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Posts Tagged ‘Denken’

„Warum?“
„Ich weiß es nicht.“
„Du hättest es mir sagen können!“
„Nein, hätte ich nicht.“
„Wieso? Ich dachte, wir wollten immer ehrlich sein!“
„Ja. Trotzdem. Jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt, dann sah ich dich an und schwieg doch. – Und was nun?“
„Ich weiß es nicht.“

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Nur einen Kuss. Ich sehe deinen wundervollen Mund. Die leicht geschwungenen Rundungen deiner Oberlippe, deine sinnlich volle Unterlippe. Er zieht meinen Blick magnetisch an. Ich kann an nichts anderes denken, mir nichts anderes vorstellen, wünschen. Nur einmal. Nur einen Kuss. Dich einmal küssen. Dir mit diesem Kuss alles sagen, was ich fühle und du würdest niemals wieder eine andere Frau küssen wollen.

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„Ich habe Angst!“

Ich ziehe meinen Mantel an, wickele mir den Schal um den Hals und streife meine Handschuhe über. Richard legt mir die Hand auf die Schulter.

„Das müssen sie nicht. Ich bin ganz in ihrer Nähe.“

„Ich weiß. Aber für Leute, wie mich gibt es kein Happy End.“

Er dreht mich zu sich herum.

„Wie kommen sie darauf?“

„Es gibt vieles, das sie nicht wissen“, antworte ich resigniert.

„Vielleicht sollten sie es mir erzählen?!“ Richard hält mir die Tür auf. „Nach ihnen?“

Er lässt mir den Vortritt. Am Auto öffnet er mir die Tür. Ein Mann mit Manieren. Ich hätte ihn gerne kennengelernt, bevor dies alles passierte. Richard startet den Motor und fährt los.

„Also, was meinen sie?“, hakt er nach.

„Sicher. Reden erleichtert. Aber ich kann mir nicht denken, dass sie noch gut von mir denken, wenn sie die Wahrheit kennen.“

„Wer weiß, sie haben es noch nicht versucht.“

„Stimmt. Aber ich weiß, wie ein Mensch mich anschaute, dem ich die Wahrheit gesagt habe.“ Ich halte kurz inne. „Und ich muss zugeben, ich möchte nicht, dass sie mich so ansehen.“

„Davon abgesehen, dass ich mir das nicht vorstellen kann, warum möchten sie diesen Blick nicht von mir sehen?“

„Weil sie mir sehr sympathisch sind.“

„Nur sympathisch?“, fragt er und lächelt.

„Nicht nur“, erwidere ich.

Richard wirft mir einen kurzen Blick zu.

„So so“, sagt er zweideutig, „nicht nur.“

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Ein Kuss vor vielen Wochen
Lässt mir keine Ruh
Denk an ihn immer zu
Nicht nur an den Kuss
Sondern auch an den
Den ich also lieben muss
Den Mund die Augen
Die Hände und noch mehr
Ich sehne mich so sehr
Das er wieder bei mir ist
Mich heiß und innig küsst
Will mich ihm schenken
Nicht nur an Küsse denken

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Das bloße Denken ist grenzenlos, und was keine Grenzen hat, kann auch keine Überschreiten…

…vielleicht oder sogar ganz bestimmt, ist dies das Geheimnis des Schreibens: denk was du willst, schreib es auf und fertig! Was schert mich das Theater, dass die anderen machen? Nichts!

Ich denke an Nabukov, einen meiner Lieblingsschriftsteller. Er schreibt am Ende von „Lolita“ eine Art der Erklärung für seine Geschichte, um es nicht Rechtfertigung zu nennen, die er in meinen Augen gar nicht nötig gehabt hätte, wenn man die Grenzenlosigkeit der Gedanken zu Grunde legt.

Das „Problem“ ist, wie überwindet man diesen kleinen weißen Grenzstreifen, der angehäuft mit Erziehung, merkwürdigen Moralvorstellungen, Scham und Angst so schwierig zu übertreten ist? Daran arbeite ich noch. Ich wünsche mir, das Schreiben für mich keine Grenzen hat.

Frei schweben über allem. Das ausdrücken was in mir steckt, egal wie toll oder blöd es jemand anders findet. Die Verleger und Lektoren sind, wie alle Geschäftsleute heute, an Geld interessiert, bist du nicht kommerziell, bist du draußen, so einfach ist das. Schreiben ist für mich: die beste, wenn nicht die einzige Möglichkeit der Freiheit. Eines Tage werde ich die Grenze überschreiten und frei sein.

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