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Posts Tagged ‘Füße’

Das Jahr fließt in den Herbst

Silbernebel schweben auf Feldern

Die Kiefern träumen schweigend

In der Stille des Morgens

Die an wilderen Tagen

Unter der Hand des Windes

Ihre Geschichten erzählen

 

Nur der Bach springt

Mit leisem Murmeln über Steine

Blaue Himmelsplitter ausgestreut

Achtlos vermischt mit Wolkenstückchen

Laub knistert unter Füßen

Es riecht nach Erde und Wasser

Spinnennetze behangen mit Perlentau

 

Nachdenklich wandere ich

Den Weg entlang ohne dich

Du bist nur Erinnerung

An einen fernen süßen Sommer

Der mich hoffen ließ

Doch wie das Jahr verweht

Gingst du leise ohne mich

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„Hätt ich des Himmels reichbestickte Tücher

Bestickt aus Golden- und aus Silberlicht

Die dunklen, blauen und die hellen Tücher

Aus Nacht, aus Tag und aus der Dämmerung

Legt ich dir Tücher dir zu Füßen

Doch ich bin arm und habe nichts als Träume

So leg ich meine Träume dir zu Füßen

Tritt sanft, denn du trittst auf meine Träume.“

                                                                W.B.Yeats

Der Text löst eine Menge an Assoziationen aus. Einerseits könnte eine fantastische Geschichte dahinterstecken oder eine Liebesgeschichte – vielleicht Richtung Historie.

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Das bunte Herbstlaub knisterte unter meinen Füßen. Der Park lag still und einsam vor mir. Die ersten zarten Sonnenstrahlen einer sanften Septembersonne durchdrangen den feinen Morgennebel, der über den weitläufigen Grünflächen schwebte. In den Büschen hingen Spinnennetze, übersät mit glitzernden Wassertropfen. Ich bewegte mich in einer Märchenwelt, gesponnen aus Licht und Schatten. In meinen Träumen hatte ich dieses Bild schon oft vor mir gesehen. Eine Art Déjà-vu. Unerwartet sah ich einen Schemen, an mir vorbei, über den Weg huschen. Ich erschrak und blieb abrupt stehen.

„Komm, folge mir“, hörte ich eine verführerische Stimme ganz in der Nähe flüstern.

Ich suchte die Umgebung mit den Augen ab, um die Quelle der Stimme zu ermitteln, konnte aber niemanden sehen.

„Wo bist du?“, fragte ich, „zeig dich.“

„Komm näher, dann kannst du mich sehen.“

Die wohlklingende Stimme berührte eine Saite in meinem Kopf und meinem Körper, die mein Inneres in Schwingungen versetzte.

„Komm, folge mir“, sagte sie erneut.

Für einen Moment zögerte ich, dann setzte ich mich in Bewegung. Meine Füße gingen den Weg, den mein Verstand nicht kannte. Ich betrat den feuchten Rasen, spürte die weiche Erde unter den Sohlen und drang in das Innere des Nebels vor, der meine Welt verändern sollte.

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„Komm! Wir müssen weiter.“

„Nein! Ich mache keinen Schritt. Seit Stunden stolpern wir durch den Wald. Nachts! Ich mache jetzt eine Pause.“

Danny setzte sich auf einen der großen Steine am Seeufer und streifte die Schuhe und Strümpfe ab. Ihre Füße brannten und Danny hielt sie in das kühle Seewasser. Martin schüttelte den Kopf.

„Immer musst du das letzte Wort haben“, er wollte noch etwas sagen, aber Danny unterbrach ihn.

„Und du musst dich ständig auf solche Himmelfahrtkommandos einlassen.“

Danny planschte mit den Füßen. Hinter den Hügeln stiegt langsam der Mond auf. Sein Licht verwandelte das schwarze Wasser des Sees in pures Silber.

„Ich“, begann Martin.

„Psst! Sag einfach mal nichts“, unterbrach Danny ihn unwirsch.

Sie hörte ihn schnauben. Äste knackten. Dann war es still. Danny wusste, dass Martin sie allein gelassen hatte. Er hasste es, wenn sie ihm widersprach. Es war ihr egal. Danny wollte sich diesmal die Stimmung nicht von ihm kaputt machen lassen.

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„Wo sind wir?“

Alida setzte sich auf einen Baumstumpf. Ihr taten die Füße weh. – Warum habe ich mich bloß zu diesem Himmelfahrtskommando überreden lassen? Als ob Andy Ahnung vom Kartenlesen hätte.

„Keine Ahnung.“ Andy drehte die Wanderkarte von links nach rechts und wieder zurück. „Eigentlich müssten wir hier sein.“ Er tippte auf einen Punkt auf der Karte. „Aber hier ist weit und breit keine Rasthütte.“

Alida verkniff es sich ihm zu sagen, dass dies ganz offensichtlich der Fall sei.

„Und jetzt? Mit einem Smartphone kämen wir problemlos hier raus. Ich habe dir gesagt, lass uns eins mitnehmen. Vorsichtshalber.“

Alida zwang sich ruhig zu bleiben, obwohl sie ihn am liebsten angebrüllt hätte.

„Du hast den Sinn von Survival nicht verstanden. Dass wir eine Karte dabei haben, ist schon ein Zugeständnis.“

„Du hast vergessen zu sagen, an dich“, sagte Alida sanft.

In ihrem Innern kochte es. Andy ignorierte sie und schaute mit gerunzelter Stirn in die Karte. Alida stand auf und stahl sich hinter seinem Rücken davon. Es dauerte keine Minute und sie war außer Sichtweite. Alida kroch in einen dichten Tannenhain. Der aromatische Duft der Nadelbäume stieg ihr in die Nase. Sie legte sich flach auf den Boden. Die trockenen Tannennadeln knackten. Alida zog die Kapuze der dunklen Jacke über den Kopf und lächelte. Ihre Kleidung verbarg sie perfekt.

„Alida! Wo bist du?“

Andy hatte endlich bemerkt, dass sie fort war.

„Alida! Komm raus! Das ist überhaupt nicht witzig.“

Doch und wie. Dann zeig mal, was du Survival mäßig drauf hast. Ich werde definitiv eher zu Hause sein, als du, dachte Alida und tastete nach ihrem Smartphone.

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Juli. Gewitter. Warum jetzt? Ich stehe unter einem kleinen Vordach, habe meine Tasche mit dem Manuskript fest an meine Brust gedrückt. Mein Termin mit dem Verleger wurde mir gerade von seiner Sekretärin abgesagt. Vor ihrem Schreibtisch – ich konnte ihn durch die Glasfront in seinem Büro sehen.

Nun stehe ich hier, mit nassen Füßen, bis zum Knie, ohne Regenschirm und Geld für ein Taxi. Eine schwarze Limousine fährt vor. Die Tür hinter mir geht auf. Der Verleger stürmt an mir vorbei. Reißt die Tür auf. Jetzt oder nie. Ich renne hinter her und springe durch die offene Tür auf den Rücksitz. Der Verleger steht im Regen. Ich erwarte eine Tirade, aber er macht nur eine Handbewegung und ich rutsche weiter. Er setzt sich neben mich. Sieht mich interessiert an.

„Wohin darf mein Chauffeur sie bringen, Miss …?“

„Miss Wynter.“

Ich fasse es nicht! Jetzt tut er so, als wäre ich ihm noch nie über den Weg gelaufen.Dabei hat er mich ganz genau gesehen, als ich mich mit seiner Sekretärin unterhalten habe.

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