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Posts Tagged ‘Fronten’

„Ich lebe, um zu schreiben.“

Katherine Mansfield

Ich kann Katherine zu 100 Prozent zu stimmen. Egal, wie gut oder schlecht meine Texte sein mögen, ob sie „veröffentlicht“ werden oder nicht. Schreiben ist das, was ich tun will. Nicht mehr, nicht weniger. Mich darüber freuen einen geneigten Leser zu finden, der meine Texte liest und für ein paar Minuten die Zeit vergisst.

Seid ich meinen neuen Job habe, rotiere ich an allen Fronten. Ich habe nette Kollegen und die Arbeit macht mir Spaß. Trotzdem schmerzt es mich, dass ich sehr viel weniger Zeit zum Schreiben habe und in der Zeit, die ich habe müde oder geistig erschöpft bin. In mir ist eine innere Unruhe und Nervosität, die sich nur vertreiben lässt, wenn ich schreibe oder in anderer Hinsicht kreativ sein kann.

Im Gespräch mit einer Freundin, sagt sie: „Ich wäre dankbar, wenn ich wieder etwas Routine in meinem Leben hätte.“ Eins der Dinge, die man oft verachtet. Routine – laufen im Hamsterrad des Lebens – nein, das will niemand und doch, auch ich bin dankbar für eine gewisse Arbeitsroutine, die sich langsam einstellt. Sie enthebt mich des ständigen Nachdenkens. Wie war das nochmal? Machst du alles richtig? Hast du nichts vergessen?

Ich lebe nicht, um zu arbeiten. Ich lebe, um zu schreiben! Darum habe ich eine Arbeit gewählt, die mir so viel freie Zeit zum Schreiben wie möglich gibt und trotzdem meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Das Ganze ist ein Teufelskreis. Hab ich Zeit und kann schreiben, muss ich mir Gedanken machen, wie ich den nächsten Monat rumbringe. Hab ich Arbeit, die mir ermöglicht nicht jeden Euro zweimal umzudrehen, habe ich wenig Zeit und mein Kopf ist voll mit „unnützen“ Gedanken.

Doch am Ende des Tages zählt nur eins: Schreiben. Jedes Wort, jeder Satz, vielleicht ein Absatz oder eine Seite lässt mich aufatmen – lässt mich atmen. Luftholen! Aussteigen aus dem Hamsterrad, einsteigen in das Reich meiner Fantasie.

Ich lebe, um zu schreiben! Und schreibe, um zu leben. Das eine bedingt das andere. Ich schreibe, um einem geneigten Leser und mir selbst einen Moment des Luftholens zu verschaffen. Und so wird es bis zum Ende bleiben. Mein Leben ohne Schreiben ist möglich, aber undenkbar.

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Im Museum

Der R8 schoss in die Parkbox vor dem Museum. Ich stellte den Motor aus und sah Aaron an.

„Und? So schlimm war es doch gar nicht.“

Aaron sah mich mit tadelndem Blick an. Er löste den Sicherheitsgurt und atmete hörbar auf.

„Endlich da.“

Ich verkniff mir ein Grinsen.

„Ach komm, so wie du Motorrad fährst, dürfte diese Fahrt wie auf Wolken gelaufen sein.“

„Du hast keine Ahnung!“

Aarons Diskurs wurde durch ein Klopfen an das Seitenfenster unterbrochen. Wir zuckten beide zusammen.

„Hallo, Clara, ich hatte dich nicht so früh erwartet.“ Oliver bemerkte Aaron und sein Lächeln schrumpfte zusammen. Er nickte leicht und sagte nur: „Aaron.“

„Oliver“, zu mehr war auch Aaron nicht bereit.

Die Fronten waren klar abgesteckt. Das kann ja heiter werden, dachte ich und stieg aus.

„Hallo, Oliver.“

„Schönes Auto“, sagte er anerkennend und klopfte auf das Dach des schwarzen Audis.

„Danke, das ist der Vorteil ein Agent der ABMA (Abteilung zur Beschaffung mysteriöser Artefakte) zu sein. Das Equipment ist hervorragend.“

Oliver wollte etwas sagen, aber Aaron war ebenfalls ausgestiegen und schob sich in sein Blickfeld.

„Und, alles erledigt?“

Er warf Oliver einen scharfen Blick zu. Der ignorierte ihn geflissentlich. Aarons Gesicht sprach Bände. Ich öffnete den Kofferraum. Unter einer speziellen Abdeckung, die durch ein gesondertes Schloss gesichert war, befand sich die Ausrüstung. Aaron schob Oliver beiseite und nahm seine Tasche heraus. Der gab einen knurrenden Laut von sich.

„Leute“, ich drehte mich um, „ihr könnt euch prügeln wenn ihr wollt! Später! Jetzt geht es um eine wirklich wichtige und gefährliche Sache! Reißt euch zusammen.“

Beide sahen mich an. Während Oliver Schuldbewusstsein ausstrahlte, funkelten Aarons Augen kampflustig, aber er sagte nichts. Dass hatte ich allerdings auch nicht erwartet. Ich nahm meinen Rucksack aus dem Safe und verschloss ihn wieder. Ohne auf die beiden Streithähne zu achten, steuerte ich auf das Museum für Stadtgeschichte zu. Der rote Backsteinbau thronte wie ein gigantischer Wächter über der Stadt und beherbergte eine naturkundliche und eine stadtgeschichtliche Sammlung. Erstaunlich, dass das außergewöhnliche Artefakt seit Jahren in einer Vitrine stand, der Öffentlichkeit zugänglich und nie ein außergewöhnliches Ereignis stattgefunden hatte. Oder keines, das publik geworden war.

Oliver hielt mir die Tür auf. Als ich an ihm vorbei ging, nahm ich einen Duft wahr. Er erinnerte mich an etwas, allerdings konnte ich es in diesem Moment nicht an einem bestimmten Ereignis festmachen.

„Erste Etage“, sagte er und deutete die breite Sandsteintreppe hinauf, „frühes Mittelalter.“

Der Innenraum des Museums war ebenso imposant wie das Äußere. Hier sah man, entgegen der schlichten hanseatischen Bauweise der Front, mehr Dekorationen. Schöne Türblätter, verzierte Säulen und Stuckarbeiten an den Decken erfreuten das Auge. Ganz zu schweigen von den ausgestellten Exponaten.

Hinter einem dunklen Holztresen stand eine junge Frau, die für Eintrittskarten und Museumsshop zuständig war. Oliver schien sie über unser Erscheinen informiert zu haben, denn sie grüße nur freundlich und winkte uns ohne weitere Komplikationen durch.

Wir stiegen in den ersten Stock hinauf. Oliver vor mir, Aaron hinter mir. Wieder fiel mir der Geruch auf. Fieberhaft arbeiteten meine Synapsen.

„Hier entlang“, Oliver ging in einen Ausstellungsraum, „dort in der Vitrine.“

Der Raum beherbergte drei riesige Schränke, die einst in Kirchen gestanden hatten und in denen die sakralen Geräte untergebracht waren. Sie waren mindestens 2,50 bis 3 Meter hoch und 2 Meter breit und mit breiten Eisenscharnieren und Nieten verziert. Dazwischen standen eine Kirchenbank, Truhen und Vitrinen mit kleinen Exponaten.

„So und wie läuft das jetzt?“

Oliver sah mich aufmerksam an. Ehe ich antworten konnte, sagte Aaron:

„In dem du die Klappe hältst.“

Ich seufzte.

„Bitte! Wenn ich gewusst hätte, wie das hier abgeht, wäre ich ohne euch gefahren.“

Gespannte Stille trat ein. Ich ging auf die Vitrine zu und schaute mir die verschiedenen Behälter genau an. Besonderes Augenmerkt legte ich auf das älteste Artefakt.

kiste

Das Kästchen war sehr gut erhalten. Es hatte Verzierungen und einen Griff auf dem Deckel, der mit einem zusätzlichen Riegel am Korpus gehalten wurde. Der Schlüssel fehlte. Irgendetwas stimmte nicht. Normalerweise erkannte ich sofort, wenn ein Artefakt eine Anhaftung hatte. Doch hier spürte ich nichts. Entweder war es nicht das Kästchen selbst, das die Gefahr darstellte, sondern der Inhalt. Aber das bemerkte ich normalerweise, wenn ich in die Nähe kam. Manchmal auch von weiter weg, je nachdem wie stark die Kräfte wirkten.

„Merkwürdig“, ich öffnete den Rucksack und holte ein altes Buch heraus und schlug es auf, „es sieht genauso aus, wie auf der Abbildung.“

Aaron trat neben mich und sah mir über die Schulter. Oliver blieb in sicherer Entfernung stehen, er beobachtete mich mit Argusaugen. Ich konnte seinen stechenden Blick in meinem Nacken fühlen.

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Selena Marais bekommt vom Lordprotektor der Megacity Inessa den Auftrag, Gavin Harris zu eliminieren. Sie fügt sich seinem Willen, da der Lordprotektor ihren Bruder Alain gefangen hält, obwohl sie als letzte Angehörige des Soleas Clans eine Heilerin ist und dies ihren Grundsätzen widerspricht. Als sie Gavin Harris gefunden hat, überschlagen sich die Ereignisse. Selena gerät zwischen die Fronten. Ihre intensiven Gefühle für Gavin und seinen Bruder Lance, die dem Tandark Clan angehören, erschweren die Dinge zusätzlich. Selena muss sich für eine Seite entscheiden. Das Leben aller Beteiligten steht auf dem Spiel.

Inessa ist eine Liebes- und Befreiungsgeschichte vor dem Hintergrund einer „Big Brother Gesellschaft“.

Das Cover wurde von meinem Mann gestaltet.

Das ist der Klappentext zu meiner Science Fiktion Erzählung. Das Buch hat 186 Seiten. Es wird auch als E-Book zu haben sein.

ISBN – 978-3-7357-8058-4

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