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Posts Tagged ‘Freundin’

Im Zuge meiner Aufräumaktion ist mir (mal wieder) dieses Prospekt von Kein&Aber in die Hände gefallen. Es ist aus dem Jahr 2012/2013 und trägt die interessante Frage:

In welchem Moment hatten Sie die Idee für Ihr Buch?

btr

Davon abgesehen, dass die einzelnen Beiträge der vertretenen Schriftsteller schon jeweils eine Geschichte für sich sind – eine Geschichte vor der Geschichte sozusagen, ist es doch eine Überlegung wert, sich selbst einmal darüber Gedanken zu machen und mit befreundeten Schreibern darüber zu sprechen.

Wer weiß, vielleicht sitzen wir eines Tages vor einer interessierten zukünftigen Leserschaft und werden genau danach gefragt: Wie sind sie zu ihrer Geschichte gekommen?

Bei dem Roman, den ich gerade in Arbeit habe, erinnere ich mich noch gut. Ich hatte mich mit meiner Freundin Katja zum Frühstück mit anschließendem Schreiben verabredet. Ich hatte einige Schreibimpulse vorbereitet und zog ein Zitat von Mary Shelley aus Frankenstein. Die erste Seite entstand und ist inzwischen auf stolze 681 Seiten angewachsen und steht kurz vor der Vollendung.

Wie ist es zu der Idee für deinen Roman/Geschichte/Novelle gekommen?

Schreib darüber, wer weiß, vielleicht kannst du die Erinnerung eines Tages gut gebrauchen.

Liebe Grüße und viel Spaß beim Schreiben

Caro

 

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Die Grundszene war im Kopf. Ich wusste, was sie aussagen sollte und warum ich sie schreiben wollte. Eine wichtiger Brief sollte überbracht werden.

Aber wo sollte die Szene stattfinden? Wie steige ich ein? Wie lautet der erste Satz?

Zwei Tage drückte ich mich um die Szene herum. Machte Notizen, durchdachte die Personen und wie sie sich unter den gegebenen Umständen verhalten würden.

Wer überbringt die Botschaft? Wird die Hauptperson der Szene die Augenbrauen hochziehen, wenn er von der Botschaft erfährt? Wie redet er, geschwollen oder locker? Ist er wütend über die Störung, amüsiert oder genervt? Was tut er, wenn er weiß, wie die Botschaft lautet?

Danach dachte ich darüber nach, dass ich einen weiteren Roman in diesem Fantasie-Universum schreiben sollte und wie er aussehen könnte.

Doch das Problem löste sich nicht. Ich hatte inzwischen verschiedene Sets im Auge, aber keins kam mir wirklich „richtig“ vor. Es musste etwas passieren, um die Sache ins Rollen zubringen und das,  was mir am besten hilft ist: rausgehen!

Ich habe mir vor einige Wochen eine tolle Ausstellung im Liebighaus angesehen. Sie hat mir so gut gefallen, dass klar war, ich würde sie mir noch einmal anschauen. Zufällig hatte ich gestern einen Tag frei, also eine gute Gelegenheit rauszugehen und die Gedanken auf etwas anderes zu richten.

Gesagt getan. Ich war noch nicht aus der Haustür – um ehrlich zu sein, hatte ich gerade meinen ersten Kaffee – da wusste ich, wie das Setting aussehen sollte, wer der Überbringer der Botschaft sein sollte, wie die Szene anfangen sollte usw….

und es hatte mit dem Liebighaus zu tun. Die Villa ist genau der passende Ort! Die breite Marmortreppe, die aus der großen Halle in die nächste Etage führt und später in den „Salon“. Also in meinen Romansalon 🙂 . Ich sah den Überbringer der Nachricht die Treppe hinauflaufen, spürte seine Aufregung, wusste, wie er aussah und kannte seinen Namen.

Ich hätte mich sofort an den PC setzen können, um die Szene aufzuschreiben. Doch ich war mit einer Freundin verabredete und bin ins Museum gefahren. Es war ein toller Tag und durch den weiteren Besuch im Liebighaus konnte ich mir die Örtlichkeit noch einmal genauer anschauen. Die Atmosphäre spüren, um sie für meine Szene einzufangen. Ich freue mich schon darauf sie zu schreiben.

Und hier meine Halle und meine Treppe!  Fürstlich, wie es sich gehört 😉 .

btr

 

 

 

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„Ich lebe, um zu schreiben.“

Katherine Mansfield

Ich kann Katherine zu 100 Prozent zu stimmen. Egal, wie gut oder schlecht meine Texte sein mögen, ob sie „veröffentlicht“ werden oder nicht. Schreiben ist das, was ich tun will. Nicht mehr, nicht weniger. Mich darüber freuen einen geneigten Leser zu finden, der meine Texte liest und für ein paar Minuten die Zeit vergisst.

