgenden Plots wurden alle im Werk Emile Zolas ausgestaltet. Schauen sie sich die Plots an und entwerfen sie Plots aus der Gegenwart.

1. Verfall

In Naturalistischen Romanen enden die Handlungsabläufe fast stets in scheußlichen, tragischen Ereignissen. Zolas typische Art etwas unveränderbar zu machen, ist die Vernichtung. Die Menschen verkommen im Suff, werden wahnsinnig, krepieren an Pocken, ermorden sich zielstrebig gegenseitig, erstechen, erschlagen, vergiften, erschießen, ertränken sich, begehen Selbstmord. Wohnhäuser und Bauernhöfe verbrennen, Lokomotiven explodieren, Bergwerke versinken.

2. Seitensprung

Eine Frau zwischen Mann und Geliebtem. Der Geliebte betrügt die Frau. Der Mann verstößt sie. Sie stirbt.

3. Wahnsinn

Ein Mann wird von seiner Frau ohne Grund in eine Anstalt gesteckt, verliert dort wirklich den Verstand, ergreift die Flucht, steckt sein Haus in Brand, in dem sein Nebenbuhler umkommt.

4. Sünde eins Priesters

Priester fällt wegen Liebe vom Glauben ab. Ein Liebesverhältnis entwickelt sich. Die Kirche holt den Priester zurück, Geliebte stirbt aus Verzweiflung.

5. Intrige

Ein Außenseiter erringt eine hohe Machtposition. Er wird Opfer der Intrige einer Frau, die ihn verführt. Er stürzt. Durch Vetternwirtschaft kehrt er aber später auf seinen Posten zurück (er rächt sich?).

6. Alkoholismus

Frau mit zwei Kindern wird von Ehemann verlassen, heiratet Trinker und verkommt.

7. Prostitution

Junges Mädchen steigt zu berühmter Kokotte auf, vernichtet alle Männer durch Geldsucht und Renommierwunsch. Steht schließlich allein und verlassen da und stirbt an Pocken.

8. Aufruhr

Ein Mann wird Streikführer, der einen gewalttätigen Aufruhr zur Folge hat. Die Polizei schlägt den Aufstand nieder. Der Mann flieht, nachdem seine Geliebt in dem Aufruhr umgebracht wurde.

9. Scheitern eines Künstlers

Maler mit höchsten Ansprüchen gründet eine Malschule. Allerdings werden seine Bilder abgelehnt. Er begeht daraufhin Selbstmord.

10.    Mord

In einer Fabrik verbündet sich ein Mann mit der Frau des Fabrikbesitzers. Gemeinsam ermorden sie den Fabrikanten. Dieses Motiv hat Zola noch in einem anderen Kontext genutzt: Ein Mann wird Zeuge eines Mordes. Er entwickelt mit der Frau des Ermordeten eine Beziehung und ermordet diese Frau aus „krankhafter“ Mordlust (???).

11.    Bankrott

Ein Mann steigt zum Bankchef auf. Spekuliert, betrügt. Macht Bankrott und flieht.

Aufgabe:Diese Hauptplots aus Zolas Romanen könnten sie zu einer Kurzgeschichte motivieren, die allerdings in der Gegenwart spielen sollte.

 

4.Übung: Plots des weiblichen Naturalismus

1. Geldheirat

Eine Frau heiratet einen reichen Mann und verliert damit jede Möglichkeit der Selbstständigkeit.

2. Zwangsehe

Eine Frau findet in der Ehe keine Befriedigung, versucht auszubrechen und scheitert.

3.Neue Ehen

Eine Frau wird Künstlerin und versucht mit einem Künstler eine neue Eheform der Kreativität.

4.Befreiung

Frauen gehen keine Ehen mehr ein und werden zu sexuellen Jägerinnen und Sammlerinnen.

5. Wahnsinn

Ein Vater will die Tochter, die Künstlerin werden will, in eine Ehe zwingen. Der Mann erweist sich als Tyrann. Die Frau verfällt dem Wahnsinn.

Aufgabe: Entwickeln sie weibliche Plots, die in der Gegenwart einem naturalistischen Begriff von Realität entsprechen könnten.

5.Übung Rollenprosa: Indirekte Rede

Mit dem Wunsch der Annäherung an die Alltagssprache entstand der innere Monolog.

Aufgabe: Suchen sie sich im Stadtteil eine Straße und beschreiben sie, wie sie diese Straße als Stadtstreicher, als Alternativer, als Hund durchwandern.

