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Posts Tagged ‘Gedichte’

Mein Protagonist rennt verzweifel „herum“ – wo genau muss ich noch klären – und plagt sich mit immer stärker werdendem Durst auf Blut. Es kratzt ihm die Schädeldecke wund, weil er weiß, ich darf nicht – eigentlich, aber ich brauche es – eigentlich.

Der Autor, in dem Falle ich, schleicht um den Charakter „herum“ – beinahe ebenso verzweifelt, wie er selbst. Ich will, dass die Szene eindringlich wird. Er ist angefixt und kann nicht anders, als es zu wollen. Jede Faser seines Körpers giert danach. Tatsächlich habe ich noch nie geraucht, irgendwelche Drogen genommen oä. Wenn man den Japp auf Schokolade, als Drogensucht ausschließt, kenne ich Sucht nicht. Ok, das Gedankenkreisen kenne ich – und eine Unzufriedenheit, wenn ich etwas will und weiß, das geht gerade nicht. Aber das Craving einer Sucht kenne ich nicht (zum Glück). Es wird also meine ganze Vorstellungskraft und meine Leseerfahrung mit „Der Haschisch-Esser“ und „Bekenntnisse eines englischen Opiumessers“ gefragt.

Bei meiner Schleicherei ist mir aufgefallen, dass einer meiner Schlüsselcharaktere gerade etwas zu kurz kommt – also muss ich nachsehen, wo er abgeblieben ist. Wie ich ihn kenne, sitzt er irgendwo im Halbdunkel und wartet darauf, dass Anna ihn besucht und ihm eine neue Geschichte vorliest. Vielleicht liest er auch ein paar Zeilen eines Gedichts. Sehr langsam und bedächtig, zergeht ihm jedes Wort auf der Zunge, wie Honig.

Um mein Gehirn während der Pause im Stoff zu halten, habe ich in einem Lexikon zur Vampirliteratur gelesen. Dabei stieß ich auf ein lustiges Gimmick:

„Spooky Activity Box“ von Michael O`Mara Books London. Das Design stammt von Lone Morton und nannte sich in Deutschland: „Mein schaurig schöner Gruselkoffer“.

grusel

Darin befinden sich:

1 schwarze Plastikspinne

1 furchteinflössendes Vampirgebiss

1 Fledermausmaske

1 Werwolfmaske

1 siebenteiliges Skelett zum Zusammensetzen

Dazu gibt es ein Buch mit Gruselgeschichten und Grusel-Feten-Tipps. Mein Favorit ist der Vampir-Trunk, auch wenn meinem Protagonisten damit leider nicht geholfen ist:

600ml verdünnter schwarzer Johannesbeersirup

600ml Orangensaft

600ml Limonade

1-2 Becher roter Wackelpudding

geschälte Weintrauben

(außerdem sollen dem Trunk Spinnen, Schlangen, und anderes Getier aus Plastik (???) (nicht zu klein, sonst Gefahr des Verschluckens!) zugefügt werden.

Falls jemand diesen „Wahnsinns-Cocktail“ tatsächlich ausprobieren möchte, tendiere ich zu Weingummi-Tieren.

Prost! Oder kennt jemand den original Vampirspruch für solche Anlässe? Gut Biss!?

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Der Schreibtisch ist leer. Keine Notizzettelchen, keine Schmierblätter oder Ähnliches. Das Buch ist fertig. Kein Grund die Überreste liegen zu lassen, was geschrieben ist, ist geschrieben und was fehlt, wird nicht hinzugefügt werden. Sollte da noch etwas sein, dann wird es in einem anderen Buch auftauchen oder im Notiznirwana landen.

Pinnwand

Das beunruhigt mich nicht. Ich habe so viele Ideen, dieses Leben wird nicht reichen, aus allen Romane zu machen. Mit einem fertigen Buch haben sich Ideen für weitere ergeben. Ich gebe zu, ich bin nicht die schnellste Schreiberin. Es gibt so viel, das ich tun möchte und mit dem ich mich beschäftige – davon abgesehen, dass ich auch ab und zu mal arbeiten muss und Zeit mit meinem Mann (und Freunden) verbringen möchte.

Die Kinder sind aus dem Haus und ich habe den Zustand erreicht, in dem ich Dinge tun kann, die ich mir schon immer gewünscht habe. Reisen, lernen, Museen besuchen, Fotografieren, mich mit Kunst beschäftigen und welche machen – und Bücher schreiben.