Seid ich meinen neuen Job habe, rotiere ich an allen Fronten. Ich habe nette Kollegen und die Arbeit macht mir Spaß. Trotzdem schmerzt es mich, dass ich sehr viel weniger Zeit zum Schreiben habe und in der Zeit, die ich habe müde oder geistig erschöpft bin. In mir ist eine innere Unruhe und Nervosität, die sich nur vertreiben lässt, wenn ich schreibe oder in anderer Hinsicht kreativ sein kann.

Im Gespräch mit einer Freundin, sagt sie: „Ich wäre dankbar, wenn ich wieder etwas Routine in meinem Leben hätte.“ Eins der Dinge, die man oft verachtet. Routine – laufen im Hamsterrad des Lebens – nein, das will niemand und doch, auch ich bin dankbar für eine gewisse Arbeitsroutine, die sich langsam einstellt. Sie enthebt mich des ständigen Nachdenkens. Wie war das nochmal? Machst du alles richtig? Hast du nichts vergessen?

Ich lebe nicht, um zu arbeiten. Ich lebe, um zu schreiben! Darum habe ich eine Arbeit gewählt, die mir so viel freie Zeit zum Schreiben wie möglich gibt und trotzdem meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Das Ganze ist ein Teufelskreis. Hab ich Zeit und kann schreiben, muss ich mir Gedanken machen, wie ich den nächsten Monat rumbringe. Hab ich Arbeit, die mir ermöglicht nicht jeden Euro zweimal umzudrehen, habe ich wenig Zeit und mein Kopf ist voll mit „unnützen“ Gedanken.

Doch am Ende des Tages zählt nur eins: Schreiben. Jedes Wort, jeder Satz, vielleicht ein Absatz oder eine Seite lässt mich aufatmen – lässt mich atmen. Luftholen! Aussteigen aus dem Hamsterrad, einsteigen in das Reich meiner Fantasie.

Ich lebe, um zu schreiben! Und schreibe, um zu leben. Das eine bedingt das andere. Ich schreibe, um einem geneigten Leser und mir selbst einen Moment des Luftholens zu verschaffen. Und so wird es bis zum Ende bleiben. Mein Leben ohne Schreiben ist möglich, aber undenkbar.

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Der Streit

Ich erinnere mich, dass meine beste Freundin und ich uns wegen einer Lappalie gestritten hatten. Natürlich nur aus heutiger Sicht. Wenn man mit acht oder neun Jahren einen Streit mit der Freundin hat, kommt der einem Weltuntergang gleich.

Ich saß auf der Schultoilette und weinte vor Wut, vor allem, weil sich andere mit in die Angelegenheit einbrachten, die überhaupt nichts damit zu tun hatten. Die „Meute“ stand vor der Klotür und klopfte dagegen, ich solle raus kommen. Ich weigerte mich solange, bis sie abgezogen waren.

Nach diesem Erlebnis redeten meine Freundin und ich tagelang nicht mehr miteinander und es dauerte eine ganze Weile, bis ich die Enttäuschung verdaut hatte. Was das wirklich Tragische an dieser Geschichte war, das Urvertrauen der Freundschaft – wir gegen der Rest der Welt – war verloren, auch wenn wir noch befreundet waren, diese ganz enge besondere Bindung war verflogen.

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Name: Robert Cross
Alter: 39 Jahre
Größe: 1,85 m
Gewicht/Körperbau: 90 kg, kräftiges Muskelpaket
Geburtsort: Schottland, Edinburgh
Haare: dunkelbraun, kurz geschnitten
Augen: blaugrau
Körperliche Besonderheiten: Narbe über dem linken Auge, großes Tribal-Tattoo auf Schultern, Rücken und Brust
Bildung/Herkunft: Heimkind, Collegeabschluss, ehemaliger Elitesoldat, Sozialarbeiter
Sexualität: hetero
Bester Freund: sein ehemaliger Betreuer aus dem Heim
Beste Freundin: hat er nicht, im weitesten Sinn seine Sekretärin
Feinde: seine Herkunftsfamilie, alle denen er auf die Füße getreten ist
Familie: unbekannt – noch
Kernbedürfnis: Gerechtigkeit für Schwächere, sich selbst treu sein,
Macke: er „sammelt“ ausgesetzte und hilflose Tiere, er ist Vegetarier,
Ziel im Leben: ein guter Mensch werden/sein
Gang: geschmeidig, aufrecht
Stärkste Charaktereigenschaft: Mut, Ausdauer,
Schwächste Charaktereigenschaft: Selbstfürsorge
Lacht über: Mister Bean, Monty Pythons
Philosophie: Leben und Leben lassen, es sei denn, jemand ist unbelehrbar, dann muss er mit aller Härte „verfolgt“ werden.
Politische Einstellung: die da oben reden, ich handele, darum ist er aus der Armee ausgetreten/gegangen worden
Hobbys: tanzen
Was andere zuerst an ihm bemerken: seinen aufrechten Gang und seinen sehr aufmerksamen Blick
Was tut er, wenn er allein ist: hört laut Musik und tanzt
Die Leser mögen die Figur/mögen sie nicht weil: sie mögen ihn, weil er sich einsetzt und Mitleid mit Schwachen hat
Veränderung im Lauf des Romans: er muss lernen einem Menschen komplett zu vertrauen, den er nicht kennt, ohne zu wissen, ob die Person ihn ins Messer laufen lässt
Ereignis, das ist typisch für die Figur: er mischt sich ein, sobald er eine „Ungerechtigkeit“ bemerkt, egal bei wem und wer es ist, dadurch kommen Dinge ins rollen, die nicht vorhergesehen waren, dabei spielt Ansehen und Geld keine Rolle.
Ereignis, das die Figur prägte: sein bester Freund im Kinderheim wurde von anderen Jungs verprügelt und er war zu schwach, zu helfen, der Freund starb an den Folgen, das will er nie wieder erleben, egal was es ihn kostet.