6.Übung: Naturalistischer Einakter

Naturalistische Theaterstücke spielen immer in der Gegenwart, an einem Ort und in einer Zeit. Sie thematisieren das Elend der Arbeiter, der Frauen und der Künstler. Sie wollen dem Zuschauer den Spiegel vom Verfall der Verhältnisse vorhalten.

Die Protagonisten waren Arbeitermädchen am Rande der Prostitution, femme fatale, anderen Egozentrik und Kälte Familien zerbrachen. Männer, deren Potenz unsicher ist und die zum Spielball ihrer Eifersucht und ihres Frauenhasses werden. Künstler die scheitern und verhungern, Kaufleute die im Bankrott enden. Die Antagonisten der Stücke waren die Erfolgreichen: Karrierefrauen, elegante Huren, Frauenhelden, erfolgreiche Künstler, große Geldhaie.

Der Zusammenstoß ist für die Protagonisten meist tödlich. Der Sieg des Vertreters der „glücklichen“ Lebensbedingungen ist meist vorhersehbar.

Handlungsstruktur:

Anfangsdialog – Vorstellung des Protagonisten

Mitteldialog – Zusammenprall mit dem Antagonisten

Abschlussdialog – Untergang des Protagonisten

Aufgabe: Suchen sie im „Kiez“ erneut nach geeigneten Protagonisten und Antagonisten und nach einem einschlägigen Plot für ihren naturalistischen Einakter.

Beispielplots:

  1. Gefährdetes Arbeitermädchen wird von feministischer Sozialarbeiterin reingelegt und versinkt in der Asozialität.
  2. Alte Hure sucht Hilfe bei eleganter Kollegin und erntet Hohn und Spott.
  3. Junge Fabrikarbeiterin wird von Lebedame verführt und zur Prostitution gezwungen.
  4. Armer Künstler will seinen erfolgreichen Kollegen entlarven und scheitert.
  5. Bankrotter Kaufmann trifft auf Geldhai und wir von ihm endgültig zerstört.

–   Fertigen sie eine Porträtskizze der für ihren Einakter ausgewählten und beobachteten Personen an. Fixieren sie Ort und Zeit der Handlung. Schreiben sie dann (Gruppe???) die 3 Phasen des Dialogs.

–   Für den Anfangs- und Schlussdialog ist es sinnvoll, keinen Monolog des Protagonisten zu produzieren, sondern einen Dialog mit Freunden/Helfern des Protagonisten zu entwickeln. Auch diese Figuren müssen recherchiert werden.

–   Die Dialoge sollten in Alltagssprache gehalten sein.

Die Aufgaben sind angelehnt und zum Teil wörtlich zitiert aus dem Buch: Kreative Literaturgeschichte, von Lutz von Werder, Klaus Mischon, Barbara Schulte-Steinicke ISBN 3-928878-01-8

Read Full Post »

Ich bin total im Rausch. Stehe unter Strom, wie aufgezogen. Sitze am PC schreibe, lese, fabuliere, fantasiere und vergesse die Zeit und alles andere. Als ob zwischen mir und dem Rest der Welt eine unsichtbare Mauer stünde. Kriege nicht mit, was mir jemand sagt, was im Fernsehen läuft oder was sonst alles passiert. Neben mir könnte eine Bombe einschlagen und ich würde es nicht merken.

Erst brannten die Nudeln an, der Topf ist hin, jetzt sind es die Kartoffeln. Eigentlich sollten es Pellkartoffeln werden, aber ich hab gleich den nächsten Schritt gemacht, Bratkartoffeln. Wenn das so weiter geht, gibt es demnächst nur noch kalte Küche und garantiert einen Familienstreik. Wie dem auch sei … nur der PC hört mein Seufzen, wenn mir wieder der Brandgeruch um die Nase weht.

Ist das Essen anbrennen lassen, nicht eigentlich das Klischee für`s verliebt sein? Wenn, dann bin ich mächtig verliebt in die Muse der Literatur. Diese launische Geliebte, die gibt und zurückhält, wie es ihr gefällt, ohne Rücksicht auf meine Gefühle. Sie verabreicht ihre Droge in unregelmäßigen Abständen, um sich meiner Unterwürfigkeit zu versichern … eine Droge, die süchtig macht (hast du erst reingeschnuppert gibt es kein zurück), aber keinem schadet. Es sei denn, man zählt die Kartoffeln dazu … bitte, verzeiht einer Schreibsüchtigen eure Brandwunden …!

 

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: