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Posts Tagged ‘Buchmesse’

Ich sitze vor dem Bildschirm und habe Schwierigkeiten meine Gedanken zu ordnen. Wo fange ich an und wie viel muss ich schreiben, um die Situation zu erklären?

Ich versuche es mal so knapp und sachlich wie möglich:

1. Ich habe zwei Bücher bei einem Sparten-Verlag (Tochterverlag eines Fantasy-Verlages) veröffentlicht. Eins Sept. 2017, das andere März 2018. ( Unter Pseudonym, da erotischer Natur.)

2. Bei dem Hauptverlag (Fantasy) habe ich einen Roman eingereicht – knapp 800 Seiten – der angenommen und veröffentlich werden sollte (letztest Jahr zur Buchmesse (???)).

3. Bei den ersten beiden Büchern (siehe 1.) klappte alles gut. Bis auf die Abrechung (für 2017) – es dauerte und dauerte. Aber ich wollte nicht nervig sein und wartet.

4. Fortwährendes Nachfragen wegen des Fantasyromans erbrachte lange Zeit nichts – bis plötzlich – oh Wunder – das Manuskript zurückkam – zur Durchsicht und Nachkorrektur.

Beim Lesen der ersten Kapitel hatte ich das Gefühl etwas stimmte nicht. Es waren zwar Fehler verbessert worden, aber ein richtiges Lektorat gab es nicht. Auch wurde mir ein liebloser Titel und ein nichtssagendes Cover vorgeschlagen.

Inzwischen war der zweite Roman fertiggestellt. (Knapp 800 Seiten). Dezemeber 2018. Der ebenfalls bei dem oben erwähnten Verlag erscheinen sollte – mit Option auf zwei „Fortsetzungen“. (Bin noch am Überarbeiten.)

5. Wieder ließ die Abrechnungen für die erotischen Bücher ( für 2018) auf sich warten … auf mehrmaliges Nachfragen wurde ich wieder und wieder vertröstet.

6. Dann der Schreck bei Facebook. Eine der wichtigsten Autorinnen des Verlages (mit vielen Titel dort vertreten) kündigte fristlos alle Verträge für ihre Bücher, untersagte deren Verbreitung durch den Verlag und ging sogar anwaltlich gegen den Verlag vor.

7. Sie war nicht die einzige. Zwei weitere Autoren kündigten ebenfalls fristlos und teilweise mit anwaltlicher Unterstützung. Mit zwei Autoren führte ich persönliche Gespräche. Ihnen war es wie mir ergangen. Siehe oben. Sie warteten auf Abrechnungen, vertragliche Dinge und Zusagen wurden nicht eingehalten und sie erhielten keine Tantiemen für ihre Werke.

8. Wieso macht ein Verleger keine Abrechnung? Weil er dann zahlen muss? Warum zahlt er nicht? Hat er das Geld nicht beiseitegelegt? Und wenn das alles der Fall ist, wo ist das Geld und ist überhaupt noch etwas davon vorhanden?

Was tun? Immerhin sind es meine Texte! Ich habe dafür stundenlang jeden Tag/Nacht hart gearbeitet, neben dem Job und allen anderen Verpflichtungen. Und dabei ist es nicht einmal das Geld, dass mir Sorgen macht: Es ist das Recht an meinem Text. Wer bekommt das, wenn der Verleger möglicherweise aufgeben muss?

9. Ich wollte nicht auf blauen Dunst hin agieren und stellte den Verleger zur Rede. Originalton:

„Deine Abrechnung kriegst du vorraussichtlich am Wochenende“ – „Es geht weiter“ – „Die anderen erzählen Unwahrheiten“ – „Autorin ist nur bekannt, aber viele Bücher verkauft sie nicht“ – „Alles nicht so wild“ – „Das ist alles nicht tragisch“

10. Ich sah mich nach dem „Wischi-Waschi-Gespräch“ genötigt den Anspruch auf meine Tantiemen ( und eine Kündigung meiner Verträge bei nicht Einhaltung der Verträge) kundzutun und meine Abrechnung und das Geld anzumahnen. Schriftlich, per Einschreiben mit Rückschein.

11. Tatsächlich bekam ich meine Abrechnung (die nicht korrekt war – auf die angeforderte Korretktur warte ich noch heute) am Dienstag nach besagtem Wochenende. Darunter der schöne Satz: Aus einer Verkettung von Umständen, auch ausgelöst durch die KNV-Insolvenz, kommt es in diesem Jahr zur Verzögerung mit der Auszahlung. (Wenn das den Tatsachen entspricht, warum es dann nicht kommunizieren?)

12. Inzwischen legte ein weiterer Autor des Verlages bei Facebook offen, dass er fristlos gekündigt habe.

13. Nach ca 14 Tagen kam das Einschreiben zurück. Es wurde weder angenommen, noch abgeholt und wie oben gesagt, auch die Korrektur der Abrechnung hat nicht stattgefunden.

14. Hat mich der Verleger angelogen? Ja, hat er! Ich habe ihm die Gelegenheit gegeben sich zu äußern und die Umstände darzulegen. Statt zu sagen, wie es tatsächlich steht, hat er versucht mich einzulullen. Das macht mich sooo wütend. Aber am schlimmsten ist, dass meine Texte, die vielen Stunden und das Herzblut, involviert sind und ich nicht weiß, wann oder ob ich sie wiedersehe. Denn wer weiß, ist er schon insolvent … ?

15. So habe ich den nächsten Schritt eingeleitet.

Zum Glück hatte ich, was unüblich ist, den Vertrag für den Fantasy-Roman noch nicht unterzeichnet. Wenigstens die Texte gehören noch mir.

In diesen Tagen ist es schwierig ein Geschäft am Laufen zu halten. Der Buchmarkt ist heiß umkämpft. Ich versteh, wenn es zu Pleiten und Verzögerungen kommt, was ich nicht verstehe ist die Vertuschung und das Totstellen. Statt aufrecht zu der Situation zu stehen, wird gelogen und abgeschoben. Dadurch wird alles noch schlimmer.

Und so steht ich jetzt da – zwei Bücher auf dem Abstellgleis und zwei Romane, die nun wieder in der Luft hängen. Das macht meine Motivation nicht größer und die Frage nach dem Sinn des Veröffentlichens stellt sich zum x-ten Mal. (Der Sinn des Schreibens ist mir zum Glück noch klar und deutlich.)

Immerhin kann ich auch etwas Positives darin erkennen. Ich kann den Roman noch einmal überarbeiten, und den zweiten überarbeite ich ja sowieso gerade. Vielleicht findet sich irgendwann ein Verlag, der meine Romane schätzt und sie dem Leser vorstellen will.

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…wird endlich gut. Zum xten Mal den Fantasy-Roman gelesen und korrigiert. Jetzt ist gut – das Manuskript liegt beim Verlag und ich nehme das erst wieder in die Hand, wenn der Text vom Lektorat zurückkommt.

Immerhin gibt es schon den nächsten Roman und der möchte jetzt zu Ende geschrieben werden! Immerhin hatte ich noch ein paar gute Einfälle zu dem neuen Roman, die mehr Licht ins dunkel der „Geschichte“ bringen. Darauf freue ich mich schon. Ich mag diese halben Sachen nicht – auch wenn ich sie manchmal selbst fabriziere.

Doch die angefangenen Sachen sind abgehakt, Freitag geht es zur Buchmesse in Leipzig, die Grippe ist hoffentlich auch überwunden, und wenn demnächst die Sonne noch etwas mehr scheint, wird alles wieder gut.

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Unfassbar! Wie cool ist das denn? Ich wurde von meinem neuen Verlag eingeladen auf der Buchmesse in Leipzig nächstes Jahr meine Buch (Bücher?) zu signieren!!!

Die wichtigste Frage nach: Wann ist der Termin, wo soll ich übernachten? ist: Was ziehe ich an? Natürlich *g*. Frauen könnte Mann sagen. Allerdings signiere ich keinen Fantasyroman oder Krimi, sondern erotische Kurzgeschichten. Nicht, dass jemand auf den Gedanken von schwarzer Spitze, wahlweise roter kommt. Das ist eher etwas für die Stories oder drunter *g*. Aber ein nettes kleines Schwarzes und bequeme Pumps, das wäre doch was?! Das zieht die nächste Frage nach sich – bequem und Pumps – ein Paradox?

Egal! Jetzt sonne ich mich erst einmal in dem super tollen Gefühl als Autorin eine Signierstunde zu geben. Die Sache mit dem Outfit werde ich in meiner Euphorie auch noch in den Griff kriegen!

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„Jammere nicht – schreib!“

Wenn es immer so einfach wäre. Ist es leider nicht. Ich kann  nicht vom Schreiben leben und  muss den meisten Teil meiner Zeit mit einem Brotberuf zubringen. Der macht mir zugegebener Maßen Spaß (zum Glück), verhindert aber manchmal auch die Entfaltung meiner Kreativität, wenn meine Kopf entweder leergefegt oder proppenvoll ist.

Doch manchmal kommt der Motivationsschub aus einer unerwarteten Ecke. Meiner kam aus einer E-Mail in der mir mitgeteilt wurde, dass ich einen Presseausweis für die Buchmesse bekomme, weil ich Bloggerin bin. Gut, ich habe keinen Freudentanz um den Eßzimmertisch aufgeführt, aber ich habe mich riesig gefreut, weil ich nicht damit gerechnet habe. Tatsächlich habe ich gedacht, mein Blog wäre zu klein, um mit einem Presseausweis belohnt zu werden. Umso mehr freue ich mich darüber, dass ich einen bekommen habe.

Das ermöglicht mir zwei Dinge: 1. die Buchmesse überhaupt zu besuchen und 2. einen Termin bei meinem neuen Verlag wahrzunehmen. Außerdem ist es ein guter Grund fleißig zu sein und intensiv zu schreiben und zu tun, was Autoren tun sollten/wollen/können/müssen: SCHREIBEN.

 

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