Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Dämmerung’

„Hätt ich des Himmels reichbestickte Tücher

Bestickt aus Golden- und aus Silberlicht

Die dunklen, blauen und die hellen Tücher

Aus Nacht, aus Tag und aus der Dämmerung

Legt ich dir Tücher dir zu Füßen

Doch ich bin arm und habe nichts als Träume

So leg ich meine Träume dir zu Füßen

Tritt sanft, denn du trittst auf meine Träume.“

                                                                W.B.Yeats

Der Text löst eine Menge an Assoziationen aus. Einerseits könnte eine fantastische Geschichte dahinterstecken oder eine Liebesgeschichte – vielleicht Richtung Historie.

Read Full Post »

Tür, Silber, Aufschrift, Dämmerung, klopfen, Spitze

„Bist du sicher, dass das“, ich deutete auf die silbernen Buchstaben der Beschwörung auf der Eingangstür, „ein ausreichender Schutz ist?“

Roman zuckte mit den Schultern.

„Es ist eine erste Barriere, die uns etwas Zeit verschaft.“

Ich war skeptisch. Eine sehr wage Aussage und wenig zufriedenstellend. Zu gerne hätte ich ihm meine Meinung dazu gesagt, aber Lucius schenkte ihm Vertrauen und hatte uns befohlen, ihn ebenfalls als einen der unseren zu akzeptieren.

Ich sah aus dem Fenster und ließ den Blick über meine geliebten Hügel schweifen. Sie waren das einzige, dass sich nicht verändert hatte. Noch nicht. Seitdem sie die Königsburg einnahmen und König Leon töteten, hatte sich alles verändert.

Die Dämmerung brach herein. Es gab eine Zeit, da liebte ich diese stille Stunde vor der Dunkelheit. Doch dies schien eine Ewigkeit her, nurn fürchtete ich sie. Die Stunde der Dämmerung war nur noch kurzes Aufatmen, dann mit dem verlöschen des letzten Tageslichtes begannen die Schrecken, die jede Nacht wiederkehrten.

„Ich übernehme die erste Wache“, bot ich an.

Roman nickte und streckte sich auf dem schlichten Holzbett aus. Ich richtete mich auf dem Lehnstuhl nahe der Tür ein, die langläufige Pistole mit den geweihten Kugeln auf den Knien.

***

Klopfen, drang in mein Bewusstsein. Ich riss die Augen auf. War ich eingenickt? Wie konnte das passieren? Die Kerze war kaum heruntergebrannt, es konnte nicht viel Zeit vergangen sein. Ich suchte den Raum nach Roman ab. Das Bett war leer. Angespannt lauschte ich. Es war totenstill. Das beunruigte mich.

„Roman, wo bist du?“, flüsterte ich.

„Hier“, hörte ich ihn hinter mir und fühlte seine spitze Klinge an meiner Kehle.

Read Full Post »

Sacht entsteigt die Morgenröte
Den grauen Schatten der Dämmerung
Hingegossen über den wartenden Himmel
Den beginnenden Tag mit Schönheit bestäubend
Bevor das Hetzen und Jagen der Welt
Unser Herz beschweren kann
Ein Hoffnungsschimmer der unendlichen Zeit

Read Full Post »

Nach dem Bild: Furcht vor dem Großen, von Michael Ludwig

Ich falle
In den Schatten
Stürze in den Abgrund
Niemand der mich sieht
Keine Hand
Die meine hält
Einsamkeit
Zerstörte Hoffnung
Verbranntes Herz

In einer Illusion
Von Dämmerung
Trifft mich ein Strahl
Leuchten blendet
Den stumpfen Blick
Eingehüllt in Silber
Dunkler Geist
Namenlos
Versprichst mir
Alles oder Nichts

Linderst den Schmerz
Gibst deinen Anteil
Forderst
Einen hohen Preis
Das Feld der Ehre
Nimmt die Seele
Für ein Trugbild
Täuschungen
Sind harte Währung

Ich lehne ab
Erhebe mich
Aus Staub und Asche
Verletzt
Doch nicht gebrochen
Verschmäht
Doch immer Ich
Bin frei
Geh meinen Weg

Read Full Post »

Des kühlen Quells versunkene Pfade

Nachtwandelt der verfallende Mond

Aus braunem Eichengeäst

Schlägt ein blaues Wild

 

Die hyazinthene Dämmerung

Umfängt des Weihers Kühle

Unter verwesenden Bäumen

Flackert ihr purpurnes Haar

 

Dem Schläfer im blauen Abend

Umfängt sein Herz

Ein schlummerndes

 

Unter schwärzlichen Augen

Die anschauen den Schatten

Versinken herbstliche Bäume

 

In schweigend kristallener Woge

So im Nachtwind goldener Welle

Nimmt ein roter Mund

Der Schwester Trauer

Gleitet über Sterne

 

Still der Wald

Und leise träumt ein Knabe

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: