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Posts Tagged ‘Einsamkeit’

Du bist meine blaue Stunde

Traum zwischen Tag und Nacht

Dein Duft flutet meine Gedanken

Deine Augen halten meinen Blick

Deine Hände legen Feuer auf meine Haut

 

Du bist meine blaue Stunde

Lässt meine Fantasien blühen

Niemand wird es wissen

Es ist nur ein bittersüßer Traum

Der meine Nächte ausweitet

 

Du bist meine blaue Stunde

Geboren in ungezählten Stunden

Aus Einsamkeit und Sehnsucht

Deine Worte wurden mein Verlangen

Löschten alles andere aus

 

Du bist meine blaue Stunde

Bist mein und doch nie mein

Ich darf dir nicht gehören

Doch mein Herz besitzt du schon

So wird es immer sein

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Beton und Glas

Hochhäuser

Kratzen an Wolken

Brechen den Himmel

Auf für Sonnenstrahlen

Erhellen den dunklen

Morgen aus Einsamkeit

Du siehst wie ich

Denselben Himmel

Ein Stück Blau

Deine glänzenden Augen

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Regen

 

Regen fällt

Seit Tagen schon

Lange Tropfenschnüre

Perlen über Fensterscheiben

Suche nach dem Blau

Erfolglos

 

Tränen rinnen

Seit Tagen schon

Endlos klebrige Fäden

Spinnen mich ein

In ein Korsett

Aus Schmerz und Einsamkeit

 

Traurigkeit fließt

Seit Tagen schon

Über alle Ränder

Meiner betäubten Seele

Kann nicht leben

Kann nicht sterben

 

Herz blutet

Seit Tagen schon

Du bist gegangen

Die Tür ist verschlossen

Wo bleibt die Liebe

Stumm

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Großreinemachen und gute Vorsätze müssen sich nicht ausschließen – können sie aber. Wenn das Reinmachen zu den Vorsätzen gehört, super – wenn nicht – kann auch super sein, muss es aber nicht. Das Großreinemachen gehörte Ende 2015 nicht zu meinen guten Vorsätzen, es schlich sich eher so peu a peu ein.

Drei Tage an der See – Wolken, eisiger Wind, ungestüme Wellen und Einsamkeit.

Eck. Dünen 2

Angenehme Einsamkeit in einer wunderschönen roten Backsteinkirche,

Nicolai Kirche 6

in der es nach Tanne duftete, einem liebvoll eingerichteten Heimatmuseum,

Eckernförde, Museum am Markt 1

das einen Dichter und Philosophen sein eigen nennt, und in gemütlichen Cafes mit aromatischem Kaffee und leckerem Gebäck.

Cafe Heldt innen

Abends saß ich in einem heimeligen Gästezimmer, mit meinem neuen Buch, das ich mir als Reiseandenken gekauft hatte, meinem Laptop, meiner Musik und einem Zeitungsartikel in dem es um: „Neue Visionen deines Lebens“ ging und meinen Gedanken.

Kiel, Unterkunft 7

Seit über zehn Jahre schreibe ich. Es ist ein besonderer Teil meines Lebens. Schreiben macht mich glücklich. Ich schreibe jeden Tag und gerne. Aber es gibt auch andere Sachen, die ich gerne tue und die ich vernachlässigt habe. Eine davon ist Zeit zu haben, ohne Druck im Nacken. Zu lesen und mich in den Stoff zu vertiefen, nähen, häkeln, spazieren gehen, fotografieren, Ideen nachgehen, Notizen machen – einfach mal so – ohne zu wissen wohin es führt.

Natürlich gibt es die Idee zu einem neuen Roman. Notizen, einige Skizzen, Personen, den Ort. Und doch – es ist das erste Mal, seit langem, dass ich es nicht eilig habe. Angenehm. Aufatmen. Es wird geschrieben, wenn es so sein soll. Keine Eile, nichts überstürzen. Leben. Leben um zu schreiben. Es wird Zeit die Dinge anders anzugehen.

Konstantin Paustowski schrieb: „Die Fähigkeit, das Leben als etwas ständig Neues zu empfinden, ist jener fruchtbare Boden, auf dem die Kunst erblüht und reift.“

Ich will nicht schreiben müssen. Ich möchte schreiben wollen. Das kommt wieder. Ich kenne die Phasen. Doch diese Phase ist frei gewählt. Ich will mich ausklinken, will sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen. Ich will mich nicht quälen, um meine Fähigkeiten als Schriftstellerin unter Beweis zu stellen oder mich abwatschen zu lassen. Ich die meiste Zeit meines Lebens in der Pflicht und gerade jetzt ist es an der Zeit nicht in der Pflicht zu sein oder nur, wenn ich es für richtig halte.

Wenn es Zeit ist, möchte ich schreiben wollen. Bis dahin will ich leben, mich mit dem Strom dahin gleiten lassen und einfach ich sein.

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Lea hat nie gedacht, dass sie Einsamkeit schmecken kann. Es ist ein bitterer Geschmack, der sich wie ein klebriger Film über ihre Zunge legt, sich in ihren Rachen ergießt, immer dichter ihre Speiseröhre hinab, ihr Übelkeit verursacht, bis er ihre Stimmbänder verstopft und sie verstummen lässt.

Ihr Blick fällt auf die vorbei hastenden Menschen, die, ohne sich je wirklich zu berühren, umeinander kreisten. Vielleicht für einen kurzen Moment. Ein leidenschaftlicher Zusammenstoß, um danach um so stärker auseinander zu driften.

