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Posts Tagged ‘Erbetene’

„Wenn dich jemand nötigt eine Meile mit ihm zu gehen, so gehe mit ihm zwei.“ Dies ist ein Zitat aus der Bibel. (Mat 5:14) So hart möchte ich es nicht ausdrücken. Statt nötigen setze ich bitten ein.

„Wenn dich jemand bittet eine Meile mit ihm zu gehen, so gehe mit ihm zwei.“

Die Einstellung „mehr tun als erbeten“ findet man heute selten. Bitten ist möglich, aber ob sich jemand deines Wunsches annimmt oder gar bereit ist mehr als das Erbetene zu tun ist fraglich.

In der Mehrzahl der Fälle habe ich festgestellt, dass nur die „Aufgabe“ erfüllt wird und keinen Deut mehr. Freiwillig etwas zu tun oder mehr als das Nötige ist so besonders, dass es tatsächlich wert scheint das abzufeiern.

Natürlich gibt es diejenigen, die den Hilfsbereiten ausnutzen und sich auf seinem Rücken ausruhen oder die, die nicht lernen wollen Dinge selbst zu tun. Aber von diesen soll an dieser Stelle nicht die Rede sein und ich bin nicht dafür, dass Faulheit und Dreistigkeit unterstützt werden sollen. Man darf auch „Nein“ sagen.

Doch ist es wirklich so schwierig, die eigene Komfortzone störend, mit offenen Augen durch den Tag zu gehen und anderen einen Gefallen zu tun, wenn sie darum bitten oder wenn man sieht, es braucht nur eine Handreichung, um jemand glücklich zu machen? Und das ohne Augen verdrehen und stöhnen, oder gleich gefeiert werden zu wollen?

Die Hilfsbereiten, Bescheidenen tun das sowieso nicht. Sie fassen mit an und brauchen keine Orden. Allerdings kann man es ihnen nicht verübeln, wenn sie sich ausgenutzt vorkommen und ebenfalls keine zwei Meilen mehr gehen wollen. Die Folge davon, es trifft die Falschen.

Wenn jeder bereit ist (in seinem Maß) zwei Meilen zu gehen und für die geleistete Hilfe dankbar ist (und es auch zeigt), dann wird das Zusammenleben um vieles leichter und angenehmer. Wenn wir Gutes tun, erhalten wir immer etwas zurück.

Freude, die man teilt, verdoppelt sich.

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