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Posts Tagged ‘Erinnerungen’

Raum ausgespannt im Nichts

Gefüllt mit Dunkelheit

Ich stürze Ewigkeiten weit

Mein Schrei verhallt

In unaussprechlicher Stille

 

Lieder aus uralten Zeiten

Wecken Erinnerungen verlorener Träume

Rühren an mein Herz aus Eis

Entzünden meine verwundete Seele

 

Raum ausgespannt im Nichts

Gefüllt mit Dunkelheit

Ich stürze Ewigkeiten weit

Flügel zerschmettert am Leben

Nichts kann mich halten

 

Lieder aus uralten Zeiten

Wecken Erinnerungen an Licht

Legen meine Seelenhaut in Flammen

Lodern auf im freien Fall

 

Raum ausgespannt im Nichts

Gefüllt mit Dunkelheit

Ich stürze Ewigkeiten weit

Gleißend hell durch alle Himmel

Zu den unvergänglichen Sternen

 

Lieder aus uralten Zeiten

Wecken Erinnerungen an Liebe

Vollkommen unversehrt und rein

Am Anfang aller Tage

 

Raum ausgespannt im Nichts

Gefüllt mit Dunkelheit

Ich stürze Ewigkeiten weit

Finde Ruhe und Geborgenheit

In deinen ausgebreiteten Armen

 

Lieder aus uralten Zeiten

Wecken Erinnerungen an Freude

Die niemals schweigt nicht ruht

Sich niemals beugt

 

Raum ausgespannt im Nichts

Gefüllt mit Funken Hoffnung

Aufgestiegen in die Dunkelheit

Erhellen sie die Nacht der Welt

Damit ein neues Leuchten werde

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Hier meine Versuche der „show don`t tell“ – Aufgabe von der Schreiberlebentipps-Seite. Viel Spaß beim Lesen und selber probieren.

Es war Sommer.

Sara konnte fühlen wie die kleinen Tropfen Schweiß direkt aus der Haut traten. Die Hitze war unerträglich. Nachts bekam sie kein Auge zu, obwohl sie in der Wohnung alle Fenster aufriss. Doch die Abkühlung kam nicht. Am Tag zog sie morgens die Rollos herunter, aber auch das änderte nichts. Sara hatte das Gefühl in einer Blase aus heißem Wasserdampf gefangen zu sein, aus der es keinen Ausweg gab. Seit Tagen hatte es nicht geregnet. Der Rasen war zu einer braunen Masse aus Halmen verbrannt, und das Gießen ihrer geliebten Blumenbeete hatte sie aufgegeben. Die drei Regentonnen waren bis auf den letzten Tropfen geleert. Selbst die Vögel blieben still. Sara dachte an ihre Dusche. Kaltes erfrischendes Wasser, das über ihr Gesicht lief, ihre Schultern, den Körper hinab und gurgelnd im Abfluss verrann.

Er saß am Lagerfeuer und dachte nach.

George legte zwei weitere Holzscheite nach. Sofort stürzten sich die Flammen auf die Stücke. Funken stoben hoch und verglühten. Das Knistern des trockenen Holzes weckte Erinnerungen in ihm. Wie lange war es her, dass er mit ihr hier gewesen war. Es war sein geheimer Platz, den er nur mit ihr geteilt hatte. So wie damals, trug kühle Nachtluft den aromatischen Duft der Tannen und das Sprudeln der Quelle zu seinem Lagerplatz und hüllte ihn ein. Es schien Jahrhunderte her zu sein und doch waren es nur fünf Jahre.

Sie hatte Angst.

Ein kühler Luftzug wehte die leichten Stores hin und her. Sara genoss die Erfrischung und trat ans Fenster. Die letzten Tage waren nervenaufreibend gewesen. Sie hatte an der neuen Kollektion gearbeitet, die, wenn man dem Auftraggeber glaubte, schon vor einer Woche fertig sein sollte. Endlich hatte sie den letzten Entwurf gemacht und abgeschickt. Sie atmete auf.
Sara hörte, wie die schwere Haustür ins Schloss fiel. Merkwürdig, dabei ist doch niemand die Auffahrt herauf gekommen, dachte sie.
„John“, rief sie, „bist du es?“
Keine Antwort.
„Ich habe mich wohl verhört“, murmelte sie.
Sara ging zu dem kleinen Bartischchen. Aus den Augenwinkeln nahm sie eine Bewegung wahr. Ein leichtes Flattern fuhr in ihren Bauch. Suchend sah sie sich um. Alles war wie immer. Als sie sich einen Scotch eingoss zitterten ihre Finger. Der scharfe Alkohol rann ihre Kehle hinunter. War da nicht eben ein leises Rascheln? Sara fröstelte, zog sich die Strickjacke enger um den schlanken Körper.
„John“, rief sie erneut, „mach keine Witze mit mir!“
Nichts rührte sich. Sara lauschte in die Stille. Etwas hatte sich verändert.

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Der Weg nach Hause war lang. Der Bummelzug hielt mit quietschenden Rädern an dem kleinen Bahnhof. Ein einziger Bahnsteig im Nirgendwo und das Bahnhofsgebäude nicht mehr als ein baufälliges Häuschen. Ich stieg aus. Niemand erwartete mich. Selbst wenn jemand gewusst hätte, dass ich zurück wäre, würde keiner kommen, um mich abzuholen. Dazu war zu viel Zeit vergangen.

Ich klopfte an die Tür des Bahnhofshäuschens. Ein alter Herr in einer antiquierten Uniform öffnete atemlos. Er sah mich verwirrt an. Entweder, weil er mich wiedererkannte, ich wusste genau, wer er war, oder weil ich ihn bei seinem Mittagsschlaf störte. Ich bat Mister Johnson, meinen Koffer bei ihm unterstellen zu dürfen. Nachdem ich ihm eine fünf Pfund Note in die Hand gedrückt hatte, stimmte er zu.

„Aber wieder abholen“, nörgelte er mit seiner kratzigen Stimme, „wenn das jeder machen würde. Hier ist doch keine Gepäckaufbewahrung.“

Ich versprach es. Dann verließ ich den Bahnhof. Es gibt Orte auf dieser Welt, die sich nicht verändern. Solange du dort lebst, bemerkst du es nicht. Wenn du fortgehst, erstarren sie. Als ob sie in einer zähen Schicht aus Bernstein eingegossen würden. Umgeben vom nostalgischen Glanz der Vergangenheit, der nur die guten Erinnerungen durchscheinen lässt und die schlechten mit einer Schicht aus Patina bedeckt. Konserviert und bewegungslos bis ans Ende aller Tage.

Die Musikinspiration ist von Birdy „Wings“. Ein wunderschöner, etwas wehmütiger, Song.

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Ich wünsche mir

… die Zeit zurück, als wir zusammen im Café saßen. Meine Brüder und ich. Die kleine Kellnerin konnte unsere Rechnung nicht teilen. Sie gab sich redlich Mühe, aber auch nach dem dritten Mal, stimmten die Beträge nicht. Meine Brüder versuchten ihr auf die Sprünge zu helfen, aber sie verrechnete sich wieder. Dann sagte sie, es täte ihr leid, aber sie hätte nur Abitur. Wir drei haben so gelacht.

Ich wünsche mir

… die Zeit zurück, in Omas Küche. Bei Linsensuppe oder Apfelpfannkuchen. Wenn Kaffeeduft durch alle Räume strömte, Kinderlachen zu hören war, Mutti den Kaffee an die Wand spukte, weil wir sie zum Lachen brachten.

Ich wünsche mir

… die Zeit zurück, in Omas gute Stube. Zum Zeitunglesen und klönen. Über die gute alte Zeit, wenn Oma aus ihrer Jugend erzählte, oder wir unsere Erinnerungen aus unserer Kindheit hervor kramten, als wir noch alle zusammen waren. Noch nicht getrennt voneinander lebten, überlebten.

Ich wünsche mir

… die Zeit zurück, als wir noch Kinder waren. Noch nicht getrennt durch das, was man Umstände des Lebens nennt. Wie schön, wenn wir uns damals so gut gekannt hätten, wie heute.

Ich wünsche mir

… die Zeit zurück, als alle Kinder noch zu Hause waren, ich ihnen Märchen vorlas, wir zusammen Lieder sangen. Die Tage am Meer verbrachten, Drachen steigen ließen, bummeln gingen.

Ich wünsche mir

… die Zeit zurück, als ich euch weniger vermissen musste. Ihr, die ihr nicht bei mir sein könnt. So weit weg und doch so nah, in meinem Herzen.

Ich wünschte mir

… diesen Tag herbei. So blau, so voller Sonnenschein, wie heute. Die Luft so leicht und sanft. Und so herrlich er war, so angefüllt war er mit Melancholie. Ich wusste euch an meiner Seite. Euch geht es gut und doch vermisse ich euch so, dass es mich schmerzt.