Wir es jetzt immer so sein? Ihr ganzes Leben lang?

Tausend Gedanken rasen durch ihren Kopf. Lea weiß, dass sie keinen aussprechen wird. Was nützte es? Für einige winzige Augenblicke wird er sich ihr zuwenden, nur damit er sich nach der vermeintlichen Pflichterfüllung noch intensiver um sich selbst drehen kann. So ist es die ganzen Jahre gewesen. Lea nahm es klaglos hin. Sie hatten sich versprochen, den anderen nie zu verbiegen oder ihn umerziehen zu wollen. Sie hielten sich daran und gehörten nun kaum noch zueinander.

Doch heute ist es schlimmer, als sonst. In den letzten Tagen fühlte sie nach langen dumpfen Monaten endlich wieder dieses fantastische Gefühl von Zuwendung und Anerkennung. Nun wächst ihre Sehnsucht danach ständig, wie ein Unkraut, das durch nichts auszurotten ist. Sie klemmt sich mit Widerhaken in ihre Herzwand und ihre Träume und lässt sie nicht mehr in Ruhe.

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Herbst von Rilke

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh Dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Ich liebe Rilke …. ich kann nichts dafür 😉 . Wenn ich seine Zeilen höre, dann ist es, als würde eine Glocke in meinem Inneren angschlagen. Und wie oft ich die Verse auch wieder lese, es ist jedes Mal so. Unglaublich – unglaublich schön.

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Das Loch in meinem Herzen. Erst ist es ganz klein, aber der Virus ist bösartig. Er frisst sich von dort immer weiter in meinen Organismus. Zerstört meine Ruhe und meinen Frieden. Es kommt plötzlich. Verschüttete Träume, die an die Oberfläche gezerrt werden. Von denen ich dachte, ich hätte sie schon längst in den Aktenschränken meiner Vergangenheit abgelegt. Nichts davon ist wahr. Es schwellt immer unter meiner beherrschten Oberfläche und stößt an meine Grenzen, bis es eine brüchige Stelle gefunden hat und herausquillt. Dann habe ich alle Hände voll zu tun, den Schleim wieder dorthin zu schicken, wo er hingehört. Aber es bleibt meistens etwas zurück. Wie war das? Ich kann eigene Regeln für mich aufstellen. Ok – aber da fängt mein Dilemma an. Immerhin bin ich nicht allein auf der Welt und muss Rücksichten nehmen. Alles sausen lassen und los fahren. Gute Idee – leider fehlt das nötige Kleingeld, das hilft nicht gerade beim Spontansein. Aus einem Impuls heraus würde ich manchmal einfach reagieren. Ein Flirt mit dem gut aussehenden jungen Mann, dem ich begegne. In den Zug steigen, egal wohin er fährt, und noch `ne Menge anderer Sachen. Sobald ich anfange nachzudenken, fallen mir tausend Gründe ein es nicht zu tun. Ich bin gut darin meine Wagnisse auf ein Minimum herunter zu schrauben. Aber vielleicht bin ich einfach so – ein Sicherheitsfreak. Es ist ein Teil meiner Vergangenheit. Ich bin ohne Sicherheit aufgewachsen und verlasse meine Komfortzone ungerne. Wer weiß, was hinter der nächsten Ecke lauert? Alles sollte so sicher wie möglich sein – aber da ist diese Sehnsucht nach Freiheit – Abenteuer – etwas erleben.

Wer bin ich eigentlich? Wer will ich sein? Ich denke dass ist es, was ich herausfinden sollte. Es kann spannend sein zu sehen, was da ist – hinter der Mauer, hinter der Traurigkeit, hinter der Einsamkeit, hinter meinen Wünschen, unter meiner Betonschicht.

Ich wünsche mir vor allem als Erstes: Dass ich mich so annehmen und akzeptieren kann. Ich bin so, wie ich bin. Ich habe überlebt. Ich kann überleben. Ich kann für mich stehen und einstehen, ohne unterzugehen. Ich mag ein Handicap haben – aber das lässt sich verbessern. Mir stellt sich allerdings die Frage, warum sich das so schwer anfühlt. Alles kostet mich Kraft. Unglaubliche Kraft.

Ich muss, da hilft diesmal keine Änderung von muss in darf, ich muss meine Quelle finden. Meinen Antrieb, den Sinn. Im Grunde eröffnet er sich mir, wenn ich einen Stift in die Hand nehme, oder am PC sitze und mein Word-Programm aufgeht, wenn ich mit meinen Freunden an einem Tisch sitze und ich eine Aufgabe für einen Text gebe. Um so schlimmer, wenn ich mir meine Gedanken wund reibe und nicht in die Gänge komme. Wie sagte Douglas Adams: „Schreiben ist ganz einfach. Du musst nur so lange auf ein blankes Blatt Papier starren, bis dir die Stirn blutet.“ Ich bin also in bester Gesellschaft, das tröstet mich ein bisschen. Immerhin kenne ich das andere Gefühl auch sehr gut: Den wahnsinnigen Flow, wenn der Text fließt und funktioniert. Da kommt nicht viel gegen an – bis auf eine Sache – aber die dürft ihr euch selbst ausdenken *gg*.

Was bleibt? Ich muss es hinnehmen, dass mein künstlerisches Gleichgewicht ab und an gestört ist – vielleicht sollte ich weniger gegen die Mauer rennen und statt dessen einen kleinen Umweg machen. Schreiben kommt aus dem Leben … und manchmal muss man eben erst wieder etwas leben, bevor man schreiben kann?!

 

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