Nach Gesprächen mit sehr fleißigen Kollegen habe ich festgestellt, dass ich trotz mehrerer Bücher immer noch sehr intuitiv schreibe. Es gibt Luft nach oben, bei Planung, Recherche usw. Ich arbeite daran. Schreiben ist meine Leidenschaft und ich werde nicht damit aufhören, solange ich es kann. Und so wird es ein neues Buch geben.

Pinnwand voll

Die Geschichte steht, sie ist schon weit fortgeschritten, ein großer Teil der Recherche ist gemacht, und ich freue mich darauf sie zu Ende zu schreiben. Nach den Erfahrungen mit dem letzten Buch wird es sicher schneller fertig werden. Immerhin, es gibt weitere Romane, Geschichten und Gedichte zu schreiben.

Doch es gibt noch etwas anderes: Den Wind auf der Haut, das Rauschen des Meeres und die Stille hören, das Blau des Himmels sehen, Lieben und Leben. Freude!

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1000 Beiträge eingestellt. Es hat einige Zeit gedauert – tatsächlich inzwischen Jahre. Aber ich habe tatsächlich, unbemerkt von mir selbst, 1000 Beiträge im „Schreiberleben“ veröffentlicht. Den Blog habe ich damals angefangen, um wenigstens ein paar meiner Texte zu veröffentlichen. Mein Motto: wenn sich nur ein Leser findet, dem die Texte Spaß machen und dem ich eine kleine Freude machen kann, dann hat der Text sein Ziel erreicht.

Zu meiner Freude ist es nicht bei einem Leser geblieben. In den Jahren haben sich einige Leser zu meinem Blog gesellt und meine Texte gelesen. Ich habe Bücher geschrieben, habe an Lesungen mitgewirkt, bin auf Buchmessen gegangen, habe Schreibkurse geleitet und viele tollte Menschen kennengelernt, die so wie ich, schreiben und/oder Spaß an Geschichten und Gedichten haben.

All denen, die meine Texte in den letzten Jahren gelesen haben, möchte ich ein herzliches Dankeschön aussprechen und hoffe, dass ihr weiterhin viel Spaß an meinen Texten haben mögt.

Für die Leser dieses 1001 Beitrags gibt es ein kleines Outing. Unter dem Pseudonym Cat Monroe habe ich einen Band mit erotischen Kurzgeschichten im Moments Verlag veröffentlicht. Die Geschichten gibt es als E-Book und als Taschenbuch, auf das ich sehr stolz bin. Die Zusammenarbeit mit dem Verlag war sehr angenehm und ich wurde/werde toll unterstützt.

Wenn alles klappt, gibt es bald eine weitere gute Nachricht zu verkünden. 🙂

Liebe Freude und Leser meines Blogs, danke schön für euren Zuspruch und euer Interesse!

Eure Caro

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Ich lese Gedichte vor.

Stundenlang.

Vom Lieben und von Küssen.

Seitenlang und länger.

Du sagst kein Wort.

Schaust mich nur an.

Ich verstumme.

Hast du nicht verstanden,

was ich dir sagen will?

 

Dann ein Lächeln.

In deinen Augen,

auf deinen Lippen.

Viele Worte sagen nichts,

sagst du.

Einzig wichtig ist

das Handeln.

Warum nicht

Küssen?

Jetzt!

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Ich möchte mich bedanken! 200 Personen, die meinem Blog folgen, meine Texte lesen, Kommentare und Likes hinterlassen. Danke an euch alle, die ihr mich immer wieder motiviert und für die ich schreiben darf.

In der heutigen Zeit hat es ein Schreibender nicht leicht in Buchform veröffentlich zu werden – es ist ein Glücksspiel mit vielen Variablen und selbst wenn man es geschafft hat, ist man nicht sicher Leser zu haben.

Schreiben ist Leidenschaft! Sollte sie sein, wie jede andere Kunstform auch, sonst wird es schwierig den langen Atem zu beweisen, der nötig ist, bis man das Ziel einer Buchveröffentlichung erreicht.

Darum bin ich euch, ihr lieben 200 Blogleser dankbar, dass ihr meine Texte lest, kommentiert und mir positiven Zuspruch vermittelt, der einem Künstler das Gefühl gibt, auf dem richtigen Weg zu sein.

Ich hoffe, euch weiterhin mit meinen Texten, Gedichten und Gedanken zu erfreuen.

Danke für euer Interesse und allerliebste Grüße

Caroline

 

 

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Ich bin platt! Echt! Richtig platt! Ich habe einen Band aus erotischen Gedichten und Kurzgeschichten (und schönen Zeichnungen) zusammengestellt – „In den Tiefen meiner Lust“ – und wollte ihn bei einem bekannten Selfpublishing-Verlag veröffentlichen lassen. Gestern kam die E-Mail: Aufgrund des Inhalts werden sie das Buch nicht verlegen. Also habe ich, brav, wie ich bin, angerufen, um zu erfragen, weswegen. Sind es die Bilder oder der Text? Antwort der genervten, unfreundlichen Frau am anderen Ende: alles. Aha!

Wenn es nicht so dämlich wäre, würde ich darüber lachen. Erstens: vermutlich hat niemand überhaupt hinein geschaut (Stichwort: Schlagwortsuche). Zweitens: ich habe einen erotischen Roman geschrieben, der ganz öffentlich über einen „normalen“ Verlag zu haben ist. Drittens: ich habe noch nicht einmal richtig hingelangt *ggg* und das ist jetzt tatsächlich zweideutig zu verstehen! Also nicht, dass die Texte und Gedichte nicht erotisch wären, aber gegen den Roman … ! Ich lass das mal so stehen.

Ich weiß nicht ob ich mich ärgern oder geschmeichtelt fühlen soll?! Schließlich bin ich nicht Henry Miller(ich habe seine Bücher gelesen, da kann „Shades of Grey“ einpacken). Andererseits – und das hat doch was – ich bin ein verbotener Schriftsteller. Und das in Zeiten, in denen dir nackte Brüste, Hintern und Penise, direkt ins Gesicht springen. Eine skurrile Geschichte. Ach, übrigens: ich lache darüber!

Dann muss es eben anders gehen. Ich will die Texte und die Gedichte. Ich will sie in einem Buch! Fallen ja, liegen bleiben nein.

PS.: Ich mag Henry Miller. Soweit dazu!

P.P.S.: Wen die Wörter: Penise, Brüste und Hintern entsetzen, möge sie bitte diskret überlesen. *ggg*

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Ich habe ein schlechtes Gewissen! Ich wollte längst einen neuen Text einstellen, aber (das musste jetzt kommen) „es läuft“ gerade. Die Schreiber unter euch wissen wie das ist. Du hockst stundenlang am PC, drischt die Worte in die Tasten, liest, korrigierst, passt an, schreibst weiter … ein Kreislauf – wenn man sich gerade in diesem Flow-Modus befindet hat man den Tunnelblick. Du vergisst die Zeit, die Menschen um dich herum, hetzt von einem Termin zum anderen, nur um schnell wieder an deinen Schreibtisch zu kommen.

Vor zwei Tagen habe ich die Pizza erst in den kalten Ofen gestellt und später in den zu heißen Ofen. Sowas nennt man dann Ofensteinpizza. Etwas Erholung und Erdung hat mir der Schreibkurs am Freitagabend gebracht. Gedanken auf anderes konzentrieren – auf „anderes“ Schreiben konzentrieren 😉 . Aber es war eine willkommene Abwechslung eine Gruppe redefreudiger Menschen um sich zu haben, die frischen Wind von außen mitbrachten.

Zur Zeit schreibe ich an meinem neuen Dark-Fantasy-Roman, korrigiere den fertigen Roman (wenn ich gerade nicht mehr kreativ entwickeln kann) habe meinen Band mit erotischen Kurzgeschichten/Lyrik beinahe druckfertig. Es sind tolle Zeichnungen drin! Freut euch – kommt in etwa zwei Wochen raus. Endlich! Dann beginnt auch mein Schreibkurs „Lebenserinnerungen schreiben“ in Friedberg. Ein neuer Kurs ist immer eine Herausforderung und ich bin schon sehr neugierig mit welchen netten Teilnehmern ich arbeiten darf.

Morgen steht ein Interview mit der Buchhändlerin meines Vertrauens an. Den Beitrag könnt ihr in der neuen Literaturzeitschrift „Die Schreibmaschine“ vom Charles Verlaghttp://www.charlesverlag.de/schreibmaschine.html  – lesen. Erste Ausgabe für Februar geplant. Ein Autorenporträt steht auch auf meiner Liste. Eine spannende Sache! Mit den Menschen zu sprechen, die die Leidenschaft für Literatur zu ihrem Beruf gemacht haben. Das Jahr 2015 wirft wirklich große Schatten voraus. Was mich betrifft in der Form von aktuell 4 Lesungen. (Ich werde euch brühwarm berichten wie es war!) Die erste Ende März.

Es gibt viel zu tun, also ran – schließlich muss ich, neben all den aufregenden, noch ein paar alltägliche Dinge erledigen 😉 , während ich heimlich, in einer Ecke meines Hirns, mit Wörtern um mich werfe.

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