Ich wünschte mir

… ich könnte die Zeit zurückdrehen. Aber so sehr ich es auch wünsche, es wird mir nicht gelingen. Die Zeit ist gnadenlos. Hast du den Stein einmal angestoßen, kommt er nicht mehr zum Stillstand. Auch wenn ich seiner Spur folgen muss, ihr werde immer ein Teil meines Herzens und meines Lebens sein. Liebe ist stärker als die Zeit.

 

 

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Ich erinnere mich

An Gutes

An Schlechtes

Dinge

Die im Nebel verschwimmen

Erinnerungen

Die im Strom der Zeit

Herauf gespült werden

 

Erinnerungen

Die ich vergessen will

Erinnerungen

Die ich suche und nicht finde

Eine Erinnerung

Will ich immer in meinem Herzen behalten

Das bist du

 

Ich erinnere mich an dich

Sah dein Gesicht

In vielen Träumen

Sah deine lächelnden Augen

In meinen früheren Leben

Suchte dich

Bis ich dich endlich fand

 

Hatte gehofft dass es dich gibt

Ich erinnere mich an dich

Fühlte endlich was Liebe ist

Erinnere mich an ein verschüttetes Gefühl

Das du aufweckst

Endlich kann ich wieder atmen

Ich erinnere mich an dich

Ich liebe dich

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Meine Erinnerungen sind ein Stein hinter mir … Wobei sie wohl eher vielen kleinen Kieseln gleichen, die ich auf dem Weg verloren habe, manchmal ausversehen und manchmal absichtlich, weil ich sie nicht mit mir herumtragen wollte.

Allerdings habe ich auch noch einen Sack mit Kieseln dabei. Schöne und Schlechte. Einige Liebgewordene, wie die Geburten der Kinder, die Urlaube, die schönen gemeinsamen Tage. Andere lasten auf mir, die ich trotz aller Bemühungen nicht abwerfen konnte. Vielleicht sollte ich innehalten und ein Steingrab für sie schaffen, – sie endlich freilassen, den Blick nicht nach hinten wenden, sondern auf die Sonne vor mir.

Es nütz nichts zu denken: was wäre wenn alles anders gekommen wäre? Einzig die Sonne zieht ihre Bahn … weiter dem Horizont entgegen … egal, was auch immer war, es liegt im Schatten, zu gedeckt von den Jahren, die vergangen sind.

Manchmal fällt ein Schlaglicht auf eine meiner Erinnerungen, und so schnell sie zu sehen war, wieder in der Vergangenheit zu versinken. Nichts ist geblieben. Nur wir zwei und die Kinder. Das ist es, was zählt. Ich sollte mich von der Last der Steine befreien. Das kann nur ich selbst tun, sonst niemand.

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Es ist alles still. Natürlich ist nicht alles still. Von überall her dringen Geräusche zu mir. Ich höre meinen Atem und trotzdem: es ist alles still. Der See liegt vor mir ausgebreitet, wie ein schillernd grünes Tuch. Die Enten und Gänse gleiten gemächlich darüber hin. Die Blätter der Bäume wispern leise und über ihren mächtigen Baumkronen wandern Wattewolken. Spaziergänger gehen fröhlich plaudernd vorüber. Ich sehe zu, wie die Sonne ihre warmen Strahlen durch die Blätter schickt und Muster auf den Weg malt. Ich wünsche mir ein leichtes Herz, um alles so zu genießen, wie ich es jetzt sehe. Den Augenblick fest zu halten. Mit allen Farben, dem Duft des gemähten Grases, und dem Gefühl der lauen Brise auf meiner Haut.
Aber ich kann nicht unbeschwert sein, wenn die Welt um mich herum in Scherben fällt. Menschen, die geplant töten, rauben, betrügen. Egoisten, denen nichts heilig ist, nicht der Planet auf dem sie leben und nicht die Geschöpfe darauf.
Ich bestehe aus Knochen, überzogen mit Sehnen, Muskeln, Fleisch und Haut. In mir schlägt ein Herz, in meinem Schädel arbeitet ein Gehirn. Ich weiß, dass die Zeit kommt, da wird nichts mehr davon übrig sein. Die Zellen zerfallen zu Staub, vielleicht noch ein paar Erinnerungen, die jemand an mich hat. Wo wird meine Seele sein? Ich habe den Wunsch, dass sie nicht verloren geht, aber ich mache mir keine Hoffnung.
Ich sehe den Tag, die Gesichter der Wolken. Ich bin nur ein Sandkorn am Strand, ein Tropfen im Meer. Ich liebe das Leben und diese Erde.

Den Text habe ich im letzten August geschrieben und gerade, beim Durchblättern meines Arbeitsjournals, wieder gefunden. Die Jahreszeit hat sich geändert, aber meine Gefühle nicht.

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