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Heute möchte ich euch einen sehr interessanten Blog-Artikel ans Herz legen. Er wurde von meiner lieben Freundin Nina Schmidt geschrieben und übersetzt.

http://schreibwerk.st/att/79-liebe-bloggen-als-fb-anwenden

Sicher konnten die meisten von uns schon ähnliche Erfahrungen machen.

liebe Grüße

Caroline

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Ein sehr fiktiver Briefwechsel 😉

Liebste herzige Margarete,

du glaubst nicht, wen ich heute kennen gelernt habe! Wolfgang Amadeus Mozart! Er ist der rebellischste, talentierteste und bestaussehende Mann, den ich jemals gesehen habe. Ich weiß jetzt schon, dass ich ihn anbete und ich verrate dir kein Geheimnis, wenn ich dir hier verspreche, dass ich ihm zu Willen sein werde, wann immer er mich dazu auffordert. Oh, Liebste! Du musst bald zu Besuch kommen und ihn kennenlernen. Seine Konzerte sind einzigartig, niemand kann ihm das Wasser reichen.

1000 schwesterliche Küsse,
Deine Constanze

***

Meine herzliebste Constanze,

du weißt, wie sehr mir dein Glück am Herzen liegst und ich muss sagen, dass mich dein letzter Brief in Angst und Schrecken versetzte. Ich hörte das Gerücht, und du weißt, an jedem Gerücht ist ein Körnchen Wahrheit, dass Meister Mozart zwar wegen seiner Musik, wie unser seliger Bach gefeiert wird, aber sich im allgemeinen Umgang mit Frauen, wie ein wilder Stier benimmt und wie eine Biene von Blume zu Blume fliegt. Bitte meine Liebe, habe Geduld und wahre deine Unschuld, bis du dem Richtigen begegnest! Die Erfahrung zeigt, dass Musiker unstete, untreue Gesellen sind. Tu nichts unüberlegtes, meine liebe Constanze, ich werde dich aufsuchen, sobald Mutter mich entbehren kann.

In treuer Zuneigung
Deine Margarete

***

Liebe gute Margarete,

liebste Freundin, ich zweifele nicht an deinen besten Absichten für meine Ehre. Aber wenn du ihn gesehen hättest, dann würdest du nicht anders denken als ich. Sein sprühender Witz, seine außergewöhnliche Liebenswürdigkeit und diese seelentiefen Augen. Welche Frau könnte diesen herrlichen Charaktereigenschaften wiederstehen? Ich jedenfalls konnte es nicht. Als mich der Meister nach seiner letzten Oper, sie hieß die Zauberflöte, auf die Parkbank einlud, um mir die richtigen Flötentöne beizubringen, musste ich einfach Ja sagen. Er weckte eine Flamme in mir, die zur Feuersbrunst erwachsen ist. Oh, Margarete, ich muss dir soviel mitteilen und dir einiges beichten, was mir auf dem Herzen lastet. Ich bin mir sicher, der Herr Mozart wird mein Schicksal sein.

Ich vermisse dich und deinen überlegten Geist
Deine Constanze

***

Liebe Constanze,

ich las deinen Brief mit Erschauern. Konnte ich doch kaum atmen, angesichts der Entwicklung, die du mir berichtetest. Warum hat es denn dein Herr Mozart so eilig? Hat er nicht schon genug unerfahrene Mädchen ins Unglück gestürzt? Es muss ein übernatürlicher Zauber sein, der dir den Verstand geraubt hat. Constanze, ich flehe dich an, halte an dich. Ich werde im wilden Schweinsgalopp zu dir eilen und dir beistehen, deine keusche Jungfernschaft, oder das was davon noch übrig ist, zu bewahren. Ich folge dem Überbringer dieses Briefes auf dem Fuße.

Sei meiner Freundschaft versichert,

deine Margarete

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